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Die alte Seidenstraße

Veröffentlicht: 15.07.2025

Ich hatte schon angenehmere Flüge, aber ich erreiche Aktau relativ pünktlich nachts um 3 Uhr. Der Taxifahrer wollte 25€ für die Fahrt zum Hostel haben, ich wusste natürlich vorher, dass es viel zu viel ist. An der Info sagte man mir, dass 5€ der normale Preis sei. Ich konnte ihn auf 8€ herunterhandeln, auf mehr Diskussionen hatte ich mitten in der Nacht keine Lust. Ab jetzt hieß es also wieder aufpassen, in Südamerika war das in den letzten 8 Monaten überhaupt kein Problem. Ausgeschlafen ging es am Nachmittag durch die Stadt, Ostblock pur. Es gibt keinen Stadtkern und alles ist ziemlich weitläufig auseinander gebaut. Schön ist ein kleiner Wanderweg im Süden der Stadt, der an den Klippen entlang verläuft. Eine Sehenswürdigkeit ist ein Plattenbau, auf dem ein Leuchtturm steht, das sagt schon einiges. Zum Abendessen gab es ganz typisch eine leckere Borschtsch (Rote Beete Suppe), Teigtaschen, Knoblauchbrot und einen großen Saft für gerade einmal 7 €. 
Aktau
?!
Ostblockromantik
Promenade
Wanderweg

Da es keinen direkten Zug nach Nukus (Usbekistan) gab, hatte ich zunächst einen Zug an die Grenze nach Beyneu gebucht. Es stellte sich dann aber heraus, dass es aktuell keine Busse gibt, die über die Grenze fahren, da der Grenzübergang gesperrt ist, nur Züge dürfen passieren, die nächste Grenze ist 2 Tage per Zug oder Bus entfernt. Die nächsten Züge waren daher alle ausgebucht, also muss ich wohl zwei Tage in einer Wüstenstadt verbringen, in der man nicht wirklich was machen kann. In Aktau musste ich mich aber erstmal um meine Sim Karte kümmern, nachts am Flughafen konnte ich sie nicht aktivieren und auch im Shop der Telefongesellschaft konnte man mir nur eine neue Karte ausstellen, diese konnte ich zwar aktivieren, allerdings mit meinen Kreditkarten nicht aufladen. Da ich hier aber für Taxen gerne Internet hätte, musste ich auf die etwas teureren e-Sims zurückgreifen. Danach ging es in den Norden der Stadt, es gibt ein paar Kriegs- und Militärdenkmäler und ein Denkmal der ewigen Flamme, um den Opfern des 2. Weltkrieges zu gedenken. Die Strandpromenade ist auch hier super schön, dann war es das aber auch, für mich ging es noch in ein Restaurant (dieses Mal gab es Sushi für 8 €) und dann ins Bett.

Kriegsdenkmal
Promenade
Promenade Aktau

Am nächsten Morgen fuhr dann mein Zug Richtung Beyneu. Auf dem Weg zum Bahnhof dann die Überraschung, ein neuer Zug wurde zur Buchung freigeschaltet, natürlich von Aktau direkt nach Nukus mit Zwischenhalt in Beyneu. Da ich das Ticket schon für den aktuellen Zug natürlich schon hatte, fuhr ich also nach Beyneu, verbrachte den Tag rund um den Bahnhof und stieg dann nachts um 3 Uhr in den Zug Richtung Usbekistan. Der Zug in Kasachstan war super modern, die Betten bequem, Klimaanlage und die Toiletten sauber, der Zug Richtung Nukus war leider genau das Gegenteil. Noch im Bahnhof sammelte der Schaffner alle Pässe ein, um sie 20 Minuten später wieder zu verteilen. Dann kamen die Grenzbeamten und stempelten die Pässe und kontrollierten das Gepäck. Als ich im Bett war, war es bereits 5 Uhr und um 6 Uhr waren wir an der Grenze, also wieder aufstehen und auf die Grenzbeamten warten. Ich durfte das zweite Mal meinen Rucksack öffnen, richtig kontrolliert wurde er nicht und nach zwei Fragen zu meiner Herkunft und meiner Reiseroute war das Gespräch beendet. Nach weiteren 30 Minuten gab es den Pass inkl. Stempel zurück. Die Beamten kontrollierten den Zug recht intensiv, sowohl von innen als auch von außen, teilweise wurden die Abdeckungen des Zuges demontiert und mit Spiegeln hineingeleuchtet. Um halb 8 ging es dann endlich weiter, allerdings konnte ich nicht allzu lange schlafen, da irgendwann die beiden Kinder, welche mit bei mir im Abteil waren wach wurden und die Mutter beschäftigen, Eisenbahn-Romantik pur!

Bahnhof Aktau
🙃
❤️

In Nukus ging es direkt ins Hostel, welches einen super Eindruck machte, ich hatte das 6er Zimmer für mich alleine. Es ging noch in ein nahegelegenes Restaurant, wo ich zwei gefüllte Brote, Pilaw (Reis mit Lamm) und eine Cola für gerade mal 3€ bekam. Die Preise hier sind mehr als fair. Nukus ist wie Aktau eine sehr junge Stadt ohne historisches Zentrum, aber trotzdem schöner als Aktau. Da es die Regionalhauptstadt von Karakalpakstan ist, gibt es einige nett anzusehende Regierungsgebäude. Außerdem gibt es am Fluss eine nette kleine Promenade an der die einheimischen abends Riesenrad fahren, Dosenwerfen oder andere kirmesartige Spiele spielen. Den schönen Markt erkundete ich am nächsten Tag, ruhig wie in Europa, asiatisch aussehende Menschen, exotische Früchte und arabische Gewürze, ein wirklich toller Mix. Gefüllte Teigtaschen bekam ich für 30 Cent, eine Limonade für 14 Cent je Glas, und eine 5 Minütige Taxifahrt schlägt ebenfalls mit 30 Cent zu Buche, wenn das so weitergeht, kann ich ja nochmal in die Antarktis :)

Promenade
Markt Nukus
Moschee

Eigentlich habe ich mit Kunst ja nicht viel am Hut, aber das Savitsky Kunstmuseum wurde mir von allen empfohlen, auch Google Gemini (das Pendant zu Chat GPT) hatte es wärmstens empfohlen und es war tatsächlich interessant, da es sich nicht um abstrakte Kunst handelte sondern um Portraits, Darstellungen von Straßenszene oder antiken Gebäuden, Kunstliebhaber bin ich trotzdem nicht.

Savitsky Kunstmuseum

3 Nächte in Nukus waren sicher eine zu viel, allerdings wollte ich gerne zum Aralsee und da ich zu geizig war, für eine private Tour 450€ zu zahlen, musste ich warten, bis ich bei einer Gruppe mitfahren konnte. Um 8 Uhr morgens ging es also von Nukus Richtung Moynaq, die Stadt lag in den späten 70ern noch am Südufer des Sees und war durch die Fischerei und Industrie sehr wohlhabend. In den 70ern zog sich das Wasser allerdings immer weiter zurück, auf Kasachischer und Usbekischer Seite wurde an den Zuflüssen des Aralsees immer mehr Wasser für die Landwirtschaft abgezweigt und so ist von einem einst größten See der Welt nur noch ein kleiner Rest übrig. Von diesem Punkt aus ist der See mittlerweile eine 3 stündige Autofahrt entfernt. Nachdem wir uns das kleine Museum und die alten rostigen Schiffe angeschaut hatten, ging es eben diese 3 Stunden mit dem Jeep über den Grund des Aralsees zu den letzten Überresten. Zwischendurch schauten wir uns die Weiten der Steppe und imposanten Klippen die den See früher begrenzten an. Angekommen am See ging es noch kurz ins feuchte, aber sehr salzige Wasser. Mittlerweile ist der Salzgehalt so hoch, dass man ähnlich wie auf dem Toten Meer einfach auf dem Wasser schweben kann. Die Nacht in der Jurte hatte ich mir weniger komfortabel vorgestellt, wir hatten ein richtiges Bett und eine Klimaanlage. 

Schifffriedhof
Damals...
...Heute
Klippen
Salzsee
Jurten

Am nächsten Tag ging es auch schon wieder zurück, 8 Stunden Rückfahrt durch die Wüste über schlechte Straßen, welche die Bezeichnung eigentlich nicht verdient hatten. Zwischendurch hielten wir an ein paar historischen Stätten wie einem ehemaligen Leuchtturm, einer Karawanserei oder einem Bauerndorf. Die Tour war ganz interessant, aber zusammenfassend sehr viel Fahrerei, um sich diese traurige Geschichte der Menschheit anzuschauen.

Trockener See
Karawanserei

Noch am selben Abend ging es für mich mit dem Taxi weiter Richtung Khiva, der ersten Stadt an der ehemaligen Seidenstraße. Ich hatte bereits einen Taxifahrer gefunden der mich für 13 € die 3½ Stunden ans Ziel gefahren hätte, mein Mitfahrer von den Philippinen hatte allerdings ein Angebot von seinem Hotel für 11,80 €. Ich versuchte ihm zu erklären, dass dann aber alles viel länger dauern würde, aber es half nichts. Also habe ich mich komplett rausgehalten, irgendwann hatte er einen Taxifahrer gefunden, welcher uns für die 11,80 € fährt... Wer billig kauft, kauft zweimal, gilt auch in Zentralasien beim Taxi fahren. Wir mussten 2 mal das Taxi wechseln und zuvor ließ uns der Fahrer noch 1 ½ Stunden am Straßenrand warten, da er Essen wollte. Nächstes Mal mache ich wieder mein eigenes Ding. Khiva hat eine wunderschöne kleine Altstadt mit vielen ehemaligen Moscheen und Madrasas (Koranschulen), allerdings sollte man am Eingangstor 18 € Eintritt bezahlen, da es für mich nicht im Verhältnis stand, suchte ich mir einen unbewachten Eingang und schaute mir die Gebäude in der Altstadt nur von außen an. Wie sich herausstellte, war das auch genau richtig, denn die meisten Moscheen und Koranschulen werden heute nicht mehr genutzt, da unter der Sowjetischen Führung jegliche Religion verboten war. Bis heute sind die meisten Menschen muslimisch, aber nicht so aktiv bzw. konservativ wie anderswo, daher werden auch nicht so viele religiöse Gebäude gebraucht. In den meisten Gebäuden verkaufen die einheimischen Souvenirs, die ich ohnehin nicht kaufen wollte.

Khiva
Minarett
Madrasa
Moschee bei Nacht
Gasse bei Nacht

Bukhara war die nächste Stadt auf der Seidenstraße. Die Stadt ist deutlich größer und die historischen Gebäude etwas weiter verteilt, sie sind aber genauso schön wie in Khiva. Dieses Mal nahm ich an einer Free Walking Tour teil, schaute mir die Festung und ein paar Madrasas an. Das Thermometer zeigte bereits 38 Grad im Schatten an, daher verbrachte ich die Nachmittage im Hostel mit dem Schreiben dieser Zeilen. Das Essen war nach wie vor gut, in Khiva gab es als lokale Spezialität Dill Nudeln, hier probierte ich die gebratenen Nudeln, welche allerdings nichts mit der asiatischen Version zu tun haben, sie sind dicker und schwimmen in Öl.

Hauptplatz
Chor Minor
Gebet

Von Bukhara ging es mit dem Schnellzug in 1½ Stunden nach Samarkand. Der Schnellzug war nur von einem ICE in Deutschland zu unterscheiden, weil die Klimaanlage auch bei 40 Grad Außentemperatur noch funktionierte. Das Highlight der Stadt ist der Registan, ein Ensemble aus drei Madrasas, die am Abend sehr schön beleuchtet werden, dazu gibt es jeden Abend eine 3D-Show, in der die Geschichte der Seidenstraße erzählt wird. Das Panorama ist einzigartig, mit Sonnenuntergang und orientalischer Musik, ein kurzer Gänsehautmoment. Außerdem schaute ich mir noch die große Moschee und ein paar Mausoleen an, die alle sehenswert waren, allerdings reicht es nach drei Städten auch mit Madrasas, Moscheen und Mausoleen, da ich mir die historischen Daten, Namen und Zusammenhänge eh nicht merken kann. Daher freue ich mich jetzt auf das Wandern in Tadschikistan.

Talgo Schnellzug
Registan Samarkand
Moschee
Registan
Registan

In Panjakent wollte ich eigentlich zu den 7 Seen wandern, aber ich hörte, dass der Weg nur über eine Schotterpiste führt, zudem waren für den Tag 40 Grad angesagt und die Seen sind nicht allzu hoch gelegen. Da ich im Hostel Charlotte aus England und Arthur aus Frankreich kennengelernt hatte, die eine Rundwanderung im Fan-Gebirge machen wollten und das Hostel zufällig Camping Equipment verliehen hatte, entschied ich spontan, mich der Gruppe anzuschließen. Also ging es in Panjakent auf den Basar um ein paar Nüsse, getrocknete Früchte, China Nudeln, Haferflocken, eine Tasse und einen Löffel zu kaufen, den Kocher durfte ich von Charlotte nutzen. Mit dem Zelt, dem Schlafsack, der Isomatte und dem Essen wog mein Rucksack doch um die 15 Kilo, mir kamen erste Zweifel, ob das mit meinem Rücken klappt. Naja, schauen wir mal, erstmal ging es 2 Stunden Richtung Artuch, unser Fahrer bot uns an, uns bis zum ersten Camp zu fahren, was wir aufgrund der Hitze auch gerne annahmen, erstmal wurden wir aber auf einen Tee, Joghurt, Brot und Süßigkeiten eingeladen. Wow, wie gastfreundlich und lecker noch dazu :)

Das Camp erinnerte mich an eine Alm, alles ist aus Holz gebaut und gemütlich eingerichtet, einzig das Essen war nicht so lecker wie bei uns. Am nächsten Tag ging es nach dem Frühstück los auf die erste Etappe, 7 Kilometer weit und 700 Höhenmeter hoch, bis wir am wunderschönen Koulikalon See ankamen und erst mal eine Pause einlegten. Am nächsten See hieß es dann Zelt aufbauen und Tee kochen, überraschenderweise gab es sogar eine kleine Hütte, an der wir Plov zum Abendessen bekamen.

Erster Aufstieg
Koulikalon See
Waschplatz

Die erste Nacht war hart, die Matte nicht wirklich komfortabel und um 06:30 Uhr baute ich mein nasses Zelt ab und verpackte alles wieder im Rucksack. Mit über 1000 Höhenmetern war der Weg nach oben hart, aber noch zu schaffen, die über 1000 Höhenmeter runter waren dann aber zu viel für meinen Rücken, irgendwann musste ich eine Schmerztablette nehmen und so entschied ich mich, die letzte Etappe auszulassen und mit dem Auto zurück nach Panjakent zu fahren. Die letzten Kilometer zu unserem Zeltplatz waren eine Qual, in der Mittagssonne ging es einen Schotterweg hoch bis zum schön gelegenen Alaudin See, dann hieß es wieder Zelt aufbauen, Wasser kochen und Nudeln essen. Die Umgebung ist wunderschön, aber spätestens am nächsten Morgen, nach einer mäßigen Nacht auf der steinharten Matte, war ich froh, mit dem Auto zurück zu fahren. Camping ist schön, aber es wird mir zu sehr romantisiert. Zelte auf- und abbauen, mittelmäßiges Essen, hatte matten oder kleine Luftmatratzen, keine vernünftige Toilette und so gut wie kein Komfort, da kann mir doch niemand erzählen, dass das toll ist.

1000 Höhenmeter
Pass
Abstieg
Ankunft am Zeltplatz
Zeltplatz
Sonnenaufgang

Naja, für mich ging es erstmal 2 Stunden mit dem Jeep zur nächsten richtigen Straße zurück, ein beeindruckendes Tal, in dem man aber gerade im oberen Teil die Armut der Menschen sieht. Steinhütten und Kinder auf Eseln prägen hier das Bild. Dann wollte wieder jemand 100€ für die Fahrt nach Panjakent haben, ich habe im Endeffekt 8€ bezahlt, musste dafür aber 2 Stunden warten, bis das Auto voll war.

Armut
Nachdem ich mein geliehenes Equipment zurückgegeben hatte, ging es am nächsten Tag in die Hauptstadt Richtung Dushanbe. Dieses Mal ganz umweltbewusst im E-Auto, da die Regierung hier massenweise E-Autos aus China kauft, fahren hier 90% der Taxen als E-Autos herum. Da der Fahrer absolut irre gefahren ist, mussten wir einmal laden, allerdings ist das hier gar nicht so einfach, denn die wenigen Ladestationen waren komplett belegt, wir fanden aber eine mitten im Nirgendwo. 20% in 20 Minuten ist wirklich nicht viel, aber es sollte reichen, um unser Ziel zu erreichen.
Duschanbe selber ist komplett auf Prunk ausgelegt, viele Monumente, repräsentative Gebäude, Parks, neue Häuser und Springbrunnen, sehr, sehr viele Springbrunnen. Für eine Stadt, die eigentlich in einer Wüste liegt, eine ziemlich Wasserverschwendung, die man sich hier aber scheinbar gerne leistet. Generell ist die Stadt zumindest in der Innenstadt super sauber und man merkt, dass die Luft aufgrund der zahlreichen E-Autos auch an einer 6-spurigen Schnellstraße sauber ist und es nicht nach Abgasen riecht und man sich noch normal unterhalten kann. Aber gut, dass wir in Deutschland "technologieoffen" sind und weiter Gas und Benzin subventionieren, toll!
Parlament
Ismail Samani
Noch mehr Wasser
Istiklol Monument
Parlament mit Wasser
Noch mehr Springbrunnen
In der Zwischenzeit fand ich eine Gruppe, der ich mich für den Pamir Highway anschließen kann, deswegen ging es für mich nach zwei Tagen in Duschanbe jetzt weiter für einen 10-tägigen Roadtrip über den Pamir Highway Richtung Osh in Kirgisistan.
Der erste Tag sollte direkt mit Problemen starten, unser Geländewagen machte schon bei unserer Abholung einen schlechten Eindruck und ich dachte mir bereits, ob der es wohl schaffen wird?! Die Frage war schnell beantwortet, nach 2½ Stunden standen wir mit einem Kühlerschaden und womöglich auch einem Motorschaden in der Wüste und warteten 3 Stunden auf einen Ersatzwagen. Der Schlauch vom Kühler zum Motor war jedenfalls geplatzt, da die Anzeigen im Auto nicht mehr funktionierten, ist unser Fahrer so lange gefahren, bis der Motor komische Geräusche machte und es leicht verbrannt im Auto gerochen hat. Wir vertrieben uns die Zeit damit, die vollgepackten Autos oder die Schäfer zu beobachten, die bei fast 40 Grad in der Sonne sasen, ohne Handy, ohne Buch, über was denkt man wohl in dieser Einöde den ganzen Tag nach? Ich würde wahnsinnig werden!
Panne

Kurz vor Einbruch der Dunkelheit kamen wir also am ersten Militär Checkpoint an, es war aber alles easy, wir mussten unsere Pässe vorzeigen und unser Fahrer hatte zwischen unseren Pass Kopien etwas Bargeld platziert, danach durften wir weiter. Die Straßen waren noch erstaunlich gut und somit war es nicht so schlimm, dass wir im Dunkeln fahren mussten. Einzig die Soldaten mit ihrer Tarnkleidung und Gewehren waren am Straßenrand auf ihren Patrouillen schwer zu erkennen. Mit drei Stunden Verspätung erreichten wir die erste Unterkunft, schön gelegen an einem Fluss. Da der tadschikische Präsident aufgrund des Nationalfeiertages in der Gegend war, mussten wir am nächsten Tag bis 14 Uhr hier verbringen und durften das Gelände nicht verlassen. Ich versuchte es trotzdem und wurde prompt von den Polizisten zu einem Tee und einer Schokolade eingeladen, nach einem netten Gespräch musste ich aber trotzdem wieder zurück ins Hotel. Mit weiteren 5 Stunden Verspätung ging es dann weiter zu unserem nächsten Ziel, aber der tadschikische Präsident sollte nicht das letzte Mal unsere Pläne durchkreuzt haben.

Hotel in Kalaikhum
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