Kambodscha, Thailand, Singapur - von Tempeln, tauchen und dem teuersten Bier meines Lebens

2017 - Mein Jahr der Umbrüche

2017 war ein ganz prägendes Jahr für mich. Vor allem weil ich wieder ein Leben allein zu bewältigen hatte, nach einer fast 10 jährigen Beziehung. Der Sommer stand vor der Tür und mein Drang alleine zu reisen wurde wieder ganz laut. Aber wohin?

Hmmm… Irgendwas günstiges, ein Ort an dem man tauchen kann, es muss warm sein und leckeres Essen geben.

Asien war für mich vorher eher ein Fremdwort. Lediglich 4 Tage Hongkong hatte ich im Jahr zuvor kennengelernt und stand nun nicht unter dem Stern "schön tauchen gehen". In die Hafensuppe Hongkongs möchte man nicht mal den kleinen Zeh eintauchen. ABER Thailand... da soll es doch schön sein, oder? Sei mutig...

Mit der Skyscanner APP war schnell ein super Angebot parat. Ich buchte im April für Ende Juni. Drei Wochen. Für 400 Euro. Was ein Schnapper. Da Thailand in dieser Zeit in der Monsunzeit liegt, kann man oft günstige Flüge finden. Ende Juni ist auch noch keine Hauptferienzeit. Ein weiterer Plusfaktor.

Mit Swiss Air landete ich zwar letztendlich in Singapur anstatt in Bangkok, aber das ist eine andere lange verrückte Geschichte. Vielleicht in ein paar kurzen Stichworten: Oldenburg - HH mit DB - STURM - DB STOP - NORDDT BAHNNETZ KOMPLETTAUSFALL - auf Gleisen ausgestiegen - mit 1500 Menschen an winzigem BHF - ein TAXI - nur die Harten komm' in' Garten - 50 € später - innerhalb von 7 Minuten Gepäck aufgegeben, durch Security Check in HH - Zürich Zwischenstopp - Anschlussflug weg - Zweiter Flug aufgrund von hoher Wartezeit weg - wie wärs mit Singapur? Ähhmmm… ja ok. 

Gut -  ein Wochenende in Singapur. Wo fange ich an?

Singapur ist ein klitzekleines Land südlich von Malaysia. Es ist eigentlich nur eine große Stadt. Eine sehr saubere und teure Stadt. 

Die zwei Übernachtungen buchte ich, wie 95 % meiner Reisen, über AirBnB. Diesmal allerdings buchte ich nur ein Zimmer in einem Apartment, weil es doch ganz schön teuer (für mich) war. Ich zahlte für zwei Übernachtungen 102 € bei Great Place to start Holiday. Hostels oder andere günstige Unterbringungen konnte ich in der Eile (Ich musste es am Flughafen in der Nacht zuvor buchen) nicht finden. 

Nancy mein Host lud mich direkt zu einer Kunstausstellung eines Freundes ein und ich tauchte sofort in das trubelige Leben der Menschen in Singapur. Der Singapurer an sich ist meistens ein Zuwanderer. Chinesen, Inder, Europäer etc. suchen ein neues Leben in diesem Land. Daher gibt es hier einen großen Schmelztiegel unterschiedlicher Kulturen. Wahnsinn. 

Und Regeln...sehr viele Regeln...und es wird teuer bei Verstößen. Spucken auf die Straße? 1000 Dollar Strafe.... Zigarette auf die Straße geworfen? 2500 Dollar Strafe....

Alles scheint hier teuer zu sein. Scheint? Nein es IST unheimlich teuer, aber ein Besuch lohnt sich trotzdem. Ich bin der Meinung, dass ein Wochenende vollkommen ausreicht. Am ersten Abend trank ich auch direkt das teuerste Bier meines Lebens. 20 Dollar.... 20 DOLLAR! Noch nie haben 0,3 L Bier so gut geschmeckt. =)

Am Samstag habe ich eine geführte Tour durch China-Town mitgemacht. Alles ist hier auf der digitalen Hochebene. Sprechende Bildschirme mit Hologrammen, die Werbung für Museen machen sind nur einige Ideen der Tourismus-Branche.

SIngapur hat viele kleine kulturelle Viertel : LIttle India, China Town, Arabian Quarter und und und… alles sollte man sich anschauen. 

Auch der größte Orchideen-Garten der Welt läd wirklich zum Verweilen ein. Abends qualmten die Füße und mein 9 m2 Zimmer mit meinem kleinen Bett kam mir wie ein Paradies vor. 

Übrigens alles läuft hier über UBER Taxen. Ziemlich easy.

Sonntag ging es dann wieder zum Flughafen! Ab nach Siem Reap und den Tempeln on Angkor Wat in Kambodscha. 

Siem Reap - eine kleine, laute und dreckige Stadt. Aber sie erfüllt ihren Zweck - schnell in die schöne Umgebung entfliehen. Meine Unterkunft (AirBnB) ein kleines Hotel für 10 € die Nacht bei "Deluxe double room with A/C and free pick up Service" (was für ein einprägender Name ;) )

Mein Tipp - Angkor Wat - ist ja klar ABER spar dir den dreckigen Bus, nimm ein RAD! Ich war in einer tollen kleinen Gruppe unterwegs und wir sind durch den Dschungel zu den drei wichtigsten Tempeln gedüst. Wow, wow wow und ganz ehrlich... irgendwann sieht man vor lauter Tempeln eh nichts mehr. Toller Guide, tolle Umgebung, Sport, Natur und ein leckeres Frühstück mitten im Dschungel! Mir hat ein Tag in Angkor Wat gereicht, man könnte natürlich tagelang in diesem riesigen Gebiet auf Spurensuche gehen, aber für mich war es so perfekt. Übrigens kostete mich hier ein großes Bier 0,50 Cent =)

Am nächsten Tag habe ich an einem Kochkurs für die typische kambodschanische Küche teilgenommen. Allein - Nebensaison halt =D

Nette Gesellschaft, ein Besuch im Dorf und Geschichten über das Farmerleben der freundlichen aber sehr armen Kambodschaner waren für mich eine der besten Erfahrungen auf dieser Reise. 

Auch die Motorbiketour am nächsten Tag zeigte noch einmal die mühselige Arbeit der Reisbauern und die unglaubliche Natur, die sich hier mit herzlichen Menschen mischt.

Weiter ging es mit dem Bus nach Thailand (nicht schön aber billig ) und meiner ersten Tauchlocation auf Koh Chang. 

Koh Chang ist eine der Nordinseln Thailands und innerhalb des Golfes ist der Monsunregen nicht ganz so stark, wie in den westlichen Küsten Thailands. (Khao Lak, Koh Pipi, Phuket usw)

Nach einer gefühlt endlos langen Reise mit dem Bus, kam ich auf Koh Chang an. Eine noch ganz ursprüngliche Insel Thailands. Hier gibt es zwar auch bereits die riesen Luxusresorts ABER eben auch noch Affen, Tropen, Natürlichkeit und für 17,20€ pro Nacht ein traumhaftes Dschungel-Bungalow bei Floris und Marieke. (Bilder) 

Sowohl die Unterkunft als auch das Tauchen haben mich sehr entspannt, vor allem nach den Städtetrips und lauten Orten an denen ich zuvor war. Alles ist hier eher "laidback" und gaaanz ruhig. Zumindest in der Nebensaison. 

Nächster Tauchspot war die Insel Koh Tao, die Nachbarinsel von Koh Samui. Viel kleiner und auch entspannter als die große Schwester. Aber die Preise werden teurer. 30 Euro pro Nacht (allerdings für 2 Personen wären es auch 30 € gewesen) Ployz's cozy sairee Village!

Essen gehen kostete mich übrigens nur 2,50 Euro für ein Abendessen mit Getränk. =) Wer nicht unbedingt Burger und westliches Essen braucht, kann unglaublich günstig leben. Auf Koh Tao absolvierte ich bei New Way Diving meinen AOWD und habe Bekanntschaft mit einem Walhai gemacht. WWWWWOOOOOOOWWWW!!!! Wer hierher kommt Sailrock ist ein MUSS! Das Tauchen ist günstig und auch einen Roller zu mieten und die Insel zu erkunden ist einfach und günstig. 

Selbst das Schnorcheln kann zum Highlight werden. Die Riffe liegen unmittelbar am Strand !

Trotz des täglichen Monsunregens hatte ich eine tolle Urlaubszeit. Monsun bedeutet übrigens das es täglich 30 min bis eine Stunde heftig regnet, aber dann ist es auch wieder vorbei. Im Golf von Thailand war es wirklich kein Problem. Wenn man nicht auf reinen Strandurlaub aus ist, ist es kein Problem. Ansonsten sind es vielleicht doch zu viele Wolken =) 

Meine letzte Station war Bangkok (Ebenfalls 30 € pro Nacht in einem Condominium) Und auch hier kann ich wieder nur empfehlen eine Food Tour zu machen!!!

Meiner Meinung nach lernt man so das Land am schnellsten kennen. 

Also seid mutig und schmeißt euch hinein ins Abenteuer!! 

No risk no fun!  

Das wars fürs Erste!! Sabrina



#thailand#kambodscha#singapur#südostasien#travellife
Kommentare