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Schwäbische-Alb-Nordrandweg

Veröffentlicht: 16.08.2026

Attraktion
Lemberg
Schwäbische Alb, Deutschland
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Nebelhöhle
bei Bad Urach, Deutschland
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Burg Teck
Schwäbische Alb, Deutschland
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Lichtenstein, Deutschland
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Bad Urach, Deutschland
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Schwäbische Alb, Deutschland
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Burg Teck Aussichtspunkt
Schwäbische Alb, Deutschland
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Volkmarsberg Turm
Volkmarsberg, Deutschland
Spaziergang
Gingen an der Fils → … → Bopfingen
Schwäbische-Alb-Nordrandweg
Unterkunft
Frei­camping · Schwäbische Alb
Attraktion
Schwäbische Alb Nordrandweg
Schwäbische Alb, Deutschland


Seit zwei Wochen folge ich nun dem HW1, dem Schwäbische-Alb-Nordrandweg, einem der ältesten Weitwanderwege Deutschlands: immer am Trauf, der nördlichen Steilstufe der Schwäbischen Alb entlang.

Lange überlegte ich hin und her, welche Wege ich in Deutschland von Süd nach Nord wählen solle. Der klassische Europäische Weitwanderweg E1, verläuft mir zu weit westlich und geht z.B. durch Großstädte wie Darmstadt und Frankfurt am Main. Eine Aneinanderreihung von Jakobswegen z.B. ergäbe eine Süd-Nord-Verbindung grob gesprochen entlang der A7-Trasse, welche unbestritten die kürzeste Nordsüd-Strecke durch Deutschland darstellt. Da ich aber keine Eile habe, entschied ich mich, landschaftlich reizvolle Weitwanderwege aneinander zu reihen, auch wenn ich dann nicht gerade zielstrebig durch Deutschland nördlich gelange. Also wanderte ich zunächst auf ruhig-einsamem Landsträßchen unter alten Lindenbäumen und irgendwann mit schönem Blick auf das Städtchen Tuttlingen unter mir im Donautal: hoher Kirchturm, rote Ziegeldächer, große Fabrik- und Bürogebäude auch: in Tuttlingen ist im wesentlichen Medizintechnik zuhause. Die Stadtkirche ist leider verschlossen, auf dem Markt bekomme ich einen leckeren Apfel geschenkt und ansonsten komme ich mir weniger wie in einer süddeutschen Kleinstadt als eher wie in einem muslimischen Land vor, sowohl von den Menschen auf der Straße als auch von den Beschriftungen der Geschäfte und Restaurants her. Über die noch recht schmale, "junge" Donau gelange ich dann auf den HW1. Eben schlägt es wohltönend 12 Uhr von allen Kirchen Tuttlingens herauf, als ich über der Stadt am "Hungerkreuz" ankomme und zurücksehe...

Die Schäbische Alb (Kalkstein aus Muscheln und Korallen des Jurameeres) zieht sich rund 200 km durch Süddeutschland; der Wanderweg (von Tuttlingen nach Donauwörth) ist natürlich einiges länger, da die Traufkante keine gerade Linie bildet, sich vielmehr windet und durch Taleinschnitte bedingt auch ein ständiges Auf- und Ab verlangt. Zu Beginn meines Weges hat die Alb oft noch wirklich "alpinen Charakter" mit felsig-steilen, ausgesetzten Pfaden und Gipfeln mit gut 1000 m Höhe. Inzwischen sind die Gipfel "nur noch" um die 750 m hoch, die Auf- und Abstiege sind allerdings ähnlich, ob nun die Gipfel auf 1000 m und die dazwischen liegenden Orte auf ca. 650 m Höhe sind, oder das Tal sich um die 300 m befindet und die Höhen um 750 m...

Immer wieder erstaunt mich, dass es möglich ist, im dicht besiedelten (Süd)deutschland über viele Kilometer und halbe Tage in tiefer Stille und Einsamkeit auf schmalen Wegen durch (meist Buchen)wald zu wandern! Einige dieser Wegabschnitte kenne ich tatsächlich bereits, nie aber bewanderte ich bislang den HW1 in seiner ganzen Länge. Natürlich sind es nicht einfach allein Waldwege und  -Pfade, dazu kommen alle Landschaftsformen, die Karstgebiete auszeichnen: Felsabbrüche und Steilkanten, Höhlen, Löcher und Spalten sowie Dolinen. Nach wie vor wandert die Traufkante zurück, gibt es Abbrüche oder Rutschungen wie 1983 den großen Mössinger Bergrutsch - inzwischen ist die damals entstandene Schutthalde weitgehend begrünt und bewachsen. Da es sich hier um altbesiedelte Kulturlandschaft handelt, führt einen der Weg außerdem an zahlreichen Burgen und Ruinen vorüber, auch an noch älteren Spuren aus römischer und keltischer Zeit, sowie Höhlen, in welchen über 30.000 Jahre alte Siedlungsspuren gefunden wurden. 

Da es inzwischen seit rund zwei Monaten nicht mehr richtig regnete, zudem sehr heiß war und ist, sehen viele Bereiche der Albhochfläche, ohnehin immer eher trocken (da Karstgebirge das Wasser nicht halten), herbstlich bzw. "afrikanisch" aus: Das Gras golden-vertrocknet, die Buchen bereits bunt bzw. braun, die Blätter wirken teilweise wie verbrannt, Immergrün, Strauchwerk und junge Bäume lassen die Blätter hängen und die Brombeeren (sonst im August entlang von Waldrändern beliebtes Essen-im-Vorbeiwandern) hart-verdorrt und meist ungenießbar. Ein "Einheimischer", der mir von einem der unzähligen Aussichtspunkte entlang der Traufkantenwege die Aussicht erklärt, berichtet, diesen Sommer hieße die Albgegend "bei allen" "Schwäbisch-Saharia"... Oft frage ich mich, was die Schafe und Ziegen hier überhaupt noch zu fressen finden?

Hin und wieder brauen sich dann Hitzegewitter zusammen. Es regnet zwar nur sehr örtlich begrenzt wirklich mal, aber oft weiß ich natürlich nicht, ob ich trocken bleiben werde. Dunkle Wolken, Grollen ferner und näher und heftig aufkommender Wind - dann tanzen trockene Blätter durch die Luft, dass ich mir vorkomme, als müsse ich nur den Rock aufhalten, um ihn mir wie im Sterntaler-Märchen füllen zu lassen... Einige Male werde ich auch nass, es regnet aber nie lange. Einmal suche ich Schutz auf einem Jägeransitz, das Dach erweist sich allerdings als undicht und zu den offenen Seiten regnet es auch herein - anschließend sind Wurzeln und Steine auf steilem Waldpfad gefährlich rutschig. Just an diesem Abend komme ich glücklicherweise am Nagurfreundehaus Boßler vorüber, dort ist geöffnet (ein Kinderferienlager verbreitet Stimmung und Leben) und ich bleibe spontan: mich und meine Kleidung waschen, trocken schlafen und nach dem Regen den weiten Blick ins Land auf die drei " Kaiserberge" Hohenstaufen, Rechberg und Stuifen genießen...

Schlafplätze finde ich problemlos: Viele Schutzhütten und Unterstände reihen sich am HW1, oft auch an Grillplätzen, an welchen aber das Feuermachen überall aufgrund der Trockenheit und Waldbrandgefahr strengstens verboten ist. (Eines Morgens treffe ich zwei "offizielle" Arbeiter an, die gerade an einer der Grillstellen das Verbotsschild und die Absperrung erneuern - und selbst beide dabei ordentlich rauchen...) Außerdem schlafe ich natürlich bei dem weitgehend trockenen Wetter auch einfach so unter freiem Himmel mit Blick in wunderbaren Sternenhimmel. Unlängst sah ich die schönste, hellste, größte... Sternschnuppe, die ich bisher je erblicken durfte. Eine Nacht habe ich ein "Himmelbett" mitten im Wald in einem Anhänger, der unweit einer Forsthütte steht: ebene, trockene Liegefläche, niedere "Schutzwände" um mein Bett, über mir Baumkronen und Sternenhimmel; in der Früh sehe ich lange zu, wie erst die äußersten, höchsten Wipfel und Blätter sich hellgold färben im ersten Sonnenlicht, welches nach und nach in den umgebenden Wald "hineinsickert". Ich gehe mit beginnender Dunkelheit schlafen und stehe oft noch vor Sonnenaufgang wieder auf, so bemerkt mich kaum mal jemand. Manch schönen Sonnenuntergang genieße ich von erhöhtem Aussichtsbänkle aus. In den ersten Tagen zwar oft durch viele Wolken halb verdeckt, darum aber nicht weniger farbenprächtig. Hat es kurz gewittert, dampfen die Nebel, nach und nach leuchten die vielen Lichter in der Ebene oder im Tal auf. Unterhalb des Albtraufs schmiegen sich die Ortschaften in die Taleinschnitte bzw breiten sich die Städte, Siedlungsgebiete, Industriegebiet und Straßen in der Ebene aus. Eine Nacht schlafe ich oben auf dem Raichbergturm: zum Sonnenuntergang kommt noch ein junger Mann hinauf, fotografiert und filmt. Farbintensiv versinkt die Sonne hinterm Wald. Die spitzen Türme der Burg Hohenzollern verstecken sich zwischen den Wipfeln der Fichten - ich entdecke sie aus dieser ungewohnten Perspektive erst nach einiger Zeit. Zwei Tage zuvor tauchte die Silhouette der Hohenzollern Burg wie ein gezacktes Krönlein erstmals in weiter Ferne auf. Dann sah ich die Burg auf ihrem markanten "Zeugenberg" wieder und wieder, immer näher und dann wieder ferner, aus den verschiedensten Perspektiven. 

Da es August ist, also Balz- und Brutzeiten vorüber, außerdem auch den Vögeln Hitze und Trockenheit zu schaffen machen (so erklärt es mir jedenfalls ein befreundeter Ornithologe auf Nachfrage hin), ist es ungewöhnlich still im Wald, selbst in der Früh- und Abenddämmerung ist kaum einmal ein Vogel zu hören - höchstens mittags einmal der einsame Schrei eines Raubvogels. So gehe ich oft stundenlang in tiefer Stille und gänzlicher Einsamkeit durch lichten Laubwald. Auf den breiteren Wegen begegnen mir Radfahrer, sonst gibt es größere Menschenansammlungen lediglich dort, wo Parkplätze und besondere Attraktionen zusammentreffen - etwa am Schloss Lichtenstein oder bei der Burg Hohenstaufen. Begegnungen habe ich gerade auf den einsamen Wegen trotzdem: des Nachts kommt einmal eine dicke Kröte bis an die Isomatte, höre ich einen Fuchs (oder Rehbock?) bellen, wen-auch-immer im Laub  rascheln... frühmorgens "fange" ich viele Spinnweben ein, die nachts über die schmalen Durchgänge gewoben wurden, tags treffe ich Rehe, Hasen, Schmetterlinge und Libellen, Minifröschle (wo die noch Feuchtigkeit finden?) und vor allem unzählige besondere Baumwesenheiten. Oftmals scheint es mir ganz unbegreiflich, wie solch wahrhaft mächtige Bäume auf diesem kargen, felsigen Untergrund, der noch dazu kein Wasser hält, gedeihen können?! Ist ein Baum umgefallen und entwurzelt, ist zu sehen, wie die Wurzeln unzählige helle Steine festhalten, dazwischen kaum Erde. Oder die gesamte Felskante wird scheinbar nur durch Baumwurzeln gehalten. Hin und wieder gehe ich - mit leicht ungutem Gefühl - auf "überhängendem" Weg: seitlich zurückgeschaut, ist der Weg bereits unterhöhlt. Auf manchem exponierten Felsen wird mir doch leicht mulmig, wenn ich an die Kante trete und hinuntersehe. Es gibt Plätze, an denen bunte Gleitschirmflieger sich über die Kante hinaustragen lassen, dann langsam, wie große leuchtende Vögel ins Tal gleitend.

Viele nette Begegnungen ergeben sich daraus, dass ich oft um Wasser bitten muss. Auf der Albhochfläche gibt es keines und in den meist kleineren Ortschaften, durch die der Wanderweg führt, sind oftmals keine Läden, Bäckereien oder Restaurants mehr vorhanden bzw. machen viele erstaunlicherweise gerade jetzt im August / September Betriebsferien! So bekomme ich Wasser von vielen hilfreichen Menschen entlang meines Weges; und hin und wieder sogar eine Tasse Kaffee... ...so komme ich eines Morgens an einem Segelflugplatz vorüber, wo eben unter einem Sonnensegel vor einem Vereinsheim der Tisch für mehr als 20 Leute mit lauter bunten Tassen gedeckt wird. Ich rufe den beiden jungen Männern lachend vom Weg aus zu "wo für so viele Tassen Kaffee gekocht wird, gibt es doch vielleicht auch ein Tässle für eine Wanderin, oder?!" "aber sicher!" kommt es lachend zurück, "kommen Sie ruhig her, wir haben Kaffee genug!" Ein andermal trinke ich mit einer wildfremden Frau, die ich bei der Gartenarbeit übern Zaun ansprach, auf ihrer angenehm schattigen Terrasse Kaffee, wir essen Kekse dazu und unterhalten uns lange und angeregt. Ich liebe diese unplanbaren Überraschungen am Wegesrand! Ebenso kommt es vor, dass ich gerade zur rechten Zeit an einem kleinen Hofladen z.B. vorbeigewandert komme, so z.B. beim Gestüt St. Johann (gehört zum berühmten Marbacher Gestüt), wo ein älteres Paar einen kleinen Hofladen und Cafe betreibt, geöffnet ausschließlich Sa. Nachmittags und Sonntags für einige Stunden - ich komme Samstag Nachmittags vorbei und genieße köstlichen Kaffee und selbstgebackenen Kuchen, sowie ein längeres angeregtes Gespräch mit den beiden Betreibern. Selbstverständlich ist es allerdings meist so, dass ich eben gerade nicht zur Öffnungszeit da bin, das gilt nicht nur für Hofläden und Restaurants, sondern auch für Kirchen oder Aussichtstürme (wie dem schmalen weißen Turm der Burg Teck oder demjenigen auf dem Volkmarsberg, von wo aus ohne Turm durch die Bewaldung rings um den Gipfel keine Aussicht möglich ist...) Gleich in den ersten Tagen bin ich auf der höchsten Höhe der Schwäbischen Alb, dem Lemberg (1020 m) + 30 m Turm. Von hier aus kann man an klaren Tagen wohl bis zum Mont Blanc sehen - bei rund 300 km Entfernung wäre das "Deutschlands größte Fernsicht". Zu dieser Jahreszeit sehe ich allerdings von nirgendwo aus die Alpen oder auch nur den Stuttgarter Fernsehturm; selbst die Höhen des Schwarzwaldes sind nur verschwommen in diesiger Ferne zu sehen. 

Meist wird der HW1 eher von Donauwörth nach Tuttlingen begangen. So treffe ich insgesamt zweimal auf ein Paar, die mir entgegen kommen, ebenfalls mit größeren Rucksäcken. Jedesmal sagen sie, ich sei die einzige HW1-Wanderin, auf die sie trafen, also sind wohl bei der augenblicklichen Hitze kaum Wanderer auf diesem Weg, der neben einsamer Natur auch durch geschichtsträchtige Fachwerkorte wie Owen, Weißenstein oder Bad Urach führt. Der zugehörige bekannte Wasserfall ist zur Zeit allerdings kaum ein Rinnsal und verdient die Bezeichnung Wasserfall nicht. Für ein sehr erfrischendes Fußbad reicht es aber doch. Bei der Nebelhöhle steige ich dann auch tief unter die Erde: mehr als 140 Stufen führen hinab und über einen halben Kilometer weit können die Besucher durch eine Märchenwelt aus Stalaktiten und Stalagmiten wandern - da gerade dort niemand außer mir ist, kann ich im Höhlenraum am Ende des erschlossenen Bereichs sogar singen: die Akustik ist erstaunlich gut!

Auf der Hohen Warte (821 m) gibt einen weißen Turm, welcher als Ehrenmal für die 1500 im ersten Weltkrieg gefallenen Mitglieder des Schwäbischen Albvereins (SAV) errichtet wurde. Gestern war ein großer Stein am Wegesrand einem Oberförster von und zu Fürst (1855-19??) gewidmet, "Mitbegründer unserer Wanderwege und des SAV"). An der Burg Teck prangen überm Eingangsportal vier Wappen: drei der Fürstengeschlechter von Zähringen, Teck und Württemberg, welche im Laufe der Jahrhunderte hier lebten und dann 1954 SAV... In Weißenstein und in Lauterburg stehen über hundert Jahre alte bunt mit Wappen und ähnlichem verzierte Wegweiser des HW1. Immer wieder erinnern mich solche Hinweise am Wege, dass das Wanderwegenetz, welches unser Land durchzieht, und das uns vor allem hier im Süden so alt vertraut erscheint, als gehöre es einfach in die Landschaft, noch nicht so sehr alt ist und dass alles von vielen Menschen meist ehrenamtlich angelegt, erhalten und gepflegt wird. Der SAV wurde 1888 gegründet und ist bis heute der größte deutsche und europäische Wanderverein. Er hat eine größere Spende verdient, finde ich, und nehme mir das fest vor. Der HW1 ist durchgehend sehr gut und zuverlässig mit rotem Dreieck markiert.

Vor einigen Tagen konnte ich am Bahnhof in Gingen an der Fils meinen geliebten Wanderkameraden in Empfang nehmen - wie bei der Deutschen Bahn schon gewohnt mit ordentlicher Verspätung... Er begleitet mich nun ungefähr drei Wochen, was wunderschön ist, aber auch eine ganz schöne Umstellung bedeutet nach den vielen Monaten und inzwischen über 3200 Kilometern alleine. Zunächst einmal werden die täglichen Wegstrecken kürzer, denn es wäre zu viel verlangt, bei dieser Hitze uneingelaufen gleich mal mit täglich 25-30 km zu beginnen. Außerdem brachte der Gute tatsächlich einen viel zu dünnen Schlafsack mit, denn erfreulicherweise kühlt es Nachts doch auf manchen Höhen etwas ab (vor allem schliefen wir gleich am ersten Abend in der Nähe einer Windkrafttestanlage - also einer windigen Ecke. So gehörte nun vor drei Tagen von Heubach aus ein Ausflug mit dem Bus in die schöne Stauferstadt Schwäbisch Gmünd dazu, um Wärmendes einzukaufen... Letzte Nacht fanden wir Unterschlupf in einem Waldkindergarten, dessen nettes Holzhäusle extra auch Wanderern zur Verfügung steht... Inzwischen sind wir in Bopfingen angekommen und planen, ab Harburg (Schwaben) auf dem Frankenweg weiter zu wandern. Ebereschen und Hagebutten färben sich bereits rot, Schlehen blau, Holunder schwarz und die erste zartrosa Herbstzeitlose sah ich auch bereits: "bald ist der Sommer vorbei"...

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