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Die siebzehnte Woche

Veröffentlicht: 04.02.2024

Tag 115- 121

Am Montag, den 29.01. verbrachten wir auch noch mehrheitlich im Bett. Morgens gingen wir ein Bánh mí essen, ein belegtes Baguette. Dabei lernten wir Dat kennen, einen jungen Vietnamese. Er sprach passables Englisch und konnte sich ansonsten gut mit der Übersetzungs-App helfen. Er rief einen Freund an, Sam. Er ist Englischlehrer aus Marokko, der hier in Kim Sơn unterrichtet. Mit ihm telefonierten wir ein wenig. 

Mit beiden verabredeten wir uns für den nächsten Tag. Sie wollen uns die Gegend zeigen. Abends ließen wir noch ein Ölwechsel machen. Neben der Werkstatt wae Elektrofachgeschäft, dass irgendwas feierte. Zumindest gab es viele Leute, Lichter und Luftballons. Einige junge Menschen kamen rüber um Fotos mit uns zu machen. Wir bekamen auch Luftballons geschenkt! 

Beim Ölwechsel 

Am nächsten Tag konnte Dat leider nicht mehr. Also zeigte uns Sam einen Tempel und ein schönes Café in den Bergen. Leider war es wieder recht nebelig, dass man nicht so viel sah. 

Ohne Nebel sicher schöner!

Wir unterhielten uns sehr lange mit Sam und wir aßen noch Mittag zusammen. Dann musste Sam nach Hause, da er noch Unterricht vorbereiten muss. 

Ich wollte auch gerne mich einmal hinlegen. Ist noch alles etwas anstrengend, auch wenn meine Erkältung heute definitiv besser ist!

Am 31.01. fuhren wir nach Ninh Bính. Wir fuhren eine coole Straße in den Bergen entlang. Es gab kaum Verkehr. Wir glitten an einem Stausee vorbei und folgten einem Fluss. Die Straße war in einem guten Zustand und äußerst kurvig!

Schöner See 

Kurz vor Ninh Bính mussten wir leider für 10 km auf eine größere Straße abbiegen. Diese fügen wir etwas zügiger, um die LKWs und Busse schnell hinter uns zu lassen. 

In Ninh Bính kamen wir in einem netten Homestay unter. Um uns herum sind nur Karstberge. Ivar ging abends alleine essen. Ich habe Magen-Darm-Probleme. Toll, erst die Erkältung, jetzt das! Ivar brachte auch Wäsche weg und da wir langsam darüber nachdenken müssen, unsere Roller zu verkaufen, sprach Ivar mutig ein paar Rollerhändler an. Niemand wollte Roller kaufen. Ivar erzählte dem Besitzer von unserem Homestay davon und er kannte jemanden, der wohl Roller kaufen würde. Er kommt morgen vorbei.

Am nächsten Tag fuhren wir zum Naturschutzgebiet Tráng An. Hier stehen viele Karstberge und um sie herum schlingt sich ein System aus Wasserwegen. Man kann sich in einem Boot durch die Gegend schippern lassen und sogar durch Höhlen hindurch fahren!

Mit uns im Boot saß noch ein deutsches Paar auf Weltreise. So schipperten wir herum, paddelten manchmal mit und genossen die Sonne, die sich endlich mal wieder blicken ließ.

Wir wurden auch an ein paar Tempeln raus gelassen. Aber mittlerweile haben wir wirklich genug Tempel gesehen! Spannend war die Dot Höhle, die 1 km lang ist und unter einem Berg hindurchführt. Sie ist so niedrig, dass wir immer wieder die Köpfe einziehen müssen! 

Dot Höhle
Geduckt durch 


Zurück in unserem Homestay war der Mann da, der eventuell unsere Roller kaufen möchte. Der Besitzer des Homestays, sein Vater und der Mann inspizierten die Roller. Interessanterweise wollten sie keine Probefahrt machen! Sie ließen nur den Motor ordentlich ausheulen. Eigentlich gut für uns, so sahen sie nicht, dass die Tachos kaputt sind. Zum Glück sprang meiner auch recht zügig an. In den letzten Tagen hat er immer länger gebraucht um richtig zu starten. Was noch kaputt ist? Ivar's Tankanzeige, Ivar's Vorderlicht, meine Hinterbremse ist langsam durch und scheinbar meine Zündkerze (als mein Roller mal wieder im Regen ausgegangen ist, hat Ivar eine Plastiktüte um die Zündkerze gewickelt. Das brachte erstmal was. Zum Glück habe ich vorher die Tüte mich entfernt!). Sie sind also schon etwas durchgerockt. Natürlich hätten wir das alles noch reparieren lassen können, aber ob wir dann ein besseren Preis bekommen hätten, ist fraglich. 

Am 03.02. machte Ivar mit seinem Roller eine Abschiedstour. Plötzlich wird er ganz schön sentimental! Ich blieb im Bett wegen Magen-Darm. Es regnete sowieso leicht. Abends gingen wir noch was essen. Dann übergaben wir die Roller an den neuen Besitzer, dem Besitzer des Homestays! 

Bye Bye, Roller!

Am 04.02. fuhren wir mit dem Bus nach Cat Ba, einer Insel vor Vietnam. Hier gibt es die berühmte Ha Long Bucht, in der auch schon mal ein James Bond gedreht wurde!

Nach unserer Ankunft machten wir ein Nickerchen. Abends aßen wir was und trafen Markus! Ihn haben wir in Tuy Hoa getroffen, zusammen mit Achim. Wir quatschten etwas und irgendwann verabschiedete sich Michael. 

Wir gingen noch etwas am Hafen entlang und dann auch bald zurück in unsere Unterkunft. 

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