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Tag 71, 72 und 73 - Einige kulinarische Köstlichkeiten, Cerro de las Trés Cruces und die Fahrt nach Bogotá

Veröffentlicht: 29.12.2022

Tag 71 - Donnerstag 1.12.2022
Der kolumbianische Dürum den die Einheimischen Arepas nennen

Den heutigen Tag begannen wir wieder sehr gemütlich: ein ausgewogenes Frühstück am späten Vormittag gefolgt von einem laaaangen Spaziergang durch die wunderschöne Altstadt von Cali. Die kolumbianische Salsa-Hauptstadt ist wunderbar ausgebaut für Radfahrer und Fußgänger und bietet viele schöne Wege zu den unzähligen Grünflächen, Bars und Restaurants. Wir schossen ein paar lässige Fotos von den außergewöhnlichen architektonischen Highlights, bis uns wieder einmal der Regen unter ein schützendes Dach zwang. Wir erledigten noch ein paar Einkäufe damit wir top-vorbereitet auf die Fijis fliegen konnten. 
Am Abend gingen wir dann in ein Restaurant, welches uns von unserer guten Freundin Magdalena empfohlen wurde. Es war ein einfaches, aber sehr authentisches kolumbianisches Lokal. Wir mussten wieder einmal unser Spanischkenntnisse unter Beweis stellen, oder besser gesagt wussten wir nur teilweise was auf unsere Arepas kommt. Außerdem bestellten wir uns einen 3 Liter Krug von einem Saft, wo wir ebenfalls nur vermuten konnten was wir hier serviert bekommen. Wir waren von den Arepas, sowie auch von dem etwas säuerlichen Getränk sehr positiv überrascht. Danach zog es uns noch in ein Café um unseren Heißhunger nach Süßem zu stillen. Einen Cappuccino sowie ein riesiges Kuchenstück später hatten wir mit Explosion- Erscheinungen zu kämpfen. Mit müh und Not schleppten wir unsere leicht überfressenen Körper in das Appartement und verbrachten den Rest des Abends auf unserer Dachterrasse. 

Tag 72 - Freitag 02.12.2022
Wanderung Trés Cruces

Heute stand eine kleine Wanderung auf den nahegelegenen Berg an. Der Hügel mit dem Namen, Cerro de las Trés Cruces, überragt die Stadt und man kann, sobald es dunkel wird, die drei Kreuze, welche an dem höchsten Punkt 1937 platziert wurden, wunderbar von unserer Dachterrasse aus erkennen. 
Da es mehrere Möglichkeiten gab den Gipfel zu erklimmen mussten wir uns noch für eine Route entscheiden. Wir wählten den Bataclan-Weg. Wir starteten direkt von unsere Unterkunft aus, da Maps.me nur 1 1/2 Stunden bis zum Gipfel anzeigte. Es war zwar die kürzeste und schnellste Art auf die Spitze zu kommen, aber im Umkehrschluss auch die steilste und beschwerlichste Möglichkeit, aber wir Österreich sind ja steile Berge gewohnt, dachten wir. Nach den ersten 900 Stufen kamen wir schon ins große Schnaufen, ein Rhinozeros wäre Eifersüchtig auf unsere schnaubenden Nüstern gewesen. Als wir dann die Treppe hinter uns gelassen hatten, mussten wir ein wenig klettern um weiter zu kommen. Trotz aller Anstrengungen war der Aufstieg wunderschön und wir hatten fast durchgehend einen perfekten Ausblick. 
Endlich bei den Kreuzen angekommen, waren wir erstaunt, dass neben einer kleinen Kirche auch ein Fitnessstudio angebracht war. Natürlich pumpten wir noch unsere Muskeln auf, wurden aber dann wieder einmal vom Platzregen unter ein Dach gezwungen. Wir warteten das Schlimmste ab und wagten nach einer knappen Stunde wieder den Abstieg. Ohne große Probleme sind wir wieder in der Stadt angekommen, gingen noch kurz Einkaufen und ab ins AirBnb. Wir wussten beide, dass uns am nächsten Tag ein kleiner Muskelkater erwarten wird.
Am Abend beantragten wir noch unser Arbeitsvisum für Neuseeland, da wir dort unser Reisebudget wieder ein wenig aufbessern wollen. Danach gönnten wir uns noch unser letztes Bierchen und genossen die absolut, großartige Dachterrasse ein letztes Mal.


Tag 83 - Samstag 03.12.2022
Ein letzter Tag in Cali

Wir wollten noch einmal die kulinarischen Highlights von Cali genießen und deshalb gingen wir heute Frühstücken in ein Lokal, das uns die letzten Tage immer wieder mal gereizt hatte. Wir waren die ersten Gäste und mussten ein bisschen warten bis der Chef in seiner Bude angekommen war, typisch kolumbianisch. Das Warten war es auf alle Fälle Wert, der Chef war ausgesprochen freundlich und das Essen superlecker. 
Danach hieß es packen, da wir um 12:00 aus dem Appartement auschecken mussten. Die Putzfrau klopfte um Punkt zwölf und erklärte uns, wo wir das Gepäck lagern durften. Wir hatten einen Nachtbus nach Bogotá gebucht, da es eine fast 12 Stunden Reise sein würde. So mussten wir den Rest des Tages, bis zur Abfahrt um 21:00, noch ein wenig überbrücken. Wir schlenderten durch die Stadt, bis Manfred darauf bestand das aktuelle WM-Match schauen zu wollen. Wir fanden ein überaus ansprechendes Lokal mit großen Fernsehern und gönnten uns dort ein etwas pompöses Mittagessen. Wir wollten den letzten Tag in der Stadt noch einmal so richtig genießen. Nach diesem kulinarischen Höhepunkt spazierten wir noch ein wenig herum bis es Abend wurde. Wir holten noch unsere Sachen und ab gings zum Busbahnhof. Eines hatten wir völlig vergessen als wir unseren Bus betraten: unsere Pullover, was sich als wirklich schlechte Entscheidung herausstellte. Das Gefährt wurde auf gefühlte 10 Grad herunterklimatisiert und wir froren die halbe Fahrt, ansonsten war es überraschend gemütlich.  

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