Teil 11 Japan 🇯🇵 Mishima / Fuji Teil 2
So. 19.04.2026 Mishima und Umgebung - Fuji, Fuji, Fuji Wie vorhergesagt schönes warmes Wet
Veröffentlicht: 21.04.2026




















Mo. 20.04.2026 bis Di. 21.04.2026
Abreisetag und Fazit der Reise
Unglaublich aber wahr. Leider geht unsere Reise nun zu Ende.
Unser Abflug ist strenggenommen erst Morgen, denn Abflug ist um 01:30 Uhr in dieser Nacht.
Somit wird es mal wieder eine sehr lange Heimreise.
Um 07:30 Uhr klingelte der Wecker, also fast ausschlafen, denn wir sind hier ja sehr oft viel früher aufgestanden.
Im Hotel noch gefrühstückt, zusammengepackt und um 11 Uhr mussten wir auschecken. Die Koffer konnten wir wie immer im Hotel verstauen und sind dann erstmal zum Hafen marschiert und sind dort über den Fischmarkt geschlendert. Dann sind wir wieder zum Strand gegangen und haben dort in der Sonne gesessen. Dazu muss man sagen, dass es heute von allen Tagen am heißesten war. Der Fuji verabschiedete sich von uns auch langsam. Anfangs konnten wir ihn noch im Ganzen sehen, dann versteckte er sich nach und nach hinter den Wolken bis man ihn nicht mal mehr erahnen hätte können.
Gegen 15 Uhr sind wir wieder zurück zum Hotel gegangen und haben uns noch einen Kuchen gegönnt und begangen unsere Abreise um 16 Uhr.
Erstmal 10 min zu Fuß zum Numazu Bahnhof, eine Station bis Mishima Bahnhof und dann Abfahrt um 18:24 Uhr für 45 Minuten nach Tokyo-Shinagawa, für ein letztes Mal mit einem Shinkansen.
Während der Fahrt erfuhren wir im Internet von einem starken Erdbeben mit einer 7,5 auf der Richterskala und mit Tsunami Warnung. Das Ganze galt zwar mehr nördlicher, aber war dennoch in Tokyo zu spüren. Die Nachrichten waren voll damit. Wir haben nichts gemerkt. War trotzdem ein komisches Gefühl, da wir noch vorher am Strand über Tsunamis redeten, denn unser letzter Ort ist schon ein stark gefährdetes Gebiet und überall sahen wir die Evakuierungswege. Außerdem wurden einige Bahnlinien gestoppt, das hätte uns ja fast auch getroffen.
Von Shinagawa aus mussten wir noch mit der Keikyu Line bis zum Flughafen Haneda. An der Station Shinagawa erlebten wir noch das richtige japanische Leben. Es waren auch kaum Touristen unterwegs. Zum Beispiel liefen wir mit Massen an hauptsächlich Geschäftsleuten durch die Station und trotz so viel Leuten war es echt ruhig. Dann standen wir an der Haltestelle. Dort fuhren verschiedene Linien ab und es war so unglaublich voll. Alle natürlich wie immer ordentlich in Schlangen stehend und dann sahen wir das erste Mal wie sie sich in die Bahnen gequetscht haben. Zwar war da kein Ordner, der von außen noch nachdrückte, wie man es so manchmal auf Videos sieht, aber dennoch extrem. Also es war meistens ein sehr enges Miteinander in den Bahnen, aber so heftig noch nicht.
Am Airport kamen wir gegen 20 Uhr an und nutzten einen Duschraum. Supersauber, groß genug um Koffer zu öffnen, Duschgel, Shampoo, Handtücher, Föhn inclusive für 8 € für eine halbe Stunde.
Dann war immer noch genug Zeit um in dem echt hübschen Flughafen herumzulaufen und uns bei der großen Auswahl an Restaurants zu entscheiden was wir essen sollten. Es wurde ein wirklich sehr gutes Tomkatsu.
Der Checkin Schalter wurde um 22:45 Uhr mit einer gemeinsamen Verbeugung der Angestellten geöffnet.
Um 2 Uhr starteten wir mit einer halben Stunde Verspätung mit einem A330 von Asiana Airlines. Wir saßen im Mittelgang und es war ok vom Platz her. Das servierte Hühnchen schmeckte auch. Bei einer kurzen Flugzeit von 2 Stunden 15 sind wir fast pünktlich um 4:15 Uhr gelandet und waren jetzt schon ganz schön kaputt.
In Seoul haben wir uns erstmal auf Sitzreihen langgemacht und sind tatsächlich auch etwas eingeschlafen. 6:40 Stunden mussten wir am Flughafen verharren bis dann um 10:50 Uhr erst die längste Etappe beginnen sollte. Eigentlich kennen wir das ja, unsere An- und Abreisen sind ja oft megalang und anstrengend weil wir es ja immer alles so billig wie möglich wollen, aber diesmal waren wir echt ganz schön fertig.
Um 11:15 Uhr starteten wir mit einem A350 wieder mit Asiana Airlines und verabschiedeten uns nun von Asien. Die Flugzeit von 13:35 Stunden war echt lang.
In diesem Moment wo ich das schreibe, sitzen wir noch im Flieger. Da ich glaube, später zu fertig zu sein um alles zuende zu schreiben, mach ich es jetzt und versuche in die Zukunft zu blicken. Wenn sich nichts gravierendes ändert, lass ich es so oder werde nochmal berichten.
Wir werden gegen 17:50 Uhr in Frankfurt landen. Dort treffen wir uns noch kurz mit einer lieben Freundin und fahren mit dem Zug um 20:15 Uhr nach Hannover.
Am Bahnhof kommen wir um 23:05 Uhr an. Mit der S-Bahn zum Flughafen und mit unserem Auto nachhause. Wir schätzen so gegen 00:30 Uhr anzukommen.
Das bedeutet:
FAZIT DER REISE
Eine tolle, spannende, abenteuerliche, anstrengende, eindrucksvolle fast 8-wöchige Reise ist nun vorbei.
Es ist schwer, die vielen Eindrücke zusammenzufassen. Man wird ja gern gefragt, was einem am besten gefiel. Ich denke, das sind einfach die vielen verschiedenen gemischten Erlebnisse, es war super interessant, diese unterschiedlichsten Kulturen zu beobachten und zu versuchen sie irgendwie zu verstehen. Dafür bräuchte man aber wahrscheinlich Jahre. Dadurch, dass wir erst in China waren und dann in Japan, war man fast durchgehend dabei festzustellen, dass es in Japan genau umgekehrt ist. Das war irgendwie am interessantesten, wie diese Länder so nah aneinander liegen und unterschiedlicher kaum sein können.
Natürlich gefiel es uns bei den Japanern besser. Man hat ja vorher schon oft über ihre Art gelesen, aber dass es wirklich genau so ist, hätte ich vielleicht auch nicht gedacht. So toll, wie sie an ihren Traditionen festhalten und vieles ist so angenehm. Beispielsweise wird wirklich nicht in der Bahn gesprochen, sie stehen immer ordentlich in Schlangen hintereinander, auf Rolltreppen stehen sie immer alle brav auf der linken Seite, damit rechts die Eiligen vorbeikönnen, (außer in Osaka, da wird rechts gestanden), sie sind freundlich und höflich, drängeln nicht und tatsächlich wird sich wie verrückt ständig verbeugt und sind einfach supersüß.
Trotzdem war es auch oft ganz schön nervig, weil es fast überall so unglaublich voll war. Das anstrengende sind dann eher die vielen Touristen, die sich nicht alle immer an die vielen Regeln halten.
Hauptunterschiede China vs. Japan in Stichworten:
Laut - leise
Drängeln - zurückhaltend
Meist Hocktoiletten - schöne beheizte Multifunktionstoiletten
Spucken und eklige Geräusche - es wird sich noch nicht mal die Nase in der Öffentlichkeit geputzt.
Essen: nicht so unsers - alles lecker
Also, das soll jetzt nicht heißen, dass es uns in China nicht gefiel. Das sind eher nur die Verhaltensweisen.
Zum Beispiel fanden wir das Bahnsystem praktischer in China. Da in Japan unheimlich viele verschiedene Linien-Betreiber gibt, läuft es manchmal etwas unterschiedlich. So einiges haben wir bis zum Schluss nicht ganz gerafft. Aber man kann immer kurz fragen und alles klappt.
Wichtig ist wirklich, wenn Ihr nach Japan möchtet, Euch vorher die Suica Card (wie in Teil 1 erzählt) herunterzuladen. Das vereinfacht alles extremst, dann ist das normale Metrofahren sehr einfach. Nur mit den Langstrecken war es irgendwie mal so und mal so.
Aber in beiden Ländern Tausendmal besser als bei uns.
Auch immer wieder mal entdeckten wir in beiden Ländern coole Dinge, so dass man das Gefühl hat man ist in die Zukunft gereist oder wir hängen zu sehr hinterher.
Das Bezahlsystem mit Alipay in China ist auch viel praktischer. In Japan kann man mal mit der Suica Card zahlen, mal nur Kreditkarte und mal nur Cash.
Mit Englisch kommt man in Japan etwas besser zurecht. Braucht aber hier und da schon mal ein Übersetzungsapp für die Schriftzeichen.
Die ganzen Sehenswürdigkeiten waren überall wunderschön. So viele tolle Tempelanlagen, Gebäude, Gärten und die Kirschblüte hat uns auch so richtig mitgenommen.
Auch war es überall echt sauber. In China wurde immer saubergemacht und in Japan wurde es nicht dreckig gemacht, vielleicht könnte man es so darstellen. Zwar ist es als Tourist etwas gewöhnungsbedürftig, dass man keine Mülleimer in Japan findet und manchmal den ganzen Tag seinen Müll spazierenträgt und auch nicht im Gehen oder in der Metro essen darf, aber ok.
Von unseren Ausgaben, die wir in Japan hatten, kann ich jetzt gar nicht so viel sagen, das müssen wir irgendwann noch auseinander klamüsern, da es ja so viele verschiedene Bezahlmethoden waren.
Aber man kann wohl sagen, zu China ist es viel teurer, aber im Gegensatz wahrscheinlich noch vor kurzer Zeit ist es sicherlich günstiger geworden. Essen gehen ist im Gegensatz zu Deutschland günstiger aber nicht extrem.
Vielleicht trage ich hier nochmals was nach.
So, ich denke das reicht wohl mal langsam.
Ganz lieben Dank, dass Ihr „durchgehalten“ habt und uns gefolgt seid. Sicher, war es es nicht immer so gut zu lesen. Ich hab einfach geschrieben was mir in den Sinn kam, meist im müden Zustand.
Vielen herzlichen Dank!
Xie Xie
Arigato Gozaimasu
