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34. Stop Chiang Rai, Thailand

Am Freitag, 13.03.2020 haben wir uns einen Scooter gemietet und sind zu unserem ersten Stop für diesen Tag gefahren: der weiße Tempel oder auch "Wat Rong Khun" genannt. Noch nie habe ich so einen Tempel gesehen und vergleichbar mit einem anderen in Asien ist er auch nicht, denn normalerweise gilt weiß im Buddhismus als Trauerfarbe, hier aber wird sie gezielt verwendet, um Buddhas Reinheit und Weisheit zu symbolisieren. Überall sind kleine Spiegelblättchen angebracht, die die ganze Anlage zum Funkeln bringen und tatsächlich wie ein kleines Märchenschloss wirken lassen.

Seit dem Jahr 1996 wird die Tempelanlage von einem thailändischen Künstler erbaut, der dies aus eigenen Mitteln und Spenden finanziert. Aktuell sind erst ungefähr 20 Prozent der geplanten Anlage gebaut. Der Besuch hier erfolgt ohne Tourguide, die Laufwege sind aber ganz klar festgelegt. Zunächst geht es über eine Brücke, die den Zyklus des Lebens und der Wiedergeburt darstellt. Links und rechts von der Brücke strecken Hände und Totenköpfe aus Hölle hervor. Im dahinter gelegenen Hauptgebäude "Ubosot" befindet sich die Versammlungshalle der Mönche. Hier ist alles ganz anders, die Wände sind bunt bemalt und weisen Zeichnungen von George Bush, Michael Jackson und sogar Osama Bin Laden auf. 

Der Rest der Anlage ist zwar genauso spektakulär, sodass man aus dem Staunen nicht mehr heraus kam, hat aber keine weitere Bedeutung. 

Ein kleines Highlight gab es noch: ein großes Toilettenhaus aus Gold.


Als nächstes stand er große Buddha von Chiang Rai auf dem Programm, auch "Wat Huay Pla Kung" genannt. Als das ist die Statue zwar bekannt, ist in Wirklichkeit aber gar kein Buddha. Die Göttin ist eine Guanyin, die Menschen auf ihrem Weg zum Nirvana unterstützt. Im Inneren sind wir mit einem Aufzug nach oben gefahren, von oben hatten wir einen gigantischen Ausblick. Durch die Augen der Statue konnte man hindurch blicken und dadurch genau sehen, dass sie alles drum herum im Blick hat und genau beobachtet. Um den Fahrstuhl herum war alles ähnlich wie beim weißen Tempel: alles in weiß gehalten und verziert mit Spiegelblättchen.

Der "Baan Dam" ist als schwarzer Tempel bekannt und kann als Gegenstück vom weißen Tempel gesehen werden. Hat man den schwarzen Tempel allerdings besucht weiß man, dass es sich hierbei um ein außergewöhnliches Museum handelt, dass sich mit dem Tod beschäftigt und entsprechend eine ungewöhnliche Ansammlung von Gegenständen hat. Die Anlage ist sehr groß, weswegen wir uns hier lange aufgehalten haben. Im Endeffekt muss ich aber sagen, dass die Ausstellungsstücke mich negativ gestimmt haben und der weiße Tempel ein wenig in den Schatten gestellt wurde. 

Wie der Name schon sagt waren alle einzelnen Räume schwarz und im Inneren sehr dunkel gehalten. Die "Einrichtung" bestand zum größten Teil aus toten Tieren - oder Teilen davon: Felle, Tierhäute, Hörner und Knochen. Anstatt einer Tischdecke wurde der Tisch mit der Haut einer 5 Meter langen Python verziert oder Krokodilhaut. Andere Gebäude hatten ausgestopften Tiere oder schwarz rote Gemälde, die Kämpfe verschiedener Tiere zeigten.

Der nächste Tempel und damit auch der letzte für diesen Tag hat die Stimmung wieder etwas gehoben, dieser war ganz in blau gehalten und trägt entsprechend den Namen "blauer Tempel". Eine besondere Geschichte steht nicht dahinter - für die Thailänder ist es ein ganz normaler Tempel, aber eben in blau. Um ins Innere zu treten muss man bekanntlicherweise wieder die Schuhe ausziehen. Innendrin überwiegen die Farben blau und gold, die Wand- und Deckenmalereien sind atemberaubend und sehr detailreich.

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