Heute verlassen wir Portugal Richtung Spanien und machen uns langsam auf die Heimreise. Unsere Reise von der magischen Küstenstadt Sintra ins historische Salamanca führte uns durch atemberaubende Landschaften.
Kurvige Autobahn
Mal Flachland, mal hügelig. Einer der faszinierendsten Momente kam kurz vor der spanischen Grenze, entlang der Autobahn A62, wo wir eine geologische Besonderheit entdeckten: riesige, perfekt abgerundete Steine, die wie überdimensionale Kugeln aus der Erde zu wachsen scheinen.
Eindrucksvolle Steinformationen
Diese eindrucksvollen Formationen, die wie von Riesenhand geformt wirken, sind ein Ergebnis jahrtausendelanger Verwitterung und Erosion. Sie entstehen aus Granit, einem Gestein, das unter der Erdoberfläche gebildet wird. Über die Zeit dringen Wasser, Wind und Temperaturschwankungen in kleine Risse und Spalten ein. Besonders an den Kanten und Ecken eines Gesteinsblocks greift die Verwitterung an, wodurch nach und nach die charakteristischen Rundungen entstehen. Das lockere Material drumherum wird abgetragen, bis nur noch diese steinernen Kunstwerke übrig bleiben.
Wollsackverwitterungen
Die Steine sind nicht nur ein geologisches Phänomen, sondern auch ein visuelles Highlight entlang der Strecke. Sie erinnern uns daran, wie mächtig und geduldig die Kräfte der Natur wirken, um ihre eigene Kunst zu schaffen. Wenn ihr auf der A62 unterwegs seid, haltet die Augen offen – diese Formationen sind ein echtes Geschenk für Naturfreunde!
Von Portugal nach Spanien – Eine Reise voller Kontraste. Neben den Wollsackverwitterungen hatten wir auf dieser Etappe noch viele weitere Highlights.
Grenze nach Spanien
Nach der beeindruckenden Natur entlang der Autobahn A62 wechselte die Landschaft auf der letzten Etappe bis Salamanca ihren Charakter. Die Strecke wurde nach dem Grenzübergang zu Spanien flacher, und die Weite der Felder, gespickt mit grasenden Kühen. Ein Kontrast zur wilden Schönheit der ersten Stunden unserer Fahrt.
Landwirtschaft
Gegen 16 Uhr erreichten wir unser Tagesziel Salamanca, eine Stadt, deren Altstadt von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde.
Ankunft mit Sicht auf die Kathedrale
Unser Hotel, das Eurostars Las Claras, liegt im Herzen von Salamanca. Ein besonderes Detail, die Tiefgarage war nur über einen Autolift erreichbar – eine kleine technische Überraschung, die wir so selten gesehen haben. Doch der eigentliche Zauber des Tages begann, als wir uns aufmachten, die Stadt zu erkunden.
Imposante Kathedrale von Salamanca
Unser erster Halt führte uns zur imposanten Kathedrale von Salamanca, die mit ihrer Grösse und Schönheit beeindruckt. Die Stadt besitzt tatsächlich zwei Kathedralen: die ältere Catedral Vieja (12. Jahrhundert) und die neuere Catedral Nueva, die im 16. Jahrhundert begonnen und erst im 18. Jahrhundert fertiggestellt wurde. Besonders faszinierend fanden wir die Mischung der Baustile, von Romanik und Gotik bis hin zu barocken Elementen.
Kirchenschiff
Ein echtes Highlight war die filigran gestaltete Fassade der Catedral Nueva. Wenn man genau hinsieht, entdeckt man in den Steinmetzarbeiten sogar moderne Motive, die bei Restaurierungsarbeiten im 20. Jahrhundert hinzugefügt wurden – ein charmantes Detail, das Tradition und Moderne verbindet.
Kathedrale Nueva
Nach der Besichtigung der Kathedrale führte uns unser Weg an der berühmten Universität von Salamanca vorbei, eine der ältesten Universitäten Europas, gegründet im Jahr 1218. Die prächtige Fassade des Gebäudes erzählt mit ihren filigranen Steinmetzarbeiten ebenfalls Geschichten aus längst vergangenen Zeiten. Wer mag, kann hier nach dem berühmten Frosch auf einem Totenkopf suchen – wer ihn findet, soll der Legende nach Glück haben. Ich suche noch… beziehungsweise habe diese Legende erst im Nachhinein gelesen.
Universität
Vorbei an der Markthalle zog es uns weiter zum Plaza Mayor, dem Herzen von Salamanca.
Eingang der Markthalle
Gerade rechtzeitig zum Einbruch der Dunkelheit erreichten wir den Platz, und wie bestellt gingen die Lichter an. Die kunstvoll beleuchteten Fassaden tauchten den Platz in eine warme, magische Atmosphäre. Der Plaza Mayor, im 18. Jahrhundert erbaut, ist ein Meisterwerk barocker Architektur und wohl einer der schönsten Plätze Spaniens.
Plaza Mayor
Eine besondere Dezember-Tradition und Überraschung war die Möglichkeit, die Casa Consistorial zu besichtigen, das prächtige Rathaus am Plaza Mayor. Im Dezember öffnet Salamanca jeden Tag ein anderes Gebäude seiner Bevölkerung und Besuchern zur Besichtigung – eine wunderbare Gelegenheit, hinter die Fassaden dieser historischen Stadt zu blicken.
Casa Consistorial
Nach einem ereignisreichen Tag liessen wir den Abend in der charmanten Wein- und Tapasbar Vinodiario ausklingen, die praktischerweise direkt neben unserem Hotel liegt. Die Atmosphäre war entspannt, das Essen köstlich – von feinen Tapas bis zu einer ausgezeichneten Weinauswahl war alles perfekt. Ein wunderbarer Abschluss für einen Tag voller Kontraste, Entdeckungen und eindrucksvoller Momente.
Vinodiario
Auch in Salamanca ist Weihnachtsstimmung eingezogen und überall ist die Stadt festlich beleuchtet. Ein perfektes Motiv um den Tag abzuschliessen.
Weihnachstslichter
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