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Von Berlin über Chile in die Antarktis!

20-01-20: Abschied

Um es vorwegzunehmen: Wir sind bereits wieder zurück in Berlin und müssen die Eindrücke unserer Reise erstmal verarbeiten. Der Blog, der uns auch als Tagebuch dient, wird uns dabei helfen.

20-01-20: Unser Flug geht erst um 22:00 und so haben wir noch einen ganzen Tag Zeit, etwas in Santiago zu unternehmen. Wir entscheiden uns dazu, nochmal wichtige Orte aufzusuchen, die wir auch an den ersten Tagen unserer Ankunft gesehen haben, bzw. die, die wir nicht sehen konnten. So streifen wir durch die Stadt und erreichen die Markthallen, die Fußgängerzone und die Plaza de Armas. Wir stellen fest, dass viele Graffiti gegen die Regierung nun übermalt wurden. So entsteht der Eindruck, dass wenigstens in Teilen der Stadt Normalität eingekehrt ist. Für die Gegend um die Plaza Italia trifft das allerdings nicht zu. Wir kommen auch an dem ersten Hotel vorbei, in dem wir 6 Wochen zuvor eingecheckt haben. Ich stelle fest, dass sich mein Blick auf die Stadt nach all den Erfahrungen und Eindrücken der letzten Wochen total geändert hat. Hat mich zu Beginn noch der zum Teil morbide Zustand und die verrammelten Gebäude geschockt, nehme ich das überhaupt nicht mehr negativ wahr. Ganz im Gegenteil, meine Augen sind eher fokussiert auf die schönen Dinge, wie zum Beispiel die historischen Gebäude. Wir können insbesondere die Kirche San Francisco besuchen, die vor sechs Wochen mit einem großen Eisentor verschlossen war, um sie zu schützen. Sie ist eines der ältesten Gebäude aus der Kolonialzeit in Chile und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. 

Die Straßen sind nun auch mit Menschen gefüllt, ganz im Gegensatz zu unseren ersten Tagen hier. Ich denke, das liegt daran, dass sich die Lage wirklich etwas beruhigt hat und sich die Menschen sicherer fühlen. Es liegt aber wohl auch an der Ferienzeit in Chile. Viele Menschen haben nun Urlaub und verbringen ihre freie Zeit mit shoppen. Es zeigen sich auch wieder mehr ausländische Urlauber, was man unschwer an der Sprache erkennen kann. Es sind viele Amerikaner unterwegs, wahrscheinlich liegt gerade ein Kreuzfahrtschiff in Valparaíso.

Wir schlendern weiter und erreichen wieder den Stadtteil Bellavista. Hier sind die Straßen noch leer, denn das Leben in Bellavista beginnt erst gegen Abend. So fallen einem noch mehr als sonst die bunten Fassaden auf und ich entscheide mich, die verbleibende Zeit sinnvoll zu nutzen und Bilder von diesen Fassaden zu machen.

Hinter den meisten Eingängen findet man Bars und Restaurants. Aber auch normale Wohnhäuser sind mit diesen teilweise kunstvollen Malereien verziert.

Im Gegensatz zu Valparaíso sind diese Malereien an den Wänden nicht sozialkritisch, sondern einfach nur lebenslustig oder ...

... nur knallig farbig.

Uns fallen auch die vielen Mosaike auf den Gehwegen auf, die dann natürlich auch von mir fotografiert werden.

Nun, es wird Zeit, dass Gepäck aus unserer Airbnb-Unterkunft zu holen. Das Uber-Taxi ist bereits vorbestellt und kommt pünktlich. Ein schönes Auto mit dem freundlichen Fahrer Carlos bringt uns zum Flughafen. Eine tolle Reise geht zu Ende und der Abschied von Chile fällt uns sehr schwer. Wir sind uns sicher, dass wir schon bald wiederkommen werden.

Ich werde jetzt noch ein paar Tage vergehen lassen und dann versuchen, alle Eindrücke der Reise in einem letzten Bericht zusammenzufassen.

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