Huaraz 🦙
Schon alleine die Busfahrt von Lima nach Huaraz war super schön. Zuerst fuhren wir super lange der Küste entlang bis es dann einen Pass hinauf in die Berge ging. Somit gab es vor...


Veröffentlicht: 06.09.2026




















Das Sprichwort „Der Weg ist das Ziel“ beschreibt meine letzten Tage ziemlich gut - 5 Tage lang den Salkantay Trek bis zum Macchu Picchu. Ein Tag aufregender und schöner als der Andere bis wir am Ende vor unserem Highlight dem Macchu Picchu standen! Wir starteten am 1. Tag um 4:30 morgens in Cusco. Nach 2 Stunden Busfahrt gabs Frühstück und das erste Kennenlernen unserer Gruppe für die nächsten Tage. Von Anfang an verstanden wir uns alle super gut und waren bis zur letzten Minute eine super Gruppe. Am ersten Tag standen nur ca. 10km am Plan und somit ein gemütlicher Tag, der es allerdings durch Schlafmangel und Höhe wirklich in sich hatte. Unser Ziel war die Laguna Humantay auf 4250m. Der Nachmittag war dann frei und ich genoss ihn einfach nur in der Sonne beim Lesen. Ich fühlte mich ein bisschen wieder retour in Nepal umgeben von weißen Bergspitzen und müde Füße im kalten Gras. Am zweiten Tag standen dann 25km, 1000hm aufwärts und 1700hm abwärts vor uns. Früh morgens um 5 gings los. In ziemlich flotten Tempo waren wir dann 3 Stunden später auf unserem Höhepunkt dem Salkantaypass auf 4650m. Oben angekommen machten wir eine kleine Dankes-Zeremonie geführt von unseren Guide David nach dem Brauch der Urbevölkerung der Anden Perus. Von jetzt an gings dann nur mehr abwärts den restlichen Tag. Am Ende des Tages streikten bei so ziemlich jeden die Knie und die Lust. Geschafft haben wirs aber auch und wurden mit einer heißen Dusche belohnt am Abend. Früh und müde gings dann ins Bett. Der nächste Tag war gemütlicher mit nur 10km, allerdings die erste Stunde bei Regen und Matsch. Den Nachmittag verbrachten wir in natürlichen heißen Bädern. Danach nutzten wir noch die Happy Hour der Bar gegenüber für den ein oder anderen Pisco Sour. Ziemlich gut gelaunt ging es dann zu unserer Unterkunft zurück und dort wurde dann bis spät nachts noch weiter gefeiert und vor allem seeehr viel getanzt. Der Abend war wirklich lustig und die 25km vom nächsten Tag einfach ausgeblendet. Müde und verschlafen ging es dann am nächsten Tag etwas verspätet los, da sogar unser Guide verschlafen hatte nach der langen Nacht. Diese 25km waren eher still in unserer Gruppe. Jedoch bekamen wir den ersten Blick auf den Macchu Picchu, was wieder alles vergessen ließ. Zwischendurch bei den historischen Fakten, welche David unser Guide mit uns teilte, legten die Meisten immer wiedermal schnell einen Powernap ein. Nach dem Mittagessen ging es dann lange 10km nur den Bahngleisen entlang bis nach Aguas Calientes, was unser Ziel war. Dort hoffte ich auf Resttickets für den Macchu Picchu am folgenden Tag. Ganze 10 Minuten später war ich glücklich und hatte genau dieses Ticket in der Hand. Bei frischem Mangosaft, feierten wir das dann auch gleich noch. Denn die Früchte hier sind einfach unglaublich gut und ich nutze jede Gelegenheit. Dann stand auch schon unser letzter gemeinsamer Abend an. Eigentlich wollten wir noch alle Karaoke singen, doch dafür waren wir wohl zu Hangover. Ich spazierte dann noch eine Runde durch die Stadt Aguas Calientes. Klein aber mit Charm. Da es die Eintrittspforte zu Macchu Picchu ist, ist es natürlich auch ziemlich turistisch. Spannend ist allerdings, dass es keine Straße in die Stadt gibt und die einzigen Möglichkeiten wandern oder Zugfahrt sind um hierher zu kommen. Wieder einmal läutete der Wecker um 4:30, denn um 5:20 ging unser Bus zum Macchu Picchu. Müde, aufgeregt und voller Vorfreude ging es lange 30 Minuten mit dem Bus den Berg hinauf. Um 6 Uhr sahen wir dann endlich den lang ersehten Berg. Da wir die ersten Tickets des Tages hatten war es noch ziemlich ruhig und wir hatten alle Zeit der Welt Fotos zu machen. Wir sahen den Sonnenaufgang am Macchu Picchu und konnten somit unsere 5 Tages-Tour atemberaubend abschließen. Am Nachmittag mussten wir uns dann alle von einander verabschieden und es ging für mich mit dem Panoramazug retour nach Cusco. Jede Hoffnung und Erwartung, die ich zuvor hatte, hat diese Tour mehr als nur übertroffen! Ein Weltwunder, welches einfach nur atemberaubend war! 🫶🏼
