5 Tage Salkantay Trek und Machu Picchu
Der sagenumwobene Salkantay-Trek: egal wen wir in Cusco treffen, ob Einheimische oder andere Traveller, alle lieben ihn! Er zählt zu den beliebtesten und schönsten Wanderungen...


Veröffentlicht: 11.11.2022












































In Cusco waren wir praktisch zweimal. Einmal vor und einmal nach dem Salkantay Trek. Die Stadt hat etwas ganz besonderes an sich: Sie schafft den Spagat zwischen Moderne und Tradition, Tourismus und Naturverbundenheit, Inkas und Spaniern und hat zusätzlich mit die besten Restaurants in denen wir in ganz Peru gegessen haben (Shoutout an das Chia, GreenPoint, Nuna Raymi, Yaku, Kusykay, Organika usw. - unbedingte Empfehlung!).
Wir haben viel Zeit damit verbracht über den Mercado San Pedro (ältester Markt Cuscos) und durch die schönen kleinen Sträßchen v.a. des Stadtteils San Blas zu schlendern. Cusco liegt wunderschön zwischen kleinen Bergen und erinnert von oben eher an eine italienische Stadt mit ihren Ziegeldächern und Kirchen.
Bei einer Walkingtour erfahren wir mehr über Cusco und die Inkas. Der Stadtkern wurde vor hunderten von Jahren von den Inka in Form eines Pumas konzipiert, wobei den Kopf die Tempelanlage Sacsayhuaman bildete. Viele Inka-Städte haben die Form von Lamas, Condoren, Kolibris, Pumas oder es sind andere Symbole versteckt, die sich meist nur aus der Vogelperspektive erkennen lassen. Viele Gebäude aus der Inkazeit, die allen Erdbeben durch ihre spezielle Bauweise standgehalten haben, wurden dennoch von den spanischen Eroberern zerstört und auf den Überresten der Tempel neue Kirchen und Kathedralen errichtet. Der letzte große Inka-Herrscher Tupac kämpfte für die Unabhängigkeit und Gleichberechtigung der Völker, wurde jedoch auf dem Plaza de Armas hingerichtet. Er gilt als Begründer der Unabhängigkeitsbewegung.
Durch schmale Gassen mit weißgetünchten Häusern und blauen Türen, über viele Stufen geht es den Berg hinauf zur Kirche San Cristobal, von der man eine tolle Aussicht auf die Stadt hat. Danach gibt es noch eine kleine Panflöten Darbietung unseres Guides. Den Abschluss einer guten Tour bildet natürlich immer ein (Maracuja) Pisco Sour.
Nachdem es Tina wieder besser geht machen wir eine Tagestour ins Heilige Tal. Auf dem Programm stehen die Inkastätten in Ollantaytambo, Písac, Moray und Chinchero und die Salineras de Maras.
Am ersten Stop in Chinchero bekommen wir eine Einführung über die Herstellung der traditionellen Kleidung der Quechua. Es wird uns gezeigt, wie zuerst die Wolle zu einem Faden gesponnen wird und anschließend mit verschiedenen Naturprodukten gefärbt wird. Die fertigen Textilien werden anschließend natürlich zu überteuerten Touripreisen zum Verkauf angeboten. Außerdem besichtigen wir hier eine kleine Inkaruine.
Der zweite Stop ist schon unser Highlight des Tages: die Salineras de Maras. Über 3000 kleine Becken werden von einer stark salzhaltigen Quelle mit Wasser gefüllt, welches dann in der Trockenzeit verdunstet und übrig bleibt das intensive und mit vielen Mineralien angereicherte Sal Rosada (ähnlich wie Himalayasalz). Leider halten wir hier bei unserer Kaffeefahrt nur sehr kurz, sind aber beeindruckt von den vielen Farben der unterschiedlichen Salzbecken.
Über eine holprige Straße (weil die Hauptstraße gerade ausgebaut wird) fahren wir zu dem Inka-Landwirtschafts-Labor Moray. Auf 26 trichterförmig angeordneten Terrassen herrscht jeweils ein anderes Klima, sodass dort die besten Bedingungen für den Anbau verschiedener Gemüsesorten (vor allem Kartoffeln) getestet werden konnten. Außerdem wurde die Anlage in Form von Fruchtbarkeitssymbolen gebaut.
In Ollantaytambo sieht die Inkaanlage aus einiger Entfernung wie ein Lama aus. Den Kopf bildet der Tempel der Sonne, bei dem man gut die Kenntnisse der Inka über Zeit und Astronomie erkennen kann. Viele Steine und Gebäude sind exakt nach der Sonne und Sternbildern ausgerichtet. So auch der Opferstein, auf dem vor allem Kinder den Göttern geopfert wurden. Laut unserem Führer war es ein Ziel der Inka die Sonne zu stoppen, um dadurch die Zeit anzuhalten und ein ewiges Leben zu erreichen. Der starke Wind in Ollantaytambo wurde dazu genutzt Kartoffeln zu trocknen und so in speziell gebauten Lagerhäusern wie in einem Kühlschrank haltbar zu machen. Dadurch konnten sie bis zu 20 Jahre gelagert werden.
Die gut erhaltenen Ruinen von Písac mit ihren unzähligen Terrassen war unser letztes Ziel des Tages. Die in Form eines Kondors errichtete Stätte war ein wichtiger Stützpunkt um das Heilige Tal zu bewachen. Im schönen Licht der untergehenden Sonne konnten wir noch einmal die Aussicht über das grüne Tal genießen.
Der 6.11.2022 ist unser letzter Tag in Peru. Hierfür haben wir uns noch ein Highlight aufgespart: die Rainbow Mountains. Weil uns die „originalen“ aber zu überlaufen sind, haben wir uns dafür entschieden stattdessen noch Palccoyo zu fahren und dort die „alternativen“ Rainbow Mountains zu sehen, die erst vor kurzer Zeit unter einem schmelzenden Gletscher aufgetaucht sind. Gute Entscheidung! Außer uns sind nur wenige andere Touristen unterwegs und wir haben genug Zeit, die unglaubliche Landschaft in Ruhe auf uns wirken zu lassen. Ruhe braucht man hier wirklich, denn auf knapp 5000m ist die Luft relativ dünn. Gut, dass wir schon lange in luftigen Höhen unterwegs sind und daher relativ entspannt die gute halbe Stunde Fußmarsch hinter uns bringen. Hier fühlt man sich wie in einer anderen Welt, umgeben von wunderschönen Bergen in unterschiedlichsten Farben, spitzen Felsformationen und einer Menge Alpakas. Am Horizont sehen wir auch noch den schneebedeckten Ausangate (6384m), einer der wichtigsten Berge der Region, der auch als Trainingsstrecke für den Mount Everest genutzt wird.
Bevor wir den Rückweg zum Bus antreten haben wir sogar noch etwas Luft, um zu den höher gelegenen spitzen Steinformationen zu klettern. Kaum zu glauben, aber der Ausblick über die surreale Umgebung wird noch besser! Wir können uns nur schwer davon lösen, doch die Wolken am Himmel bedeuten nichts Gutes. Innerhalb von wenigen Minuten beginnt es stark zu schneien. Zum Glück sind wir aber nicht mehr weit vom Parkplatz entfernt und so werden wir nicht besonders nass.Peru, du hinterlässt so viele wunderbare Eindrücke bei uns und wir gehen mit vollen Bäuchen und vollen Herzen weiter auf die Suche nach neuen Abenteuern (du hast die Messlatte allerdings schon sehr hoch gelegt) ❤️🤍❤️
Jetzt geht es erst mal nach Bolivien 👋
