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Nordpatagonien

Veröffentlicht: 03.01.2020

Bariloche, 7 Seenroute, Futaleufu, Carretera Austral und die Ruta 40… Die zwei Wochen vor Weihnachten verbrachten wir in Nordpatagonien und konnten uns nicht sattsehen von dieser wunderschönen Landschaft. Es ist schwer das Erlebte in Worte zu fassen, wenn man diese Schönheit der Natur nicht mit eigenen Augen gesehen hat.

Nach dem wunderschönen Wiedersehen mit Franziska (Carlas Mama) war es Zeit für einen Roadtrip durch Nordpatagonien mit dem Auto. Wir entschieden uns für zwei Wochen ein Auto zu mieten, weil wir so viel mehr von Patagonien sehen, man überall anhalten und auch Orte erreicht, welche nicht von Bussen angefahren werden.

Die ersten Tage verbrachten wir rund um Bariloche. Das Städtchen erinnerte uns sehr an die Schweiz mit den Bergen, dem See, der Schokolade und ja es gab sogar ein Bernandiner als Fotosujet. Nach Bariloche machten wir uns auf den Weg auf die sieben Seenroute. Die Route führt auf ca. 120 km an sieben verschiedenen Seen vorbei und ebenso am kürzesten Fluss der Welt. Die Seen wechseln sich dabei mit der Aussicht auf weite Berge, endlose grüne Landschaften oder blühenden Frühlingsblumen ab. Nach der sieben Seenroute ging unsere Fahrt auf der berühmten Ruta 40 in Argentinien in den Süden. Wir überquerten in der Nähe von Trevelin mal wieder eine gefürchtete Schotterstrasse als Grenze und stiessen in Chile auf einen der grössten und berühmtesten Wildwasserflüsse der Welt: Futaleufu. Die Farbe und die Wassermassen waren sehr beeindruckend. Eigentlich wäre ein Rafting geplant gewesen, welches aber aufgrund des hohen Wasserstandes abgesagt wurde. Natürlich konnten die beiden Kajakfrauen die Region nicht verlassen ohne Paddelschläge in den berühmtem Kajakgewässern zu machen. So ging es auf den Rio Espalon, welcher viel weniger Wasserdruck als der Futaleufu hat und wunderschön für chilenisches Techniktraining war. Ob die Rolle nun auf der Südhalbkugel anders funktioniert als auf der Nordhalbkugel, darüber wurde man sich nicht einig.

Unser Roadtrip führte uns auf die berühmte Carretera Austral weiter in Richtung Süden. Die Carretera Austral verläuft in Chile von Norden nach Süden und geht an wunderschönen Fjorden und an Nationalparks vorbei und immer wieder wird man auf Holperstrassen mit unzähligen Schlaglöchern durchgeschüttelt. Eigentlich wunderschön wäre da nicht das liebe patagonische Wetter. Leider hatten wir für zwei geplante Highlights schlechtes Wetter, sodass wir den hängenden Gletscher nur in den Wolken sahen und eine andere Wanderung komplett streichen mussten. So genossen wir es umso mehr, als wir bei den Marmorhöhlen bombastisches Wetter hatten und wir den Bootsausflug auf dem Lago General machen konnten. Die Marmorhöhlen wurden in den letzten 6000 Jahren von den Wellen des Lago General geformt. Das Ganze ist fast zu schön, um wahr zu sein und lässt uns mal wieder nur staunen.

Unser Roadtrrip ging nach knapp zwei Wochen nach Bariloche zurück, wo wir unterwegs nochmals in einem Nationalpark eine Wanderung machten. Schliesslich legten wir 3000 km zurück und still gehaltene Beine möchten auch mal wieder bewegt werden, bevor es auf eine 23 stündige Busfahrt in Richtung El Chalten geht. 😉

Antworten (2)

Ute
Nur die Natur kann so schöne Bilder „malen“, danke für die schönen Fotos

Ute

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