Rundwanderung Koh Phangan
Heute startete unser Tag deutlich früher als geplant: Bereits kurz nach fünf Uhr wurden wir von den lautstarken Rufen des Nachbarhahns aus dem Schlaf gerissen – und er kr


Veröffentlicht: 19.06.2026


















Auf Koh Phangan gibt es unzählige Märkte: manche sind fest installiert und überdacht, andere finden tageweise an verschiedenen Straßenständen statt. Es war ein Fest, sich durch die regionale Küche zu probieren – mein absoluter Favorit war dabei der Pomelo-Salat: Eine zerdrückte, frittierte Reiskugel, vermengt mit Ingwer, Schnittlauch, Koriander, Erdnüssen, Limettensaft, Pomelo, Chilipulver und roten Zwiebeln.
Auch meine Garderobe konnte ich mit einigen neuen Second-Hand-Oberteilen aufwerten – diese haben immerhin deutlich weniger Löcher als die Bisherigen. Ich bin jetzt quasi der Inbegriff von „gehobener“ Backpacker-Mode.
Die ersten Möbelstücke für unser zukünftiges Heim haben wir auch schon gefunden: Zwei Hängematten! Nachdem ich mich die ganze Zeit in preisgünstiger Second-Hand-Kleidung geübt hatte, musste es jetzt unbedingt die handgeknüpfte und handgefärbte Luxus-Hängematte sein. Später ist mir dann aufgefallen, dass meine Matte farblich exakt zu meiner Badehose passt – man muss eben Farbe bekennen!
Nachdem wir einige Tage ausgiebig die Märkte abgeklappert und unsere Unterkunft genossen hatten, brachen wir am 14. Juni zu einer neuen Wanderung auf. Eigentlich wollten wir auch den Norden der Insel erkunden, aber die Taxipreise sind mit etwa 800 Baht pro Person - pro Strecke - schlichtweg unverschämt. Einen Roller zu mieten kam für uns nicht infrage: Ohne gültigen Motorradführerschein ist der Versicherungsschutz bei einem Unfall – und davon gibt es hier leider viele – gleich null. Das Risiko wollten wir nicht eingehen; das ist am Ende einfach zu kostspielig.
Die geplante Route aus der App *AllTrails* sollte uns rund um die „Halfmoon Party“-Location führen. Wir liefen also eine Weile die Straße Richtung Baan Tai Pier entlang und bogen dann in den Wald ab. Unterwegs lernten wir, dass Drachenfrüchte nicht etwa an Bäumen wachsen, sondern an einer kaktusartigen Pflanze.
Die Gegend wurde schnell ländlicher, doch als uns erst die Wachhunde und dann die Moskitos verfolgten, begannen wir, an der Route zu zweifeln. Spätestens als wir vor einem komplett zugewucherten Pfad mit tief hängenden Stromleitungen standen, kapitulierten wir.
*Komoot* und *Google Maps* hatten in diesem Gebiet gar keine Wege verzeichnet, also wechselten wir zu *Apple Karten*. Das rettete uns: Wir fanden noch eine schöne, wenn auch hügelige Runde mit viel „Auf und Ab“ durch den Wald. Wir hatten eine tolle Aussicht über die Berge und entdeckten wieder viele Schmetterlinge und Reptilien.
Ein Highlight war ein Mann, dem wir begegneten: Er hatte seinen Affen so dressiert, dass dieser ihm Kokosnüsse von den Palmen erntete.
Auf dem Rückweg besuchten wir noch den Wat-Pho-Tempel, wo gerade die Vorbereitungen für ein großes Tempelfest liefen – alles war voller Autos und Zelte.
Am Ende hatten wir gut 15 Kilometer Strecke zurückgelegt.
Am 17. Juni ging es mit der Fähre weiter nach Koh Samui, um dort die letzten zwei Nächte in Thailand zu verbringen. Unsere Unterkunft lag verkehrsgünstig nahe dem Flughafen.
Sehr lohnenswert waren der *Plai Laem Tempel*, der auf einem See gebaut ist und ein riesiges Areal umfasst, sowie der *Wat Phra Yai* (Big Buddha) auf seiner kleinen Halbinsel.
Auch die Strände haben wir erkundet: Besonders spannend war der „Secret Beach“ im Norden, den man nur erreicht, wenn man über Felsen klettert – für den letzten Abstieg war sogar ein Seil gespannt. Frucht:
Unterwegs entdeckten wir zufällig eine Ananas-Pflanze mit nicht geernteter Frucht:
Heute geht es nun weiter nach Singapur. Wir sitzen gemütlich in zwei Sitzsäcken gelümmelt auf dem Rasen des Flughafens von Koh Samui im Abflugbereich. Da hier alles so offen gestaltet ist, kann man entspannt in einem Pavillon sitzen und Vögel beobachten oder sich ins klimatisierte Terminal zurückziehen.
Wir haben bereits vor dem Check-in in Ruhe unsere mitgebrachten Getränke in der Sitzecke auf dem Rasen genossen und uns später im Terminal an den kostenlosen Snacks und Kaffee gütlich getan. Dabei konnte ich noch einen kleinen Geocache lösen mit Rätselfragen zum Flughafen.
Ein schöner Abschluss und Abschied von Thailand.
