Vietnam (Tag 85- 91)
Tag 85 Reise nach Ho-Chi-Minh Morgens schwamm ich zuerst einige Runde im Pool, da dieser wirklich groß war und wir ihn noch nicht benutzt hatten. Nach dem Frühstück packten wir...

Veröffentlicht: 10.07.2025
Morgens wurden wir bereits mit Regen geweckt, was uns einen Strich durch die Rechnung machte. Wir packten erstmal unsere Sachen und checkten dann aus dem wunderbaren Hostel aus. Das Hostel war nämlich mit 4,-€ für 2 Nächte und 2 Personen echt sehr günstig. Dafür lagen wir in einem Schlafsaal mit 12 Betten. Die Hochbetten standen in einer Reihe, dass man direkt nebeneinander lag und nur einen Vorhang zwischen sich ziehen konnte. Jan hatte das Pech, dass ein Pärchen direkt neben ihm lag und fast die ganze Nacht direkt neben ihm knutschte!
Nach dem Check-out gingen wir erstmal frühstücken. Wir entschieden uns danach, mit dem Roller durch die Stadt zu fahren. Eigentlich wollten wir mit kleinen Autos Mario-Kart fahren, was aber wegen dem Regen nicht möglich war. Deshalb gingen wir zunächst in ein Café. Als es endlich aufhörte zu regnen, gingen wir ein bisschen durch die Stadt und die Läden.
Anschließend machten wir uns auf den Weg zurück zum Hostel. Nachdem wir zu Mittag gegessen hatten, holten wir uns noch Banh mi für das Abendessen. Die restliche Zeit bis gegen 15.00 Uhr verbrachten wir im Hostel, um von dort aus mit einem Taxi zur Bushaltestelle zu fahren. Um 16.30 Uhr kam nämlich unser großer Sleeperbus, mit dem wir eine 13-stündige Fahrt vor uns hatten. Um diese etwas entspannter und angenehmer mit etwas größeren Betten zu gestalten, hatten wir extra die etwas teurere Klasse gebucht.
Nach einer kurzen Nacht wurden wir um kurz nach fünf von „Chery Chery Lady!“ geweckt. In Hoi an holten wir uns erstmal ein Taxi, welches uns zum Hotel brachte. Als wir dort angekommen waren, erwartete uns zum Glück um kurz vor sechs schon ein Mitarbeiter.
Wir konnten zwar noch nicht einchecken, aber wenigstens das Bad benutzen und wir bekamen sogar einen Kaffee. Nachdem uns die Chefin des Hotels einige Tipps mitgegeben hatte, machten wir uns auf den Weg in die Altstadt. Als erstes holten wir uns natürlich ein Banh mi. Danach setzten wir uns noch in ein Cafe´ und ich probierte das erste Mal den Kokosnusskaffee.
Später gingen wir noch durch die Altstadt, in der sich viele kleine Läden befanden. Ich entschloss mich spontan noch zu einer Schneiderin zu gehen. Hoi an ist nämlich bekannt für seine vielen Schneiderein. Die Schneiderin entwarf mit Hilfe meiner Inspirationsbilder ein Kleid und ein Top. Danach wurde ich noch ausgemessen. Am nächsten Tag konnte ich schon die erste Anprobe machen und es wurden noch Änderungen vorgenommen. Zusammen kostete es gesamt 120,-€, was für ein geschneidertes Kleid nun wirklich nicht viel war. Für mich momentan aber momentan schon sehr viel Geld war. Aber wann würde ich eine solch günstige Gelegenheit noch einmal bekommen?
Anschließend liefen wir noch weiter durch die Stadt und stöberten in ein einigen Vintage Läden. Nach dem Mittagessen konnten wir auch endlich einchecken. Jan legte sich sofort ins Bett und ich ging nochmal an den Pool. Später gingen wir dann noch in ein Restaurant. Da es leider wieder geregnet hatte, mussten wir die weiteren Aktivitäten auf den nächsten Tag verschieben.
Zum Frühstück gab es seit langem mal wieder Toast und Marmelade. Nach dem Frühstück bekamen wir zum Glück unsere Wäsche wieder, welche wir am Tag vorher abgegeben hatten. Danach holten wir uns einen Roller und fuhren zum Strand. Hier verbrachten wir dann den restlichen Vormittag. Natürlich gab es auch an diesem Strand Strandverkäufer, die zum Glück nicht so aufdringlich waren. Eine Verkäuferin fragte mich, ob ich etwas haben wollte und nachdem ich dies verneinte, bedankte sie sich und ging direkt weiter. Das war zur Abwechslung echt mal angenehm, da man auf der Straße sonst oft lange von Verkäufern oder Taxifahrern belästigt wurde. Anschließend fuhren wir zurück zum Hotel und machten uns schnell fertig, da ich gegen 14.00 Uhr bei der Schneiderin sein sollte. Ich probierte die Teile an und es wurden noch kleinere Änderungen vorgenommen.
Als Nächstes ging es für uns zum Mittagessen in ein veganes Restaurant, dass wir zufällig gefunden hatten. Das Restaurant war in einer kleinen Seitenstraße. Dort angekommen mussten wir zunächst einmal die Schuhe ausziehen und durften dann erst hinein. Es war eher wie in einem kleinen Privathaus, aber trotzdem sehr schön und gemütlich.
Über die App von GetyourGuide buchten wir eine Tour und machten uns direkt auf den Weg zum Fluss. Dort fuhren wir in den Kokosnussbooten über den Fluss. Wir bekamen einen traditionellen Vietnamesen-Strohhut und hatten einen eigenen Fahrer. Jan entschied sich dazu in das Boot zu gehen, welches sich schnell drehte. Der Fluss war übrigens voll mit diesen Booten. Nach ca. 40 Minuten war die Tour vorbei und wir machten uns schnell auf den Rückweg, denn die Wolken wurden immer dunkler. Kurz vor unserem Hotel fing es dann an, wie aus Eimern zu schütten. Nach einer kleinen Pause joggte ich noch eine Runde. Um 18.. Uhr mussten wir auch schon wieder bei der Schneiderin sein, um die Klamotten anzuprobieren. Es wurde nur noch eine Kleinigkeit verändert und ich konnte die beiden Teile mitnehmen. Wir liefen noch kurz über den Nightmarket und holten uns einen kleinen Snack. Anschließend fuhren wir noch in ein vegetarisches Restaurant, um dort zu Abend zu essen.
Zum Frühstück gab es diesmal eine neue Variante von kaltem Toast mit Marmelade, zu Baguette mit Marmelade. Nach der leckeren Mahlzeit fuhren wir mit dem Roller zum Marble Mountain. Das ist ein kleiner Berg mit Tempeln und Höhlen. Wir entschieden uns natürlich gegen den Aufzug am Berg und gingen die Treppen hoch. Danach waren wir mal wieder komplett nassgeschwitzt, hatten jedoch einen echt schönen Ausblick auf die Stadt und das Meer.
Wir schauten uns die verschiedenen Tempel an und gingen in eine kleine Höhle. Von der Höhle aus konnte man auch noch höher klettern und einen noch besseren Ausblick genießen. Anschließend fuhren wir weiter zur San Tra Marina. Das ist ein kleines Restaurant, welches aussieht wie die Häuser in Santorini. Nach dem Abstieg fuhren wir in die Stadt und gingen dort in einen Vintage Laden. Durch Zufall fanden wir sogar noch ein kleines Restaurant mit veganem Buffet.
Hinterher fuhren wir noch von Laden zu Laden und machten uns am Nachmittag wieder auf den Weg nach Hoi an.
Dort angekommen, gingen wir erstmal einen Kaffee trinken. Für mich gab es wieder einen leckeren Kokosnuss Kaffee. Im Hotel machten wir dann eine kleine Pause. Abends gingen wir in die Altstadt und fuhren mit einem der berühmten Laternenboote. Völlig Touristen-like ließen wir natürlich auch eine schwimmende Kerze ins Wasser gleiten und wünschten uns etwas. Danach liefen wir noch kurz über den Markt und gingen dann zum Abendessen.
Morgens ging es für uns schon um 7.30 Uhr mit dem Bus nach Hue. Wir kamen um kurz nach elf im Hue an und fuhren direkt zu unserem Hostel, in dem wir ein Zimmer mit eigenem Bad gebucht hatten. Dort angekommen zeigte uns eine Frau, die kein Wort Englisch sprechen konnte, jedoch einen Schlafsaal! Wir versuchten ihr mit Händen und Füßen zu erklären, dass wir ein Doppelzimmer gebucht hatten. Schließlich brachte sie uns in einen anderen Schlafsaal und wollte, dass wir sofort bezahlen. Wir fragten sie aber noch, ob noch andere Menschen hier schlafen würden. Sie sagte uns irgendetwas von betrunkenen Arbeitern. Das Zimmer war nicht nur anders, als wir es gebucht hatten, sie wollte auch noch mehr Geld dafür haben! Wir entschieden uns, in eine andere Unterkunft zu gehen. Wir liefen also mit unseren Rucksäcken die ganzen Stufen wieder runter und suchten ein Restaurant in dem wir frühstücken konnten.
Dort suchten wir uns eine neue Unterkunft und fanden zum Glück ein günstiges Hotel in der Nähe, dass auch noch einen Aufzug hatte. Da wir nur eine Nacht hierbleiben wollten, liefen wir direkt zu einem Rollerverleih. Bei all unserem Glück an diesem Tag hatte der erste Rollerverleih leider keine Roller mehr und der Zweite existierte überhaupt nicht mehr. An diesem Punkt hätte ich mich schon am liebsten in mein Bett gelegt und einfach nur geschlafen. Wir machten uns dann aber auf den Weg zum nächsten Rollerverleih und hatten dort zumindest mit dem Ausleihen Glück. Als wir dann aber losfuhren, fing es nach 5 Minuten an wie aus Eimern zu schütten. Wenn es läuft, dann läuft es! Wir entschieden uns leicht gefrustet zum Hotel zurückzufahren und zu warten, bis der Regen aufhörte. Das dauerte aber doch ziemlich lange. Mittlerweile war es schon Abend geworden, als es nur noch leicht regnete und wir konnten endlich mit dem Roller zu einem Markt fahren. Dort gingen wir noch zum Abendessen und später in ein paar Läden. Ich war wirklich froh, als der Tag vorbei war. Als krönender Abschluss dieses Tages fand neben unserem Hotel noch eine Party mit sehr lauter Musik statt.
Der Tag startete mit einem veganen Frühstück in einem Restaurant. Danach liefen wir noch ein bisschen durch die Stadt und tranken noch einen Kaffee. Ich probierte das erste Mal Mandelkaffee. Der Kaffee schmeckte lecker, war mir aber etwas zu süß. Da wir um 12.00 Uhr im Hotel auschecken wollten, gingen wir wieder zurück. Vom Hotel aus machten wir uns direkt auf den Weg zur Haltestelle. Eigentlich sollte unser Bus um 13.00 Uhr kommen, verspätete sich aber über eine halbe Stunde. Während wir warteten, wurden wir von einem Mann angesprochen. Er erzählte uns, dass seine Tochter deutsch sprechen könnte und wollte unbedingt mal deutsches Geld sehen. Ich hatte nur noch ein bisschen Kleingeld, welches ich ihm aber am Ende schenkte. Das Warten war ganz schön nervig, da wir komplett nass geschwitzt waren, obwohl wir nur dort saßen. Nach langem Warten wurden wir endlich von einem Minibus abgeholt, in dem wir die ersten Fahrgäste waren. Auf der weiteren Fahrt sammelte der Bus noch andere Leute ein, bis er am Ende komplett voll besetzt war. Die Fahrt dauerte fast 5 Stunden und recht entspannt. Das einzig nervende war, dass die Menschen andauernd hupen. Unser Fahrer musste auch jeden und überall überholen, was mir zeitweise die Angstperlen auf die Stirn brachte. In Phong Nha angekommen, konnten wir direkt zu unserer Unterkunft laufen. Dort machten wir uns auch sofort auf den Weg, um etwas zu Abend zu essen.
Als erstes liefen wir zu einem kleinen Café zum Frühstück. Hier gab es seit langem mal wieder ein Avocado Brot für mich. Danach holten wir uns einen Roller und fuhren zu unserem ersten Stopp. Der erste Halt war der sogenannte Duck stop. Dort angekommen sah ich erst mal viele kleine Hundewelpen. Danach wurde uns alles erklärt und wir bekamen ein Getränk. Anschließend durften wir schon zu den Enten, die wir fütterten und jeder von uns mal kurz der Entenanführer wurde. Danach bekamen wir noch einen kleinen Snack. Unser nächstes Ziel war eigentlich das Dark Cave (Höhle ). Da wir aber zu früh angehalten hatten, kamen wir bei dem Wasser Park an. Der Wasser Park lag direkt neben der Höhle. Da der Wasserpark aber günstiger als die Besichtigung der Höhle war und auch eine Zipline hatte, entschieden wir uns in den Wasserpark zu gehen, in dem wir die einzigen Touristen waren. Am Anfang war ich ziemlich genervt, da sich die Einheimischen immer vordrängelten und einen wegschubsten. Wir mussten auch ziemlich lange an der Zipline anstehen. Ich habe aber das Gefühl, dass das Vordrängeln und Wegschubsen hier nicht so unfreundlich wie in Deutschland erfolgten. Die meisten waren nämlich trotzdem sehr nett zu uns und wir wurden auch sehr oft angesprochen. Wir unterhielten uns länger mit einem Mädchen, welches gerade deutsch lernt und später auch mal in Deutschland studieren wollte.
Nach dem Wasserpark wurde der Himmel immer dunkler und man konnte schon den Donner hören. Wir fuhren deshalb wieder zurück und gingen etwas essen. Am Nachmittag regnete es dann mal wieder. Abends waren wir dann noch in ein Restaurant gegangen und brachten den Roller zurück.
Für mich klingelte der Wecker schon um halb acht, da ich noch eine kleine Runde laufen gehen wollte. Wir trafen uns nach dem Joggen direkt im Café und frühstückten dort. Anschließend fuhren wir direkt mit dem Roller zur Monkey Bridge. Das ist eine schmale Brücke, welche über einen kleinen See führt. Hier bekamen wir zunächst Schwimmwesten und Schutzkleidung. Jeder von uns hatte dann drei Versuche, um mit einem Fahrrad über die Brücke zu fahren. Jan machte den Anfang und fiel bei den ersten beiden Versuchen ins Wasser. Danach versuchte ich es und fiel auch ins Wasser. Mein zweiter Versuch war dann erfolgreich und ich schaffte es bis zum anderen Ende. Jan hatte dann noch einen Versuch, bei dem er aber wieder ins Wasser gefallen war. Als Gewinn bekam ich ein Bier, welches ich aber gegen eine Sprite umtauschte. Danach mussten wir schnell zurück zur Unterkunft, da unser Bus schon um 11.oo Uhr losfuhr. Wir packten also schnell unsere Sachen und wurden von einer Mitarbeiterin an den Bus gebracht. Die Mitarbeiterin verabschiedete sich und wir warteten, bis wir in den Bus steigen konnten. Uns wurde aber erst dort gesagt, dass es ein Problem gab und wir vielleicht nicht mitfahren könnten, obwohl sich die Mitarbeiterin vorher mit dem Personal unterhalten hatte. Zum Glück kam dann eine andere Mitarbeiterin aus dem nahegelegenen Hostel und übersetzte für uns. Nach kurzer Zeit klärte sich, dass es ein Missverständnis gegeben hatte und wir mit dem Bus mitfahren konnten. Dieses Mal reisten wir wieder in einem Sleeperbus mit größeren Betten, mussten uns allerdings ein Bett teilen. Nach drei Stunden machten wir die erste Pause und ich musste sofort auf die Toilette rennen. Danach holte ich mir etwas Reis und Tofu zum Mittagessen. Nach über 7 Stunden kamen wir dann endlich in Ninh Binh an. Wir entschieden uns den zwanzig Minuten langen Weg zu unserer Unterkunft zu laufen. Auf dem Weg zur Unterkunft gingen wir dann noch etwas zu Abendessen.
