Scuba Diving in Koh Tao
17.12.2017 bis 25.12.2017 „ Sorry, ... please say it again. I can‘t hear you.“ Das war der häufigste Satz der letzten Tage und damit herzlich willkommen zum Rückblick der...

Veröffentlicht: 08.01.2018
27.12 bis 30.12.2017
Am Dienstag gegen 10 Uhr war ich endlich in Phnom Penh angekommen. Der Flug war nichts besonderes und ich ging in den Airport. Etwas mulimig war mir schon zumute. Gerade da ich keine Ahnung von Kombodscha hatte und nur vor der Polizei gewarnt worden war. Beim Visum fehlte mir Geld und ich holte die 30 US Dollar aus dem Automaten. Das erste mal Dollar 🤑. Ein Passfoto hatte ich dabei und es gab Einlass für 30 Tage. Was ich zuvor nicht wusste, war das der einheimische Rial, die lokale Währung zwar existiert , aber die Hauptwährung der amerikanische Dollar ist. Komplett übermüdet traf ich bei der Tourinfo auf Sylwia. Wir schnackten und beschlossen gemeinsam uns ein Tuk Tuk zu teilen und zuvor eine lokale Simkarte zu holen. In einem Land wie Kambodscha ohne Reiseführer vielleicht keine schlechte Idee. Der Tuk Tuk Fahrer empfahl uns unser Gepäck während der Fahrt festzuhalten , damit es nicht geklaut würde. Wir fuhren los uns sahen dreckige Gassen, schlechte Infrastruktur und jede Menge Armut. Aber auch einen Lamborghini. Übermüdet im Hotel angekommen, verabredet ich mich mit Sylwia zum Abend und checkte ein. Nach 3 Minuten ging die Glühbirne im Bad kaputt. Hauptsache warmes Wasser. Mein Zimmer hatte kein Fenster und ich legte mich hin. Am Abend traf ich Sylwia wieder und sie hatte noch Klaus, Julian und Sandra dabei. Alles deutsche Namen, doch Klaus kam aus Brasilien, Sandra aus Schweden und naja Julian aus Schwaben. Wir gingen auf Klaus Empfehlung in ein lokales Restaurant und probierten typische Kambodscha Spezialitäten. Amok ( Gekochter Fisch ) , Lok Lak ( Rindfleisch gekocht mit Ananas ) und schwarze Ameise ( sehr crunshi . Wir teilten und bekamen reichlich Leo Bier nachgeschenkt. Die Ameisen waren nicht schlecht, doch als ich anfing drüber nach zudenken, kribbelte es überall in meinem Mund und ich konnte nicht noch einen Löffel nehmen. 😄
Anschließend ging es zur Sky Bar Eclipse. Der Ausblick war ziemlich cool , auch wenn man nicht wusste wohin man gucken sollte , weil es keine Hotspots in Phnom Penh gibt. Außer die anderen wenigen Wolkenkratzer und die beleuchtet Palmen an der Rlverside.
Wir verabredeten uns am nächsten morgen zu den Killing Fields zu fahren .
Wir starten mit dem Bus um 8:30 Uhr von deren Hotel. Angefangen wurde im S-21, dem Genozidmuseuum. Dort hatten die Roten khymer unter Pol Pot mehrere tausend? Menschen gefoltert. Sie kamen per Nacht und verrieben 750.000 Menschen aus Phnom Penh. Sie sagten sie könnten drei Tage später zurück kommen , doch das war ein Lüge. Gefoltert wurde alle, die eine Fremdsprache sprachen , eine Brille trugen , weiche Hände hatten oder beispielsweise Lehrer, Richter oder Arzt waren. Das geschah alles in den 1970ern. Im foltergefängis wurden sie gefoltert bis sie das sagten was die Folterknechte hören wollten. Damit unterschrieben sie ihr Todesurteil und wurden zu den killing fields vor die Stadt gebracht. Als das Gefängnis befreit wurde , wurde die letzten gefangen erstochen , damit sie keiner hört. Die Fotos von den Leichen hängen in deren Zellen, die ich besichtigte . Ich hörte einen Audiguide der alles beschrieb. Es war sehr hart.
Nach einem Kaffee und einer kurzen Busfahrt waren wir auf den killing fields . Dort wurden alle Gegner der roten khymer hingebracht und ermordet. Die Wege dort führen über die Massengräber und bei regen kommen noch immer Knochen zum Vorschein, die dann eingesammelt werden . Besonders heftig war der killing tree . Der Audioguide beschrieb wie dort die Soldaten die hier als erstes eintrafen, nach der Flucht de Roten kyhmrr Blut Gehirnreste und Haare gefunden hatten. Hier wurde Babys und Kleinkinder am Baum zerschmettert , weil es die effektivste Möglichkeit war. Heftig. Auch beschrieb der Audioguides wie an diesem Baum Lautsprecher hingen, die Propagandalieder spielten um die Schreie zu übertünchen. Zum Schluss ging ich dann durch den Tempel, nur 20 Zentimeter von den Knochenteilen entfernt , die in der Mitte aufgetürmt zum gedenken liegen. Es war ein krasser Vormittag . Auf der einen Seite heftig, aber irgendwie ließ ich es nicht an mich ran. Das sollte erst später folgen.
Zurück in deren Hotel chillte ich mit julIan am Pool und machte Hongkong ( Hotel und Flug ) klar. Danach ging’s zum Königspalast . 10 Dollar waren uns für ne Besichtigung zu teuer und wir machten Selfies davor. An der Riverside gabs ne Cola bei 35 Grad und Muff aus dem Mekong.
Zum Abend holten wir Sylwia, Sandra und nen neuen Brasilianer ab und gingen zum zentral Market. Wir probierten lokale Leckereien und gingen danach in eine Skybar. Alles entspannt , so wie die ganze Woche in Phnom Penh. Ich verabschiedete mich und ging nach Haus.
Der Donnerstag begann mit einem Arztbesuch bei Dr Lucy. Ich hatte sie extra rausgesucht, da ich mir nicht zutraute meine Ohrenprobleme komplett auf English zu schildern. Sie sprach Deutsch. Wie sich herausstellte hat sie in Hannover studiert und kennt sogar jemanden aus Stade, der jetzt Kardiologe ist. Wie klein die Welt doch ist 😄. Ich konnte mittlerweile seit einer Woche nicht hören und musste daher zumArzt. Sie untersuchte mich und stellte heraus , dass ich durchs tauchen eine Flüssigkeiten im mittelohr hatte. Außerdem war das linke Ohr fast taub. Um zu überprüfen ob das Innere Ohr kaputt ist und aufgrund des Zeitdrucks ließ sie mich zum hörtest überweisen und wir machten einen Folgetermin am kommenden tag. Ich lief dann noch durch die Gegend und beobachtete wie gezielt westliche aussehende Personen auf Scootern herausgefischt wurden und ich will nicht wissen , was die zahlen mussten. Einem Kumpel aus der Schweiz hatte sie 2.500 SFR abgezogen. Sie hatten ihn aber auch mit weed erwischt. Am Freitag machte ich dann den hörtest und sah vorher mein mittelohr auf Fotos. Ziemlich cool. Der hörtest ergab fürs linke Ohr ein Problem , das rechte war ok.auf links hörte ich nicht in allen Frequenzen und die Doktorin wusste nicht ob aufgrund des Tauchens oder von lauter Musik. Zurück bei der Dr. Lucy besprachen wir das Ergebnis. ich bekam Antibiotika, Schmerzmittel und weitere Medikamente verschrieben. Alles für eine Woche. Alkohol war tabu. Auch Musik sollte ich meiden. Past ja , wenn Sylvester vor der Tür steht 🤦🏻♂️. Abends ging’s dann mit nem Boot auf ne Sunsettour bei entspannter Musik und nem leckeren Cocktail. Den Abend rundete eine fette Pizza ab, mit Würtschen im Rand. Ziemlich genial.
Am Samstag probierte ich noch nen französisches Kaffee und wurde von einem Tuk Tuk zum Flughafen gebracht dachte ich . Dann stieg der clevere Tuk Tuk Fahrer aus und rief seinen Kumpel an. Der würde gerade eh zwei Australier in seinem Taxi zum Flughafen bringen. So Sparte er sich den Traffic Jam und ich stieg ein. Während der Taxifahrt klingelte das Handy des neuen Fahrers. Mein Tuk Tuk Fahrer Kunpel war dran und erzählte mir im gebrochen English , ich müsse nichts zahlen: das hätten die Australier schon. Er lachte laut . Ich lachte mit und wir fuhren weiter zum Flughafen. Dort gab ich auf Grund guter Erziehung 4 Dollar dazu und stieg aus. Genauso entspannt wie die Taxijungs ist auch Phnom Penh. Es ist ein Gegensatz zwischen vielen Sportwagen der reichen Ausländer und der armen Bevölkerung, die noch gar nicht weiß, was sie mit den immer mehr werdenden den Touristen machen soll. Ich werde wiederkommen.
P.s. warum mir erst bei Dr. Lucy bewusst wurde, was vor ca 50 Jahren im S-21 und auf den Killingfields geschah: Als die Roten Kyhmer plötzlich in die Stadt einfielen, zielten Sie vor allem auf Menschen mit beispielsweise folgenden Merkmalen: gepflegte, weiche Hände, Fremdsprache, eine Brille oder nach Beruf, bevorzugt, Anwälte, Ärzte und Akamdemiker.
Alles Merkmale die zum größten Teil Dr. Lucy als auch ich erfüllen. Als mir dieser Gedanke durch den Kopf ging, während mit Dr. Lucy die Medikamente erklärte, lief es mir eiskalt den Rücken runter.
