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Pucon – Wasser in unterschiedlichen Arten

Für Carla war schon lange vor dem Buchen der Tickets für Südamerika klar, dass Pucon auf der «Must-see-Liste» stehen muss. Eigentlich war der einzige Grund dafür, dass es hier angeblich wunderbares Wildwasser geben muss. So entschieden wir uns, neun Tage in Pucon zu verbringen und wurden von der Vielfältigkeit dieses Ortes überrascht.

Seen, Wasserfälle, Wildwasserbäche, Vulkane und Grün soweit das Auge reicht. Mit Moira (Carlas Cousine) erkundeten wir Wasserfälle, welche mehrere Meter ins Freie fielen (El Salto del Claro) oder wie zwei Augen aus dem Fels schossen (Ojos del Caburgua). Im Nationalpark Huerquehue gingen wir einen Tag wandern und sahen immer wieder verschiedene Seen, mal klare und mal trübe. Eigentlich war es wie in der Schweiz, nur dass man hier Eintritt bezahlt.

Unser Highlight war aber sicher die Therme Géometricas. Die Therme liegt in einem schmalen, verwachsenen Tal, welches sehr grün ist und überall fallen kleinere Wasserfälle in den Bach. Das Besondere aber ist, dass süttig heisses Wasser aus den Felsen fliesst und sich mit dem kalten Bachwasser vermischt. So kommt es, dass die Therme 21 verschiedene Becken mit Temperaturne von 35°C bis 45°C hat. Es war wunderbar unsere müden Knochen vom Wandern da zu regenerieren.

Die letzten zwei Tage in Pucon verbrachten wir noch auf dem Wasser. Einen Tag gingen wir beide aufs Wasser und so wurde Silvio auch mal wieder an seine Grenzen gebracht. Das Wildwasser hier ist ganz anders als in der Schweiz. Kehrwasser gibt es fast keine. Eigentlich wie eine Autobahn – wenig Steine, viel Druck und hohe, sehr hohe Wellen. So gab es grosse Augen, viel Wasser im Gesicht (auf und unter Wasser!?) und Glücksgefühle hoch 100. Wenn man die Zeit gehabt hätte, hätte man anscheinend noch drei Vulkane gesehen. Aber irgendwie war man halt dann doch aufs Paddeln fixiert. Da Silvio genug Wasser geschluckt hatte, Carla aber noch durstig war, trennten wir uns für einen Tag und Carla ging nochmals auf den Bach (Silvio trank Kaffee und ass Kuchen -oder so-). Da der Tag zuvor für Einsteiger «geeignet» war, paddelte Carla noch einen anderen Bach. Genau, noch mehr Wasser und vielleicht noch ein grösseres Lachen auf den Lippen, wenn das Kajak komplett in eine Welle eintauchte, nur um eine Sekunde später wie ein Pfeil wieder aus der Welle zu schiessen.

Pucon hat uns sehr gefallen. Wir hatten für einmal Wetterglück und das Abenteuerherz schlug bei den vielen Aktivitäten höher.

#pucon#wildwasser#nationalpark
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