Penny-Family on Tour

Als Familie unterwegs, ein bißchen mehr als vier Monate, immer der Nase nach, oder dahin wo es einen Weg gibt.

12.-19. November 2020: Kopaonik (Serbien)

Mit erneut negativem PCR-Tests (die leider weder an der Grenze noch im Hotel jemand sehen wollte) reisen wir nach Serbien ein und fahren über Nis ins Kapaonik-Gebirge. Bereits im August sind wir auf unserem Weg von Montenegro nach Bulgarien hier vorbeigefahren und waren begeistert von den Ausblicken über den Kosovo.

Genau diesen Ausblick haben wir nun auch direkt von unserem Hotel, das wie viele andere auf dem Kamm der Gebirgskette auf knapp 2000m gebaut ist. Im Sommer hatten wir nicht wirklich realisiert, dass es sich bei diesem Ort um eine reine Tourismus-Region handelt, bei der immer neue Hotels, Spas und Restaurants rund um das Ski-Gebiet gebaut werden. Die Wintersport-Saison beginnt erst am 04.12., doch bereits jetzt werden die Pisten vorbereitet, Schneekanonen auf die Gipfel gefahren und an allen Ecken und Enden wird erneuert und neu gebaut.

Wir sind eher auf Wandern eingestellt, doch bereits am ersten Tag bemerken wir einen Platten im Autoreifen. In den letzten Monaten sind wir einige Schotterpisten, Rumpelwege und Schlagloch-Straßen entlang gefahren, so dass uns das nicht wirklich überrascht. Wir sind nur froh, dass uns nicht bei der Fahrt der Reifen geplatzt ist und wir auch auf dem Berggipfel in Süd-Serbien über den ADAC von einem Abschleppwagen abgeholt werden.

Da die neuen Reifen erst nach vier Tagen geliefert und angebaut werden können, beschränkt sich unser Erkundungsradius auf die zwei Spazierwege rund um das Hotel. Zwar haben wir von dort wieder fantastische Blicke bei strahlendem Sonnenschein über die wie Inseln aus dem Wolkenmeer unter uns ragenden Gipfel, doch unsere Motivation nimmt langsam ab: Die Kinder können den Spaziergängen nur dann etwas abgewinnen, wenn es Felsen gibt, die erklommen werden können, oder wenigstens Hagebuttensträucher, um mit Juckpulver etwas Action zu machen.

Auch uns hat der Novemberblues etwas erfasst. Vielleicht liegt es auch an der frühen Dunkelheit, da nun nach dem Wechsel zurück zur MEZ auch hier die Sonne bereits gegen 16:30 untergeht. So freuen wir uns zunehmend auch auf das Nachhausekommen, wo wir hoffentlich nach der nötigen Quarantäne wieder Freunde und Familie sehen können, auch wenn das in diesem Jahr ja überall anders und schwieriger ist, als gewohnt.

Eigentlich wollten wir noch zum Eisernen Tor, doch da es in den Wäldern inzwischen mehr graubraun als herbstlich bunt ist, beschließen wir gleich nach Belgrad zu fahren, da gerade die jüngeren Reiseteilnehmer so gar keine Lust mehr auf Wandern und "öde Natur" haben und wir in der Stadt etwas mehr echtes Leben und Trubel erwarten - trotz alledem.


#kopaonik

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