Auf Schlür
Auf Schlür
vakantio.de/su-di-du-lich
Zuletzt in Tiraspol

Zwei mal um die Welt

Veröffentlicht: 30.09.2025

Attraktion
Cricova Weinkeller
Cricova, Moldau
Sehenswert
Tiraspol
Tiraspol, Transnistrien
Attraktion
Fort Bender
Bender, Transnistrien
Attraktion
Höhlenkloster
Moldau, Moldau
Attraktion
Kronstadt Altstadt
Kronstadt, Rumänien
Attraktion
Bastei
Kronstadt, Rumänien
Attraktion
Freilichtmuseum Hermannstadt
Hermannstadt, Rumänien
Attraktion
FC Hermannstadt
Hermannstadt, Rumänien
Attraktion
Salzmine Turda
Turda, Rumänien

Eine Nacht in Coimbatore, meine Recherchen ergaben, dass es nicht viel zu sehen gibt. Da uns das Hotel ein paar Stunden vor der Anreise unsere Reservierung stornierte, suchten wir in der Umgebung und fanden ein einigermaßen bewertetes Hotel. Als wir allerdings eine Schabe über das Bett laufen sahen, kamen erste Zweifel und bei genauerem hinsehen sah man, wie grau und fleckig die Bettwäsche war. Das halbe Bett fühlte sich klamm an und roch nicht wirklich gut, zudem machte die Klimaanlage so viel Lärm, dass wir nur wenig schliefen, immerhin gab es am nächsten Morgen noch Frühstück, bevor wir dann schnell ausgecheckt haben und uns auf den Weg zum Zug Richtung Kerala machten.

Hier schliefen wir in einem super schicken Hotel, schauten den Fischern bei der Arbeit zu, schlenderten durch die schöne Koloniale Altstadt, schauten uns das jüdische Viertel an, gönnten uns eine weitere Massage und schauten uns eine traditionelle Kathakali Show an, bei der nur mit Hilfe von Pantomime, trommeln und Gesang eine Geschichte erzählt wurde, äußerst empfehlenswert! Dann ging es weiter nach Marari bzw. in die Backwaters auf ein Hausboot.

Fischer in Kerala
Synagoge im jüdischen Viertel
Kathakali Show
Marari Beach
Marai Beach Hunde

Mit dem Wetter hatten wir weiterhin Glück, die nächsten 3 Tage waren durchgehend sonnig, die ersten drei sonnigen Tage nach der Monsunzeit. Das Hausboot mit Fahrer, Koch, klimatisiertem Zimmer und Sonnendeck kostete für 2 ½ Tage gerade mal 300€. Wir fuhren an Reisfeldern, kleinen Dörfern, Ferienwohnungen und Villen von wohlhabenden Indern vorbei. Ansonsten haben wir auf dem Boot viel gelesen, geschlafen und frischen Fisch genossen. Genauso ging es die nächsten Tage weiter, unser Hotel für die nächsten drei Tage hatte einen großen Pool an dem wir die ersten 1 ½ Tage verbrachten, bevor das Wetter schlechter wurde, aber sei es drum, im klimatisierten Zimmer liegen und lesen ist auch mal nicht schlecht.

In der Nebensaison kostet uns die Nacht inkl. Frühstück hier übrigens 60€, während in der Hauptsaison bis zu 240€ pro Nacht fällig sind. Auf der Anlage fühlt man sich wie im Dschungel, der Pool und das Zimmer sind wirklich groß, alles ist blitzblank sauber und das Hotelpersonal verfolgt einen auf Schritt und Tritt. Teilweise sind wir die einzigen Gäste und haben 8 Leute vom Personal um uns herum. Trotzdem wären 240€ in der Hauptsaison etwas zu viel.

Nachdem ich stilecht an einem alten Holz Schreibtisch meinen Leasingvertrag für mein neues Auto unterschreiben durfte, ging es weiter zur letzten Stadt in Indien, Thiruvananthapuram.

Schlafzimmer auf dem Boot
Boot
Backwaters
Fischer in den Backwaters
Unser Boot
Bootrennen
Backwaters
Pool
Vertrag

Hier geht es weiter mit dem nichts tun. Wir gehen einmal zum Tempel in den aber nur Hindus dürfen, gehen ein letztes Mal zusammen essen, bevor es für Fina wieder nach Hause geht.

Leider erreichte mich auch eine traurige Nachricht, mein Opa ist heute am 31.08.2025 verstorben. Ich hatte mich bereits vor meiner Reise damit beschäftigt, dass das passieren könnte und ich bin umso trauriger, dass es nun zwei Wochen vor meiner Rückreise passiert ist. Gott sei Dank konnten wir uns im Mai nochmal sehen. Jetzt überlege ich, ob es etwas eher nach Hause geht, aber das braucht noch ein paar Tage.

Ich blieb noch zwei Tage länger in Thiruvananthapuram, aber außer zum Essen verlasse ich das Hotel eigentlich nicht, am letzten Tag schaue ich mir noch eine Kirche am Strand und eine Moschee an. Dort wird mir wieder mal bewusst, wie schön es Zuhause ist. Die Küste ist hier von Erosion so gut wie nicht mehr vorhanden, die Menschen wohnen in heruntergekommenen Häusern, die durch den Wind und die salzige Luft eigentlich unbewohnbar aussehen. Der Müll wird hier einfach über die Mauer ins Meer entsorgt.

Das erzeugt in mir immer wieder den Eindruck, dass wir die Erde schon fast zerstört haben. Überall sterben Korallenriffe, die Küsten werden weggespült und die Natur ist voller Plastik. Traurig, dass wir Zuhause immer noch darüber diskutieren, neue Gaskraftwerke zu bauen, das Verbrenner Verbot zu verschieben oder anstatt Fahrradwege und den ÖPNV auszubauen, neue Autobahnen bauen. Stattdessen wird es immer wärmer und wärmer und einige Gebiete bald unbewohnbar, ein warnendes Beispiel ist mein nächstes Ziel, Abu Dhabi und Dubai.

Kirche am Strand
Moschee
Traurig...

Ich wusste, dass es warm wird, aber das hatte ich nicht erwartet. Die Luft war so schwül, dass die gefühlte Temperatur mit 48°C angezeigt wurde. Als ich nachmittags auf dem Weg zur Promenade war, fiel mir im ersten Moment das Atmen schwer, es fühlte sich an wie unter einer warmen Bettdecke zu atmen. Nach 15 Minuten Fußweg war mein T-Shirt nass und selbst an meiner Hose bildeten sich Schweißflecken. Eigentlich wollte ich mir die Moschee anschauen und zu einer kleinen Landzunge fahren, von der man eine gute Aussicht auf die Skyline haben sollte. Das Vorhaben hatte ich dann aber aufgrund der Wärme abgebrochen und habe den restlichen Tag im Hotel verbracht. Generell hatte ich das Gefühl, dass es in Abu Dhabi wenig bis gar kein Grün gibt und da es sehr diesig war, hätte ich wohl auch keine gute Aussicht gehabt.

Abu Dhabi
Abu Dhabi

Mit dem Bus waren es nur knapp zwei Stunden bis Dubai, da es hier natürlich auch nicht kälter ist, habe ich die ersten Stunden ebenfalls im Hotelzimmer verbracht. Bis ich unter und auf meinem Rucksack Schaben gefunden hatte, aber leider nicht nur ein paar, sondern einige, und als ich dann noch eine Bettwanze auf meinem Rucksack und weitere Schaben an der Wand fand, war es dann zu viel und ich fragte nach einem neuen Zimmer. Im nächsten Zimmer war nichts zu sehen, allerdings fand ich noch zwei weitere Bettwanzen außen an meinem Rucksack. Ich hoffe, sie sind nicht in meinem Rucksack, das muss ich die nächsten Tage noch beobachten. Es ist jetzt das 4. mal, dass ich Bettwanzen im Zimmer hatte, gebissen wurde ich nicht oft und scheinbar hat es sich ausgezahlt, dass ich meinen Rucksack nie offen irgendwo stehen lasse. Wenn ich Zuhause bin, kommt mein ganzer Rucksack samt Inhalt aber trotzdem für ein paar Tage in die Tiefkühltruhe, die Viecher möchte niemand Zuhause haben.

Für den nächsten Tag machte ich mir einen guten Plan. Da es in Dubai ein Metro-System gibt, nutzte ich die Stationen, um mich abzukühlen. Erst mal ging es zu Fuß zur Metro Station, dann Richtung Basar. Nach 20 Minuten in einen klimatisierten Imbiss zum Mittag essen. Dann weitere 20 Minuten an der Promenade spazieren, auf einen weiteren Basar, mit Zwischenstopp in einem klimatisierten Supermarkt und von dort zur nächsten Metrostation und 15 Minuten abkühlen. Dann ging es noch 20 Minuten durch die nachgebaute Altstadt, bevor es zurück zur Metro ging. Nach 15 Minuten Fahrt ging es zum Dubai Frame und durch einen kleinen Park. Danach gab es zur Abkühlung ein Getränk in einem Restaurant, bevor es weiter zur nächsten Metro Station ging und von dort aus zum Burj Khalifa, dem höchsten Gebäude der Welt. Von der klimatisierten Metro Station ging es ca. einen Kilometer über eine klimatisierte Brücke zur Dubai Mall, nach weiteren 10 Minuten Fußweg durch die riesige Mall, stand ich vor dem beeindruckenden Gebäude. Ich ließ erst mal alles ein paar Minuten auf mich wirken, bevor ich den gleichen klimatisierten Weg zurück beschritt.

Hitze
"Altstadt Dubia"
"Altstadt Dubia"
The Frame
Burj Khalifa

Für zwei Tage war es OK, aber aktuell könnte ich mir nicht vorstellen, dort zu leben. Ich glaube mir würde es keinen Spaß machen, 7 Monate im Jahr die meiste Zeit nur in Gebäuden zu verbringen, Sport zu machen oder gemütlich im Restaurant zu sitzen, macht einfach keinen Spaß. Nicht mal am Strand liegen wäre bei den Temperaturen angenehm.

Generell ist mir aufgefallen, dass es in Dubai ganz wenig junge Leute gibt, das ändert sich bei meinem nächsten Ziel, der Republik Moldau.

Das sagt übrigens die Gemini KI dazu:

Dubai:

Die Altersstruktur in Dubai ist stark von der hohen Anzahl ausländischer Arbeitskräfte geprägt. Ein Großteil der Bevölkerung, fast 70%, fällt in die Altersgruppe der 25- bis 54-Jährigen. Dies sind hauptsächlich männliche Arbeitskräfte, die ohne ihre Familien in die Region kommen. Die Gruppe der 15- bis 24-Jährigen macht nur einen kleinen Prozentsatz der Bevölkerung aus (ca. 11%).

Moldawien:

In Moldawien sind die jungen Menschen ein erheblicher Teil der Bevölkerung. Etwa ein Viertel der Bevölkerung (ca. 23-26%) ist zwischen 14 und 34 Jahren alt. Der erste Mitarbeiter, den ich auf dem Rollfeld in Moldawien sehe, hat natürlich einen Adidas Jogger an, stilecht sind sie im Osten ja :)

Chişinău ist eine ruhige, unaufgeregte Hauptstadt, sie kommt mir deutlich kleiner vor als die 530.000 Einwohner, da es kein typisches Stadtzentrum wie bei uns gibt, verläuft sich alles etwas.

Die große Kirche, die verschiedenen Parks mit einem großen Badesee und der Markt sind sehr schön anzusehen und lohnen sich definitiv für einen Besuch. Am Abend gab es noch ein Fußballspiel, Moldawien gegen Israel, nichts besonderes, es waren auch nur 7.500 Zuschauer da, aber trotzdem eine nette Abwechslung. Das "Stadionessen" war übrigens eine Katastrophe, es gab einen Hotdog der nicht mal mit dem von Ikea mithalten kann und ein paar Pommes, dazu hätte ich mir noch Tacos oder Popcorn gönnen können, auf die beiden letzten Alternativen hatte ich natürlich verzichtet, dafür war das Cvas (ein fermentiertes Malzgetränk mit wenig Alkohol) umso besser.

Kirchturm in Chişinău
Sowjet Architektur
See in Chişinău
Republik Moldau gg. Israel
Markt in Chişinău

Bei einem Besuch in Chişinău darf eine Besichtigung der größten Weinkeller der Welt natürlich nicht fehlen, mit dem Bus ging es in das im Umland liegende Cricova. Wir fuhren ca. 1½ Stunden mit einem Golfcard durch die 120km langen Stollen (von denen noch 80km genutzt werden) und stoppten an verschiedenen Stationen. In einem kleinen Kino (unter Tage) gab es einen Film über die Kellerei, wir besichtigen Gänge, in denen Wein gelagert wurde und andere Gänge, in denen Champagner gelagert wurde und noch immer von Hand gedreht werden muss. Die Flaschen werden schräg, mit dem Hals nach unten, in spezielle Holzgestelle, sogenannte Pupitres, gestellt. Ein erfahrener Rüttler (Remueur) dreht jede Flasche täglich um ein Achtel und stellt sie dabei schrittweise immer senkrechter, bis sie komplett kopfüber steht. Dieser Prozess dauert je nach Aufwand mehrere Wochen. Die Mitarbeiter können bis zu 50.000 Flaschen pro Tag drehen. Leider wurde uns die richtige Produktion nicht gezeigt, die findet wohl in der Fabrik oberhalb der Stollen statt, für 25€ war es super interessant, aber ich hätte mir für den Preis doch etwas mehr vorgestellt.

Cricova Weinkeller
Sprudelwein (Champagner)
Weinkeller

Nachdem ich im Hostel meinen Rucksack eingesammelt hatte, ging es mit der nächsten Marschrutka Richtung Tiraspol, in die abtrünnige Region Transnistrien. Während es in Chişinău recht "europäisch" zuging, fühlte ich mich in Tiraspol mindestens 20 Jahre in der Zeit zurückversetzt. Die Busse sind 60 Jahre alt oder älter, die Straßen wurden schlechter und auch die meisten Wohnhäuser hatten ihre beste Zeit bereits hinter sich, zumindest von außen. Kartenzahlung ist hier nur mit russischen Karten möglich. Glücklicherweise ist der Euro auch hier eine gern gesehene Devise und so bekam ich für den Transnistrischen Rubel einen ganz guten Kurs. Ansonsten merkte man, dass man im Osten ist, ein Lächeln an der Supermarktkasse, im Café oder im Alltag ist hier ganz schwer zu finden, zumindest bei den älteren Menschen. Ansonsten waren die Menschen aber freundlich und die Architektur noch sehr sowjetisch. Daher spazierte ich den ersten Nachmittag durch die Stadt und stattete Lenin einen Besuch ab. Weiter ging es vorbei an ein paar typischen Kriegsdenkmälern, Panzern und einer orthodoxen Kirche. Der Fluss Tyra, der die Republik Moldau von Transnistrien trennt, ist größtenteils einbetoniert, an der ein oder anderen Stelle ist aber schon etwas Sand angespült worden wo die Bewohner baden gehen. Mein Weg führte mich dann noch in die Nachbarstadt Bender, um mir die große Festung anzuschauen, sehr sehenswert, da man sich überall frei bewegen konnte, alle Mauern begehen konnte und auch auf einen schönen Aussichtsturm klettern durfte. 

Lenin
Sowjet Architektur
Fort Bender
Grenzfluss Tyra
Sowjet Architektur
Transnistrien und Russland
Transnistrischer Rubel

Nach drei Tagen war mein Ausflug in Transnistrien aber auch schon wieder vorbei, viel mehr gibt es hier nicht zu sehen, dementsprechend ging es wieder zurück nach Chişinău und von dort mit einer Marschrutka zu einem Höhlenkloster. Das einzige Weltkulturerbe in Moldawien. Gelegen auf einem Hügel, der inmitten einer engen Schleife des Răut-Flusses liegt. Das Kloster selbst thront auf einer steilen Kalksteinklippe, die einen beeindruckenden Blick über das Flusstal bietet. Etwas entfernt befindet sich ein Glockenturm, der einen in den Fels gehauenen Gang markiert, von diesem Gang gelangt man in den Gebetsraum und auf der anderen Seite wieder nach draußen, hier findet man eine Art Terrasse von der man einen Blick auf das Tal hat, man befindet sich mitten in der Steilwand. Einen Kilometer weiter gab es weitere Höhlen, die ebenfalls von Mönchen gebaut wurden. Die Seitenwände sehen aus wie Betonplatten und wurden absichtlich bereits im 15. Jahrhundert so gebaut. Diese Einschnitte und die dadurch entstehenden Vorsprünge halfen, die Erosion durch Wind und Wasser zu verringern. Sie leiteten das Wasser ab und verhinderten, dass die Oberfläche unkontrolliert abblättert, was die Integrität der gesamten Höhlenstruktur hätte gefährden können.

Höhlenkloster
Kloster
Höhlenkloster
Weitere Höhlen
Höhlen

In Kronstadt erwartete mich erst mal kaltes und regnerisches Wetter, gut, dass ich meine warmen Sachen bereits Fina mitgegeben hatte :)

Mit Andy erkundete ich die schöne Altstadt, nachdem der Regen etwas nachgelassen hatte, am Nachmittag ging es dann noch auf den Hausberg. Andy schloss sich dann einer anderen Gruppe an, die ein nahegelegenes Schloss besuchen wollte, da ich keine Lust auf eine Gruppe hatte, nicht 60 Minuten in der Schlange zum Schloss stehen wollte und nicht bereit war, dafür auch noch 25€ Eintritt zu zahlen, fuhr ich mit einem Bus zu einer Schlucht, die von allen empfohlen wurde und als sehr eindrucksvoll beschrieben wurde. Irgendwie hatte ich daher mehr erwartet, es floss nur ein kleiner Bach durch die Felsen und vor jeder Leiter musste man warten, bis es weiterging. Außerdem war ich nicht wirklich motiviert weiter zum Gipfel zu wandern, ich bin jetzt langsam doch bereit nach Hause zu kommen. Ein weiterer Grund nicht alleine weiter zu wandern ist, dass es hier in Siebenbürgen sehr viele Bären gibt und es wird tunlichst davon abgeraten, alleine und ohne Bärenspray und Pfeife wandern zu gehen, also ging es für mich dann auch zurück in die Stadt.

Transsilvanien
Kronstadt
Transsilvanische Alpen
Transsilvanien
Bastei
Kathedrale der Heiligen Dreifaltigkeit

Von Kronstadt ging es mit dem Bus weiter nach Hermannstadt, die Altstadt ist ebenfalls sehr sehenswert, es sieht aus wie in Deutschland und auch die meisten Informationen bekommt man hier noch auf deutsch. Ich schaute mir das riesige Freilichtmuseum vor der Stadt an. Es gibt dort unzählige Mühlen, alte Höfe, Kirchen und Wohnhäuser und viel zu entdecken. Leider zählt hier aber eher Masse als Klasse, die meisten Häuser darf man nicht betreten oder verfallen bereits, trotzdem war es den Besuch Wert. Am Abend schauten wir uns noch ein Fußballspiel der ersten rumänischen Liga an. Das Stadion war zwar modern, aber uns wurde Fußball Magerkost geboten, vielleicht auf 3. oder 4. Liga Niveau.

Freilichtmuseum
Freilichtmuseum
Hermannstadt
FC Hermannstadt

Und dann war er gekommen, der letzte Stopp meiner Reise. Ein letztes mal Bus fahren, von Hermannstadt nach Klausenburg. Ein letztes Mal ins Hostel einchecken, eine letzte Nacht im Hostel, ein letztes Abendessen. Ich bin nach wie vor froh, jetzt nach Hause zu fahren, im eigenen Bett zu schlafen, Familie und Freunde wiederzusehen, nicht mehr in Hostels schlafen, nicht mehr von laut schnarchenden Menschen um den Schlaf gebracht zu werden. Keine dreckigen Duschen, keine langen Busfahrten auf viel zu kleinen und engen Sitzen mehr. Trotzdem bin ich gleichzeitig auch traurig und wehmütig, dass dieser Lebensabschnitt jetzt vorbei ist, jahrelanges Sparen, jahrelange Planung und vor allem Vorfreude! Die spontane Expedition in die Antarktis, die Galapagos Inseln, die gefährlichste Mine der Welt, der Huayna Potosi auf über 6000 Metern oder der Pamir Highway mit dem Besuch in Afghanistan.

Bevor die Reise aber endgültig endete, besuchte ich noch die Salzmine in Turda, die beiden großen Hallen sind einfach riesig, sowas habe ich noch nicht gesehen. 80 Meter lang, 50 Meter breit und bis zu 90 Meter hoch. So hoch und groß, dass es in der Mine eine Minigolfanlage, ein Riesenrad und sogar einen Bootsverleih gibt, für mich ergab es den Eindruck in einer anderen Welt zu sein. Zurück ging es durch einen knapp Kilometer langen Tunnel, der fast in der Stadt endete. Das letzte Abendessen war nochmal ausgiebig, lokale Bratwurst mit Kartoffeln, ein Bier, ein Obstler und zum Nachtisch eine Art Donut mit Ricotta, Himbeeren und einen Windbeutel.

Klausenburg
Salzmine
Salzmine
Salz
Desert

Damit endet meine Reise, es heißt noch ein letztes Mal Abschied nehmen von meinem Opa und wer weiß, vielleicht gibt es ja auch ein drittes Jahr "auf Schlür", vielleicht fallen die Reisen ab jetzt auch kürzer aus, wer weiß was die Zeit bringt, schließlich war es auch ziemlich anstrengend und teuer:

  • 384 Reisetage
  • 26 besuchte Länder
  • 180 Unterkünfte
    - Das sind alle 2,2 Nächte ein neues Hostel oder Hotel
  • 86.446 zurückgelegte Kilometer
    - 2,16 mal um die Welt
    - davon 3.338 km zu Fuß
    - 4.223.000 Millionen  Schritte
    -8,7 Kilometer pro Tag
  • 903 Stunden in Bus, Bahn oder Flugzeug
    - Das sind 2,20 Stunden pro Tag
  • 15 Bücher - 7356 Seiten
  •  1,3 Liter Mückenspray
  • 1,5 Liter Sonnencreme
  • 28.600 Euro
Ende :)


Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Dauer
384 Tage
Budget
28.600 € gesamt
Wetter
Herbst
Begleitung
Allein
KulturellAbseits der PfadeSolo
  • Cricova Weinkeller
  • Fort Bender
  • Höhlenkloster
  • Freilichtmuseum Hermannstadt
  • Salzmine Turda
BärensprayPfeifewarme Sachen
StadtKulturGeschichteArchitekturTransit
  • Eintritt Cricova Weinkeller25 €
  • Eintritt Schloss in Siebenbürgen25 €
Auf SchlürFolge diesem Blog und verpasse keine neuen Beiträge.
Antworten (1)

Papavor 10 Monaten
Eine beeindruckende Reise!!😁 Bin froh das du wieder gesund zurück bist!😘

Moldawien
Reiseberichte Moldawien