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2. Aufenthalt in Chiang Mai und Fahrt nach Bangkok

Am Tag danach sind wir mit dem Bus wieder nach Chiang Mai gefahren. Die Fahrt war unspektakulär und gegen Mittag waren wir bereits dort. Wir haben ein paar Freunde wieder getroffen und haben mit ihnen den Rest des Tages und den Tag danach verbracht.

Am Montag, 16.03.2020 haben wir uns nach dem Frühstück einen Scooter ausgeliehen und sind in den 20 km entfernten Wasserpark gefahren. Das 16 Hektar große Arenal ist künstlich entstanden und hat teilweise eine Wassertiefe von bis zu 40 Meter. Es ist in 3 Teile aufgeteilt, in einem kann man lediglich schwimmen, ein anderer ist aufgrund von seinen hohen Klippen bekannt und im dritten befindet sich der Wasserpark. Letzteren haben wir letztendlich besucht und ich habe mich gefreut wie ein kleines Kind. Dies war im Endeffekt auch der Grund, warum wir nochmal nach Chiang Mai sind. Im August 2016 eröffnete er und hat neben einem riesen Luftkissen-Parkur mit zahlreichen Rutsch- und Klettermöglichkeiten, einen Sprungturm, eine Ziplining-Bahn und Kanu-Fahrten zu bieten. 

Nachdem wir unsere Sachen im Schließfach eingeschlossen haben ging es auf den Parkur - natürlich mit Schwimmweste, diese ist Pflicht. Von der Plattform aus geht es entweder nach rechts oder links, wir haben uns zunächst für die linke Seite entschieden. Um auf die einzelnen Elemente zu gelangen muss man entweder klettern, robben oder eben auch mal springen. Von uns allen war dies das erste mal, sodass wir aufgrund fehlendem Gleichgewicht und fehlender Technik sehr schnell im Wasser waren. Unklug war es natürlich auch, sich direkt zuvor mit Sonnencreme einzucremen, sowohl die Hände als auch der Rest des Körpers war dann natürlich extrem rutschig. Wir alle waren schneller als gedacht außer Puste und mussten uns zwischendrin ausruhen, auch wenn wir immer mal wieder im Wasser waren, war die Außentemperatur mit 35 Grad und praller Sonne nämlich nicht zu unterschätzen. 

Der schwierigste Teil war aus dem Wasser wieder auf die Elemente zu kommen. Fehlende Leitern oder gerissene Griffe und noch dazu sich bewegende Elemente haben das alles schwieriger gestaltet als gedacht. Zu unserem Glück waren unzählige Thailänder auf dem Areal unterwegs, die für die Sicherheit aller Besucher zuständig waren. Da wir bereits morgens dort waren, waren es mehr Thailänder als Besucher, sodass fast jeder von uns einen persönlichen thailändischen Helfer hatte - zumindest die Mädels. Sie haben uns aus dem Wasser hoch gezogen und uns vorgemacht, wie man am besten die Hindernisse überwindet. Bei denen sah das natürlich sehr einfach aus (die machen das ja auch schließlich jeden Tag und werden dafür auch noch bezahlt), und wir scheiterten natürlich trotzdem, aber wir alle hatten den Spaß unseres Lebens. 

Nachdem wir die links Seite fertig "beklettert" hatten, haben wir eine Pause gemacht, uns in den Schatten gesetzt und erstmal viel Wasser getrunken. Als uns aufgefallen ist, dass gerade mal eine Stunde vergangen war und wir alle unsere Muskeln schon gespürt haben, mussten wir mal kurz lachen ;)

Natürlich haben wir uns nach der Pause noch an die rechte Seite getraut und danach beide Seiten ein zweites Mal beturnt. Mit diversen Schürfwunden, blauen Flecken, bereits Muskelkater und leicht gerötet aber höchst zufrieden wie ein Kind, das gerade aus dem Spieleparadies abgeholt wird, haben wir dort geduscht und sind anschließend wieder zum Hostel zurück gefahren.

Am selben Abend wurden die Engländerin und ich noch abgeholt, uns stand noch eine längere Reise bevor. Um 20.00 Uhr saßen wir in einem Reisebus, der uns über Nacht in die Hauptstadt von Thailand gebracht hat: nach Bangkok. Mein letzter sleeping Bus war in Kambodscha und der war extrem bequem und erholsam, was ich von diesem Bus leider nicht behaupten konnte. Die Rückenlehnen konnte man zwar sehr weit nach hinten verstellen und es gab auch etwas für die Füße, wirklich schlafen konnte ich jedoch leider nicht. Um 06.30 Uhr morgens sind wir angekommen.

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