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Das Abenteuer geht weiter und bislang gibt es nur ein festes Ziel - Silvester auf Sizilien. Wie bereits mehrfach angedeutet werden wir den Winter in südlichen Gefilden verbringen und den Sommer im Norden.

Für den Rest des Kalenderjahres schwebt uns vor die Länder der Adriaküste bis Griechenland zu erkunden und von dort mit der Fähre nach Italien überzusetzen.

Aber zunächst ein kurzer Rückblick auf die Zeit seit dem letzten Eintrag:

Wie ihr wisst war unser letztes Ziel die Hochzeit in Stuttgart. Auf den Bergen der A 8 entwickelte sich das schon länger vorhandene Pfeifen Freudolins zu einem ausgewachsenen Wimmern mit Antriebslosigkeit. Da tragen nicht in Frage kam, gab es nur eine Option – professionelle Hilfe. Na ja mehr oder weniger. Zumindest wurden wir irgendwie irgendwohin abgeschleppt. Von Pforzheim ging es dann mit den Öffentlichen weiter nach Stuttgart wo wir mit 3-stündiger Verspätung noch pünktlich zum Sektempfang bei der Hochzeit ankamen.

Nach einer Woche konnten wir unseren Freudolin wieder gesund in Pforzheim abholen. Die folgenden Tage nutzten wir um unsere Habseligkeiten zu sortieren, um dann gut ausgerüstet Richtung Slowenien zu starten.

Tag 26: Nochmal alle Bequemlichkeiten eines Bades nutzen, Wassertanks füllen und ab ging es von Freiburg Richtung Bodensee. Bei den Überlegungen wo wir denn die erste Nacht verbringen wollen, kam uns in den Sinn, dass Chrissy und Marcel, zwei Freunde, auf einem Kurztrip in Österreich sind und dies ja auf dem Weg liegt. Also kurz Rücksprache gehalten und uns für den nächsten Tag auf eine Wanderung im Bregenzer Wald verabredet.

Talstaion Schoppernau

Somit konnten wir als Übernachtungsziel die Talstation der Seilbahn in Schoppernau ausmachen. Schon der Weg dorthin war überwältigend, die Berge der Alpen sind schon ein anderes Kaliber als die Irlands. Obwohl wir nur 10 Tage Pause hatten, brauchten wir die erste Nacht um uns wieder einzuschwingen.

Tag 27: Nach der leicht holprigen Morgenroutine ging es zum Treffpunkt auf dem Hochtannbergpass. Chrissy und Marcel hatten bereits eine sehr schöne Tour rausgesucht, welche uns über den Salobersattel zum Körbersee führte, dem ausgewiesen schönsten Platz Österreichs. Dort pausierten wir und nahmen die vorbereiteten Köstlichkeiten zu uns.

Körbersee

Dieser Flecken Erde ist wirklich schön. Da wir hier noch nicht genug hatten, nahmen wir bei strahlendem Sonnenschein einen Umweg über Neßlegg, von wo aus es steil bergauf zurück zum Parkplatz ging. Wir hatten einen superschönen Tag. Vielen Dank an Chrissy und Marcel, wir haben uns riesig gefreut, dass ihr euch Zeit für uns genommen habt. An alle anderen: Überlegt euch gut wo ihr in Europa Urlaub macht, wir sind schneller da als ihr denkt. ;)

Zugspitze

Nach der Verabschiedung suchten wir einen Übernachtungsplatz, welcher in etwa auf unserer Route lag. Am Fuße der Zugspitze verbrachten wir wohl unsere bisher kälteste Nacht der Reise. Zum Glück haben wir bei unseren Schlafsäcken nachgerüstet und mussten deshalb innerhalb der Schlafsäcke nicht wirklich frieren.

Tag 28: Bei geschmeidigen 3°C frühstückten wir mit unseren Müslischüsseln um den Bus springend um den Blick auf die umliegende Berglandschaft zu genießen. An diesem Tag wollten wir ein bisschen Wegstrecke hinter uns bringen. Google Maps führte uns über Innsbruck zum Brennerpass zwischen Österreich und Italien. Bei der Überfahrt stellten wir fest, dass sich genau auf der Grenze ein riesiges Outletcenter befindet. Einen Wimpernschlag später war unser Schnäppchenjäger-Gen aktiv und Freudolin im Parkhaus abgestellt. Zu unsere Verteidigung, wir haben nur nützliche Wanderkleidung gekauft. Nach dem kurzen Abstecher durch Italien führte uns der Weg zurück nach Österreich, genauer gesagt nach Lienz.

Drau in Lienz

Dort hatten wir einen schönen Stellplatz an der Drau direkt am Dolomitenbad. Da auch schon wieder ein wenig Hygiene notwendig war, zahlten wir den Eintritt und planschten und schwammen im 32°C warmen Wasser. Um anschließend ausgiebig die temperaturregelbaren Duschen zu nutzen.

Martuljek Schlucht

Tag 29: Heute ging es dann tatsächlich nach Slowenien. Über den stellenweise recht abenteuerlichen Wurzenpass reisten wir nach Slowenien ein. In Kranjska Gora suchten wir die Touristen Info auf um uns ein paar Wanderungen empfehlen zu lassen. Noch auf dem Parkplatz stehend fragten wir uns ob hier gerade Kirche oder Disko ist. Es war die exakte Schnittmenge von beidem – ein internationaler Bodybuilder-Wettkampf :D Aus der Fülle der vorgeschlagenen Routen entschieden wir uns für eine eher Leichte zu den beiden Wasserfällen von Martuljek - die 7 km sollten wir doch locker schaffen.

2ter Martuljek Wasserfall

Bis zum ersten Wasserfall durch die wunderschöne Schlucht fragten wir uns nur warum alle anderen mit Wanderstöcken unterwegs waren. Auf dem Weg zum Zweiten wurde es uns schnell klar, der als leicht bis mittelschwer deklarierte Wanderweg entwickelte sich stellenweise zur Kletterpartie. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt aber wir werden 7 km nicht mehr so schnell unterschätzen.

Save

Mittlerweile haben wir einen idyllischen Stellplatz direkt am Fluss Save zu unserem Schlafplatz auserkoren. Umringt von Bergen sitzen wir bereits leicht frierend im Flussbett und schreiben diesen Eintrag.

Slowenien

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