our big trip

Der Plan: Ab Mai 2018 für ein Jahr zu verreisen. Von Sri Lanka nach Südostasien und später nach Südamerika. Was daraus wurde? Lest selbst…  
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Wandern & Spazieren im Los Glacieres National Park

Unterwegs zur Laguna Torre (vom Nebel verdeckter Cerro Torre)Laguna Torre und angrenzender GletscherEl ChaltenFlusslandschaft direkt hinter El ChaltenAussicht vom Viewpoint Apéro-TimeBelohnung in Form von Nachtessen in der Parilla La Oveja Negrader eine Moment, als man den Cerro Fitz Roy (fast) ganz sah

Nur drei Busstunden weiter nördlich von El Calafate wartet das nächste Highlight in Patagonien auf uns. Das kleine Dorf El Chalten ist eine der Top-Destinationen für Trekking und Klettern hier in den argentinischen Bergen. Direkt bei der Ankunft werden alle Buspassagiere kurz im Nationalpark Büro über die Trails und Verhaltensregeln informiert, denn das ganze Dorf liegt im Nationalpark Los Glacieres. Es ist definitiv kleiner und authentischer als El Calafate zuvor – uns gefällt es auf Anhieb. Für den ersten Abend planen wir aber noch keine grösseren Aktivitäten ausser Apéro und Nachtessen.

Da die Unterkünfte hier in El Chalten recht begrenzt sind und aktuell zwischen Weihnachten und Neujahr Hochsaison herrscht, war die Buchung etwas schwieriger und wir haben uns auch mal wieder für einen 4er-Dorm entschieden. Unsere beiden australischen Mitbewohner sind recht angenehm und schnarchen nur in der ersten Nacht.

Nun Seraina und auch unser Reisebuddy Karin waren nicht für einen grösseren Trek zu begeistern, also zog Mathias am Folgetag alleine los. Die beiden berühmten Berge – der Cerro Torre und der Cerro Fitz Roy – waren leider vom Dorf aus aufgrund des Nebels nicht zu sehen. Mit der Hoffnung, das ändert sich auf dem 11 km langen Aufstieg in Richtung Cerro Torre, zog Mathias motiviert los. Leider musste er bei Ankunft an der Laguna Torre nach eher gemütlichen 9 km aber feststellen, dass sich die Wetterlage nicht wirklich änderte. Es windete sehr stark und der Gipfel war nicht zu sehen – trotzdem kämpfte er sich die letzten zwei Kilometer auf dem Rand der Lagune noch zum Viewpoint hoch. Dieser letzte Teil hatte es bei dem starken Wind in sich! Mehrere Male musste man sich hinter grossen Felsbrocken verstecken, um nicht den Hang runterzufliegen. Wenigstens die Sicht auf die Lagune, den angrenzenden Gletscher und runter ins Tal war ganz nett, als man mal oben war.

Auf dem Abstieg hat sich dann eine ursprüngliche Idee in ein festes Vorhaben weiterentwickelt. Statt die 11 km zurück ins Tal auf mich zu nehmen, habe ich knapp in der Hälfte die Abzweigung zum anderen Pfad genommen. Die Traverse rüber zum Fitz Roy Trail ist 8 km lang und geht nur anfangs kurz bergauf, dann quasi nur noch gerade aus durch (wiederum sehr windige) Buschlandschaft und an zwei weiteren Lagunen vorbei. Auf der anderen Seite angekommen, bestätigten sich aber meine Vermutungen. Auch der Cerro Fitz Roy versteckte sich im Nebel und nur der untere Teil mit Gletscher war zu sehen. Also habe ich dort nicht noch einen anstrengenden Aufstieg in Angriff genommen, sondern bin über diesen Trail wieder runter ins Dorf gelangt. Nach etwas über 30 km Fussmarsch und 8 h war ich hundemüde aber glücklich, als ich die beiden Spaziergängerinnen (sie besuchten die Capri Lagune und einen schönen Viewpoint auf dem Trail, den ich beim Rückweg einschlug) auf einer Terrasse beim Apéro entdeckte. Natürlich gesellte ich mich dazu und es wurde ein längerer und lustiger Abend.

Den zweiten Tag in El Chalten verbrachten wir vorwiegend mit Essen und Trinken in Cafés. Mathias spürte die Beine ganz schön und das Wetter war wiederum stabil, aber die Sicht oben auf den Trails nicht viel besser als am vorherigen Tag. Einzig beim Morgenessen konnte man kurz den Spitz vom Cerro Fitz Roy kurz aus dem Nebel ragen sehen. Kurz darauf war er aber auch wieder verschwunden, was nicht sonderlich zur Motivation für erneute Wanderungen beitrug. Also haben wir den Tag gemütlich angehen lassen und sind dann um neun Uhr abends in den Bus gestiegen, um eine weitere Nacht (und den folgenden Tag) nördlich zu reisen.

Die Busfahrt war leider nur kurz – eine halbe Stunde ausserhalb El Chaltens hatten wir eine Panne und mussten umkehren. Retour im Dorf durften wir im einen Hostel im Warmen warten, bis kurz nach Mitternacht der Bus ein zweites Mal losfuhr.

Mit einiger Verzögerung sind wir dann am folgenden Morgen in Perito Moreno (nicht beim Gletscher!) auf den Anschlussbus umgestiegen und nach knapp 25 h Reisezeit in Bariloche angekommen. Hier werden wir nun einige Tage (und Silvester) verbringen.

Wir wünschen allen unseren Leserinnen und Lesern (und natürlich auch allen anderen, die nur die Fotos oder Videos anschauen) einen guten Rutsch in ein gesundes Jahr 2019 mit viel tollen (Reise-)Erlebnissen und Freude! Mit Blogbeitrag Nr. 50 schliessen wir nun das Jahr hier ab – macheds guet und bis bald.

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