auf den Frankenweg: Naturpark Altmühltal und Nürnberger Land
In den vergangenen zehn Tagen war und ist das Wetter nun wechselhaft und meist deutlich kühler. Da es am 15. August mit über 35°C noch sehr heiß war tags zum Wandern und Georg...

Veröffentlicht: 07.09.2026




















Inzwischen ist es September - während ich am Waldrand sitze mit Blick auf Kulmbach und die darüber auf ihrem Waldberg thronende, mächtige Plassenburg, habe ich bereits alles angezogen, was ich im Rucksack trage, und fröstele trotzdem. So wird es nun zunehmend herbstlicher von Tag zu Tag. In den Wäldern gehe ich auf braunem Laubteppich; es windet viel und stürmt zwischendurch. Seit sechs Tagen wandere ich wieder alleine - durch die unglaubliche Landschaft der Fränkischen Schweiz.
Diese "faszinierende Naturlandschaft im Herzen Frankens" ist wirklich mehr als eine "Durchwanderung" wert: Ich werde wiederkommen! Bizarre Dolomitfelsen an bzw. über steil abfallenden Flusstälern wie der Wiesent oder Püttlach und Trubach (viele ehemalige Mühlen); Höhlen (wie die Tefelshöhle bei Pottenstein oder die Binghöhle bei Streitberg, oder die Oswaldhöhle, durch die der Wanderweg hindurchführt!), Klüfte und Löcher, dann wieder liebliche, weite Ausblicke und kleine Orte unter verrückten Felsnadeln und im Schatten alter Burgen und Schlösser. Darunter auch Wallfahrtsorte mit großen Basiliken wie Gößweinstein oder Vierzehnheiligen. Früh morgens erklimme ich z.B. den Staffelstein - einen besonderen hohen Felsenberg und stehe dort oben alleine im Wind und frühen Licht, blicke hinab weit ins Maintal und verstehe, dass ich nun den Blick aus Viktor von Scheffels berühmten "Lied der Franken" vor mir habe: " Zum heilgen Veit von Staffelstein bin ich emporgestiegen und seh die Lande um den Main zu meinen Füßen liegen:VonBamberg bis zum Grabfeldgau umrahmen Berg und Hügel die breite, stromdurchglänzte Au - ich wollt, mir wüchsen Flügel!" Ein Denkmal für diesen "romantischen Dichter" steht in Gößweinstein. Und während ich noch summe "ich wollt mir wüchsen Flügel" wirft sich vom Nachbarfelsen ein Falke in die Luft, schraubt sich ohne Flügelschlag empor und schwebt scheinbar schwerelos dahin - wenn ich doch auch einfach nur die Arme ausbreiten und abspringen könnte!... Später kommen dann scharenweise die Ausflügler heraufgezogen und bevölkern den Biergarten bei der kleinen, einer heiligen Adelgundis geweihten Kirche. In der ehemalligen Eremitenklause des "heilgen Veit von Staffelstein" wird heute eine Wirtschaft betrieben, die zumindest am Wochenende offensichtlich gut besucht ist. Um so schöner, dass ich so früh hier war, dass ich das einsam-windige-besondere des Ortes, auf dem auch die Kelten schon siedelten, erleben konnte und nun das fröhliche Gesumm vieler Menschen, ehe ich nach längerer Pause weiterziehe.
Insgesamt bleibt es so: von wenigen Orten abgesehen, bin ich meist alleine unterwegs. Am Sonntag morgen stehe ich auf der Burgruine Niesten in all der morgenfrühen Schönheit - wie heißt es in Eichendorffs Erzählung "Taugenichts": "Der Morgen, das ist meine Freude, da steig ich in stiller Stund auf den höchsten Berg in der Weite: Grüß dich, Deutschland, aus Herzensgrund! Wo rings meine Augen auch schweifen, liegt Schönheit in weitem Kranz: Schauet auf und lernt sie begreifen, wachet auf, grüßt den Morgenglanz! Die früheste Stunde am Morgen ist größer als Lust und Schmerz; werft von euch Kummer und Sorgen, schenkt dem Tage ein fröhlich Herz!" - ich sehe auf die Häuser unter mir, noch im Schatten, und frage mich, weshalb sonst niemand hier oben im Licht der Morgensonne steht, um "ein fröhlich Herz" mitnehmen zu können?! So viel Schönheit, so viel Ruhe im Wald, so viel geheimnisvolle Licht- und Schattenspiele immer wieder, dieses Gefühl, wenn eine Rehmutter einen aufmerksam ansieht mit diesen übergroßen Augen und Ohren, ihr Junges hinter sich, dich ebenso arglos musternd, bis sie dann irgendwann doch beschließen, dich für gefährlich zu halten und davon springen... all dies und noch so vieles! Und so oft scheint mir, ich sei die einzige, die es wahrnimmt, sich davon beschenken lässt, die Wege dankbar geht... Immer wieder allerdings darf ich auch Menschen durch dieses Leben inspirieren und erfreuen: Eine Frau lädt mich zum Kaffee ein und meint, als ich mich herzlich bedanke, nicht ich, sie hätte zu danken: überraschend Besuch zum Frühstück und dazu noch ein gutes Gespräch wünschte sie sich häufiger! Oder gestern ruft mich von einer Bank her unvermittelt eine Frau an, als ich vorbeiwandere: "Schlafen Sie draußen?" "Ja, schon", sage ich, stehenbleibend, etwas verwundert. "Mein Mann sagte eben: da kommt eine richtige Hexe. Ich meinte darauf: wetten, die schläft sogar draußen?!" erklärt sie nun lachend... Immer wieder muss ich dann sehen, dass ich auch wieder weiterkomme, die Gespräche sich nicht zu sehr ausdehnen; viele fühlen sich bestärkt im eigenen Gefühl, einmal das "normale Leben" unterbrechen und etwas tun zu wollen wie, tja eben, wie einen Rucksack nehmen und "einfach" auf unbestimmte Zeit loszuwandern z.B., erleben, wie wenig man eigentlich benötigt und wie unglaublich köstlich z.B. eine heiße Dusche sein kann, wenn man sie nicht jederzeit zur Verfügung hat, sondern an einem kleinen Wohnmobilstellplatz vorbeikommt und sieht, dass es da bei den Toiletten auch eine Dusche gibt: 1,-€ für 5 Minuten heißes Wasser. Spontan dusche ich und wasche Haare, Strümpfe und Unterwäsche: 5 Minuten sind völlig ausreichend, den zurechtgelegten 2. Euro stecke ich wieder ein und ziehe sauber und zufrieden weiter, um mir einen Schlafplatz zu suchen...
Die Nacht von Samstag auf Sonntag verbrachte ich "im Schutze des heiligen Joseph", in einer kleinen Kirche. Ich hatte Anwohner gefragt, ob die Kirche nachts offen bliebe und ob ich darin schlafen könne, ja - und ob ich noch etwas brauche? Früh bringt mir ein Herr Frühstück in die Kirche - welch schöne Sonntag-Morgen-Überraschung!! Nächstes Jahr, wenn er in Rente ist, meint er, wolle er "auch mal loswandern". - Ich kann nicht von allen Begegnungen erzählen, aber sie gehören zu den großen Geschenken des Unterwegsseins, nicht nur für mich, sondern beglückenderweise sehr oft und stark eben auch für das jeweilige Gegenüber.
Natürlich gibt es auch Enttäuschungen wie zB. dass die Wallfahrtskirche auf dem Gügel geschlossen ist. Sie ist so auf Felsen gebaut, dass man durch eine Kapelle unten über eine Wendeltreppe und einen in den Felsen gehauenen Gang in die eigentliche obere Kirche gelangt - so schildert es jedenfalls eine Tafel davor. Das hätte ich gerne nicht nur gelesen, sondern auch gesehen! Aber auch so ist es ein sehr besonderer Ort und ein beeindruckendes Bauwerk! Oder in Pottenstein würde ich gerne die über 1000 Jahre alte Burg besuchen, in welcher 1228 sogar die heilige Elisabeth von Thüringen (die mit dem Rosenwunder) Zuflucht fand und es ein Museum zur Fränkischen Schweiz gibt. "Mittwochs ab 11 Uhr"- im Touristenbüro frage ich nach, ob diese ausgehängte Zeitangabe stimmt. "Heute ist dort oben gar nicht geöffnet" ist die Antwort. Ich bin verwirrt, heute sei doch Mittwoch?! "Ja, aber 1. September", sagt die Dame ungerührt, "nur im Juli und August ist auch Mittwochs geöffnet." "Dafür" finde ich in Gößweinstein einen Silber- und Goldschmied, welcher in seinem großen Laden ein regelrechtes Museum mit Fossilien und Fundstücken aus dem fränkischen Jura besitzt und so viel dazu zu erzählen weiß, dass ich gar nicht alles aufnehmen kann; lange Zeit bestaune ich die uralten Schätze - z.B. einen über 7 m langen fossilen (versteinerten) Baumstamm, besetzt mit Ammoniten, oder versteinerte Dinosaurierknochen und Haifischzähne... Gestern fand ich tatsächlich selbst auch noch einen großen Ammoniten, nahm ihn aber aus Gewichtsgründen nicht im Rucksack mit, machte nur ein Foto; und erzählte dann zwei kleinen Jungs (mit ihren Eltern per Rad unterwegs und auf einer Wiese zeltend), auf welcher Bank ich diesen Schatz liegenließ, vielleicht fanden sie die Versteinerung ja noch dort...
Doch zunächst war Georg ja noch bei mir; wir besuchten in Neumarkt morgens das (kühle!) Freibad, vor allem der heißen Duschen wegen. Anschließend regnete es de Rest des Tages mit Pausen, so dass wir viel Zeit unter verschiedensten Überdachungen verbrachten, allerdings auf schönen Wald- und Wiesenwegen wandernd dann doch auch noch nass werden, diesmal ohne Jägerhochsitze anzutreffen. Es ist schon dämmerig, als wir unter dem großen Vordach einer Zimmerei in einem kleinen Weiler Zuflucht suchen. Ich würde mich einfach so darunter auch zur Nacht hinlegen, Georg ruft jedoch unter der am Tor stehenden Telefonnummer an, um Erlaubnis zu fragen. Der nah dabei wohnende Meister lässt uns in den Pausenraum, wo wir es warm und gemütlich haben und sogar Tee kochen können. Beim nächtlichen Regenwetter hätten wir draußen vom Vollmond auch nicht mehr gesehen...
Gemeinsam wandern wir noch bis Gräfenberg, sozusagen dem "Eingangstor" zur Fränkischen Schweiz und zugleich dem Ende der Bahnlinie (von dort fährt Georg dann am nächsten Morgen zunächst nach Nürnberg). Wir lassen unsere Rucksäcke in einem Unterstand hoch über dem Ort und steigen vom großen, turmartigen Gefallenenehrenmal über die "Friedenstreppe" viele Stufen hinunter in die Altstadt, in die man durch ein bemaltes Stadttor gelangt. Am "alten Zollhäuschen" steht, "seit dem Mittelalter bis etwa 1935 Pflasterzoll-Einnahmestelle (lokale Steuer auf alle die Stadt passierenden Tiere und Fahrzeuge)" - also sozusagen eine historische Mautstation... Ansonsten gibt es noch viele alte Häuser, auch Gasthöfe, aber nichts, wo wir an unserem letzten gemeinsamen Abend etwas essen könnten. Als wir jemanden danach fragen, ist die Antwort: "Au, dees is ganz schlecht am Montach in Gräfenberch!" Letztlich bleibt nur ein dunkles "Bräustüberl" mit der Einrichtung aus spätestens den frühen siebziger Jahren, wo "der Stammtisch" sich trifft und es außer Bier und Schnaps nichts gibt, noch nichtmal Tee und auch nichts zu essen. So trinken wir ein Bier und steigen im Nieselregen wieder auf "unseren" Berg hinauf - am Himmel sind die Regenwolken nicht nur im Westen rot. Bis zu diesem Abend (und ich seitdem auch alleine wieder) gingen wir auf so vielen weiteren Kilometern durch Wald und Wiesen auf schönen, einsamen Wegen. Hin und wieder verloren wir den Weg und versuchten dann, ohne Pfad durch den Wald zu kommen, wir wurden von misstönenden Eichelhähern "verschumpfen", wie Georg es nannte, wir standen am vorletzten Abend, nachdem wir vor Einbruch der Dämmerung noch keinen Schlafplatz gefunden hatten, auf der Brücke über der A9, die Autos fuhren alle bereits mit Scheinwerfern, und staunten wieder einmal fassungslos über den nicht abreißenden Strom an Fahrzeugen - da wir wenig später Zuflucht unter dem Vordach des Tennisclubheims von Kleinbellhofen fanden, hörten wir das stetige Rauschen der Autobahn die ganze Nacht, dazu von Zeit zu Zeit den donnernden Start- oder Landeanflug von oder nach Nürnberg, sonst war es still. Nachts gewitterte es so sehr, dass wir vom durch den starken Wind hereinwehenden Regen nass wurden und unsere Betten noch weiter unters Vordach ziehen mussten. Die Nacht davor schliefen wir unter einem offenen Vordach der Forstverwaltung oberhalb von Engelthal, einem kleinen Ort voll uralter Häuser, einer riesigen Klostermauer, die in Teilen noch erhalten ist, bzw. wieder aufgebaut wurde, nachdem vom Kloster selbst nichts überdauerte. Über dem Ort am Waldrand steht repräsentativ und schlossartig ein Klinkgebäude, 1899 als Lungenheilanstalt erbaut, heute als psychiatrische Fachklinik genutzt. Gleich daneben verschwindet der beschilderte Wanderweg auf einer Waldwiese, die mit Elektrozaun abgesperrt ist, da die Fläche von Kühen beweidet wird. Wir überlegen bereits, über den Zaun zu steigen, da keinerlei Hinweis zu einer "Wanderwegumleitung" gegeben ist, wählen dann aber doch einen anderen Forstweg und finden so unseren Schlafplatz... Der "Vollmond" ist da zwar bereits wieder abnehmend, aber vom Schlafsack aus sehen wir unterm Vordach hervor rechts Fichten, links Buchen als schwarze Schattenrisse, dazwischen den vollen Mond gerade so von Wolken umgeben, dass ihn leuchtend-zarten Regenbogenschimmer umgibt. Immer wieder huscht eine Fledermaus durch dieses Bild, außer dem Rauschen der Bäume ist nichts zu hören.
Tags, wie gesagt, wunderbare Waldpfade am Trauf entlang oder immer wieder steiles Ab- und Aufsteigen von einem Gipfel zum nächsten durchs Tal und durch Orte voll Häuser wie im Freilichtmuseum, vieles allerdings verfällt auch. Bei Hallershof stehen mächtige, dicke Eichen; noch mehrfach wandern wir durch sandigen Kiefernwald; auf einigen Äckern blüht noch Luzerne mit so starkem, süßen Duft, dass ich fast schwindelig davon werde, als wir längere Zeit direkt an solch einem bienenumschwärmten Feld auf einer Bank rasten. Nach Hersbruck (hier sagt man "Herschbrugg") gelangen wir Sonntag in der Früh und werden überraschend beschenkt durch das wohl jeden Sonntag eine Viertelstunde bis zehn Uhr stattfindende Konzert der "Turmbläser" vom Rathausturm herunter. An einem anderen Morgen werden wir, nachdem wir enttäuscht vor der bereits seit Februar geschlossenen Bäckerei stehen, zum Frühstück eingeladen - in die stattliche ehemalige Schmiede, in zehnjähriger Arbeit liebevoll renoviert. Nicht nur Brot und Kaffee, sondern auch gute Gespräche - das Geschenk der Gastfreundschaft unterwegs...
In den Wäldern finden wir noch immer Dolinen, Löcher (wie das "Teufelsloch", in welches Georg samt Rucksack hineinpasst), die verrücktesten bemoosten Felsen, umgestürzte Bäume und natürlich Berge mit lustigen Namen wie kleiner und großer Hansgörgel oder Glatzenberg. Dort ist miteinmal überraschend viel los: Steilwände ins Tal hinunter und tolle Aussicht, in der Nähe ein Parkplatz; wir stizen mit unserem Vesper auf einer Bank und sind es gar nicht mehr gewohnt, so viele Radfahrer und Spaziergänger zu sehen. In der gesamten Zeit auf dem Frankenweg begegneten wir einem einzigen anderen Paar, das, von Thüringen her kommend bis Harburg gehen will, also die gesamten 520 Kilometer Frankenweg. Ich traf diese Woche dann noch insgesamt einen Einzelwanderer und zwei Frauen mit Hund, die alle drei auch größere Rucksäcke trugen und nach "Weitwanderern" aussahen, in beiden Fällen aber gingen sie rasch vorüber und wollten sichtlich nicht stehenbleiben und sich austauschen, schade. Die imposante Festung Rothenberg war leider nicht zugänglich, lediglich die unglaublich hohen massiven Mauern konnten wir besehen, der gesamte eigentliche Burgbereich, laut Infotafel "mit Steuergeldern renoviert und den Bürgern zugänglich gemacht" ist mit einem hohen Zaun, Schlössern und Videoüberwachung abgesperrt, und das am Samstag Nachmittag. Da wir den Felsenberg hinaufstiegen, verstehen wir, wovon die Rede ist, als eine Tafel erklärt, es habe einst einen "Unraths-Canal" gegeben: von den Abtritten in der Burg fiel alles durch Klüfte und Spalten im Kalkgestein und sammelte sich im Tal in einer Dunggrube. Aus dieser durfte lediglich der Kommandant der Burg kostenlos etwas für seine Felder entnehmen, die Bauern der Gegend mussten für dieses Privileg bezahlen. Bei 800 Mann Besatzung + Familien kam da wohl einiges zusammen...
In der Quelle der Lillach gibt es noch etwas Wasser, gerade so, dass es meine Füße erfrischend bedeckt, die berühmten Sinterstufen sind allerdigs trocken und teilweise zugewachsen, daher nicht ganz so beeindruckend. Es regnete inzwischen ja wieder, aber die Quellen und Brunnen am Fuße der Alb sind meist noch immer trocken, um den regenarmen Sommer auszugleichen, muss es noch einiges mehr regnen. So wurde ich z.B. auf das gute Trinkwasser der Muschelquelle bei Steitberg hingewiesen - diese ist auch malerisch in einem alten Brunnenhaus eingefasst, nur kommt zur Zeit kein Tropfen Wasser dort heraus.
Gestern Abend schrieb ich noch an jenem besagten Platz mit Blick auf Kulmbach und die Plassenburg, musste dann aber aufhören, da meine Finger zu kalt wurden. Während einige Rehe über die Wiese neben mir in den Wald sprangen und ich endlich sehen konnte, dass es ein Rehbock - und kein Fuchs - ist, der das heißere "Gebell" ausstößt, das ich des öfteren höre, richtete ich mein Bett, um wieder warm zu werden. Bald werde ich meinen wärmeren Schlafsack brauchen... Heute früh sah ich vom Turm "Schaudichum" bis zum Fichtelgebirge, zum Thüringischen Schiefergebirge und auf den Frankenwald. Der Kulmbacher Naturforscher Weltreich, auf dessen Initiative dieser Turm Anfang des 19.Jahrhunderts gebaut wurde, soll bei seiner Eröffnung seinen Landsleuten zugerufen haben: "Schauet Euch um und seid fröhlich!"
