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Zuletzt in Türkei

Vorerst letzter Tag in Kambodscha in Phnom Penh mit Besuch des lokalen Friseursalons...

Veröffentlicht: 24.02.2025

Attraktion
S21
Phnom Penh, Kambodscha
Sehenswert
Russian Market
Phnom Penh, Kambodscha
Sehenswert
Friseurladen
Phnom Penh, Kambodscha
Essen
Sportbar
$$ · Abendessen
Attraktion
Wat Ounalom
Phnom Penh, Kambodscha
Attraktion
kambodschanisch-vietnamesisches Freundschaftsdenkmal
Phnom Penh, Kambodscha
Attraktion
Unabhängigkeits-Monument
Phnom Penh, Kambodscha
Essen
Sportbar
$$ · Snack
Bus
Phnom Penh → Saigon / Ho-Chi-Minh-Stadt
Kambodscha → Vietnam

Nach dem Besuch der Gedenkstätte S21 schlenderte ich zu Fuß weiter zum Russian-Market. Zuvor war ich noch zufällig Mitch begegnet; der Australier von meiner Tour in Kampot. Er hatte mich von weitem an meinen langen Haaren erkannt (hier war mir selbst noch unbekannt, dass dies nicht mehr lange mein Erkennungszeichen sein sollte) und rief mich laut über den Platz. Er erzählte mir, dass seine Zugfahrt von Kampot nach Phnom Penh sehr "strange" war. Er vermutete, dass daran das Seafood auf dem Markt in Kep Schuld gewesen sei. Da hatten wohl die präventiven Magentabletten nicht wirklich geholfen...

Auf dem Riesengelände des Russian Market mit Indoor- und Outdoorbereich gibt es wirklich nichts, was es nicht gibt; beginnend mit wirklich allem aus der kulinarischen Abteilung, über das komplette Bau- und Gartenmarktsortiment, Automotoren und jegliches Autoteile-Zubehör, Garküchen, die Duftnoten versprühen in die zahlreichen umliegenden Klamottenbuden ... und da ich in den letzten zwei Wochen etwas Fan von Ankor und Cambodia geworden bin, habe ich dort auch meine Fanshirtsammlung erweitert... Danach gings mit dem Tuk-Tuk zurück ins Hotel-Viertel und nach dem Frischmachen zum Abend-Schmaus in eine umliegende Sportbar, wo ich mir dann auch das Skandalspiel von Dynamo gegen die Kogge angetan habe... Dort habe ich dann auch mit ein paar lautstarken englischen Klischee-Jungs den Abend ausklingen lassen bei endlosen Premiere-League-Spielen... 

Am letzten Tag in Phnom Penh hatte ich keine ganz großen Pläne mehr und wollte nur noch per Fuß einige kleinere Punkte ablaufen und etwas schlendern... Bei diesem Schlendern durch die Straßen lief ich an einem Friseurladen vorbei und ohne ich mich versah, hatte ich spontan schon drin Platz genommen und im Handy Bilder rausgesucht, wie ich mir meine etwas luftigere neue Erscheinung vorstellen könnte... Ein langhaariger Europäer mit einem solchen Wunschprojekt wurde da wohl bisher noch nicht so häufig vorstellig; eigentlich war ich wohl der Erste. Dementsprechend waren dann auch alle Augen im Raum auf mich gerichtet und es wurde immer wieder fotografiert und gefilmt als die Matte der letzten 20 Jahre langsam verschwand... Danach gings mit luftiger neuer Friese und ungewohnt zugig im Nacken erstmal zum Mittagessen und danach noch auf eine Spaziergangstour durch die Stadt. Zunächst zum Wat Ounalom. Ein buddhistisches Kloster, welches auch als Zentrum des Buddhismus in Kambodscha bezeichnet wird, obwohl die sehenswerte Gesamtanlage vergleichsweise übersichtlich im Gegensatz zu den vielen schon besuchten großen Tempelanlagen wirkt... Dann gings weiter Richtung kambodschanisch-vietnamesischen Freundschaftsdenkmal und nach ein paar kleinen Abstechern auf dem Weg zum Unabhängigkeits-Monument. Hier wird der Unabhängigkeit von der Kolonialherrschaft von Frankreich im Jahr 1953 gedacht ... Gerade da angekommen, geschah etwas, was ich bisher in den fünf Wochen meiner Reise noch nicht erlebt hatte, wenngleich schon davon gehört; es begann tatsächlich ordentlich und ausgiebig zu regnen... Ich war schnell klitschnass durch und so schlenderte ich wieder die knapp 40 Minuten zurück in mein Hotel, wo ich dann erstmal bis abends ausharrte... Gegen 22.00 Uhr war dann alles endgültig vorbei mit dem Regen und so ging ich nochmal eine Runde, um eine Kleinigkeit zu essen, erblickte eine Sportbar, wo gerade das Bayern-Spiel gegen Frankfurt lief und ließ mich dort nieder. 24.00 Uhr der hiesigen Ortszeit sollten die Wahllokale in Deutschland schließen und das Ergebnis der Bundestagswahl wollte ich noch wissen. Ich blieb dann sogar noch bis 1.30 Uhr Ortszeit und genoss einige wohl letzte Cambodia bevor es am nächsten Morgen dann Richtung Vietnam gehen sollte.. 

Nach dem Frühstück, wo ich fast komplett meine letzten kambodschanischen Riel aufgebraucht habe, sitze ich nun gerade im bequemen Bus mit Liegesessel und genügend Platz auf meinem 7-stündigen Weg nach Saigon/ Ho-Chi-Minh-Stadt und harre darauf, was der hiesige Grenzübergang für mich bereit halten wird ... Reden mit dem Busfahrer ist hier erlaubt und wohl gern gesehen und so quatscht er die ganze Zeit extrem lautstark in Landessprache mit eine Dame, die er zwischendurch - nicht bei einem herkömmlichen Bushalt - abgeholt hat... Nebenbei hupt er immer fleißig die Mopedfahrer an, die nicht auf den Standstreifen oder den Dreckweg neben der Straße ausweichen, wenn er herangerauscht kommt... Beharrlich werden diese dann auch noch beim Vorbeifahren angemotzt... In Deutschland wäre dies hart an der Grenze zur Nötigung; hier scheint er sogar im Recht zu sein... er hat ja augenscheinlich auch das größte Fahrzeug... mit dem man auch mal das ein oder andere ungewöhnlichere Überholmanöver probieren kann... der Gegenverkehr wird schon ausweichen... 

Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Dauer
2 Tage
Wetter
Regenzeit
KulturellAbseits der Pfade
  • Besuch von S21 und dem Russian Market in Phnom Penh
  • Spontaner Friseurbesuch
  • Wat Ounalom und Unabhängigkeits-Monument
  • Starker Regen am Abend
  • Weiterfahrt per Bus nach Saigon
StadtKulturEssenTransitGeschichte
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Antworten (2)

Steinivor mehr als 1 Jahr
Der Metalhead verliert die Schwungmasse, von allen bisher gesehenen Fotos hat mich das doch am meisten überrascht. Was ein paar Tage Bangkok doch mit einem Europäer machen ;)

Michaelvor mehr als 1 Jahr
Ja, so ein wenig war ich da sogar selbst überrascht, dass ich das nun doch durchgezogen habe... Aber mit fast vier Wochen Rückblick habe ich mich zwischenzeitlich bestens damit arrangiert... Für das zukünftige Headbangen ist mir aber immer noch keine endgültige Variante eingefallen ;-)

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