Vietnam (Tag 107-116)
Tag 107 Reise nach Ha Giang Vor dem Frühstück brachte Jan noch schnell den Roller zurück. Danach packten wir auch schon unsere Sachen und warteten in der Lobby. Um 11.00 Uhr...

Veröffentlicht: 04.08.2025
Wir wurden gegen 5 Uhr wach, weil der Bus angehalten hatte und die Klimaanlage ausgeschaltet war. Als wir den Bus verlassen hatten, um auf die Toilette zu gehen, sahen wir, dass wir bereits vor der Grenze zu Laos waren. Dort standen mehrere Busse und Lkw in einer Reihe und die Grenze war noch geschlossen. Wir erfuhren, dass die Grenze erst um 7 Uhr geöffnet wurde. Wir gingen also wieder in den Bus und mussten die Zeit mit irgendetwas überbrücken. Zum Glück wurde auch nochmal die Klimaanlage angeschaltet, weil es ziemlich heiß war. Um kurz vor 7 Uhr mussten wir dann alle mit unseren Reisepässen aus dem Bus und uns in einer Reihe vor der Grenze aufstellen. Als ein Kontrolleur gekommen war, um dort die Pässe zu kontrollieren, drängelten sich natürlich wieder von allen Seiten welche durch. Danach mussten wir zu Fuß zur vietnamesischen Grenze gehen, um unseren Ausreisestempel zu bekommen. Das Problem war allerdings, dass ich kein Geld bei mir hatte und der Mann für den Stempel 50.000 Dong haben wollte. Ich wurde zum nächsten Schalter geschickt und fragte dort ein deutsches Paar, ob sie mir zu Not Geld leihen könnten. Jan hatte nämlich auch nur noch für sich Geld dabei und war zu diesem Zeitpunkt schon vor der Tür. Als ich dem Kontrolleur meinen Pass gegeben hatte, bekam ich den Stempel einfach ohne dafür zu bezahlen wieder.
Danach mussten wir rüber nach Laos laufen, was uns etwas komisch vorkam und auch noch ein ganzes Stück entfernt lag. An der Laotischen Grenze mussten wir nur noch einen Zettel ausfüllen und bekamen den Einreisestempel. Anschließend konnten wir zum Glück wieder in den Bus. Die Fahrt dauerte nochmals mehrere Stunden und bei der Mittagspause konnten wir uns nichts zu essen holen, da wir immer noch kein Bargeld hatten und es nichts Veganes gegeben hatte.
Gegen 18.00 Uhr waren wir dann endlich in Vientiane angekommen. Hier teilten wir uns ein viel zu teures Taxi mit einem anderen Reisenden und fuhren in die Innenstadt. Nachdem wir Geld abgehoben hatten, gingen sofort etwas essen (Wir hatten nämlich den ganzen Tag noch nichts gegessen!). Anschließend gingen wir ins Hostel und checkten ein. Wir stellten auch schon Online unseren Visa-Antrag für Australien. Später liefen wir nochmal über den Nightmarket und in die Stadt.
Wir frühstückten in einem Veganen Restaurant und machten uns von dort aus auf den Weg, eine Sim-Karte zu kaufen. Anschließend gingen wir zurück zum Hostel, um dort im Krankenhaus anzurufen. Wir brauchten beide ein Gesundheitszertifikat für unser Australien-Visum. Ich hatte das zum Glück noch am Abend zuvor gesehen, denn man konnte diese Untersuchungen nur in Vientiane, der Hauptstadt von Laos durchführen. Nachdem wir niemanden erreicht hatten, entschieden wir uns einfach zum Krankenhaus zu fahren. Dort bekamen wir zum Glück sofort einen Termin und konnten direkt mit den Untersuchungen beginnen. Unsere Werte wurden gemessen, Blut abgenommen, ein Röntgenbild vom Brustkorb und eine kleine Untersuchung gemacht. Nach ca. 2 Stunden waren wir auch schon fertig mit allem. Mir war hierbei jedoch das Missgeschick passiert, dass ich Leitungswasser getrunken hatte. Dort stand nämlich eine Karaffe mit Wasser und ich dachte, es wäre für jeden zum Trinken. Später stellte sich aber heraus, dass es Waser für die Kaffeemaschine war.
Nach den Untersuchung fuhren wir auch schon Mittagessen. Am Hostel angekommen suchten wir dann Flüge heraus und buchten diese.
Abends waren wir nochmal indisch essen. In der Nacht hatte ich dann ganz schlimme Bauchschmerzen bekommen und verbrachte etwas Zeit auf der Toilette. Daran war wohl offensichtlich das Leitungswasser schuld gewesen.
Wir frühstückten in unserem Hostel und packten danach unsere Sachen. Um 11:30 wurden wir vor unserem Hostel abgeholt. Wir hatten das Glück, dass nicht viele in dem Mini Van mitfuhren. Da es mir noch recht schlecht ging, konnte ich mich während der ganzen Fahrt auf der Rückbank hinlegen und schlafen.
Wir waren gegen halb drei in Vang vieng angekommen und gingen erstmal etwas zu Mittag essen.
Anschließend machten wir uns auf den Weg zur Unterkunft. Da es den ganzen Tag geregnet hatte und ich noch nicht richtig fit gewesen war, verbrachten wir den restlichen Tag in der Unterkunft. Abends gingen wir aber nochmal in die Stadt zum Essen.
Nach dem Frühstück, das für mich nur aus 2 Scheiben ungetoastetes Toast (da sie sonst nichts Veganes hatten) bestanden hatte, legte ich mich wieder ins Bett. Ich war immer noch ganz schön fertig gewesen und hatte immer noch Bauchschmerzen. Gegen Mittag hatten wir uns auf den Weg in die Stadt gemacht, um dort erstmal Porridge zu Essen. Danach gingen wir noch Kaffee bzw. Tee trinken. Anschließend musste ich aber wieder zurück, da ich so fertig gewesen war. Ich hatte mich wieder hingelegt und bis abends durchgeschlafen. Jan hatte uns später noch etwas zum Essen geholt.
Zum Frühstück hatte ich dieses Mal ein Baguette mit Gemüse bekommen. Hinterher liehen wir uns einen Roller und fuhren zu einer Lagune. Hier konnte man schwimmen und es gab sogar eine Zipline. Nach dem Strand machten wir uns auf den Weg zurück in die Stadt und aßen seit langem mal wieder Pad Thai.
Im Hostel machten wir uns frisch und wollten noch etwas unternehmen. Da es zunächst angefangen hatte zu regnen, dachte ich schon, dass ich meine nachmittags Pläne über Bord werfen könnte. Doch zu meinem Glück hörte es rechtzeitig auf. Wir wurden abgeholt und ich musste einen Zettel unterschreiben. Mir wurde ein Helm aufgesetzt und setzte mich auf den Rücksitz. Nachdem ich angeschnallt war, ging die Fahrt auch schon los. Das Paramotoring war wirklich wunderschön. Man hatte einen super Ausblick und wir flogen sogar durch die Wolken durch.
Nach 15 Minuten war es leider schon wieder vorbei! Bislang war es aber das mit am Abstand coolste, was ich je erlebt hatte. Man konnte jetzt auch einige Heißluftballons am Himmel sehen.
Danach machten wir uns auf den Rückweg und gingen noch etwas zu Abendessen.
Unser Wecker klingelte um 8 Uhr und wir waren direkt zum Frühstück gegangen. Nach dem Frühstück packten wir unsere Sachen und wurden um kurz nach 9 abgeholt und zum Bahnhof gebracht. Am Bahnhof angekommen mussten wir allerdings noch über eine Stunde auf unseren Zug warten. Die Zugfahrt ging ungefähr 1 h und in Luang prabang wurden wir mit Regen begrüßt. Wir riefen uns ein Taxi und fuhren zur Unterkunft, in der wir zum Glück direkt einchecken konnten. Anschließend gingen wir in die Stadt zum Mittagessen. Danach liefen wir noch ein wenig durch die Stadt und tranken einen Kaffee. Ich entschloss mich noch spontan zur Massage zu gehen, da ich Nackenschmerzen hatte und die Massage nur 4,44 € gekostet hatte.
Später war ich noch eine Runde am Fluss entlanggelaufen und hatte mir den Sonnenuntergang angesehen. Am Abend waren wir endlich mal wieder auf dem Nightnarket. Nach dem Essen spielten wir dann noch eine Runde Billiard im Hostel.
Nach dem Frühstück im Hostel waren wir in die Stadt gegangen, um einen Roller auszuleihen. Wir fuhren etwa 40 Minuten bis zu den Kuang Si Wasserfällen. Diese sahen leider nicht so aus wie im Internet, da momentan Regensaison war und deshalb deutlich mehr Wasser am Wasserfall angekommen war. Neben dem Wasserfall lag außerdem noch ein Bären Park, in dem gerettete Schwarzbären lebten. Ich hatte mich zuerst erschrocken, da ich nicht wusste, ob das ganze wie ein Tierpark war und die Leute damit Geld verdienen. Als ich mich informiert hatte, erfuhr ich, dass es eine Non-Profit-Aktion war und die Leute nur mit Spenden die Bären retten konnten.
Nach den Wasserfällen ging es zurück in die Stadt, wir gingen etwas essen und ruhten uns danach ein bisschen im Hostel aus. Später ging es dann wieder auf den Nightmarket und wir spielten abends wieder Billiard.
Unser Wecker klingelte um 5 Uhr morgens, da wir die „Alms giving ceremony“ ansehen wollten. Bei dieser Zeremonie gehen Mönche durch die Straßen und sammeln Spenden in Form von Essen ein. Dies findet jeden Tag bei Sonnenaufgang statt. Danach gingen wir zurück zum Hostel und legten uns nochmal hin.
Gegen neun frühstückten wir im Hostel und machten uns danach auf den Weg in die Stadt. Wir wollten nämlich nochmal unsere Klamotten und Schuhe waschen. Dies gestaltete sich dann doch komplizierter als gedacht, da wir die Schuhe woanders als die Klamotten waschen mussten und die ganze Zeit hin und her laufen mussten. Nachdem wir alles abgegeben hatten, gingen wir noch in ein Katzencafe um Kaffe zu trinken. Hier lief dann auch eine miauende Katze herum.
Anschließend liefen wir zurück, um etwas zu essen und holten dann unsere Wäsche ab, welche noch komplett nass war. Der Junge hatte sie zwar in den Trockner getan, diesen wohl aber zu voll gestopft. Wir bezahlten deshalb auch nur für das Waschen und hingen die nassen Sachen im Hostel auf.
Nach einer kleinen Pause ging ich noch eine Runde joggen und holte dann die Schuhe wieder ab. Abends gingen wir ein letztes Mal auf den Nightmarket und beendeten den Abend mit einer Runde Billiard.
Ich war schon um 6 Uhr wach und entschloss mich nochmal eine Runde laufen zu gehen. Danach frühstückte ich und schrieb noch schnell ein paar Postkarten. Als Jan wach wurde gingen wir zusammen einkaufen, um ein paar Snacks für die Reise zu holen.
Anschließend verschickte ich noch die Postkarten. Zurück im Hostel packten wir unsere Sachen und gingen noch etwas zu Mittagessen. Um kurz nach 12 fuhren wir mit dem Taxi zum Flughafen, da unser erster Flug um 14:35 Uhr startete. Der Flug dauerte nur etwas über eine Stunde, so dass wir gegen vier in Bangkok am Flughafen angekommen waren. Hier hatten wir allerdings einen Zwischenstopp von 9 h! Ich telefonierte mit Ida und versuchte so die Zeit tot zu schlagen. Nachts um 1:30 Uhr startete endlich unser Flug nach Osaka.
