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Unser Reiseblog für Freunde, Familie oder auch einfach Interessierte an unseren Eindrücken. Thailand, Laos, Vietnam, Marokko und bald hoffentlich noch viel mehr ... - Franzi + Jonas

Songkran auf Koh Samui

[von beiden] 13. April in Thailand, zudem noch ein Freitag. Die von euch, die sich etwas besser mit Thailand auskennen, werden sicher schon mal über dieses Datum gestolpert sein. In Deutschland mag es ein „Unglückstag“ sein, doch hier ist es der Beginn des Buddhistischen Kalenders, welcher 543 Jahre vor unserem (dem gregorianischem Kalender) zu Zählen anfängt. Das ist auf den übermittelten Todestag vom Begründer des Buddhismus Siddhartha Gautama zurückzuführen.

Heutzutage ist es nicht nur der Beginn eines neuen Jahres, sondern auch Startschuss für das „Songkran“-Fest, die thailändische Art Neujahr zu feiern. 3 Tage lang veranstalten sie eine riesige Wasserschlacht mit fröhlicher Musik auf den Straßen im ganzen Land.

Doch für uns war es leider ein Tag der Weiterreise, denn wir hatten für diesen Tag die Überfahrt nach Koh Samui geplant. Wir verlassen also die Andamanen-See und befinden uns nun im Golf von Thailand.

Wir hatten ein Kombiticket zwischen Minivan und Fähre gebucht (500 Baht pro Person = 12,93€), das auch den Pick-Up aus unserem Hotel beinhaltete. Mit etwas Verspätung traf dann auch ein Minivan ein, welcher uns mitnahm. Wir konnten von Glück reden, dass dieser geschlossen war, denn schon auf diesem Weg standen überall Menschen auf den Straßen und bespritzten jedes vorbeifahrende Fahrzeug mit Wasser und auf den Straßen fuhren Pick-Ups rum, auf deren Ladefläche tanzende Menschen um einen Wasserkannister standen und die Menschen am Straßenrand zurück nass spritzten. Der Minivan brachte uns aber nicht wie gedacht bis auf die andere Seite Thailands, sondern nur bis zu einer Busstation etwas außerhalb von Krabi, wo wir dann abgesetzt wurden und eine weitere Stunde auf einen großen Bus warten mussten. Währenddessen kamen ab und zu neue „Lieferungen“ an Passagieren an, manche davon sogar mit einem offenen Pick-Up. Diese waren dementsprechend nass.

Irgendwann fuhr unser Bus dann mit etwas Verspätung los und bracht uns ca. 3 Stunden lang durch den Dschungel bis zum Fährpier im Golf von Thailand. Von hier aus ging es dann weiter mit einer Fähre, die kaum besetzt war. Auch diese Fahrt war unspektakulär und wir erreichten Koh Samui ca. eine Stunde später. Da es auf Koh Samui leider nur ein einziges Taxiunternehmen und somit keinen Wettbewerb gibt sind die Taxen extrem teuer. Doch wir hatten uns zuvor angelesen, dass rote Pick-Ups auf der Insel die Hauptstraße im Kreis fahren und als eine Art „Linienbus“ agieren. Also gingen wir zur Hauptstraße der Insel und es dauerte nicht lange bis eines vorbei kam das wir durch ein einfaches Winken anhielten. Es nahm uns für 150 Baht (3,80€) pro Person mit. Wer aufgepasst und aufmerksam gelesen hat wird schon gemerkt haben, dass das folgende spaßig werden könnte,denn: Es war Sogkran und wir saßen in einem offenem Pick-Up... Es dauerte nicht mal eine Minute, bis wir der ersten Gruppe am Straßenrand begegneten, die uns eimerweise mit Wasser überschüttete. Zum Glück hatten wir Vorkehrungen getroffen und sowohl unser Gepäck (welches sich mittlerweile auf dem Dach befand) inkl. aller Elektronik als auch unsere Handys, Pässe und Portemonnaies wasserdicht in Plastiktüten verpackt hatten. Die Gruppe im Pick-Up war echt cool uns wir hatten eine spaßige Zeit zusammen auf dem Weg zu unserem Guesthouse während wir ständig mit Wasser überschüttet wurden.

Travellergruppe im Pick-Up
Travellergruppe im Pick-Up

Wir werden mit einem Wassereimer überschüttet
Wir werden mit einem Wassereimer überschüttet

Doch die ganze Weiterfahrt hatte länger gedauert als gedacht, sodass wir an diesem Tag nur noch zu Abend aßen und uns dann auf den nächsten Tag freuten, da wir da vor hatten, mit den Einheimischen der Insel Sogkran auf den Straßen zu feiern.

Doch als wir am nächsten Tag aufwachten und uns etwas zu essen suchten, da es bei uns im Guesthouse nicht inklusive war, merkten wir, dass alles was mit Wasserschlacht zu tun hatte abgebaut war. Nirgendwo mehr standen Kanister voll mit Wasser und keine Schläuche ragten auf die Straße. Als wir dann ins Guesthouse zurück kamen googleten wir wieso und mussten herausfinden, dass es ausgerechnet auf Koh Samui größtenteils ein eintägiges Festival ist und wir somit alles auf der Weiterfahrt verpasst hatten. Extrem enttäuscht verbrachten wir den Tag ohne, dass noch etwas erwähnenswertes passierte. Wir nahmen uns lediglich fest vor, das verpasste Sogkran-Festival irgendwann nachzuholen!

Den nächsten Tag verbrachten wir dann am Strand von Lamai, Koh Samui. Der Strand war echt toll. Weißer Sand und türkises Wasser, das haben wir inzwischen zwar schon des öfteren mal zu sehen bekommen, aber es ist einfach immer wieder ein Traum. Es ging ganz sanft ins Meer hinein ohne, dass irgendwo auch nur ein Stein oder sonstiges lag. Hier bat eine Bar namens „Utopia“ freie Liegen am Meer an, wovon wir uns 2 nahmen und die Aussicht genossen. Wir tranken 2 Fruchtshakes und aßen später ein Chicken-Sandwich mit Pommes (insgesammt 360 Baht = 9,32€) zu Mittag. Viel mehr ist an dem Tag dann aber auch nicht mehr passiert.

Leider haben wir auf Koh Samui auch nicht mehr gemacht, denn am nächsten Tag ging es für uns auch schon weiter. Vielleicht hätten wir nochmal einen Roller leihen sollen um die Insel etwas mehr zu erkunden oder nochmal ein paar andere Strände zu sehen, aber darauf hatten wir beide einfach keine Lust. Vielleicht hätte die Insel uns dann doch nochmal ein bisschen besser gefallen, aber das wissen wir nicht. Aber alles auch nur ein großes vielleicht...

Auf Koh Samui haben wir uns beide sehr gefreut und hatten vermutlich zu hohe Erwartungen an die Insel, am Ende waren wir dann sehr enttäuscht. Nicht nur davon, dass wir Songkran auf der Insel verpasst haben, sondern auch von der Insel oder vielmehr der Stadt Lamai an sich. Sie war einfach nicht schön. Es waren Luxusresorts gereiht an Shops und Restaurants, die sehr auf Touristen ausgelegt waren, aber dennoch teilweise ärmlich wirken. Es war kein schönes Gesamtbild, das sich hier abgab.

Tankstelle in Lamai: Eine Familie verkauft Benzin abgefüllt in Glasflaschen
Tankstelle in Lamai: Eine Familie verkauft Benzin abgefüllt in Glasflaschen

Es ist schade, dass uns die Insel nicht so gut gefallen hat, wo doch so viel von ihr im Internet und auch in den Reiseführern geschwärmt wird. Kann man nicht ändern. Vielleicht bietet sich für uns ja nochmal die Möglichkeit irgendwann nochmal nach Koh Samui zu fahren und bessere Eindrücke von der Insel zu gewinnen.

Unser nächster Stopp und auch letzter bevor es wieder nach Bangkok und dann auch wieder nach Hause geht, gefällt uns dafür ausgesprochen gut. Aber dazu mehr im nächsten Blog.

Bis dahin,

Franzi und Jonas

#kohsamui#thailand#songkran#lamai#travel#backpacking

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