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Valle Elqui - Im Esoterik Tal

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Nachdem sich die Planung der kommenden Tage in unserer Fischerhütte ohne Internet etwas schwierig gestaltet, vertrauen wir auf die Aussage der Fischersfrauen und lassen uns am späten Nachmittag mit nach Chañaral nehmen um dort einen Nachtbus ins 500km entfernte La Serena zu nehmen. Leider haben alle 3 Busunternehmen vor Ort keine freien Plätze mehr und so buchen wir erstmal die Fahrt nach Copiapó, was etwa auf halber Strecke liegt. Von dort gibt es dann garantiert noch einen Nachtbus weiter, weil es dort viel größer ist… Heißt es. In Copiapó angekommen, klappern wir ca 15 Busunternehmen ab aber keine Chance: Heute gibt es keine Plätze mehr Richtung Süden. Na gut, eine Unterkunft muss her. Auch das ist bei Dunkelheit und ohne Internet in einer Stadt, in der man sich absolut nicht auskennt, gar nicht so einfach. Zum Glück gibt es nicht weit vom Busbahnhof entfernt ein Hotel (mit komplett überteuerten Zimmerpreisen), aber dafür mit einer Bar und Wifi. Wir bestellen Jan einen Kaffee und buchen schnell ein günstiges Zimmer in der Nachbarschaft. Check-In bis 21.30, also noch schnell ein Busticket für den nächsten Morgen gekauft und ab zum Hostel. Nachdem allerdings nach mehrfachem Klingeln keiner die Tür öffnet, werden wir nervös und überlegen schon auf das nette Angebot der Nachbarin einzugehen und bei ihr auf der Couch zu schlafen. Aber eigentlich wollten wir mal wieder ein richtiges eigenes Zimmer und so klingeln wir noch ein letztes Mal. JUHU, tatsächlich öffnet man uns dieses Mal die Türe! Ein eigenes Bad gibt es zwar trotzdem nicht, aber dafür schnelles Internet. Und so buchen wir gleich die nächsten 7 Nächste im Valle Elqui, um nicht so schnell wieder eine Situation wie heute zu haben.

Am nächsten Morgen geht es dann in 4h weiter nach La Serena und von dort Richtung Vicuña zu unserem ersten Ziel in Altovalsol. Es handelt sich hier um ein sehr überschaubares kleines Örtchen, 15km von der knapp 200.000 Einwohner Stadt La Serena entfernt. Der "Ferienhof" den wir gebucht haben, ist ein großes Haus neben mehreren Villen hinter einem Sicherheitstor, das sich nur per Anruf öffnen lässt. Es stellt sich heraus, dass im Haus 2 Schwestern mit ihren Kindern & Mann leben und Zimmer vermieten. Wie fast überall werden wir auch hier von 2 süßen Hunden schwanzwedelnd begrüßt und auch das Pferd (das wir schon auf Booking.com gesehen haben) steht wie versprochen im Garten :) Doch das allerbeste: Die Hündin Mia hat vor 3 Wochen 11 (!!!) Welpen zur Welt gebracht, die alle in der Hundehütte hinter dem Haus schlafen und quieken. Unfassbar süß, vor allem Lisa ist völlig aus dem Häuschen! Unsere Gastgeber sind auch sehr nett, allerdings können wir die Aussage "Die Chilenen sprechen das schlimmste Spanisch" nun auch bestätigen… Man fühlt sich als hätte man diese Sprache nie gelernt und das Motto von Lisa's Kollegen Christian "Immer lächeln und nicken" kommt hier noch einige Male zum Einsatz ;) Aber wir sind auch die ersten ausländischen Touristen, die sie hier hatten! Bisher wurde die Unterkunft nur von Chilenen gebucht und so wundert uns nicht, dass wir etwas komisch angeschaut werden als wir nach der Ankunft mit einem kleinen Fragenkatalog ankommen und alles geklärt haben möchten :)

Besser wird es, als der Vater der beiden anreist und uns ganz stolz präsentiert, dass er sehr gut Englisch aber sogar ein paar Worte Deutsch kann! Durch ihn kommen wir auch mit den anderen enger ins Gespräch und sie bemühen sich zumindest ein wenig langsamer und deutlicher mit uns zu sprechen. Zusammen mit den "Hauskeepern", die aus ihrer Heimat Venezuela geflohen sind und jetzt in Chile leben, stoßen wir gemeinsam mit dem Landesgeränk "Terremoto" (=Erdbeben, denn wenn an viel davon trinkt wackelt der Boden) an, ein chilenischer Wein mit Ananas-Eis.

Das tolle an der Unterkunft ist außerdem, dass wir die Küche komplett mitbenutzen dürfen. Und so ergänzen wir das angebotene Frühstück (Weißbrot mit Marmelade und Käse/Wurst und Cookie) um unsere Haferflocken, Obst und Hafermilch und kochen uns abends selbst unsere Gemüsepfanne. Ansonsten wäre es wirklich schwierig, denn in der Umgebung gibt es kein Restaurant und an Imbiss Buden oder auch bei unserer Gastfamilie gibt es hauptsächlich Fleisch mit Fleisch mit Fleisch mit Fleisch.

Am ersten Tag erkunden wir La Serena, eine wirklich schöne Stadt mit Strand direkt am Meer. Am zweiten Tag fahren wir nach Vicuña, einem kleinen Örtchen im Inneren des Tals, in dem wir überglücklich ein paar Stände mit Naturkosmetik finden!! Da sich unser selbst mitgebrachtes Deo nämlich quasi schon verabschiedet hat, sind wir seit ein paar Tagen auf der Suche nach einem Deo (idealerweise Naturkosmetik, aber zumindest mal OHNE ALUMINIUM) gewesen. Ohne Erfolg. Selbst in der Apotheke mit zig verschiedenen Deos im Sortiment wird man mit großen Augen angeschaut wenn man nach Deo ohne Aluminium fragt. Wir sind schon leicht am Verzweifeln, weil so ganz auf's Deo verzichten wollen wir dann eigentlich doch nicht.. Deshalb freuen wir uns riesig über die natürlichen Deo-Cremes, die hier angeboten werden! (Später stellt sich heraus, dass es im gesamten Tal von selbst gemachter Naturkosmetik nur so wimmelt, da hier alles etwas alternativ-esoterisch angehaucht ist. Aber dazu später mehr). Mit Deo, Lippenbalsam und ätherischen Ölen gegen Kopfschmerzen im Gepäck, geht es dann wieder zurück, denn am Abend folgt ein weiteres Highlight: Der Besuch eines Sternen Observatoriums. Als wir nämlich beim Frühstück erzählt haben, wir würden gerne eins besuchen (die Gegend hier eignet sich perfekt zum Sterne gucken) aber sind wahrscheinlich ohne Reservierung zu spät dran, wurde gleich los-telefoniert und tatsächlich eins gefunden, das noch Plätze frei hat. Nachts um 1 Uhr startet die Führung, d.h. man müsste hier so um 23 Uhr los, denn es liegt ca. 70km entfernt! Wir verabschieden uns schon von dem Gedanken, denn wie sollen wir da ohne Auto je hin kommen? Doch unsere Gastgeberin meint, sie würde sich das auch anschauen und uns fahren und ihr Papa kommt auch noch mit! Wow! Wir sind überglücklich über diese Chance und nehmen es ihr deswegen auch nicht übel, als sie uns dann doch noch spontan auf eine früherer Tour um 23Uhr umbucht und unser Abendessen somit etwas in Stress ausartet. Bei der Fahrt ins Observatorium stellen wir fest, dass es hier wohl keine Geschwindigkeitskontrollen und Abstandsmessungen geben kann, ansonsten hätte die gute Frau wohl keinen Führerschein mehr.

Das Observatorium ist auf einem Berg gelegen und uns werden Sterne, Sternbilder und sogar zwei Galaxien gezeigt, die man mit bloßem Auge sehen kann! Auch durch ein Teleskop dürfen wir schauen. Wir sind erstaunt, wie viele Menschen hier oben sind und diese Tour machen! Aber es ist auch gerade langes Wochenende hier, aufgrund der Feiertage zu Ehren der Toten, und somit sind viele Chilenen als Kurzurlaub im Valle Elqui unterwegs.

Den letzten Tag in Altovalsol verbringen wir lesend im Garten, spielen mit den Hunden

und waschen endlich mal wieder unsere noch immer sandigen und salzigen Klamotten. Für uns nicht verständlich, dass der Junge hier die meiste Zeit drinnen vor dem Fernseher verbringt…

Nach 4 Tagen fällt der Abschied etwas schwer, doch das ist schnell vergessen als wir in unserer Wellness-Unterkunft in der Nähe von Pisco Elqui (ca. 2 Stunden Fahrt ins Tal-Innere) ankommen! Aufgrund von fehlenden Busverbindungen ins Hinterland haben wir nun auch das Trampen (oder "Hacer dedo" - "Finger machen" wie es auf Spanisch heißt) für uns als neues Fortbewegungsmittel entdeckt! Die Chilenen (meist selbst Urlauber) sind super freundlich und haben bisher nie gezögert uns mitzunehmen. Aber natürlich machen wir das nur im Hinterland, nicht in den Städten, wo es gefährlich werden könnte!

Aber zurück zur Unterkunft: Hier werden Kräuterbäder und Massagen angeboten, es gibt Hängematten zwischen den vielen Bäumen und Sträuchern, frisches Bergwasser und einen Meditationsraum. Und im dazugehörigen Restaurant gibt es ausschließlich vegetarische Küche! Ein Traum :) Bei einer kleinen Führung am ersten Abend werden uns die vielen Quarzsteine gezeigt, die hier überall stehen und abends bunt beleuchtet werden. Nach einer Meditationsübung geht es dann noch zum Mirador (Aussichtspunkt) am Hügel zum Sterne beobachten. Hier entdecken wir zwei weitere Hängematten, von denen aus wir die nächsten 2 Abende alleine die Sterne beobachten werden. Das Bergwasser hier sei das beste der Welt, erklärt uns der Besitzer. Als sein Pendel über dem Wasser allerdings derart ausschlägt, dass man meint es fliegt ihm im nächsten Moment aus der Hand, merken wir dass es wohl auch hier ein paar Menschen gibt, die es etwas übertreiben… Der Grund für die vielen esoterischen Angebote hier im Valle Elqui liegt wohl daran, dass es auf einem der Weltmeridiane liegt und somit auch gewissen Schwingungen vorkommen, die das alles begünstigen.

Wie auch immer, uns gefällt dieser Ort auf jeden Fall sehr und wir genießen die Nachmittage in der Hängematte :) Abends probieren wir dann noch einen Pisco Sour, denn wo wenn nicht hier könnte er besser schmecken! Im ganzen Tal werden die Pisco Trauben angebaut und um Peru zu beweisen, dass der Pisco doch eigentlich aus Chile und nicht aus Peru kommt, wurde kurzerhand ein Dorf in "Pisco Elqui" umbenannt.

Aber ob er nun aus Peru oder Chile kommt ist uns auch eigentlich egal, Hauptsache er schmeckt, und das tut er! SALUD!

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