IkeAnBord
So hätte sich der liebe Vito, alias wilde Waltraud, sein Renten dasein wohl nicht vorgestellt. Allerdings haben ihn im November 2020 zwei motivierte Studierende für gutes Geld erhalten, zum darin Leben aufgepimpt und düsen damit die nächsten zwei Monate den Balkan runter und über Italien wieder hoch..

Die letzten Tage in Griechenland

Nach vier Wochen im schönen und abwechslungsreichen Griechenland geht es für uns heute Nacht um 0:00 Uhr mit der Fähre nach Bari, Italien. Ich finde es einen Wahnsinn, dass wir vier Wochen hier waren und noch wahnsinniger, dass ich immer noch das Gefühl habe, so vieles nicht gesehen zu haben. Klar wir waren auf keiner der Inseln, aber auch die Peleponnes haben wir ausgelassen und den rauen Osten von Griechenland, wo es dann schon langsam nach Bulgarien und in die Türkei rübergeht.

Gereist sind wir letztendlich von Epirus auf die eine ionische Insel, die vom Festland erreichbar ist, Lefkada, über Mittelgriechenland nach Attika, der Halbinsel Euböa haben wir auch nur gewunken, sind dann über Thessalien nach Makedonien eingereist und Schluss endlich über Thessalien und Epirus geht es heute nach Igoumenitsa auf die Fähre. Da sich Griechenland landschaftlich im Land schon sehr stark unterscheidet, haben wir vermutlich gar nicht gemerkt, dass wir immer im gleichen Land reisen und uns wurde definitiv nicht langweilig! Falls mich einer fragt, welchen Part ich in Griechenland am schönsten fand, kann ich vermutlich keine Antwort geben. Sehr weit oben ist für mich das Epirusgebirge und die Gegend am Golf von Korinth, in dieser Rechnung sind aber noch nicht die wunderschönen Strände und Buchten mit eingerechnet, in denen man zumindest ab Mitte September, gut mit dem Camper stehen kann. Besonders gut gefällt mir aber das was Griechenland mittlerweile kulturell widerspiegelt: zum einen der balkanesische Einfluss im Norden, zum anderen der mediterrane Einfluss aus dem Westen von Italien und zu guter Letzt der orientalische Einfluss aus dem Osten und den Zeiten des osmanischen Reiches. Das Land besitzt gerade in den Bergen naturbelassene Fleckchen Erde, bei denen man das Gefühl hat man ist der einzige Mensch und dann wiederum Städte, die eher an einen Menschenbasar erinnern.

Neben Athen war Thessaloniki eine Stadt, bei der es sich lohnt, sie zu besuchen. Ähnlich wie in Athen mischt sich in dieser Stadt Historie mit Moderne. Mir kamen die Leute alle sehr jung vor, es ist aber auch eine Studentenstadt. Besonders am Abend füllen sich die Gassen und es wird viel Wert auf Live-Musik gelegt (trotz schlechtem Wetter wohlgemerkt, den einen Abend hat es aus Eimern geschüttet!). Ein Guide hat uns erklärt, dass es in Thessaloniki keine schlechten Restaurants gibt und wir können das nur bestätigen. Am ersten Abend waren wir auf dem sogenannten Bit Bazar. Ein Hinterhof in dem sich ein Restaurant an das andere schlängelt. Dort traf sich das junge Volk und genossen ihr Essen im typisch griechischen Ambiente und typisch griechischer Kost. Es rentiert sich einfach planlos durch die Stadt zu laufen, da man immer etwas findet, was einem gefällt. Das Marktkonzept hat mir schon auf dem gesamten Balkan gefallen und auch Hellas bietet einem viel märktliches Treiben, weshalb wir es uns Thessaloniki nicht nehmen haben lassen, die Markthalle zu besuchen.

Momentan befinden wir uns im südlichen Epirusgebirge (bei 5 Grad Außentemperatur!) am Aoos-See, bei dem die Bilder mehr als Worte sagen. Ihr könnt seine krankenartige Form auch mal auf Google-Maps anschauen :). Zuvor haben wir aber in Thessalien die Meteora-Klöster besucht. Das sind

Mein Fazit: einen zweiten Griechenlandbesuch wird es auf alle Fälle geben!

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