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Landregen und Fallada begleiten mich durch die Feldberger Seenlandschaft

Veröffentlicht: 06.08.2026

Radtour
Himmelpfort → … → Carwitz
50 km · 4h
Sehenswert
Carwitzer See
Carwitz, Deutschland
Essen
Gastwirtschaft in Carwitz
$$ · Abendessen
Attraktion
Hans Fallada Haus
Carwitz, Deutschland

Heute habe ich Glück mit dem Wetter. Es regnet und ist bewölkt. Noch kann ich draußen frühstücken, aber es zieht sich zu. 


Zum Radeln und für mich optimal. Bin nämlich durch das Antibiotika lichtempfindlich und sollte die Sonne meiden. Und eigentlich müsste ich Handschuhe tragen, da meine Hände am Lenker ständig der Sonne ausgesetzt sind. Mitunter brennt es höllisch und manchmal prickelt es auch wie Ahoi Brause auf meiner Haut.


Ich starte so gegen 9.00 Uhr und fahre erst einmal Richtung Himmelpfort. Dort treffe ich auf Bettina, die sich anbietet mich bis Lychen zu begleiten. Sehr nett, denke ich noch. Da sie aber nicht so viel Gepäck, wie ich habe, um nicht zu sagen, eigentlich gar keines, da sie in Lychen wohnt, fährt sie in einem Affenzahn mir voraus. Ich muss mich kräftig anstrengen, um nicht abgehängt zu werden, dazu macht sie den Reiseführer, von dem ich aber auf Grund der Geschwindigkeit, nur die Hälfte verstehe. Fotos kann ich so gut wie auch keine machen. Dafür erreiche ich Lychen ca. 10 km , statt in einer nun in einer halben Stunde.


Insgesamt sind es heute 50 km die ich zurücklegen möchte, nein muss, um „Die Alte Schule“ in Fürstenhagen zu erreichen.

Bettina gibt mir aber noch den ultimativen Badeseetipp, bevor wir uns verabschieden. „Fahr nach Carwitz und zum Carwitzer See. Dort ist das Wasser türkisblau.“

Es beginnt zu regnen. Ein schöner Landregen setzt ein und ich kann endlich meine neueste Errungenschaft aus dem letzten Jahr , überstreifen. Ein Regencape in XXL für 19,95. Froh darüber, dass die Ausgabe doch nicht umsonst war. Wenn es bergab geht, muss ich aussehen, wie ein Schwan, der die ersten Flugversuche macht oder nein, vielmehr hat es den Anschein, ich schlage wild um mich.


Tage wolkenschwer und grau,

Tage ohne Himmelsblau,

Tage ohne Strauß und Kranz,

Tage ohne Glück und Glanz,

Tage ohne Sonnenschein- wollen auch ertragen sein.


Es geht weiter über Rutenberg, Hasselförde nach Triepkendorf und am Ende erweist sich dieser Weg als eine willkommene Abkürzung.


In Triepkendorf entdecke ich direkt an der Strasse einen Pfirsichbaum, wie ihn sich jeder Gärtnerin wünscht, Steffi. Die Pfirsiche sind gross und sehen aus wie gemalt. Zugegeben, der Baum ist von einem Zaun umgeben. Er steht quasi in einem Garten. 😅Kurzerhand gehe ich durch die Gartenpforte und betätige die Klingel. Einmal, zweimal sogar ein drittes Mal. Währenddessen suche ich mir schon den schönsten Pfirsich aus. Kein Mensch öffnet mir. 

Ich fackel nicht lang und greife beherzt zu.


Freies Obst für freie Bürger. Das sogenannte „Mundraub“ Gesetz wurde zwar 1975 abgeschafft, ab es gilt wohl noch als Diebstahl. Allerdings bei Dingen unter 50 € wird es als geringwertiger Diebstahl gewertet.


Ich mache das ich wegkomme und gebe Gummi, wie man das so macht, mit 20 kg Übergepäck.😬


Die Feldberger Seenlandschaft heißt ja nicht umsonst so, hatte ich schon fast vergessen, wie mühselig sich das Radfahren gestaltet. Es geht hoch und runter und wenn das so weitergeht, brauche ich kein Abendbrot mehr. 😅

Zwischendurch demotivieren mich noch zwei Radfahrer mit dem Hinweis, dass sich der nächste Weg sehr unwegsam, steinig und bergig und das geschlagene 5 km.gestaltet. Kann ich so gar nicht brauchen. Danke für den Hinweis.🙄


Erst gegen 13.00 Uhr, nach 4 Stunden im Sattel, erreiche ich sehnsüchtig den Ort Carwitz. Ich will nur noch ins Wasser. Inzwischen haben sich die Wolken verzogen und der Himmel zeigt sich in seinem schönsten Azur Blau. Mit der sich mir zuerst zeigenden Badestelle gebe ich mich nicht zufrieden. Obwohl ich fix und alle bin, fahre weiter durch den Ort und entlang des Sees zu meiner rechten kommen sie auch schon, die viel gepriesenen Badebuchten, die sich wie Perlen einer Kette aneinanderreihen.

Heute darf es FKK sein -Rad und Klamotten landen im Gras dann nichts wie rein um das kühle Nass zu geniessen.


Nach zwei Stunden Nichtstun wird es Zeit sich um das Abendessen zu kümmern. Da ich weiss, dass es in der „Alten Schule“ heute nichts zu futtern gibt, suche ich mir eine Gastwirtschaft direkt in Carwitz. Vorher treffe ich jedoch und das bereits zum dritten Mal, auf Karin und Simone aus Dresden. Sie geben mir den Tipp, das Hans Fallada Haus mit Garten zu erkunden. 


Und tatsächlich bin ich so angetan von den Eindrücken, dass ich mir noch die Originalausgabe von „Kleiner Mann was nun?“ mit 556 Seiten kaufe.


Habe ja noch nicht genug Gepäck dabei.😜

Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Dauer
1 Tag
Wetter
Sommer
Begleitung
Mit Freunden
AbenteuerlichAbseits der Pfade
  • Radfahrt durch die Feldberger Seenlandschaft
  • Badestopp am Carwitzer See
  • Besuch des Hans Fallada Hauses mit Garten
  • Pfirsiche direkt vom Baum
Regencape XXL
NaturRoadtripEssenKultur
  • Regencape20 €
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