our big trip

Der Plan: Ab Mai 2018 für ein Jahr zu verreisen. Von Sri Lanka nach Südostasien und später nach Südamerika. Was daraus wurde? Lest selbst…  
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Silvester und Seen in Bariloche

Lago Nahuel Huapi - unsere Aussicht vom Zimmer / Bett Viewpoint-Selfie auf dem Weg zur BrauereiSeraina im Velofahr-Outfitund auch Mat trägt ne Leuchtweste (obligatorisch)Lagune am Lago Nahuel HuapiAussicht vom Cerro Torre über den Lago Nahuel Huapi und die Berglandschaft der AndenGipfel-Selfie auf dem Cerro Otto bei bestem WetterAusblick zum benachbarten Cerro Catedral

Hallo 2019! Wir wünschen allen unseren Leserinnen und Lesern ein tolles, erlebnisreiches, abenteuerliches und gesundes neues Jahr! Kurz vor Jahresende haben wir unser Lager im Hostel Pudu in Bariloche aufgeschlagen. Ein Highlight dabei: der Ausblick direkt von unserem Bett (durch die leicht verdreckte Glasscheibe) auf den Lago Nahuel Huapi. Dank Wetterglück in den folgenden Tagen haben wir jeweils am morgen früh einen tollen Blick auf den dunkelblauen und welligen See, die Berglandschaft dahinter und den wolkenleeren blauen Himmel geniessen können.

Die Silvesternacht war ganz standesgemäss, wie man sich das von Weltreisenden irgendwie vorstellt. Eigentlich wollten wir uns ein eher gediegenes Mahl in einer feinen Parrilla (Steakhouse) gönnen. Doch es kam anders. Obwohl Bariloche ein grösseres Städtchen ist und auch viel Tourismus übers ganze Jahr erlebt, waren sämtliche Türen, an die wir klopften, entweder geschlossen oder dann restlos ausgebucht. Wir haben effektiv während einer einstündigen Suche keinen freien Tisch für zwei Personen ergattern können. So sind wir dann am Ende im La Casa de las Hamburguesas gelandet – einem ehrlich gesagt etwas besseren Mc Donalds. Tja – Alternativprogramm also. In einem Club zu feiern, war von Anfang an nicht unsere Idee und auch hier hätten wir ohnehin keine Chance gehabt – was offen war, war ausgebucht. Das musste auch unsere Reisekollegin Karin erfahren und so haben wir am Ende alle zusammen mit Argentiniern, Deutschen, Franzosen und einem Brasilianer in der kleinen Bar / Küche unseres Hostels gefeiert und getanzt. Improvisiert, aber durchaus witzig!

Am Neujahrstag haben wir dann (aus Gründen) ein wenig länger geschlafen. Dank der Initiative von Karin haben wir uns am Nachmittag aber aufgerafft und haben an diesem sonnigen Neujahrstag einen Ausflug zur Cerveceria (Brauerei) Patagonia gemacht. Auf der sonnigen und gemütlichen Terrasse haben wir den Nachmittag genossen und vor der Rückkehr nach Bariloche noch ein feines Nachtessen angehängt.

Die beiden weiteren Tage waren wir aktiv. Nach der kompletten Regeneration von Silvester sind wir per gemietetem Mountainbike den 27 km langen Circuito Chico abgefahren. Unterwegs geht es durch die Wälder an einigen schönen Aussichtspunkten und Seeufern vorbei. Da es hier sehr hügelig ist, waren die 27 km für uns Gelegenheits-Velofahrer eher anstrengend – es geht absolut nie geradeaus, nur hoch oder runter. Der Rundkurs war nett, aber wir haben es uns irgendwie leicht spektakulärer vorgestellt – sind halt bereits recht verwöhnt von Patagonien. 

Ein kurzer Einblick für euch: 


Zudem hatten wir einen gemütlichen Kaffeestop eingeplant. Leider hat es nicht wirklich Einkehrmöglichkeiten unterwegs oder sie waren geschlossen – also mussten wir das am Ende nachholen. Wir gaben die Bikes retour und haben ein paar hundert Meter weiter ein nettes kleines Restaurant mit schöner Sonnenterrasse entdeckt – absolut perfekt! Abends zurück in der Stadt haben wir die Schweizer Hochzeitsreisenden Simon und Evelyn angetroffen, die uns am Morgen mit der Buskarte ausgeholfen haben (die wir nicht hatten) und es wurde ein längerer und geselliger Abend.

Den letzten gemeinsamen Tag mit Karin haben wir mit einem Tagesausflug auf den Cerro Otto direkt hinter Bariloche verbracht. Der kurzen Busfahrt folgt eine Gondelfahrt hinauf auf knapp 1400 Meter. Der Ausflugsberg bietet eine tolle Aussicht über die Seenlandschaft rund um Bariloche und die Anden, die sich entlang der Grenze zu Chile auftürmen. Ein absolut toller Anblick und wiederum hammermässiges Wetter. Wir verweilen länger auf dem Spitz, den man nach kurzem Fussmarsch von der Gondelstation aus erreicht und essen später noch etwas im langsam drehenden Panorama-Restaurant. Zudem wird Schweinerei gespielt – ein Reisespiel, das Karin an Weihnachten bereits auspackte und das wir in lustiger Erinnerung behalten werden.

Abends haben wir uns dann (dank der nachmittäglichen Reservation) einen Platz im Huacho ergattert. Eine der bisher besten Parrillas, die wir besuchten. Wir haben uns zum Abschluss der gemeinsamen Reisezeit nochmals mit Lomo, Bife de Chorizo und Cordero sowie Gemüse- und Salatbeilagen den Magen vollgeschlagen. Auch der gute Wein durfte nicht fehlen. Beim Schlummi machten wir dann mal wieder Bekanntschaft mit der Offenheit der argentinischen Landsleute und es wurde mehr als nur ein Schlummi.

Karin wir wünschen dir für deine weitere Reise nur das Beste! Bleib gesund, geniesse die Busfahrten ;) und wir freuen uns, wenn wir uns irgendwo und irgendwann mal wiedersehen!

Für uns geht es heute mit einem gemütlichen Abschlusstag in Bariloche zu Ende – danach folgen mal wieder zwei Busfahrten, bevor wir am Sonntag in Santiago de Chile ankommen sollten. Unser nächstes Highlight wartet auf uns – wir fliegen auf die Osterinseln!

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