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Zum Cerro Castillo und nach Puerto Tranquillo

16.2. Noch kurz im Casita de Té Internet gschnorrt, getankt und ab nach Süden. Heute fahren wir bis nach Villa Cerro Castillo um morgen dort zu wandern. Die Fahrt führt uns an vergletscherten Gipfeln und trockenen Tälern vorbei. Krass wie schnell die Vegetation ändert, wenn man entweder eine Bergkette näher am Pazifik oder eben auf der anderen Seite ist. Asphaltierte Abschnitte wechseln mit Kieswegen ab. Die Strasse ist aber in besserem Zustand als erwartet. Die Carretera Austral verliert langsam ihren wilden Mythos. Viele Baustellen versprechen in Zukunft noch mehr Alsphalt. In Coyhaique essen wir was Kleines und tanken nochmals auf. Wir nächtigen auf einem Camping leicht ausserhalb von Villa Cerro Castillo mit wunderbarer Aussicht auf den Berg und die darunterlegende Ebene. Wir kochen wieder einmal selber und freuen uns auf die morgige Wanderung.

Anna und Michael sind heute unsere amerikanischen Nachbarscamper.

17.2. Etwas später als geplant treffen wir auf dem Parkplatz beim Nationalpark ein. Es kostet wieder einmal ne ziemliche Stange Geld in Chile zu wandern. Gut 40.- wollen die von uns, da die Wanderung zum Nationalpark durch 4 Ländereien von Privaten führt. Die Einschreibezeremonie ist wieder einmal schön bürokratisch und sinnlos. Man merkt, dass die Chilenen einfach anders ticken.

Die Wanderung wird mit jedem Höhenmeter schöner und die Weitsicht ist super. Nach 2 Stunden erreichen wir die Lagune mit dem mächtigen Cerro Castillo dahinter. Für Patagonienreisende wirklich ein lohnender Ausflug auch wenn rund 300 Leute dieselbe Idee hatten wir. Das ist das Paradoxe an Patagonien. Es hat so viel Wildnis und schöne Flecken, die Möglichkeiten für Aktivitäten sind aber extrem beschränkt und deshalb sind überall viele Leute, weil alle dasselbe machen „müssen“.

Nach dem Abstieg fahren wir noch nach Puerto Tranquilo um morgen eine Kajaktour zu machen.

Die rund 100km Dirtroad sind recht ermüdend und bis jetzt der längste Abschnitt der nicht asphaltiert ist. Im Dorf angekommen merken wir dass unser Reifen wieder etwas wenig Luft hat und realisieren, dass der wohl einfach ein wenig verbraucht ist. Von unserem Autovermieter hören wir seit der Grenzüberquerung nichts mehr, obwohl wir ihn auf diverse Mängel des Autos aufmerksam machen. Sie wollen ja den Wagen drei Tage nach unserer Rückgabe gleich weiter vermieten. Doch das scheint sie nicht zu interessieren. Wir vermuten dass sie uns die Mängel wohl in Rechnung stellen möchten…

Die Kajaktour buchen wir bei einem kleinen Unternehmen dass nur Überweisungen oder Bargeld akzeptiert. Da der Geldautomat im Dorf leer ist müssen wir auf die Postcard von Amelia zurückgreifen. Logischerweise wird die Überweisung erst in ein paar Tagen eintreffen was die anwesende Frau als problematisch aber nicht unmöglich sieht. Wir essen im wohl gefragtesten Restaurant im Ort. Wir warten fast eine halbe Stunde damit es Platz gibt. Das Warten hat sich gelohnt, das Essen (Lamm und Lachs) ist hervorragend! Wir finden einen Camping den wir mit Kreditkarte bezahlen können. Eine Schweizerin aus Genf unterstützt hier den Vater ihres Mannes bei der Büroarbeit. Weder sie noch wir schaffen es auf Französisch eine Disukussion zu führen, wir sind zu fest im Spanisch drin. J Später reden wir noch mit einem Deutschen Biker der sich vor allem an den vielen Zäunen in Chile stört. Dies können wir bestätigen. Es ist fast alles Privatland und man kann fast nirgends neben der Strasse campen.

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