Teil 8 Japan 🇯🇵 Kanazawa & Kyoto
Mo. 06.04.2026 Goodbye Tokyo / Hello Kanazawa 10 Tage Tokyo vergingen wie im Fluge.

Veröffentlicht: 14.04.2026






































































































































































































Mo. 13.04.2026
Osaka Ankunft / Sightseeing
Wie immer mit viel zu wenig Schlaf ging’s heute weiter. Wir verließen Kyoto gegen 8 Uhr und fuhren mit einem normalen Local Train in ca 40 min bis nach Osaka.
Auch hier wie immer, Koffer im Hotel hinterlegen und los geht’s mit Sightseeing.
Unser Hotel grenzt an das Retro-Viertel Shinsekai. Das schauten wir uns gleich ein bißchen an mit dem dazugehörigen 100 m hohen Tsutenkaku Tower von Außen.
Hoch hinaus ging es erst beim Abeno Harukas Gebäude, das mit 300 Metern das zweithöchste Gebäude Japans ist. Hier fuhren wir natürlich hoch in den 60. Stock und hatten einen wirklich superschönen 360 Grad Rundumblick auf Osaka mit den vielen Bergen.
Gar nicht weit weg lag der buddhistische Shi-Tennoji-Tempel mit seiner 5-stöckigen Pagode, Schildkrötenteich und insgesamt schöner Anlage.
Mit der Bahn ging’s dann zum Namba-Yasaka-Schrein. Das war mal ein ganz außergewöhnlicher und einmaliger Shinto-Schrein mit einem unglaublich riesigen Löwenkopf.
Von da war es nicht mehr weit zum bekanntesten und inoffiziellen Zentrums Osakas, dem Stadtteil Dotonbori. Hier verbrachten wir den späten Nachmittag bzw frühen Abend.
Wir liefen durch die ausgefallenen Straßen voll mit riesigen und lustigen Figuren an den Hauswänden, vielen Geschäften, Fressbuden uvm.
Eine kleine Bootsfahrt auf den Kanal machten wir auch.
Dann dachten wir, dass es mal langsam Zeit wäre eines der berühmten Kobe Steaks zu essen. Den Preis von 20 € war für so ein exklusives Steak auch sehr gut. Tja, das war dann mal ein Reinfall. Das war nicht besser als ein ganz normales Steak und auch echt wenig. Da müssen wir wohl noch ein anderes Mal etwas tiefer in die Tasche greifen.
Wir fuhren mal etwas früher ins Hotel und checkten im Toho Hotel Ebisu ein. Das Zimmer war ein kleines bißchen größer und es waren zwei richtige Betten, nicht wieder ein unbequemes Schlafsofa.
Wir hofften auf etwas mehr Schlaf, aber hängen hinterher mit Fotos und Blog und daher wurde es wieder nicht so viel früher als sonst.
Di. 14.04.2026
Osaka / Burg u.a.
Richtig schön warm war es heute von schon früh um 8 bis Abends.
Wir starteten mit der wunderschönen Burg Osaka. Dort verbrachten wir viel Zeit oben auf der Burg mit schöner Aussicht und beim Umhergehen auf der weitläufigen Anlage.
Als Nächstes ging es mal wieder zu einem Aussichtspunkt und zwar zu dem Umeda Sky Building.
Dieser hat eine tolle Architektur und eine ganz besondere Aussichtsplattform unter freiem Himmel. Auch wenn es nur 173 Meter hoch ist, ist es trotzdem eines der höchsten Gebäude Osakas.
Auf der mit 2,6 km längsten überdachten Einkaufsstraße der Welt „Tenjinbashisuji“ gingen wir auch entlang. War aber nicht so spannend.
Über den hauptsächlich aus Fischverkäufen bestehenden Kuromon Market bummelten wir ebenfalls und liefen dann im gleich dahinter liegenden sogenannten Den Den Town in Nipponbashi. Das ist in etwa die kleine Schwester von Akihabara in Tokyo. Ein Viertel voll mit Elektronik, Anime, Manga und Retro-Games. Auch die bekannten Maid-Cafés gibt es hier.
Zum Abend fuhren wir in unser Viertel Shinsekai, diesmal mit Beleuchtung und richtig viel los. Wir gingen in ein Restaurant, setzten uns und sahen dann, dass es so ein Restaurant ist, wo man sich selbst Fische angelt. Insgesamt gefiel uns das dort nicht so richtig und daher gingen wir wieder. Am Ende saßen wir wieder an einem Sushi-Band.
Mi. 15.04.2026
Osaka - Hiroshima via Burg Himeji
Morgens verließen wir Osaka und fuhren gegen 9 Uhr mit der Bahn ca. eine Stunde erstmal nach Himeji.
Dort am Bahnhof schlossen wir unser Gepäck ein und gingen dann zu eine der berühmtesten Burgen Japans:
Die Burg Himeji repräsentiert auf spektakuläre Weise den Höhepunkt der japanischen Burgenarchitektur und -technik. Die Burg, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe und nationalem Kulturschatz Japans erklärt wurde, ist aufgrund ihrer Ähnlichkeit mit einem majestätischen, seine Flügel ausbreitenden Vogel auch als „Burg des weißen Reihers“ bekannt.
Die 1609 fertiggestellte und besterhaltenste Burg weltweit besteht aus 83 Gebäuden mit hochentwickelten Verteidigungsanlagen. Der Hauptturm ist ein nationaler Kulturschatz.
Die Burg Himeji bezaubert ihre Besucher mit ihrem perlweißen Aussehen, den verwinkelten Wegen und einer detailreichen Innenausstattung. Himeji ist nicht bloß schön, sondern auch historisch bedeutsam und birgt Geschichten von Menschen, die im Laufe der Jahrhunderte hier gelebt haben. Es diente auch oft als Filmkulisse.
Dass wir uns diese beeindruckende Burg im Regen ansahen, brauch ich ja nicht mehr erwähnen. Trotzdem sah sie schön aus, aber sicher mit blauen Himmel noch viel besser.
Man konnte sich auch viel innen ansehen, dazu musste man sich die Schuhe ausziehen und bekam eine Plastiktasche zum herumtragen.
Wir sahen uns auch den davorliegenden traditionell japanischen Garten Koko-en an, der auf dem historischen Gelände errichtet wurde, auf dem einst Samurai residierten. Auch eine sehr hübsche Gartenanlage und es würde richtig Spaß machen bei schönen Wetter dort herumzuschlendern.
Danach gingen wir zurück zum Bahnhof. Auf dem ca 20 minütigen Weg wurden wir nochmal so richtig klatschnass.
Wir haben dann in einem Einkaufszentrum am Bahnhof was gegessen und versucht zu trocknen bis wir zu unserem Shinkansen-Gate gingen.
Um 17:45 Uhr fuhren wir dann noch eine Stunde bis nach Hiroshima.
Mit einem Taxi fuhren wir zu unserem 10 Autominuten entfernten Hotel (Smile Hotel Hiroshima, 83 € die Nacht, 17 m2) und checkten für die nächsten 3 Nächte ein. Ein ganz nett gemachtes Hotel in zentraler Lage.
Do. 16.04.2026
Hiroshima Ausflug Miyajima
Gefrühstückt haben wir im Hotel für ca. 8 € pP und war wieder ein guter Mix aus japanischen und westlichen Dingen.
Mit Bus, Bahn (30 min) und Fähre (10 min) ging’s bei schönen Wetter zur Insel Miyajima.
Miyajima (eigentlich Itsukushima) ist eine kleine, heilige Insel in der Bucht von Hiroshima, bekannt für ihren "schwebenden" zinnoberroten Torii-Tor des UNESCO-Weltkulturerbe-Itsukushima-Schreins. Die Insel ist ein beliebtes Ausflugsziel mit wieder frei herumlaufenden Sika-Hirschen, dem Berg Misen und vielen weiteren Tempel und Schreinen.
Wir haben den ganzen Tag dort verbracht und uns so ziemlich alle wichtigen Punkte angesehen. Den berühmten Schrein haben wir Anfangs bei Flut gesehen und später bei Ebbe konnten wir zu Fuß zu ihm gehen. Es war beeindruckend wie schnell wiederum die Flut kam, man konnte regelrecht dabei zusehen.
Zwischendurch fuhren wir mit der Seilbahn zu Aussichtspunkten auf dem Mount Misen und immer mal wieder konnten wir die süßen Hirsche streicheln. Hier waren sie nicht ganz so frech wie in Nara, da man sie hier auch nicht mit extra Futter füttert. Aber zutraulich sind sie trotzdem. Ich hatte Glück, als wir ankamen, sahen wir ein Hirsch, der grad von einem Shop aus mit Salat gefüttert wurde. Der nette Shopbesitzer gab mir Salat und so konnte ich den Hirsch auch füttern.
Es war eine wirklich unglaublich schöne Insel, natürlich wie immer sehr voll und wir mussten bei einigen Punkten ewig anstehen, aber alles hat sich sehr gelohnt und hat uns beeindruckt.
Mit der Fähre fuhren wir zum frühen Abend zurück und fuhren dann mit einer alten Retro-Straßenbahn eine Stunde lang bis zur Hiroshima Innenstadt.
Wir liefen dann auf den Straßen in unserem Hotelviertel Nagarekawa, das als das beste Unterhaltungsviertel der Region gilt, herum auf der Suche nach Essen, waren durch das Angebot an Bars und Partyclubs fast überfordert und landeten schlussendlich natürlich beim Sushi.
Zwischendurch hielten wir wie immer in einem der überall (und wirklich überall) zu findenden Greifautomaten-Läden. Es ist halt irgendwie ansteckend, das oder die Kapselautomaten.
Bei den Greifautomaten haben wir es erst ein paar Mal probiert und es klappte nie. Dann ging Markus auf einen Automaten mit Stoff-Sumoringern zu und meinte, das mal auszuprobieren und wir sagten noch „wo sollen wir den denn hinstecken?“ Wir gingen aber eh sicher davon aus, dass es nicht klappt. Tja und dann ein einziger Einwurf von 50 Cent:
Da guckten wir etwas doof aus der Wäsche. Na jetzt ist er unser Familienzuwachs auf unseren letzten Tagen der Reise. Witzig war, dass hier viele begeistert auf unseren kleinen Sumoringer, der bekannt ist aus dem Disney-Film „Baymax“, reagierten.
Fr. 17.04.2026
Hiroshima Gedenkstätten
Heute widmeten wir uns hauptsächlich dem schrecklichen Ereignis, für das Hiroshima am meisten bekannt ist. Über die Geschichte brauche ich hier wohl nicht zu berichten.
Alle wichtigen Punkte waren gut fußläufig vom Hotel aus erreichbar.
Als erstes aber schauten wir uns noch etwas entspannendes und angenehmes an:
Den wirklich schönen japanischen Shukkeien Garden.
Auch das nächste war schön anzusehen: Die Burg Hiroshima.
Auf dem weiteren Weg kamen wir fast ganz zufällig am Hannover Garden vorbei. Wir hatten ganz vergessen, dass Hiroshima die Partnerstadt von Hannover ist.
Dann sahen wir uns die ganzen Gedenkstätten an. Das war alles sehr beeindruckend genauso natürlich auch sehr bedrückend.
Eigentlich befindet sich alles auf oder um den Friedenspark herum.
Im Mittelpunkt steht das Friedensdenkmal „Atombombendom“, das ist das einzig erhaltene Gebäude im Zentrum, das den Atombombenabwurf 1945 überstand und heute ein Mahnmal ist.
Vom Hiroshima Orizuru Tower hatten wir einen schönen Ausblick.
Im Friedenspark stehen diverse Denkmäler. Wir sahen uns alles an.
Unter anderem brennt dort auch die Friedensflamme:
Diese Flamme soll so lange brennen, bis alle Atomwaffen vernichtet sind.
Am heftigsten war natürlich das Friedensmuseum.
Da wir so ziemlich alles gesehen haben, fuhren wir mit einem Taxi zum Outletcenter. Da aber kein Platz mehr in den Koffern ist und wir auch nichts extremst spektakuläres sahen, kauften wir nichts. Zurück fuhren wir mit dem Bus und waren wieder mal erst spät im Hotel. Also wieder eine kurze Nacht.
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