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Zuletzt in Deutschland

Meine Rettung -Helpter See- Friedland

Veröffentlicht: 12.08.2026

Radtour
Tornowhof → … → Helpter See
Friedland, Deutschland
Essen
ehemaliges Klassenzimmer
$$ · Frühstück
Sehenswert
Helpter See
Friedland, Deutschland
Sehenswert
Helpt
Friedland, Deutschland

Der Regen morgens um 7.00 Uhr lässt mich noch einmal einschlafen.

Leider nicht lange, da der Blick auf die Wetterkarte mich dezent warnt: Es werden heute heiße 30 Grad und wolkenloser Himmel.

Aber erst einmal lasse ich mir das Frühstück im ehemaligen Klassenzimmer schmecken. Das Beste überhaupt auf meiner bisherigen Reise und eine Empfehlung meinerseits. Hier wird die Wurst nicht den ganzen Vormittag auf der Tafel präsentiert sondern frisch und regional. Dazu gibt es heute eingelegte Forelle. Mega lecker. Hier kocht eben der Sternekoch Daniel Schmidthaler persönlich. Kenne ich zwar nicht, auch noch nicht gesehen, aber das was hier geboten wird. Lecker.

Noch dazu, wenn man vom Küchenjungen mit Namen begrüßt wird, weiß man, dass man willkommen ist.

Meinen Cappuccino trinke ich auf der Terrasse, dann geht es auch schon los. Es ist bereits 10.00 Uhr, verdammt.

Vorsorglich streife ich Jacke, Mütze und Handschuhe (Socken umfunktioniert) über.

Es geht über Tornowhof-Lichtenberg-Neugarten-Grauhagen-Göhren. Die Berge in dieser Gegend machen mich mürbe. Nur das Runterfahren entschädigt ein wenig. Meine größte Sorge ist es dann allerdings meine Cap zu verlieren. Mein Helm baumelt save am Lenker. 😬

Die Fahnenstange der Höhenmeter ist jedoch längst nicht erreicht, wie ich später noch am eigenen Leib erfahren werde.

Gegen 12.00 Uhr möchte ich meinem Fahrrad eine Pause gönnen. Dann dürfte ich Woldeck erreicht haben.

Dort erkundige ich mich nach einem Badesee. Der hiesige hat eine schlechte Wasserqualität. Keine Chance oder ein gutes Zeichen. Ich dürfte die Feldberger Seenlandschaft hinter mir gelassen zu haben. Ich versuche es nochmal und diesmal hält ein Radfahrer neben mir und gibt mir den Tipp nach Helpt zu fahren. Allerdings mit der Warnung ⚠️ dass ich einen Berg überwinden müsste. „Junger Mann, wissen sie wie viele Berge ich bereits hinter mir gelassen habe.?!“ „Da dürfte dieser eine Berg jetzt auch zu schaffen sein.“

Er klärt mich allerdings nicht auf und gemeinsam fahren wir meinem Mittagsziel entgegen. Vielleicht ist es das schlechte Gewissen oder aber Echte Hilfsbereitschaft, dass er mich ein Stück Weg begleitet. Ich werde es nie erfahren. Kurz bevor er sich verabschiedet, frage ich nach seinem Vornamen. Mache ich, um die Leute in meinem Blog einzubinden.

In dem Moment, er ist gerade beim Abbiegen, wirkt er auf mich etwas überfordert , er beginnt mit seinem Rad zu schlingern und für einen kurzen Moment mache ich mir Sorgen, dass er irgendwo gegen fährt. „Eberhard“ kommt es rasch aus ihm heraus und schon trennen sich unsere Wege.

Die Strecke nach Helpt ist nicht in meiner Planung, scheint jedoch auch wieder kürzer zu sein und somit ein Geheimtipp.

Ich freue mich schon total auf die Abkühlung, denn ich dampfe bereits aus allen Poren meiner Jacke.

Plötzlich taucht vor mir andeutungsweise eine Erhebung auf, die sich ,natürlich erst hinter der Kurve, als eine gewaltige Ansteigung ausmachen lässt. Na toll… und das um die Mittagszeit. Gefühlt, steige ich alle 10 Meter ab um etwas zu trinken. Als ich es geschafft habe und mich umdrehe, kann ich es selbst kaum glauben. Als Beweis…ein Foto. Mein Trinkwasser hat gerade so gereicht aber noch bin ich nicht am Ziel. Wo kann ich in diesem Nest meine Wasserflasche auffüllen? Kein Mensch tritt bei dieser Hitze freiwillig vor die Tür. Nur bekloppte Radfahrer.😚🚴‍♀️

In diesem Moment erblicke ich in einem Garten eine mich anlächelnde Frau. Sie muss geschickt worden sein, um mich zu retten.🙏🏼

Ich frage nach etwas Wasser und werde hereingebeten.

Elena kommt aus Siebenbürgen, lebt aber schon seit 1992 in Deutschland. Statt Wasser bietet sie mir noch ein Glas Wasser mit Eiswürfeln an. In diesem Moment könnte ich sie vor lauter Dankbarkeit umarmen.🥹

Nachdem ich meine Körpertemperatur wieder auf normal runtergekühlt habe, klärt mich Elena über die „Anhöhe“ auf. „Du hast tatsächlich die höchste Anhebung Mecklenburg Vorpommerns mit 179 Metern überwunden“.

Stille.

Da bin ich natürlich erst einmal platt.Eberhard, vielen Dank, dass du mich im Unklaren gelassen hast“.

Vielleicht hätte ich mich nicht für diese Art „Abkürzung „ entschieden gehabt.

Wir verabschieden uns und tauschen Handynummern.

Übrigens verwandelt Elena immer Sonntags  ihren wunderschönen Garten in ein Caffee.☕️🏡

Ganz bescheiden hängt ein kleiner Zettel an einem Baum vor ihrem Haus.

Vielen Dank für deine Gastfreundschaft.🙏🏼

Den Helpter See erreiche ich in 800 Metern und kann mein Glück 🍀 nicht fassen. Ich bin alleine und der See gehört für die nächsten zwei Stunden nur mir allein.

Mit blauem Käppel, weißem Kringel, ein stolzer Erpel Treue schwor. Frau Ente glaubte. Doch der Schlingel die Liebe und Geduld verlor.

Als Frauchen auf den Eiern schwitzte und sinnend in das Wasser sah, in‘s Rohr der hübsche Erpel flitzte und war auf einmal nicht mehr da.

Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Wetter
Sommer · 30–30°C
Begleitung
Allein
AbenteuerlichEntspannend
  • Frühstück im ehemaligen Klassenzimmer
  • Wasser und Eiswürfel bei Elena in Helpt
  • Helpter See ganz für sich allein
  • höchste Anhebung Mecklenburg-Vorpommerns mit 179 Metern
JackeMützeHandschuheCapHelmFahrrad
NaturAbenteuerRoadtrip
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