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Atempause auf dem Land

Veröffentlicht: 27.04.2026

Bus
Hanoi → Don
Vietnam
Unterkunft
Gateway Inn
Don
Attraktion
Pu Luong
Pu Luong, Vietnam
Tour
Wanderung ins Tal von Pu Luong
Wanderung · Quoc
Attraktion
Dorf Lan
Lan, Vietnam
Essen
Gateway Inn
$ · Abendessen

Nach Tagen in Hanoi ist eine Atempause fällig. Normalerweise würde man jetzt zur Halong-Bucht im Golf von Tonkin fahren. Sie wird in Reiseprospekten als «atemberaubendes Naturwunder» angepriesen, besteht aus mehr als 2000 Kalksteininseln und -felsen, die steil aus dem Wasser ragen, und ist von der Unesco zum Weltnaturerbe erklärt worden.

Aber die Bucht ist auch ein Magnet für Massentourismus. Ich werde mich diesem bewusst aussetzen – an Weihnachten im Tempelkomplex von Angkor Wat in Kambodscha. Aber momentan habe ich kein Bedürfnis nach Menschenmassen. Rose, die Tour-Organisatorin im Hotel Du Palace in Hanoi, weiss Rat: «Fahr nach Pu Luong! Da kommst Du zur Ruhe», verspricht sie. Pu Luong ist ein Naturschutzgebiet und zu erheblichen Teilen bewaldet.

Der Minibus braucht etwa drei Stunden für die rund 150 Kilometer Richtung Südwesten. Schliesslich hält er am Dorfrand von Don vor dem Gateway Inn, das mich sofort einnimmt: ein grosses Holzhaus wie eine afrikanischen Safari-Lodge mit einer Terrasse mit Sicht auf das nebelverhangene Tal.

Mein Zimmer – Preis 20 US-Doller pro Nacht; in Vietnam rechnet man manchmal auch in der Währung des ehemaligen Feindes – ist geräumig; über dem Bett schweben Moskitonetze. Was ich noch nicht weiss: Das Haus ist so leicht gebaut, dass man jedes Geräusch hört, das Schreien eines Babys, einen Ehestreit, das Klappern von Töpfen in der Küche und die Busse, Lastwagen und Motorräder, die beim Vorbeifahren freudig hupen.

 Abends bekomme ich einen Crashkurs zur Herstellung eines Papayasalates und danach ein üppiges Mahl mit Schwein, Rind, Gemüse, Nudeln, Reis, Knoblauchbrot und Wassermelonen.

Aale, Frösche und Enten

Am nächsten Morgen holt uns Quoc ab, unser 33-jähriger Tourguide. Eine vietnamesische Familie aus Hanoi gehört zur Gruppe, eine Biologielehrerein aus Singapur namens Lisa und ich. Gemächlich wandern wir ins Tal hinunter, vorbei an Reisfeldern, die geometrisch die Ebene unterteilen, an Reisterrassen an den Hängen bis hinauf an die Ränder des Urwaldes.

Während in den fruchtbaren Deltas des Roten Flusses oder des Mekong bis zu vier Reisernten im Jahr möglich sind, gibt es hier nur eine: Aussaat im Februar, Ernte im Juni. In der Zwischenzeit wird Mais angebaut, Gemüse oder Getreide. Enten schwimmen auf den überfluteten Flächen, Reiher stochern im Trüben. Eine Frau siebt kleine Fische aus dem Schlamm, die frittiert oder gekocht und als Ganzes gegessen werden. Kinder suchen nach Aalen und Fröschen, auch sie eine willkommene Abwechslung im Speisenplan.

In einem schönen Dorf namens Lan hängen vor fast in jedem Haus bunte Schals und Stoffe. Die Mädchen lernen schon früh weben, eine mühsame Arbeit an Handwebstühlen. 

Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Begleitung
In der Gruppe
EntspannendKulturell
  • Pu Luong als ruhiges Naturreservat
  • Übernachtung im Gateway Inn in Don
  • Kochkurs für Papayasalat
  • Wanderung durch Reisfelder und Reisterrassen
  • Besuch des Dorfes Lan
NaturEssenTransitKultur
  • Zimmer im Gateway Inn20 $
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Vietnam
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