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An Gibraltar vorbei Richtung Inland - Ardales - 13. Januar

Veröffentlicht: 14.01.2020

Nach einer warmen Nacht (12 Grad) verpassen wir die Spatzen und stehen erst um 9 Uhr auf. Wir frühstücken gemütlich, packen alles zusammen und machen uns weiter auf den Weg. Wir staunen über die bergige Landschaft hier und fahren ordentlich in die Höhe. Es ist ein wunderschöner Teil Andalusiens, die Berge und der Blick auf‘s Meer, unbezahlbar. Nach kurzer Zeit sehen wir den Affenfelsen, Gibraltar, welchen wir aber in unserem Fall rechts liegen lassen. Soll sich angeblich nicht lohnen und den südlichsten Punkt hatten wir ja schon in Tarifa erreicht. Zudem wird die Zeit immer knapper und wir müssen in drei Wochen schon wieder an die Schüppe...und sind gerade erst kurz vor Afrika...ups...!

Bei Marbella verlassen wir die Küste und machen uns auf den Weg ins Inland. Unser Ziel ist der Nationalpark bei Ardales. Wir erreichen am frühen Nachmittag einen Campingplatz mitten im Park, wo gaaaaar nix los ist und bekommen ein einsames Plätzchen gleich mit Blick auf den wunderschönen See, traumhaft! So gefällt uns das...der komplette Gegensatz zum Platz in Tarifa. Der See hat türkisfarbendes Wsser und ähnelt sehr dem Tennosee in Canale, nur viel größer! Der Hund nimmt erstmal ein Bad und wir spazieren weiter durch den Pinienwald...was ein schönes Fleckchen Erde! Wir sitzen nun vor dem Bus und schauen über den orange-rot gefärbten See, genießen die absolute Stille und werden ein bisschen wehmütig, da uns von Tag zu Tag bewusster wird, dass unsere Mission bald dem Ende zugeht...von Heimweh keine Spur...Mist! Unvorstellbar, dass es wirklich bald nach Hause geht...ist das halbe Jahr wirklich schon rum? Nicht dran denken, noch sind wir auf Achse. Morgen wollen wir mal die Gegend erkunden und dann sehe ich zu, dass das hier alles online geht! Aber jetzt genießen wir erstmal den Abend an diesem schönen Fleckchen und stellen uns auf eine kalte Nacht ein (2 Grad sind angesagt)! Ein letzter Blick in den Sternenhimmel und dann, Buenas Noches!

Wir haben die Nacht gut überstanden, am Morgen ist es allerdings ordentlich frisch und der Nebel liegt ganz flach über dem See. Beim Frühstück ist es so kalt, dass ich meine Zehen nicht mehr richtig spüre...dem schaffe ich Abhilfe, indem ich das heiße Eierwasser benutze, um wieder Leben rein zu bekommen...klappt!

Lamgsam kämpft isch die Sonne durch und die Temperaturen steigen an, aber keine Chance für die kurze Hose. Gegen Mittag laufen wir los, einen schönen Weg am See entlang, bis wir zum Eingang des Caminito Del Rey kommen. Einst einer der gefährlichsten Wanderwege der Welt, nun, nach Sanierung ein riesen Touristenmagnet. Die Tickets sind oftmals schon Wochen ausverkauft. Auch jetzt, in der Nebensaison ist ordentlich was los. Wir laufen weiter Richtung Staumauer, bewundern die fetten Karpfen im Wasser und gönnen uns einen Kaffee in der Sonne. Zurück geht es wieder am wunderschönen See, dem Embalse del Conde de Guadalhorce entlang.

Nun geht es gleich mal Richtung Bar, in der Hoffnung es gibt Internet, damit das hier endlich mal raus kann. Danach gibt‘s die Reste von gestern Abend und dann werden wir wohl wieder früh ins Bett verschwinden, da die Temperaturen einen nicht wirklich lange, nach Anbruch der Dunkelheit, draußen sitzen lassen...ein Vorgeschmack auf die winterlichen Temperaturen in der Heimat...! Dann lauschen wir noch dem Käutzchen und verabschieden uns ins Land der Träume. Morgen geht es dann weiter Richtung Granada zur schönen Alhambra!

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