Auslandsjahr in China
Hallo, wir sind Sophie, Thomas und Friedemann aus Jena. Wir haben uns entschieden, unser Studium in China, genauer gesagt in Shanghai, zu beenden. Das Ganze läuft im  Rahmen des Doppelbachelorprogramms der EAH Jena zusammen mit der CDHAW an der Tongji Universität in Shanghai (https://www.dhik.org/kooperationen/china/programm/). Das heißt, dass wir für zwei Semester in China sind. Im ersten Semester nehmen wir normal an Vorlesungen teil und im zweiten ist das Praktikum und das Schreiben der Bachelorarbeit dran. Nebenbei gilt es natürlich auch, die Kultur und das Land zu erkundschaften. Bei Fragen und Anregungen lasst uns diese gern wissen. Dazu einfach persönlich anschreiben oder einfach einem Kommentar da lassen :)

Kambodscha Tag 6 bis 11: Koh Rong Samolem

Vor der Küste Sihanoukvilles liegen zwei Inseln: Koh Rong und Koh Rong Sanloem. Letztere ist die kleinere von beiden und die war unser Ziel. Ich werde unsere Tage auf der Insel in einem Eintrag zusammenfassen, das ist am einfachsten.

Es ging früh los zum Pier, der nicht weit entfernt vom Hostel lag. Wir haben uns trotzdem ein Tuk Tuk genommen, da selbst der kurze Weg mit Koffern über die Dreckstraßen nicht schön gewesen wäre.

Dann ging es rauf aufs Boot und wir sind ca. 30 min bis zu zur Saracen Bay gefahren. Dies ist die erschlossenere Seite der Insel. Hier gibt es Mobilfunkempfang und sehr viele Hostels und größere Ferienresorts. Es ist auch dementsprechend viel los gewesen, aber alleine der weiße Strand und das hellblaue Meer waren schon traumhaft schön. Wir hätten einmal den kompletten Strand ablaufen müssen, aber zum Glück hat uns jemand mit dem Boot mitgenommen, denn mit den Koffern über den Strand zu laufen, war recht anstrengend.

Dann endlich waren wir am Beginn des Wanderweges zum Sunset Beach. Wir hätten uns etwas besser informieren sollen, denn der Weg dorthin hat etwa eine Stunde mit den Koffer gedauert und wir mussten diese fast die ganze Zeit tragen. Wir sind den Weg auch später noch öfters gelaufen und ohne Gepäck ging das voll klar, aber Rucksäcke wären definitiv eine gute Idee gewesen.

Irgendwann kamen wir dann endlich am Sunset Beach an. An diesem Strand ist deutlich weniger los und es gibt nur eine Handvoll Unterkünfte. Es ist einfach traumhaft schön dort gewesen. Ruhe, ein sauberer Strand und ein warmes Meer direkt vor der Haustür.

Irgendwann haben wir dann gut durchgeschwitzt das Huba Huba erreicht. Wir wurden sehr freundlich begrüßt und man hat sich sofort wohl gefühlt. Das Personal an der Bar bestand aus Freiwilligen und es war eine Mischung aus Franzosen, Engländern und einem Deutschen. Es gab Hängematten, Liegen und gutes Essen. Strom war nur Abends verfügbar, wenn der Generator lief und auch das Wasser war nicht super sauber, aber das hat uns wenig gestört. Man ist eben weit weg von der Außenwelt und dann ist es ok, wenn man kein Mobilfunkempfang mehr hat und es nicht immer eine riesige Auswahl an Essen gibt, weil die Bootslieferung noch nicht angekommen ist.

Unser Bungalow war einfach, aber ausreichend, da wir eh den ganzen Tag in der Nähe der Bar verbracht haben. Die sanitären Anlagen waren nicht der Wahnsinn und es konnte halt mal passieren, dass man von einem Gecko auf dem Klo überrascht wurde.

Unsere Tage am Sunset Beach bestanden großteils aus purer Entspannung. Einfach mal den ganzen Tag nur in der Hängematte liegen, lesen und zwischendrin mal baden und was essen. Wir haben ein bisschen Volleyball gespielt und wir waren einmal Schnorcheln. Zwischendrin habe ich mich auch mal am Bau einer Sandburg probiert, aber die Hunde des Besitzers haben diese recht schnell als ihren Spielplatz auserkohren und dabei fast komplett zerstört.
Außerdem haben wir einen Plankton Trip mitgemacht. Der sah so aus, dass wir bei völliger Dunkelheit in einem Kajak etwas auf das Meer hinausgefahren sind. Dann haben wir uns die Masken aufgesetzt und sind ins Wasser gesprungen. Bei jeder Bewegung hat man dann ganz viele kleine leuchtende Punkte unterwasser gesehen. Es war eine einzigartige Erfahrung: Der Mond schien hell am wolkenlosen Himmel und man springt vom Kajak einfach nur ins Nichts. Durch die Dunkelheit sieht man einfach nur Schwarz unterwasser und dazwischen ein paar leuchtende Plankton. Ein leicht beängstigend und ich war sehr froh, als ich wieder raus war, aber das war es definitiv wert.

Da Thomas' Handy noch ab und zu Nachrichten empfangen hat, haben wir mitbekommen, was in China abging. Das hat unsere Pläne sehr durcheinander gebracht und uns 2 Tage lang gut beschäftigt. Wir sind extra zurück zum Saracen Bay gelaufen, um dort das Wlan zu nutzen. Von dort aus haben wir unsere Flüge umgebucht und uns einen neuen Plan machen müssen, da der Flug nach Shanghai keine Option mehr war. Zum Glück konnten wir dann erstmal bei Matthias in Taiwan unterkommen.

Eins der größten Highlights war aber was anderes. Wie der Name schon sagt, gibt es am Sunset Beach traumhaft schöne Sonnenuntergänge und das war auch an den meisten unserer Tage vor Ort so. Leider waren zwei Tage etwas verregnet und bewölkt, was für diese Jahreszeit extrem untypisch ist und deswegen war die Sonne sehr früh schon hinter den Wolken verschwunden, aber die restlichen Tage war super schön. Wir konnten einfach mit einem Bier oder Coktail in der Hängematte liegen und uns das Spektakel anschauen.

Leider mussten wir dieses kleine Paradies auf Erden irgendwann auch wieder verlassen. Da Thomas keine Lust hatte, die Koffer wieder den langen Weg zurück zu schleppen, haben wir einen Kajaktransfer zum Lazy Beach gemacht. Angeboten wurde das von Andrae von Sunset Adventures, mit dem wir auch die Plankton Tour gemacht habe. Er hat unser Gepäck ins sein Kajak geladen und Thomas und ich sind in dem anderen gefahren. Es war auf jeden Fall eine witzige Art der Abreise, da man einmal die Klippe umschiffen musste und da war ganz guter Wellengang. Zum Glück sind die Sachen nur minimal nass geworden. Vom Lazy Beach aus war der Weg dann deutlich einfacher. Anschließend ging es aufs Boot und wir sind mit Zwischenhalt auf Koh Rong nach Sihanoukville zurückgefahren. Dort haben wir einen Bus nach Phnom Penh genommen, der mit gut 90 Minuten Verspätung irgendwann auch mal losgefahren ist.
Somit waren wir gegen 21 Uhr abends endlich wieder in Phnom Penh und haben erstmal eine ordentliche Dusche genommen.

Zusammenfassend gesagt, war es ein echt geiler Urlaub. Die Mischung aus Sightseeing und Relaxen haben wir gut gewählt und der Sunset Beach ist definitiv ein Ort, an den ich auch nochmal kommen würde, da man noch so viel mehr dort machen kann. Allgemein war Kambodscha für mich eine neue Erfahrung und ich bin froh sie gemacht zu haben, auch wenn man viele von den kleinen Geschichten und Erlebnissen einfach nicht in den Blog schreiben kann.
Jetzt bin ich gespannt, wie lange ich noch in Taiwan bleiben werde und wie sich die ganze Lange mit China entwickelt.


Ich bedanke mich wie immer für das Lesen der Einträge und freue mich, dass ich bald wieder zu Hause sein kann :)

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