Vietnam ( Tag 100-106)
Tag 100 Ninh Binh Im diesem Hostel gab es für uns ein kostenloses Frühstück, was für mich Baguette mit Margarine und eine Banane bedeutete. Danach nahmen wir uns jeweils eins...

Veröffentlicht: 25.07.2025
Vor dem Frühstück brachte Jan noch schnell den Roller zurück. Danach packten wir auch schon unsere Sachen und warteten in der Lobby. Um 11.00 Uhr wurden wir dann von einem Mini Van abgeholt. Dieser fuhr uns etwas aus der Stadt heraus und wir stiegen in einen VIP-Sleeperbus um. Die Fahrt in dem Bus dauerte leider länger als gedacht und wir kamen erst abends um Halbsieben an.
Nachdem wir eingecheckt hatten, gingen wir zunächst zum Abendessen. Nach der Rückkehr im Hostel packten wir schon einmal unsere kleinen Rucksäcke für die nächsten Tage.
Die Nacht war nicht sehr erholsam, da es extrem warm in dem Zimmer war.
Ich wurde morgens um 7:20 von einem Mitarbeiter des Hostels geweckt. Ich war die Einzige im Zimmer, die noch schlief, da sich Jan schon im Bad befand und die beiden anderen Personen im Zimmer schon wach waren. In der WhatsApp-Nachricht, die wir von dem Veranstalter des Ausflugs bekommen hatten, hieß es nämlich, dass wir zwischen 8:00 - 8:30 Uhr abgeholt werden sollten. War dann wohl eine Fehlmeldung!
Nachdem ich mich schnell fertig gemacht hatte, ging es für uns hinaus und auf die andere Straßenseite. Von dort aus wurden wir mit Motorrädern zur Hauptlocation gefahren. Dort gab es Frühstück und wir bekamen ein T-Shirt von dem Hostel. Unsere großen Rucksäcke konnten wir zum Glück dort belassen.
Nach dem Frühstück wurden wir in Gruppen eingeteilt und jeder bekam seinen eigenen Fahrer.
Die Motorräder wurden vollgetankt und anschließend ging die Tour schon los. Nach kurzer Zeit machten wir schon den ersten Stopp an einem Aussichtspunkt. Wir fuhren weiter durch die wunderschöne Natur und Berglandschaft von Vietnam.
Außerdem machten wir alle 20 bis 30 Minuten eine Pause an einem Aussichtspunkt oder auch mal an einem Wasserfall. Einen weiteren Stopp machten wir in einem kleinen Dorf, in dem wir ältere Frauen aufsuchten, welche selbst Sachen nähten und diese auch verkauften.
Um 12:30 gab es endlich Mittagessen, dass wir mit der kompletten Gruppe einnahmen. Unsere Gruppe bestand aus 4 Franzosen, einer Schweizerin, einer Irländerin und noch einem weiteren Deutschen.
Beim Mittagessen konnten wir uns unterhalten und lernten uns besser kennen.
Nach einer Stunde ging die Tour schon weiter. Ich muss sagen, dass ich wirklich Glück mit meiner Fahrerin hatte. Sie konnte zwar nicht so gut Englisch reden, war aber super nett.
Wir machten nach ca. 20 Minuten erneut einen Stopp und konnten uns etwas zu trinken oder einen kleinen Snack holen.
Gegen 16.00 Uhr kamen wir schließlich in unserer Unterkunft an.
Wir hatten einen Schlafsaal mit sehr vielen Hochbetten, wobei zwischen den Betten kein Vorhang angebracht war, so dass man quasi direkt nebeneinander lag.
Zum Glück war der Schlafsaal aber nicht komplett belegt und wir kannten die Leute ja mittlerweile etwas besser. Zur „Abkühlung“ gingen wir erstmal in den Pool.
Um 19.00 Uhr gab es endlich Abendessen, was für alle -ausgenommen meine Wenigkeit - mit Happy Water (eine Art Schnaps) startete. Nach dem Abendessen feierten wir alle zusammen noch bis 22.00 Uhr und sangen Karaoke.
Um 8.00 Uhr startete der Tag natürlich mit einem Frühstück und danach mussten wir schon unsere Sachen packen.
Denn bereits um 9.00 Uhr war Abfahrt und die Tour ging weiter.
Wie am Vortag wurde wieder alle 20 - 30 Minuten ein Stopp eingelegt und wir genossen die tollen Aussichten. Nach den Mittagessen ging es zu einem Aussichtspunkt, von dem aus man bis nach China schauen konnte. Man konnte sogar die Grenze bzw. den Grenzverlauf sehen.
Hinterher fuhren wir zu einem Turm, von dem aus man abermals eine wirklich atemberaubende Aussicht hatte.
Wir kamen später um kurz nach Vier an der nächsten Unterkunft an. Deren Schlafsaal hatte aber zum Glück Vorhänge zwischen den Betten.
Da wir bis zum Abendessen noch Zeit hatten, gingen wir noch eine kleine Runde durch das Dorf. Dort waren die Hühner in ganz kleinen Käfigen eingesperrt und ein kleiner Welpe war daneben angekettet. Das Wort Tierschutz wird hier nämlich klein geschrieben bzw. das kannte man dort wohl gar nicht.
Als ich kurz vor einem Tanzstudio stand, wurde ich gefragt, ob ich nicht mit ihnen Tumba tanzen möchte. Ich lehnte aber dankend ab.
Das Abendessen wurde wieder mit Happy Water begonnen. Danach spielte unsere Gruppe ein Trinkspiel und später wurde wieder Karaoke gesungen.
Es gab wieder um 8.00 Uhr Frühstück - für mich leider nur Melone und Kaffee, da es sonst nichts Veganes gab.
Um 9.00 Uhr ging unsere Tour weiter.
Der Ausblick war an diesem Tag nochmals schöner als die Tage zuvor und wir kamen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus.
Nach einigen weiteren Stopps machten wir einen Halt, um eine kleine Bootstour zu machen.
Nach dieser Tour ging es noch über eine ziemlich holprige Straße weiter, bis wir den Halt für das Mittagessen erreicht hatten.
Am nächsten Halt kamen wir zu einer wunderschönen Aussichtsplattform, an der allerdings direkt einige Kinder angerannt kamen und uns Blumen in die Hand drückten. Sie bettelten die ganze Zeit und sagten, dass sie Hunger hätten. Unsere Fahrer hatten uns aber schon zuvor gesagt, dass wir ihnen nichts geben sollten. Ich fand es schon ziemlich absurd und es war nicht einfach, den Kindern nichts zu geben.
Um kurz nach Vier kamen wir wieder in unserer nächsten Unterkunft an. Jan und ich hatten mal wieder Pech und mussten im oberen Hochbett schlafen. Hier gab es mal wieder keine Vorhänge. Aber immerhin standen die Betten nicht direkt nebeneinander. Nach dem Check-in ging es für uns direkt in den Pool.
Nach dem Pool spazierten wir mit ein paar andere eine Runde um die Unterkunft herum. Dabei sahen wir die wunderschöne Landschaft und einen schönen Sonnenuntergang. Am Ende des Spaziergangs sahen wir noch einen Wasserbüffel im Fluss.
Danach gab es das Abendessen und es wurde viel Happy Water und Bier getrunken. Meine Fahrerin kam noch zu mir und wir unterhielten uns lange mit dem Google-Übersetzer.
Der letzte Abend wurde nochmal ausgiebig gefeiert.
Eigentlich hätten wir ein bisschen länger schlafen können, da wir erst um 8:30 frühstücken konnten und um 10.00 Uhr weiter gefahren wären. Doch die Schottinnen und Engländerinnen in unserem Schlafsaal hatten sich dazu entschieden, schon früh morgens laut zu reden und zu lachen. Wir ärgerten uns später alle, dass wir nichts zu ihnen gesagt hatten.
Die Tour führte heute zu einem Wasserfall, an dem man auch von einer Klippe ins Wasser springen konnte, was Jan und ich natürlich gemacht hatten. Danach ging es auch schon weiter zu Aussichtspunkten und um eins gab es ein letztes gemeinsames Mittagessen. Nach zwei weiteren Aussichtspunkten machten wir noch Gruppenbilder. Ich machte auch ein paar Polaroid Bilder mit meiner Fahrerin und sie freute sich sehr, als ich ihr eins der Bilder schenkte. Zurück am Startpunkt verabschiedeten wir uns von unseren Fahrern. Jan und ich mussten schnell duschen gehen und uns dann auch schon von unserer Gruppe verabschieden, da unser Bus nach Sapa schon kurze Zeit später abfuhr.
Diese Busfahrt dauerte fast 7 Stunden und wir kamen gegen 00:30 in Sapa in unserer Unterkunft an und fielen hundemüde ins Bett.
Der Ha Giang Loop war wirklich eine besondere Erfahrung und bis jetzt eines der Highlights unserer Reise. Die Landschaft war einfach atemberaubend schön und wir haben so viele tolle Leute kennengelernt.
Seit langer Zeit konnten Jan und ich mal lange ausschlafen. Erst hatten wir überlegt, direkt mit einer Wanderung weiter zu machen. Aber es war gut, dass wir uns den Tag Pause gegönnt hatten. Gegen 11.00 Uhr gingen wir in die Stadt in ein veganes Restaurant mit ganz vielen Katzen.
Anschließend schauten wir uns noch etwas die Stadt an und gingen wieder zurück zu demselben Restaurant, um Mittag zu essen.
Nach dem Essen ruhten wir uns in der Unterkunft noch etwas aus. Um 17.00 Uhr joggten wir noch eine kleine Runde.
Später trafen wir uns noch mit ein paar Leuten, welche die Ha Giang Loop Tour mit uns gemacht hatten. Wir aßen ein letztes Mal zusammen und unterhielten uns. Nach dem Essen hieß es dann wirklich Abschied nehmen.
Wir hatten wirklich eine super coole Gruppe und wir hatten uns alle echt sehr gut verstanden.
Wir wurden um kurz nach 9.00 Uhr an unserer Unterkunft abgeholt. Unsere Rucksäcke wurden mit einem Motorrad zu Dinhs Homestay gefahren. Wir hatten eine Trekking Tour mit dem Guide Dinh gebucht. Wir liefen also direkt von unserer Unterkunft aus los. Nach ein paar Metern wurde unsere Gruppe nochmals geteilt und wir liefen mit Dinhs Cousine weiter. Elenore aus Frankreich und Connor aus den Niederlanden waren auch in unserer Gruppe. Die beiden waren auch mit uns auf dem Ha Giang Loop gewesen. Die Wanderung führte uns erstmal durch ein Waldstück. Hierbei begleiteten uns einige dort lebende Frauen und halfen uns auf dem Weg, der teilweise sehr rutschig gewesen war, da es in der Nacht geregnet hatte. Auf dem Weg rutschten auch mehrere Leute aus. Nach etwa einer Stunde machten wir eine Pause und die Frauen wollten etwas von ihren Sachen verkaufen. Wir kauften natürlich beide eine Kleinigkeit, da sie uns ja auch auf dem Weg geholfen hatten. Anschließend verließen uns die Frauen, da die Wanderung ab diesem Zeitpunkt leichter wurde. Wir liefen durch die wunderschönen Berge von Sapa und waren von Reisfeldern umgeben. Wir sahen auch mehrere Wasserbüffel, die dort leider oft in kleinen Hütten standen. Gegen eins machten wir eine Pause in einem der Dörfer und aßen etwas zu Mittag. Danach ging die Wanderung weiter. Wir hielten an ein paar Läden in dem Dorf an und bekamen einiges erklärt. Mu, unser Guide zeigte uns, wie man die Stoffe herstellt und wie man früher das Mehl gemacht hatte. Danach ging es weiter durch die wunderschönen Felder und Berge und nach kurzer Zeit trafen wir die andere Gruppe wieder. Die, die eine zweitägige Wanderung gebucht hatten, liefen ab jetzt weiter mit Dinh zu ihrem Homestay. Der Weg zum Homestay war nochmal anstrengend, da es nur bergauf ging. Am Homestay angekommen, bekamen wir erstmal Limonade und durften sofort schon auf die Zimmer. Bis zum Abendessen konnten wir uns ausruhen und den Sonnenuntergang genießen. Nach dem Abendessen holte Dinh den 20 Liter Happy Water-Kanister und schenkte erstmal ein paar Runden Schnaps aus. Dinh erzählte uns noch einen kleinen Teil ihrer Geschichte und das sie die Kinder hier unterstützten und unterrichteten. Danach kamen auch schon die Kinder und wir bekamen eine Tanzvorführung. Nach kurzer Zeit tanzten wir auch schon alle zusammen. Nachdem die Kinder später weg waren, wurden noch Trinkspiele gespielt.
Dinh war wirklich eine sehr offene und fröhliche Frau. Ihre Arbeit dort war wirklich wichtig und wir waren sehr froh, dass wir unsere Wanderung mit ihr gemacht hatten und so etwas an die Kinder geben konnten.
Mein Wecker klingelte um halb acht, da es gegen 8.00 Uhr Frühstück gab. Ich bekam extra veganen Pfannkuchen mit Mango und Banane. Gegen 10.00 Uhr wurde die Wanderung mit einer anderen Cousine Dinh´s fortgesetzt. Wir liefen zuerst durch einen Bambuswald und nach einem weiteren Stück durch die Berge und Felder kamen wir dann an einem Wasserfall an. Ich ging natürlich schwimmen und konnte mich sogar direkt unter den Wasserfall stellen. Das Wasser war zwar sehr kalt, aber nach der ganzen Anstrengung und dem Schwitzen tat es echt sehr gut.
Unsere Gruppe entschied sich anschließend dafür, den schwierigeren Weg zu nehmen, auf dem es steil bergab ging. Dabei rutschten wieder ein paar Leute aus, verletzten sich glücklicherweise aber nicht.
Gegen 13.00 Uhr kamen wir in einem kleinen Dorf an und aßen nochmal zusammen Mittag. Anschließend wurden wir von einem Minivan abgeholt und zurück in die Stadt direkt zu unserer Unterkunft gefahren.
Da wir noch eine Nacht in Sapa bleiben wollten, legten wir uns nach dem Duschen erstmal ins Bett und ruhten uns aus. Abends aßen wir dann nochmal in der Stadt.
Unser Bus, glücklicherweise ein Sleeperbus mit großen Betten, fuhr um 7:30 in Sapa los. Ich schlief die meiste Zeit auf der Fahrt und um halb zwei kamen wir in Hanoi an. Wir machten uns direkt auf den Weg zur laotischen Botschaft, da wir für den nächsten Tag noch ein Visum brauchten. Das Ganze ging wirklich super schnell. Der Mann, der in der Botschaft war, sagte uns, dass wir schon in 1 ½ Stunden unser Visum abholen könnten.
Danach brachten wir unsere Sachen ins Hostel, in dem wir noch eine Gratisnacht hatten, da wir die Ha Giang Loop Tour mit ihnen gebucht hatten. Zu unserem Glück kamen wir aber nicht in das 16-Betten-Zimmer, sondern ins 4-Bett-Zimmer.
Nachdem wir unsere Rucksäcke dort gelassen hatten, gingen wir ein letzte Mal Banh mi (das werde ich echt vermissen) essen.
Anschließend machten wir uns auf den Weg zu einem Handy-Reparatur-Laden, da meine Handyrückseite wieder kaputt war. Es dauerte nur 2 Stunden und kostete 53,-€. In der Zwischenzeit fuhren wir zur Botschaft und holten unsere Visa ab. Danach gingen wir in einen Waschsalon, um unsere Klamotten zu waschen. Während die Sachen in der Wäsche waren, gingen wir noch einen Kaffee trinken. Dann holten wir zuerst mein Handy ab und brachten danach die Wäsche zurück zum Hostel. Später gingen wir in die Stadt zum Abendessen. Auf dem Weg begann es wieder zu regen an. Wir hatten bislang aber wirklich Glück auf unserer Reise und kamen nicht in den heftigen Sturm hinein.
In der Nacht kam dann noch ein Mann in unser Zimmer, der durchgehend extrem laut schnarchte. Dadurch wurde natürlich das restliche Zimmer wach und die Nacht wurde leider doch kürzer als gedacht.
Nicht sehr ausgeruht gingen wir morgens erstmal zum Frühstück und anschließend nochmal ins Fitnessstudio. Um 12.00 Uhr mussten wir schon wieder auschecken. Wir gingen nochmal in die Stadt zum Mittagessen und zur Post.
Danach gingen wir zurück zum Hostel und warteten, bis wir abgeholt wurden. Gegen drei wurden wir von einem Mann mit Roller abgeholt. Diesem sollten wir dann hinterherlaufen, was etwas komisch war. Dann wurden wir und ein paar andere Leute mit einem Taxi zur Bushaltestelle gebracht. An der Bushaltestelle durften wir nochmal 1 Stunde warten, bis der Bus kam und wir einsteigen konnten. Vor dem Bus standen auch viele Boxen mit Babyhunden und Babykatzen. Diese wurden auch in dem Bus mitgenommen und auf dem Weg an ihre Besitzer verteilt. Natürlich alles nur Rassetiere! Die Tiere taten mir wirklich leid, da sie in kleinen Käfigen im Gepäckraum des Busses waren. Für mich war es sowieso nicht nachvollziehbar, dass es dort so viele Straßenhunde gab und die Menschen trotzdem weiter Tiere züchteten.
Um halb sechs fuhr der Bus endlich los. Jan und ich hatten das Glück einen relativ großen Liegeplatz nebeneinander zu bekommen. Die Reise sollte nämlich fast 25 Stunden dauern!
Ich war froh, machte erstmal einen kleinen Powernap und las in meinem Buch weiter. „Der Herr der Ringe“ hat ja fast 2000 Seiten, die ich fast zur Hälfte gelesen hatte. Als der Bus das erste Mal länger angehalten hatte, wollte ich auf die Toilette gehen. Als ich dann allerdings aus dem Bus rausguckte, sah ich nur pinkelnde Männer auf einer Wiese. Als ich nachfragte wurde mir gesagt, dass wir in 10 Minuten eine richtige Pause machen würden. Dort konnte ich dann auch endlich auf die Toilette und mir noch die Zähne putzen. Danach fuhren wir dann wieder weiter.
