Khmer gegen Thai in Phnom Penh
Nachdem wir uns in Siem Reap getroffen hatten, reiste ich mit Freund Martin aus der Schweiz nach Phnom Penh weiter, dann nach Bangkok, Koh Tao und Koh Samui.

Veröffentlicht: 24.06.2025

























Für uns klingelte der Wecker heute schon um 5.30. Wir machten uns zu Fuß direkt auf den Weg zum Flughafen, der zum Glück nur zehn Minuten entfernt war. Am Flughafen hatten wir zunächst unsere Rucksäcke abgegeben und sind durch den Security Check-in den Wartebereich gegangen, da unser Flieger um 7.30 abflog.
Wir landeten um 9.00 in Bangkok, holten unsere Rucksäcke und buchten unsere Busfahrt nach Siem Reap. Leider waren wir allerdings etwas zu optimistisch gewesen. Wir buchten die Fahrt nämlich für 10.00 Uhr, brauchten allerdings 40 Minuten bis zur Bushaltestelle. Wir kamen also erst um 10.20 an der Haltestelle an und der Fahrer sagte, dass wir den Bus um 11.oo Uhr nehmen könnten. Dafür müssten wir 500 Baht extra bezahlen. Das taten wir auch und waren froh, dass wir nicht ein komplett neues Ticket kaufen mussten. Wir hatten also noch genug Zeit, um etwas zu frühstücken. Für mich gab es ein letztes Mal Pad Thai in Thailand. Pünktlich um 11.00 ging die Fahrt dann los. Nach 2 Stunden machten wir eine kurze Pause und fuhren danach weiter bis zur Grenze, wo wir dann alle aus dem Bus steigen mussten und durch die Grenzkontrolle gingen. Jan und ich wussten aber gar nicht, was wir hier genau machen sollten. Es kam immer ein neuer Kontrolleur, der uns abholte und zum nächsten Stopp brachte. Dort machten sie noch ein Bild von uns. Ich denke mal, um es zur nächsten Kontrolle zu schicken. Bei der ersten Station bekamen wir einen Stempel in unseren Reisepass und es wurde noch ein Bild von uns gemacht. Als nächstes mussten wir dann das Visum beantragen. Allerdings hatten wir noch kein Geld abgehoben und man konnte hier nur mit Bargeld bezahlen. Ich musste also mit beiden Pässen dort warten, während Jan Geld abheben musste. Das dauerte allerdings eine Weile, da der nächste Automat sehr weit entfernt gewesen war. Danach ging aber alles sehr schnell. Wir bezahlten die 30 $ und füllten die Anträge aus. Danach bekamen wir noch einen Stempel und durften auch schon weiter. Am Ausgang wurden wir dann wieder von einem Mann abgeholt und zu unserem Bus gebracht. Die anschließende Fahrt auf einer wahrlich schlechten Straße dauerte nochmal etwa 3 Stunden. Generell merkte man sofort, dass Kambodscha ein sehr armes Land war. Anfangs wunderte ich mich schon, dass der Fahrersitz auf der linken Seite war, bis Jan mir sagte, dass in Kambodscha ja wieder Rechtsverkehr sei. In Siem Reap angekommen, wurden wir sofort von einem Fahrer angesprochen, welcher uns zu unserer Unterkunft fahren wollte. Als ich ihn fragte, was es kosten würde, meinte er, dass die Fahrt umsonst sei, wenn wir am nächsten Tag mit ihm die Tempel Tour machen würden. Wir waren uns aber noch unsicher, was wir am nächsten Tag machen sollten. Ich bot ihm also Geld an, welches er nicht wollte. Am Ende gab er mir seine Nummer und bat uns, sich bei ihm zu melden, da er wirklich einen Job bräuchte. Wir entschieden uns später, ihm zu schreiben und die Tour mit ihm zu buchen, da er einerseits einen fairen Preis verlangte und andererseits das Geld brauchte.
Danach machten wir uns noch auf die Suche nach etwas zu essen.
Eigentlich hätten wir heute die Tour gemacht, aber Jan hatte sich eine „schöne“ Lebensmittelvergiftung eingefangen und konnte deshalb keine Tour machen. Wir verschoben die Tour also auf dem nächsten Tag.
Nachdem sich Jan wieder etwas besser fühlte, machten wir uns auf den Weg etwas zu frühstücken. Später liefen wir einfach ein bisschen durch die Stadt und schauten uns alles an. Als erstes gingen wir zum Alten Markt, auf dem es viele verschiedene Souvenir- und Klamottenstände gab. Es war aber sehr anstrengend gewesen dort durchzugehen, da man wirklich von jedem Verkäufer angesprochen wurde.
Anschließend liefen wir noch zu einem weiteren Markt, auf dem die Menschen alles selbst machten. Oft waren es Menschen mit Beeinträchtigung.
Danach machten wir uns auf den Rückweg und holten uns noch etwas zum Mittagessen.
Zurück in der Unterkunft mussten wir uns erstmal abduschen, da wir so geschwitzt waren. Nach einem ausgiebigen Mittagsschlaf wollten wir abends eigentlich auf den Nightmarket. Leider fühlte sich Jan nicht gut, da er sich bei mir mit einer Erkältung angesteckt hatte. Wobei meine Erkältung schon wieder abgeklungen war. Wir bestellten uns als Essen zum Hotel und schauten noch ein bisschen Netflix.
Um 9 Uhr wurden wir von unserem Fahrer abgeholt. Übrigens saßen wir in einem Anhänger, welcher an seinem Roller befestigt war. Das sah man wirklich überall, dass irgendwelche Anhängerkonstruktionen an die Roller geschraubt wurden. Am ersten Halt holten wir uns die Tickets für die Tempel. Wir waren ehrlich gesagt etwas geschockt, da der Eintritt 60,- € gekostet hatte, womit wir nicht gerechnet hatten. Danach gingen wir noch schnell etwas frühstücken. Wir hielten an insgesamt 5 Tempeln und schauten uns alle an. Der letzte Tempel war dann der weltberühmte Angkor wat Tempel. Generell sahen sich die Tempel alle sehr ähnlich, aber es war trotzdem interessant diese alten Tempel zu besichtigen. Am Ende der Tour waren wir aber ganz schön fertig, da wir so viel laufen mussten und es so heiß gewesen war. Am Hotel wieder angekommen, machten wir uns dann sofort auf den Weg zum Mittagessen. Es dauerte ein bisschen, bis wir etwas für mich gefunden hatten. Danach ruhten wir uns etwas aus und gingen dann später noch auf den Nightmarket.
Für uns ging es um kurz nach 10.00 mit dem Tuk-tuk zu einem Restaurant in der Nähe der Bushaltestelle. Hier frühstückten wir echt gut und billig. Danach liefen wir rüber zur Bushaltestelle und konnten sofort in den Bus einsteigen. Die Busfahrt dauerte etwa 3 h. In Battambang angekommen, konnten wir zum Glück erstmal ins Gebäude der Bus Firma! Nach unserer Ankunft waren wir von gefühlt 100 Tuk-tuk-Fahrern angesprochen worden. Wir fuhren dann mit dem Tuk-tuk zur dortigen Unterkunft und checkten ein. Wir brachten unsere Sachen aufs Zimmer und aßen in der Unterkunft zu Mittag. Anschließend fuhren wir mit einem Tuk-tuk zum Bamboo Train. Das ist eine Bambusplatte mit Rädern und Motor, welche über alte Bahngleise fährt. Hiermit fuhren wir ungefähr 40 Minuten durch die Gegend. Dabei wurde mir aber nochmal bewusst, wie arm einige Menschen hier sind und wie sehr wir unseren Lebensstil schätzen müssen. Ich sah nämlich einige Menschen, welche keine richtigen Häuser besaßen und in Blechhütten lebten. Allerdings strahlten die meisten Menschen trotz ihrer bescheidenen Lebensumstände ein Gefühl von Zufriedenheit und Glück aus. So stand zum Beispiel eine Gruppe Kinder am Bahngleis, winkte uns und schenkte uns selbstgepflückte Blumen.
Danach fuhren wir zurück zum Hostel. Ich ging dann noch in ein Fitnessstudio in der Nähe und Jan ruhte sich aus. Später fuhren wir noch zu einem Hostel mit Rooftop Bar, um dort Abend zu essen. Das Essen war echt lecker und relativ billig.
Morgens frühstückten wir in unserer Unterkunft und für mich gab es mal wieder Toast mit Marmelade. Das konnte ich so langsam nicht mehr sehen! Danach fuhren wir mit einem Tuk-tuk in die Stadt, um uns einen Roller auszuleihen. Mit dem Roller fuhren wir zu dem ersten Stopp, eine Gedenkstätte für die Todesopfer der Khmer Rouge. Hier erfuhr man auch mehr über die Geschichte von Kambodscha und wie grausam diese war. Die erschreckendste Erkenntnis dran war für mich, dass alles erst in den 1970er und 1980er Jahren passierte. Es wurden Arbeitslager geschaffen und Menschen auf brutalste Art und Weise ermordet.
Anschließend fuhren wir weiter zu einem Tempel, welchen wir uns aber nur kurz von außen anschauten. Von dort aus fuhren wir in die Innenstadt und liefen über den Centralmarkt. Dort war wirklich viel los und man konnte fast alles kaufen. Als Nächstes fuhren wir in ein Restaurant zum Mittagessen.
Hinterher ging es nochmal zurück zur Unterkunft, um eine kleine Pause einzulegen. Ich ging nochmal ins Fitnessstudio und um 17.30 machten wir uns dann auf den Weg zur Fledermaushöhle. Nach kurzer Fahrt bemerkten wir, dass etwas mit dem Reifen nicht stimmte und stiegen ab. Der Reifen war platt, aber zum Glück hielten Rollerfahrer an, um uns eine Werkstatt zu zeigen. Die Werkstatt war zum Glück nur 200 m entfernt. Hier erfuhren wir, dass wir wieder einen Nagel im Reifen hatten. Der Mann reparierte uns den Roller sofort und verlangte nur 4,- €. Das nenne ich mal Kundenfreundlichkeit! Nachdem wir bezahlt und ihm etwas Trinkgeld dort gelassen hatten, ging die Fahrt weiter. Da wir aufgrund einer Straßensperrung einen Umweg fahren mussten, kannte Google Maps wohl nicht mehr den richtigen Weg. Es schickte uns nämlich auf einen Feldweg und auf plötzlich landeten wir in einer Sackgasse, umringt von Reisfeldern. Wir mussten also wieder umdrehen und fuhren einen anderen Weg. Nach ca. 20 Minuten kamen wir endlich an. Wir konnten schon kurz vor der Höhle Fledermausschwärme sehen. Aus der Höhle flogen durchgehend eine Unmenge an Fledermäusen aus einem Spalt in der Felswand. Insgesamt leben dort über 1,5 Millionen Fledermäuse. Dementsprechend lang dauerte es auch und selbst bei unserer Weiterfahrt flogen immer noch Fledermäuse hinaus. Von dort aus fuhren wir zurück nach Battambang und gingen auf den Nightmarket. Hier bestellten wir bei einem super netten Mann, der extra etwas veganes für uns kochte und sogar noch Tofu geholt hatte. Das Essen war wirklich super lecker und wir unterhielten uns noch etwas mit dem Mann.
Der Wecker klingelte für uns schon um halb acht und wir machten uns direkt auf den Weg zum Fitnessstudio. Anschließend packten wir unsere Sachen und frühstückten noch in der Unterkunft. Danach ging es mit einem vollgepackten Roller zuerst zur Bushaltestelle. Dort wartete ich mit dem Gepäck, während Jan den Roller weggebracht hatte. Um 11.15 kam unser Bus, der fast komplett leer war. Um kurz nach 13.00 kamen wir in Phnom Penh - der Hauptstadt - an. Als erstes gingen wir in ein kleines Restaurant essen. Übrigens läuft man hier oft zunächst einmal durch die Küche, um auf die Toilette zu gelangen. Danach fuhren wir mit einem Tuk-tuk zur Unterkunft. Das dauerte aber ganz schön lange, da die Straßen so voll waren. Dort angekommen bekamen wir erstmal eine Willkommens-Fanta und konnten dann auf unser Zimmer. Das Zimmer war echt hässlich und nicht entsprach überhaupt nicht den Bildern im Internet. Das Bad war aber noch schlimmer! Es war winzig, der Duschkopf abgebrochen und überall liefen Ameisen herum. Aber es war halt die günstigste Unterkunft. Da das Wlan fast gar nicht funktionierte, entschlossen wir uns im Restaurant nebenan essen zu gehen und uns dort in das Wlan einzuloggen. Das gute war zudem, dass wir das Wlan vom Restaurant auch in unserem Zimmer empfangen konnten.
Morgens bekamen wir in unserer Unterkunft Frühstück, zum Glück mal kein Toast mit Marmelade, sondern Rotti und für Jan noch Eier.
Danach fuhren wir mit einem Tuk-tuk zum Genozid Museum. Das Museum war ein ehemaliges S-21 Gefängnis. Hier konnte man die Räume besichtigen, in denen die Menschen gefangen gehalten und gefoltert wurden. Die Stimmung darin war ziemlich bedrückend und einiges erinnerte mich an die Anstalt in Hadamar. Wirklich schlimm waren auch die Bilder von den Gefangenen und den zu Tode gefolterten
Opfern. Die Menschen wurden hier nämlich auf brutalste Weise gefoltert und ermordet ( hierzu kann ich euch auch den Netflix Film „Der weite Weg der Hoffnung“ empfehlen!).
Anschließend machten wir eine Pause in einem Café mit Klimaanlage. Es war nämlich sehr heiß und anstrengend.
Anschließend fuhren wir weiter zu einem Markt und schauten uns diesen an. Später fuhren wir noch zu einem vegetarischen Restaurant um Mittag zu essen. Da wir sonst nicht mehr viel geplant hatten, außer später auf den Nightmarket zu gehen, gingen wir noch Kuchen essen.
Auf dem Nightmarket gab es sogar einen Boxring in der Mitte des Marktes. Hier kämpften aber an dem Tag keine erwachsenen Menschen, sondern 2 kleine Jungs.
Morgens haben wir nochmal in unserer Unterkunft gefrühstückt und es gab wieder das Gleiche wie am Vortag. Als wir auschecken wollten, wollte der Vermieter noch 18,- $ von uns haben. 14,- $ hatten wir schon am Anfang bezahlt, was mich schon gewundert hatte, da auf Booking.com 25,- $ gestanden hatte. Er wollte aber 18,- $ haben, da wir zwei Fladenbrote mehr gegessen hatten. Ich sagte ihm dann, dass das Frühstück doch inclusive war. Wir diskutierten kurz und am Ende kam sein Kollege und sagte, es sei okay, dass wir nur die 11,- $ bezahlten. Dadurch verloren wir natürlich ein paar Minuten und ich hatte schon Bedenken, dass wir den Bus nicht mehr bekommen würden. Ich rief uns dann schnell ein Tuk-tuk. Doch das Tuk-tuk fuhr extrem langsam, der Fahrer würgte es ein paar Mal ab und der Stadtverkehr war schrecklich. Am Ende kamen wir dann um Punkt 11 Uhr an und erwischten unseren Bus noch. Allerdings stiegen nach etwa einer halben Stunde noch 3 Personen ein. Die jüngere Frau schien krank zu sein und wurde fast ins Auto getragen. Natürlich hatte ich das Glück, dass sie genau hinter mir saß und ihre Arme des Öfteren um meine Kopfstütze legte. Nach etwa 3 h kamen wir endlich am Hafen an. Dort mussten wir noch kurz auf unser Speedboat warten. Um kurz nach drei fuhren wir endlich los. Doch das Boot drehte auf halber Strecke wieder um, um noch eine Familie am Hafen zu holen. Wir kamen erst gegen 16.00 Uhr auf der Insel Koh Rong an und gingen erstmal etwas essen. Danach liefen wir zu unserer Unterkunft. Der Weg war allerdings nicht sehr schön und schockierte mich etwas. Alles war vermüllt und überall liefen Hühner und Hunde herum. Nachdem wir eingecheckt hatten erfuhren wir, dass mal wieder ein Stromausfall war. Zum Glück lief noch das Wasser und ich konnte mich abduschen. Nach einer kurzen Pause gingen wir nochmal einkaufen und holten uns Müsli für das Frühstück (müssen ja Geld sparen!). Auf dem Heimweg fing es zu regnen an und wir wurden etwas nass. Danach machten wir nicht mehr viel, da es Jan leider wieder etwas flau ging, da er wohl etwas Schlechtes gegessen hatte. Vermutlich wird er jetzt wohl auch kurzzeitig zum Veganer!?
Wir frühstückten unser Müsli im Bett und machten uns danach auf den Weg, um einen Roller auszuleihen.
Wir hatten nichts geplant und fuhren einfach so drauf los. Den ersten Halt machten wir an einem wunderschönen Strand mit weißem Sand und türkisfarbenem Wasser. Der Strand war leider etwas vermüllt.
Nach diesem Halt fuhren wir weiter über die eigentlich einzige richtige Straße hier. Wir stoppten noch an einem anderen Strand, fuhren aber direkt weiter, da er nicht so schön war. Danach folgten wir einem Schild, welches uns zu einem Wasserfall führte. Auf dem Weg dorthin sahen wir Wasserbüffel im Wasser liegen und dort grasten. Das letzte Stück zum Wasserfall mussten wir laufen. Nach 20 Minuten kamen wir an dem Wasserfall an, der wunderschön war. Zudem hatten wir das Glück, komplett alleine dort zu sein. Wir verbrachten dort eine Weile und kühlten uns im Wasser ab. Anschließend machten wir uns auf den Rückweg und begaben uns auf die Suche nach einem Restaurant. Da diese aber eigentlich alle geschlossen waren, entschieden wir uns zurück zu fahren.
Wir aßen schließlich in einem Restaurant in der Nähe unserer Unterkunft und gingen danach zurück. Nach einer kleinen Pause ging ich nochmal eine Runde laufen. Jan sammelte mich dann später ein und wir fuhren zusammen zum Strand, um den Sonnenuntergang zu sehen.
Nach dem Frühstück im Bett machten wir uns zu Fuß auf den Weg zum Strand. Nach einer halben Stunde waren wir an einem wunderschönen Strand angekommen. Auch dort waren wir fast alleine, was mit Sicherheit daran lag, dass zu der Zeit die Regenzeit war. Wir schwammen ein bisschen im Meer und sonnten uns am Strand. Nach ein paar Stunden gingen wir in eine Strandbar, um Mittag zu essen. Hier wurden wir von einem kleinen Hund besucht, welcher etwas von unserem Essen wollte. Nach der Rückkehr zur Unterkunft machten wir eine kleine Pause und gingen noch einen Mango Shake trinken. Später gingen wir noch am Strand spazieren und ich streichelte mal wieder ganz viele Hunde.
Am Abend aßen wir dann noch leckere Falafel.
Als erstes packten wir unsere Sachen ein und frühstückten natürlich wieder im Bett. Um kurz nach 10.00 mussten wir auch schon raus aus unserer Unterkunft. Zur Überbrückung der Wartezeit setzten uns noch in ein Restaurant, da unser Boot erst um 12.30 losfuhr. Die Fahrt dauerte keine 15 Minuten und wir wurden ein bisschen nassgespritzt von den Wellen. Auf der Insel angekommen, brachten wir unsere Sachen erstmal in die Unterkunft. Von dort aus gingen wir in einem Restaurant mit vielen veganen Gerichten essen. Danach erkundeten wir ein bisschen die Insel und stellten fest, dass unser Teil der Insel nicht mit einer Straße zum anderen Teil verbunden war. Unsere Inselhälfte war so klein, dass, um zum anderen Teil zu kommen, man ein Boot benötigte. Nach unserer kurzen Erkundungstour legte ich mich nochmal an den Strand. Später schauten wir noch den Sonnenuntergang an und gingen im gleichen Restaurant essen. In unserer kleinen Holzhütte entdeckte Jan dann am Abend eine riesige Spinne. Diese wurde unter Einsatz des Lebens, ohne Verwendung von entsprechender Schutzbekleidung mit einer ausgeklüngelten asiatischen Variante des Spider Hunting getötet und die Toilette runtergespült. Ich persönlich war ja dafür, sie einfach dort zu lassen. Zum Glück hatten wir ein Mosquitonetz über dem Bett, da das ganze Zimmer mit Stechmücken voll war. Leider hatten wir aber nur einen Ventilator und es war ziemlich warm in der Hütte.
Nach unserem letzten Frühstück im Bett gaben wir unsere Wäsche bei unserer Vermieterin ab, da wir beide keine sauberen Klamotten mehr hatten. Da das Wetter ziemlich schlecht war und es regnete, entschieden wir uns nicht zur anderen Inselhälfte zu fahren. Wir setzten uns stattdessen in das Restaurant und tranken einen Kaffee. Als das Wetter doch noch besser wurde, liefen wir zum Strand. Auf dem Weg wurden wir von einer kleinen beigen Hündin begleitet, welche sich auch noch eine Zeit zu uns legte. Hier verbrachten wir den restlichen Vormittag. Zum Mittagessen gingen wir wieder ins gleiche Restaurant. Danach legte ich mich wieder an den Strand vor unserer Unterkunft. Dort kamen zwei kleine Mädchen zu mir und sagten: „Hallo!“ und winkten freundlich. Die anderen Kinder spielten währenddessen weiter im Wasser.
Später ging ich noch eine kleine Runde spazieren und am Abend sahen wir uns den Sonnenuntergang an. Zum Abschluss gingen wir mal wieder lecker essen.
Unser Boot fuhr schon um 8.30 Uhr los und wir kamen um kurz nach neun am Festland an. Da wir unseren Minivan erst für halb 10 gebucht hatten, gingen wir nochmal zu 7/11. Danach machten wir uns auf den Weg zur Bushaltestelle. Hier sagte uns ein Mädchen allerdings, dass der Minivan erst um 11.00 Uhr fahren würde. Er kam sogar erst um 11.30 Uhr und wir mussten über eine Stunde auf ihn warten. Die Fahrt dauerte so 2 1/2 Stunden und die Hälfte der Strecke war nur geschottert. Der Weg hatte gefühlt ein Loch nach dem nächsten und so wurden wir ordentlich durchgeschüttelt. In Kampot angekommen, machten wir uns erstmal auf die Suche nach etwas zum Essen. Nach dem Essen fuhren wir mit einem Tuk-tuk zur Unterkunft, da es mittlerweile angefangen hatte zu regnen.
Nach einer kurzen Pause gingen wir in ein Café, tranken Khmer Kaffee und aßen ein Stück Kuchen. Mir schmeckte der Kaffee gut, aber Jan mochte ihn nicht so. Anschließend liefen wir zum Fitnessstudio und trainierten noch. Später gingen wir noch in unserem Hostel essen, wobei mein Essen leider verbrannt schmeckte.
Morgens joggten wir beide erstmal eine Runde und frühstückten hinterher in unserem Hostel.
Wir mieteten uns einen Roller in unserem Hostel und fuhren zu eine Pfefferfarm in der Nähe. Kampot ist nämlich weltberühmt für seinen Pfeffer. Auf der Farm bekamen wir eine Führung und es wurde einiges zum Anbau von Pfeffer erklärt. Am Ende der Führung gab es noch ein Pfeffertasting. Das war echt cool und der Pfeffer war wirklich sehr lecker. Anschließend gingen wir noch in die Skybar der Farm und Jan probierte das Eis mit Pfeffer.
Unser Guide konnte übrigens etwas Deutsch sprechen und wir unterhielten uns nach der Tour noch ein wenig.
Als Nächstes fuhren wir zurück in die Stadt, um etwas zu essen. Zufälligerweise kamen wir an einem veganen Restaurant vorbei, in dem wir auch zu Mittag gegessen hatten.
Danach fing es auch schon wieder an zu regnen und wir fuhren zurück zum Hostel. Hier machten wir erstmal eine kleine Pause. Um fünf Uhr gingen wir zu einem anderen Hostel, um an einer kostenlosen Stadtführung teilzunehmen. Die Führung wurde von einem Kanadier und einem Mann aus Kambodscha gemacht. Die Führung war wirklich informativ und wir lernten nochmal einiges über Kambodscha. Am interessantesten fand ich, dass sich Kambodscha erst in den letzten Jahren so weiterentwickelt hatte und sich wirtschaftlich sehr stark entwickelt. Es gibt zum Beispiel für die Mehrheit der Menschen noch nicht so sehr lange Autos in Kambodscha, da früher nur die reichen Menschen Autos besaßen.
Außerdem erzählte der Guide uns, dass die Vogelgeräusche, die wir hörten, gar nicht echt waren. Es wurden nämlich Lautsprecher mit Vogelgeräuschen in Bäume und Gebäude gehängt, um Vögel anzulocken. Diese Vögel bauen dann dort Nester aus ihrem Speichel und aus diesen Nestern wird dann eine Suppe gemacht. Diese Suppe soll angeblich heilende Wirkungen haben. Dadurch, dass so viele Nester zerstört wurden und es jetzt nicht viele mehr gibt, werden die Nester für viel Geld verkauft.
Nach der Führung fuhren wir nochmal in die Stadt und fanden einen Inder, bei dem es mal wieder Curry und leckeres Naan gab.
