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Bangkok – meine Lieblings-Megacity

Veröffentlicht: 31.05.2026

Attraktion
Großer Königspalast
Bangkok, Thailand
Attraktion
Wat Phra Kaeo
Bangkok, Thailand
Attraktion
Wat Pho
Bangkok, Thailand
Attraktion
Wat Arun
Bangkok, Thailand
Attraktion
Maeklong Railway Market
Bangkok, Thailand
Attraktion
Damnoen Saduak Floating Market
Bangkok, Thailand
Essen
Blue Elephant
Thai · $$$$ · Abendessen
Essen
Pier 21
$ · Mittagessen
Sehenswert
Terminal 21
Bangkok, Thailand
Sehenswert
Iconsiam
Bangkok, Thailand
Attraktion
Mahanakhon SkyWalk
Bangkok, Thailand
Sehenswert
King Power Mahanakhon
Bangkok, Thailand

Am 16. Juni 2025 kehrte ich von Hua Hin wunderbar erholt nach Bangkok zurück. Ich traf hier eine Gruppe von Schweizer Reisprofis, mit denen ich ein paar Tage in der Stadt verbrachte. Bangkok ist eine faszinierende Metropole von Weltrang. Ich sage das bewundernd, denn eigentlich bin ich kein Fan von Megastädten. Sie sind mir zu gross, zu laut, zu hektisch, zu schmutzig und meist auch zu anonym. 

Um Manila, in dessen Ballungsgebiet etwa 24 Millionen Menschen leben, habe ich auf meiner Philippinen-Reise im Mai und Anfang Juni 2025 einen grossen Bogen gemacht; ich erinnere mich von einem früheren Besuch an endlose Verkehrsstaus, Müllhalden, verpestete Luft und konstante Belästigung von irgendwelchen Leuten, die einem irgendetwas andrehen wollten.

Auch Jakarta werden ich auf der Reise durch Indonesien 2026 auslassen, obwohl einige meiner Bekannten davon begeistert sind. Die UNO hat Jakarta im November 2025 zur grössten Stadt der Welt erklärt; 42 Millionen Menschen sollen im städtischen Grossraum leben. Das sind für meinen Geschmack etwa 40 Millionen zu viel. Hoh-Chi-Minh-Stadt, das frühere Saigon (ca. 15 Millionen), hat mich nicht wirklich zu begeistern vermocht, Kairo (ca. 23 Millionen) ist ein Albtraum, Peking (ca. 22,5 Millionen) und Delhi (ca. 33,5 Millionen) ebenfalls.

Beliebte Destination für Städtereisen

Doch mit Bangkok habe ich mich nach schätzungsweise zehn Besuchen irgendwie angefreundet, obwohl auch hier inzwischen etwa 16 Millionen Menschen leben. Mit weit mehr als 30 Millionen internationalen Ankünften lag Bangkok bei den Städtereisen 2024 weltweit je nach Statistik ganz weit vorn oder sogar auf Platz eins, was weiter nicht erstaunt: Die lebendige und vielfältige Stadt bietet alles, was man auf einem Citytripe erwartet.

Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten sind der grosse Königspalast mit dem Tempel Phra Kaeo, der höchsten religiösen Stätte des Landes; Wat Pho, der Tempel mit dem 46 Meter langen liegenden Buddha; Wat Arun, der Tempel der Morgenröte, idyllisch am Fluss Chao Phraya gelegen. 

Der Maeklong Railway Market im Südwesten der Stadt, eine Ladenzeile, die direkt an den Bahngleisen liegt, ist ebenfalls ein Magnet. Hier fotografieren Touristenmassen, die im Zug ankommen, Touristenmassen, die auf den Zug warten, und umgekehrt. Auf der angeblich gefährlichen Bahnstrecke durch den Markt fährt der Zug im Schritttempo, so dass auch scheinbar waghalsige Selfies ungefährlich sind.

Ebenfalls im Südwesten Bangkoks findet sich der Damnoen Saduak Floating Market, der schwimmende Markt. Theoretisch steuern hier Händlerinnen und Händler ihre Holzboote durch enge Kanäle und verkaufen Getränke, Früchte, Streetfood, Souvenirs und Kunsthandwerk. Doch in Wirklichkeit ist vor lauter Touristenbooten mit qualmenden Benzinmotoren kaum etwas vom Markt zu sehen.

Von Streetfood bis Michelin-Sterne

Gediegen geht es in den Gourmet-Restaurants zu, dank denen sich Bangkok zum kulinarischen Eldorado entwickelt hat. Es gibt inzwischen 33 Restaurants mit einem Michelin-Stern, unter anderem eines des bekanntesten Schweizer Starkochs Andreas Caminada, das IGNIV Bangkok im St. Regis Hotel. Sieben Restaurants haben von Michelin zwei Sterne erhalten, eines sogar drei. (Singapur, unendlich viel reicher als Bangkok, zählt genau gleich viele Michelin-Lokale.)

Das Blue Elephant in einem gediegenen, mehr als 120 Jahre alten Gebäude im Geschäfts- und Finanzviertel Sathorn hat zwar keine Sterne-Auszeichnung. Doch das Lokal mit mehreren klassischen Gasträumen und einer ganz in Blau gehaltenen Bar ist legendär für seine traditionelle, königliche Thai-Küche. Das Nationalgericht Pad Thai mit Glasnudeln, Ei, zerstampften Erdnüssen und Sprossen wird hier nicht mit Schweine- oder Hühnerfleisch zubereitet, sondern in einer Edel-Version mit Riesencrevetten und einer Languste.

Am anderen Ende der Preisskala, aber genauso lecker, ist das Streetfood, das man an unzähligen Ständen in der ganzen Stadt erstehen kann. Eine der berühmtesten Food-Strassen ist die Yaowarat Road in Chinatown.​ Rund um die Khao San Road, Epizentrum des Budget-Tourismus im zentralen Distrikt Phra Nakhon, gibt es neben unzähligen Hostels, Bars und Tätowierstudios auch zahllose Street-Food-Stände. An einem habe ich etwas entdeckt, was ich nicht probieren möchte: Kroko-Kebab, ein am Spiess gebratenes ganzes Krokodil, von dem der Verkäufer Stücke herunterschneidet.

Im Norden des Stadtzentrums besuche ich Chatuchak, einen riesigen Wochenendmarkt mit mehr als 15.000 Ständen. Hier gibt es neben einer unübersehbaren Vielfalt an Kleidung, Elektronik, Kunsthandwerk, Möbeln, Antiquitäten, Schmuck, Pflanzen und sogar Haustieren auch Hunderte von Essensständen.​

Ich habe mich unzählige Male an Strassenküchen verpflegt, in Bangkok, in anderen thailändischen Städten, in Vietnam, Kambodscha, Laos, Malaysia, den Philippinen und so weiter. Ein einziges Mal, in Yangon, Myanmar, hatte dies einen intestinalen Aufruhr zur Folge. Mit anderen Worten: Die Verpflegung am Strassenrand ist genauso sicher wie im Restaurant, nur viel, viel günstiger.

Die beste Sicht auf Bangkok

Wer nicht auf europäische Standards verzichten mag, ist im Pier 21, dem Foodcourt auf der fünften Etage des Einkaufszentrums Terminal 21, gut aufgehoben. Pier 21 ist für seine Streetfood-Stände bekannt, die Gerichte zu unglaublich günstigen Preisen anbieten, normalerweise zwischen 40 und 80 Baht – ein bis zwei Franken. Kein Wunder, ist Pier 21 bei Touristen und Expats ebenso beliebt wie bei Thais. In anderen Shopping Malls bezahlt man deutlich mehr, zum Beispiel im Luxus-Center Iconsiam. Dort ist dafür ein Panoramablick von der Terrasse auf den Fluss Chao Phraya eingeschlossen, auf dem sich Fähren und Ausflugsboote tummeln.

Die beste Sicht auf Bangkok hat man allerdings vom King Power Mahanakhon im Geschäftsbezirk Silom/Sathon, einem der höchsten Gebäude der Stadt mit 78 Stockwerken und zuoberst der Touristenattraktion «Mahanakhon SkyWalk». Das ist eine Aussichtsplattform in schwindelerregender Höhe, die zum Teil einen gläsernen Boden besitzt. Sogar Hochhäuser wirken von hier oben klein und putzig.

Der Mahanakhon ist ein besonders auffälliger Wolkenkratzer, denn er wirkt, als ob ganze Reihen von Pixeln aus der Fassade gebrochen worden wären. Entworfen wurde das spektakuläre, 2016 eröffnete Gebäude vom Architekten Ole Scheeren, der ursprünglich aus Karlsruhe stammt und vor allem in Asien tätig ist. Im Gebäude sind unter anderem das Hotel «The Standard» und extrem teure Eigentumswohnungen untergebracht. Das Wort Maha Nakhon bedeutet übrigens «Grosse Stadt» und ist ein offizieller Namensbestandteil des zeremoniellen Namens von Bangkok: Krung Thep Maha Nakhon («Grosse Stadt der Engel»). Um es noch etwas komplizierter zu machen: Das ist nur die Kurzform; der gesamte formelle Name hat 168 Zeichen; die erspare ich meinen Leserinnen und Lesern.

Gegen den Verkehrsinfarkt

Bevor es hier allzu lukullisch wird, müssen wir über das Hauptproblem Bangkoks (und vieler anderer Megastädte) reden: In vielen Quartieren der Innenstadt herrscht ein fast permanenter Verkehrsinfarkt. Autos, Scooter, Tuk Tuks, Lastwagen kommen, wenn überhaupt, nur im Schritttempo vorwärts und verpesten die Luft.

Doch anders als gewisse andere asiatische Metropolen bietet Bangkok eine Reihe von Alternativem. Die Zauberworte heissen BTS und MRT. Um die Stadt zügig zu durchqueren, ist der SkyTrain BTS, die Hochbahn, das ideale Verkehrsmittel. BTS verbindet auf zwei Hauptlinien viele wichtige Geschäfts-, Einkaufs- und Touristenviertel. Kurzstrecken kosten 16 Baht oder 40 Rappen, die längsten rund 1.50 Fr. Sie sind so logisch beschriftet, dass ihre Benutzung kinderleicht ist. Ergänzt wird der Skytrain durch Metropolitan Rapid Transit (MRT), ein meist unter der Erde verlaufendes Metro-System, das vor 20 Jahren eröffnet wurde und laufend ausgebaut wird. .

So sind viele Touristenattraktionen mit dem ÖV viel leichter erreichbar als mit Taxis oder Tuk Tuks. Hier ein paar Beispiele: Den Chatuchak-Markt erreicht man über die BTS-Station Mo Chit oder die MRT-Station Chatuchak Park. Das Einkaufszentrum Terminal 21 ist über eine Fussgängerbrücke direkt mit der BTS-Station Asok und der MRT-Station Sukhumvit verbunden.

Auch der Paknam-Tempel mit der gigantischen, goldenen Buddha-Statue ist mit dem ÖV erreichbar. Man fährt mit der Bahn nach Talat Phlu mit seinem Lebensmittelmarkt. Danach schlendert man durch die Hintergassen, genehmigt sich im Café Pracha ein üppiges Eiscafé, spaziert vorbei an kleinen Häuschen, die an ein Dorf, nicht eine Millionenstadt gemahnen und kommt nach weniger als einer Viertelstunde bei der imposanten Buddha-Statue an. Zum Königspalast mit dem Tempel Phra Kaeo nimmt man den Skytrain bis zur Station Saphan Taksin und von dort das Chao Phraya Expressboot zum Tha Chang Pier.

Apropos Boot: Die Wasserwege waren, lange vor Stassen, Skytrains und U-Bahnen, die wichtigsten Verkehrsadern Bangkoks. Der 370 Kilometer lange Chao Phraya mäandert von Nord nach Süd durch die Stadt und ergiesst sich schliesslich in den Golf von Thailand.

Der Fluss und sein verzweigtes System von Kanälen (sognannten Klongs) werden seit Urzeiten und bis heute intensiv genutzt. Fähren auf dem Chao Phraya sind ein populäres Transportmittel, schnell, günstig und zuverlässig. Doch manchmal fragt man sich, ob auch dem Fluss mit all den Fähren, Ausflugsschiffen, Wassertaxis und privaten Booten bald ein Verkehrskollaps droht.

Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
KulturellKulinarisch
  • Großer Königspalast mit Wat Phra Kaeo
  • Wat Pho
  • Wat Arun
  • Maeklong Railway Market
  • Damnoen Saduak Floating Market
  • Chatuchak-Markt
  • Mahanakhon SkyWalk
  • Blue Elephant
  • Pier 21 im Terminal 21
  • Iconsiam
  • Chao Phraya Expressboot
StadtEssenKulturGeschichteArchitekturTransit
  • BTS-Kurzstrecke16 ฿
  • BTS-Langstrecke2 CHF
  • Streetfood im Pier 2140 ฿
  • Streetfood im Pier 2180 ฿
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Antworten (4)

vor 15 Tagen
Herzlichen Dank, Artur. Man lebt mit, wenn man deine Berichte liest.

vor 15 Tagen
Das Kompliment freut mich echt! Kann ich Deinen Namen und evtl. Deinen Blog erfahren?

vor 15 Tagen
Wir kennen uns. Dieter Widmer

vor 15 Tagen
Das erklärt alles... Herzliche Grüsse aus Medan, Sumatra, Artur

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