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Bars und Tempel in Hua Hin

Veröffentlicht: 29.04.2026

Grenze
Kambodscha → Thailand
Baan Pakkad Border Checkpoint
Taxi
Baan Pakkad Border Checkpoint → Pattaya
Thailand
Taxi
Pattaya → … → Hua Hin
Thailand
Attraktion
Pranburi Forest Park
Pranburi, Thailand
Attraktion
Huay Mongkol Temple
Hua Hin, Thailand
Attraktion
Doi Chap Thang Temple
Hua Hin, Thailand
Attraktion
Khao Tao Temple
Hua Hin, Thailand
Essen
Airborne-Bar
$ · Snack

Von Battambang im Kambodscha aus bin ich am 30. Dezember 2024 mit den beiden Freunden Christoph aus Bern und Michel aus Freiburg (Schweiz) mit einem Minbus zum Baan Pakkad Border Checkpoint gefahren. Dort überquerten wie die Grenze nach Thailand ohne grössere Verzögerung und nahmen  danach ein weiteres Taxi bis Pattaya. In Pattaya feierten wir Silvester und fuhren am 1. Januar 2025 via Bangkok nach Hua Hin, eine fünfstündige Fahrt mit einer freundlichen Fahrerin in ihrem Elektro-SUV der Marke MG,

Ist ein kleiner Exkurs erlaubt? In den 1980er-Jahren lebte ich zeitweise in London und bekam den Niedergang der britischen Industrie mit. MG ist ein eindrückliches Beispiel: Die Firma wurde 1924 in Oxford gegründet. und war während Jahrzehnten für sportliche, wenn auch nicht sehr zuverlässige Roadster bekannt. Nach der Pleite von MG Rover 2005 kauften Chinesen die Namensrechte und Produktionsanlagen. MG gehört zu SAIC Motors in Shanghai, einem der grössten Automobilhersteller der Welt, und hat sich zu einem Anbieter von Elektroautos entwickelt. 

Pool-Billard in der Bar

Zurück nach Thailand: Im Badeort Hua Hin 200 km südwestlich von Bangkok führt Suthima eine Bar. Diese gehört ihrer älteren Schwester, einer Bekannten von Christoph. Wir frequentierten Suthimas «Airborne»-Bar täglich für ein paar Gin Tonic und einige Runden Pool-Billard, das ich mit Inbrunst und strikte limitiertem Talent spiele.

Gegen Suthima verlor ich regelmässig und auch gegen Rita, die stille Transfrau (in Thailand «Ladyboy» genannt). Schon vor Jahrzehnten erstaunte mich, wie unverkrampft man in Thailand (und, weniger offensichtlich, auch in Laos und Kambodscha) mit Geschlechteridentitäten umgeht. Als bei uns noch längst kein Brimborium um das Gender-Thema gemacht wurde, waren Transfrauen in Thailand ein integrierter Teil der Gesellschaft (nicht nur im Sexgewerbe, woher die meisten Touristen sie kennen dürften).

Thailand hat Anfang Jahr als erstes Land Südostasiens die gleichgeschlechtliche Ehe legalisiert. Die Entwicklung wird laut Umfragen von etwa vier Fünfteln der Bevölkerung unterstützt. Gleichzeitig ist Thailand stark von der Religion geprägt: Gemäss Befragungen bezeichnen sich 94% der Bevölkerung als religiös; 19 von 20 Thais sind Buddhisten.

Elefanten und ein Wundermönch

Suthima ist nicht nur als Sparringpartnerin beim Billard willkommen. Sie kann auch den Nissan Juke ihrer Schwester nutzen, und zusammen haben wir einige Ausflüge unternommen, darunter in ein Naturschutzgebiet, den Pranburi Forest Park. Dort kann man in einem Golzschiff durch Wasserstrassen fahren, die links und rechts mit üppigem Wald zugewachsen sind, und ein kilometer langer Holzsteg führt mitten durch die Natur.

Vor allem aber haben wir mehrere Tempel besucht. Anders als die Kultstätten aus der Hochblüte des Khmer-Reiches in Kambodscha und anderen Territorien, die von Angkor aus regiert wurden, sind die meisten Tempel in Thailand viel jünger oder sogar neu, was davon zeugt, dass die Religion tief verankert ist.

Der Huay Mongkol Tempel zum Beispiel begann als bescheidene Mönchsunterkunft vor 60 Jahren und entwickelte sich danach zu einer bedeutenden Anlage. Besonders auffällig ist eine 2004 errichtete, schwarz in die Landschaft ragende Statue eines sitzenden Mönchs, der für seine Wundertaten verehrt wird, und einem fast ebenso mächtigen, hölzernen Elefanten.

Ebenfalls Anfang Jahrhundert wurde der sogenannte Elefantentempel Doi Chap Thang gebaut, dessen goldene Pagode man über eine flache Treppe erklimmt, die von goldenen Buddha-Statuen flankiert und von einer riesigen Schlange beschützt wird. Die Pagode ist mit zahllosen Elefanten dekoriert. «Bei uns bedeutet der Elefant Glück und Reichtum, aber auch Weisheit und Stärke», erklärt ein in orange Kleider gehüllter Mönch.

Die ersten der diversen Gebäude des Khao Tao Tempels wurden vor etwa 300 Jahren erbaut und liegen direkt am Meer; Wogen branden an die Mauern. Vom Tempel aus kann man das Leben in einem Fischerdorf betrachten, das sich in eine stille, aber mit dem Meer verbundene Bucht schmiegt.

Hier möchte Suthima beten. Sie kauft Räucherstäbchen, ein Öllämpchen mit Docht und dazu eine Flasche Öl und ist für einige Zeit ganz vertieft. «Ich bete für mich und für meine Familie», antwortet sie auf meine Frage. «Für Gesundheit – und für Reichtum.» Sie lacht. 

Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Dauer
3 Tage
Begleitung
Mit Freunden (2)
KulturellAbseits der PfadeAbenteuerlich
  • Grenzüberquerung von Kambodscha nach Thailand
  • Silvester in Pattaya
  • Ausflug in den Pranburi Forest Park
  • Tempelbesuche in Hua Hin
  • tägliche Abende in Suthimas Airborne-Bar
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