Veröffentlicht: 05.11.2025

























































































































Es ist uns nicht gelungen, das Visum für Kambodscha zu verlängern. Eine Verlängerung stellt an sich kein Problem dar. Der Reisepass muss zur Einwanderungsbehörde nach Phnom Penh geschickt werden, am besten macht man das über einen Agenten, z. B. ein Reisebüro. Zwei bis drei Tage später kommt der Pass mit dem neuen Visum aus der Hauptstadt zurück. Da zum Ende der Regenzeit, dieses Jahr vom 4. bis 6. November, in ganz Kambodscha das Wasserfest begangen wird, geht in dieser Woche aber gar nichts.
Unser Visum endet am 8. November, unsere Pässe hätten wir frühestens am 10. oder gar erst am 15. November aus Phnom Penh zurückerwarten dürfen. Uns ist es zu ungewiss, uns möglicherweise über mehrere Tage ohne gültiges Visum in Kambodscha aufzuhalten. Stattdessen buchen wir kurzentschlossen für den 8. November ein Flugticket von Siem Reap nach Saigon. Wenn uns danach sein sollte, können wir jederzeit zurückkommen, denn bei der Einreise nach Kamboscha wird das Visum am Flughafen anstandslos für 30 Tage ausgestellt.
Wir nutzen die zweite Woche in Siem Reap, sämtliche Tempelanlagen rund um den Angkor Wat zu besuchen. Touristen benötigen eine Eintrittskarte. Da wir uns gleich zu Beginn ein Ticket für 7 Eintritte gegönnt haben (der Eintritt an 7 Tagen kostet kaum mehr als das 3-Tage-Ticket, 72 statt 62 US-Dollar), nutzen wir dieses vollends aus: Phnom Bakreng, Preah Kanh, Neak Poan, Ta Som, Pre Rup, Banteay Kdei und Kravan lauten die Namen. Auch den Angkor Wat selbst besuchen zwei weitere Male: einmal um die Zeit des Sonnenuntergangs und ein letztes Mal während des Wasserfests, wenn halb Siem Reap dorthin zu pilgern scheint.
Die Bilder unserer Rundreise um den Angkor Wat gebe ich in diesem Beitrag chronologisch wieder. Besonders beeindruckend ist der östliche Baray, ein künstlich angelegtes Wasserreservoir von 4 Quadratkilometern. Die Bilder der Tempel weiß ich schon jetzt nicht mehr zuzuordnen, ohne den Lageplan zu Rate zu ziehen. Jede Anlage hat ihren eigenen Reiz: mal endlos weite, schnurgerade Gänge, an deren fernem Ende das Tageslicht scheint, mal hoch und steil, nur mit Hilfstreppen zu erklimmen. Angesichts der Fülle der unterschiedlichen Eindrücke kann ich kaum entscheiden, was ich weglasse. Ich hoffe, die Fülle erschlägt nicht. Wenn ihr Lust habt, lasst die Bilder auf euch wirken. Siem Reap und Angkor waren zwei Wochen allemal wert.
