Anreise nach Bali und erste entspannte Strand- und Relaxtage
Vorgestern (am 6. April) gings dann weiter in mein vorletztes Reiseland. Es sollte ein langer Reisetag werden. Zunächst musste ich mit dem Flieger von Langkawi nach Kuala Lumpur...


Veröffentlicht: 11.04.2025

























































Nach den relaxten vergangenen Tagen mit viel Strand, Pool und Schlendern durch Kuta gings es heute wieder einmal auf eine geführte Tagestour in Kleingruppe. Obwohl mir das den eigenen Rhythmus und das Ungezwungensein immer etwas nimmt, habe ich mich nicht zuletzt dafür entschieden, weil man schon am besten mit Guide zu einigen Sightseeing-Punkten kommt und sich dabei auch etwas erläutern lassen kann ...
Früh wurde ich kurz vor 8.00 Uhr im Hotel von Dewa, dem heutigen Guide abgeholt. Die gewählte Kleingruppe war dann wirklich sehr klein, denn sie bestand nur noch aus Linda; einer US-Amerikanerin, die eine Kreuzfahrt gemacht hatte und nun noch drei Tage Bali drangehangen hat. Später zum Ende das Tages war sie dann sichtlich weniger von Sightseeing, Tempelbesichtigungen und Stufensteigen begeistert, was jetzt nicht ganz meinem vorgenannten Rhythmus entsprach ;-), aber wir kamen trotzdem ganz nett miteinander zurecht.
Nachdem wir also Linda abgeholt hatten, ging es mit dem Auto Richtung Ubud. Dort sollte die erste Station der Affenwald sein. Der Verkehr auf Bali gestaltet sich aber eher schwierig, was nicht nur an den teilweise sehr baufälligen Straßenbelägen, sondern auch am ständigen Stau liegt, sodass die Fahrt von knapp 30 km schon über 1,5 Stunden dauerte, was aber durchaus normal sei. Der Affenwald in Ubud umfasst ca. 12,5 Hektar und es sollen sich dort ca. 1600 Javaneraffen tummeln. Es handelt sich aber nicht um einen Zoo, sondern um eine heilige Stätte mit verschiedenen Tempeln und hinduistischen Heiligenfiguren und einem Friedhof. Der Affe ist heiliges Tier im Hinduismus, weshalb die Affen sich dort auch frei bewegen können, aber gefüttert werden und natürlich schon gut an die vielen Besucher gewöhnt sind, sodass man auch hier seine Wasserflaschen bestens verstauen sollte ... und ein Blickkontakt sollte vermieden werden ... aber bei uns waren alle sehr friedlich ... Neben den verschiedenen Heiligenstätten gab es auf dem Gelände auch eine schöne einheimische Gemälde- und Kunstausstellung, welche ich mir allein anschaute ...
Danach ging es weiter zum Ubud Palace und zum Markt in Ubud. Der Ubud Palace war die ehemalige Residenz der königlichen Familie. Nur ein Teil dieser heiligen künstlerisch gestalteten Stätte ist zugänglich für Touristen. Ich schlenderte auch über den Markt nebenan, aber dieser sehr touristisch geprägte Markt erhielt für mich nichts Besonderes, weshalb ich mich da auch auf überwiegend kurzes Überblicken aus der Ferne beschränkte.
Nach dem Mittagessen steuerten wir die Reisterrassen von Tegallalang an. Die Reisterrassen werden von den Balinesen in Handarbeit an den Hängen angebaut. Die einzelnen Stufen der Reisterrassen sind schmal und steil, weshalb die maschinelle Bewirtschaftung auch nicht möglich ist. Es findet zwar auch aktuell eine Bewirtschaftung innerhalb des wirklich wunderschönen Areals statt, aber im Vordergrund scheint mir zwischenzeitlich die touristische Nutzung zu stehen. So kann man an riesigen Schaukeln schwingen oder sich mit Seil und fliegendem Teppich oder auch mit Fahrrad über das Tal segeln lassen. Es sind auch viele Posing-Influencer-Punkte eingerichtet. Den beeindruckenden Anblick beeinträchtigt das aber keineswegs.
Dann ging es wieder ins Auto und bei wirklich tropischem Klima zur Tempelanlage Tirta Empul. Der Tempel gehört zu den balinesischen Staatstempeln, der sowohl Einheimische als auch Touristen anzieht. Neben der interessanten baulichen Gestaltung kann man hier die rituellen Waschungen in den heiligen verschiedenen Badebecken beobachten, womit das Bewirken des Besiegen des Guten gegenüber dem Bösen sichergestellt werden soll ... Da hier auch sehr viele offensichtlich westlich aussehende Leute die Waschungen an sich durchführten, ist das heilige Ritual meines Erachtens zwischenzeitlich auch sehr touristisch überlagert (was schon surreal wirkte), allerdings begegneten wir auch später im Auto einige "pilgernde Autokorsos" die in traditionellen Gewändern und reich geschmückten Fahrzeugen zu dieser Waschung fuhren. Die Regeln zum Betreten sind schon streng; auch Männer müssen einen Sarong tragen (Hosen sind - egal ob lang oder kurz - nicht erlaubt). Aktuell menstruierenden Frauen ist der Zutritt verboten. Für die Kleiderordnung habe ich auch strenge Kontrollen gesehen; für Letzteres ist mir allerdings keine Kontrollinstanz aufgefallen ...
Letzte Etappe unseres Aufenthaltes war der Tegenungan Wasserfall. Hier stürzen beeindruckende Wassermassen in das untere natürliche Becken, in dem sich viele Badegäste tummeln. Von der oberen Aussichtsplattform führen viele Treppenstufen zum Wasserfall und einem Tempel daneben. Gerade bei den schwülheißen Tagen, wie heute, ist das Absteigen und insbesondere das Wiederhinaufsteigen durchaus mit einigen Anstrengungen verbunden, weshalb der Tourguide und Linda das nicht mehr bewältigen wollten ... Dann mussten sie halt auf mich warten ;-) ... Komplett gebadet habe ich aber nicht, sondern nur einmal meine Fühler in das überraschend warme Wasser ausgestreckt ...
Dann gings wieder 1,5 Stunden zurück nach Kuta in mein Hotel und von da aus nach dem Frischmachen nur noch zu einer kleinen abendlichen Essensrunde mit ruhigerer Live-Mukke in die fast benachbarte Australier-Sportbar ...
