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Puerto Williams - oder: El fin del mundo (=das Ende der Welt)

Nach einem ausgiebigen Frühstück mit allerlei selbst gebackener Leckereien (und es gibt zur Ausnahme sogar Obst!!) machen wir uns auf, das kleine Örtchen zu Erkunden. Damit sind wir auch schnell durch und machen einen ausgiebigen Spaziergang entlang der Küste bis zu einem kleinen Wasserfall, laufen am Strand zurück und finden eine alte Kanonenmaschine. Die Landschaft ist traumhaft und wir sind fast alleine. Ein wirklich sehr friedliches Dorf, dieses Puerto Williams, mit sehr netten Insel-Bewohnern und einer angenehm kühlen Luft. Doch als später die Sonne wird es sogar richtig warm und wir laufen im T-Shirt! Das hätten wir nicht gedacht, für übermorgen sind sogar 27 Grad gemeldet! Und wir hatten schon Angst, nicht genügend warme Klamotten für den südlichsten Punkt der Reise dabei zu haben. Am Abend sitzen wir in einer (ausschließlich deutschen!!) Runde im Hostel zusammen, ein Pärchen davon haben wir schon auf der Fähre kennengelernt. Die Tochter einer deutsche Familie war sogar in Salem auf dem Internat, wie ihr Pulli verrät. Auch wenn wir alle komplett verschieden sind, ist es ein sehr netter Abend und wir lernen unter anderem, dass man das Problem von Mardern auf dem Dachboden am besten mit Radiomusik bekämpfen kann, was der Unterschied zwischen ADS und ADHS ist und wo es in Ushuaia das beste Fleisch gibt.

Am nächsten Tag machen wir uns relativ früh auf die Socken (oder besser auf die Wanderschuhe) und erklimmen 600m Höhe bis zu einem schönen Aussichtspunkt auf den Beagle-Kanal (der übrigens nach dem Schiff seines Entdeckers Fitz Roy benannt wurde). Wir laufen den Weg aber noch weiter Richtung Süden und erreichen somit mit jedem Schritt den südlichsten Punkt den wir je erreicht haben und vermutlich jemals erreichen werden. Als wir die schönste Aussicht auf die Bergkette "Dientes de Navarino" und die darunter liegenden Lagunen haben, gibt es noch das südlichste Käsebrot unseres Lebens und danach beginnt die Rückreise. Es geht ab jetzt nur noch nach Norden und die Heimreise hat somit begonnen.

Da es leider tatsächlich keine andere Möglichkeit als die 120 USD Überfahrt nach Ushuaia gibt, buchen wir diese und machen uns am folgenden Tag bereit für die Abfahrt. Statt um 9Uhr fährt der Bus um 10Uhr, dafür ist das Wetter grandios. Strahlend blauer Himmel, Sonnenschein und das Wasser könnte ruhiger nicht sein. Wir fahren mit dem Bus 50km Richtung Osten und besteigen das 12 Personen Boot, dass uns nun ins gegenüberliegende, argentinische Ushuaia bringt. Die 30-minütige Fahrt können wir zum Glück draußen genießen. Die Berge spiegeln sich im Wasser und die Sonne strahlt mit all ihrer Kraft. Die vielen Häuser der fast 60.000 Einwohner-Stadt werden von Minute zu Minute größer und das riesige Kreuzfahrtschiff im Hafen wirkt komplett fehl am Platz. Wir legen an, warten auf die Stempel in unseren Pässen und sind somit am letzten neuen Ort angekommen, den wir auf dieser Reise erkunden werden: Ushuaia auf der Insel Feuerland. Wir sind gespannt!

Chile

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