wildgansanna
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Zuletzt in Deutschland

Au revoir Frankreich! ...und durch die malerische Schweiz

Veröffentlicht: 18.06.2026

Unterkunft
Privatunterkunft bei einem älteren Paar in Le Grand Lemps
Le Grand Lemps
Unterkunft
Gästezimmer einer jungen Familie
nahe Romagnieu
Essen
feines Abendessen bei der Gastgeberfamilie in Le Grand Lemps
$$ · Abendessen
Sehenswert
Kathedrale von Fribourg/Freiburg
Fribourg, Schweiz
Sehenswert
Rhonetal
Frankreich/Schweiz
Sehenswert
Lavoir bei Romagnieu
Romagnieu, Frankreich
Sehenswert
La Côte-Saint-André
La Côte-Saint-André, Frankreich
Sehenswert
Le Grand Lemps
Le Grand Lemps, Frankreich
Sehenswert
Romagnieu
Romagnieu, Frankreich

Gerade eben läuten dunkel-voll die Glocken der Kathedrale von Fribourg/Freiburg acht Uhr. Endlich will ich versuchen, die Eindrücke der letzten gut 10 Tage kurz einzufangen. Zunächst führte mich mein Weg weiter durch Frankreich in Richtung Schweiz. Zunächst weiter durchs schöne Rhonetal.

Die Häuser und Mauern und Kirchen sind nun in einer aufwendigen Technik gemauert: runde Feldsteine, die wie in einem Ährenmuster immer schräg zueinander versetzt sind.  Die Orte sind wie ausgestorben meist - kaum dass ich jemanden finde, den ich nach Wasser fragen kann - die Kirchen (hohe, spitze Türme) leider oft geschlossen. Wenn ich (selten) auf andere Pilger treffe und diese sogar deutsch können, merke ich, dass ich schon sehr lange alleine unterwegs bin und "Redebedarf" habe... sprich: ich lasse mich ausfragen nach dem Woher und Wohin... (so z.B. von zwei österreichischen Senioren, die ich hinter Flaramans treffe, und die sehr neugierig auf meine Geschichte sind...)  Kurz vor La Cote-Saint-Andre (wo ich am nächsten Morgen einkaufen muss), schlafe ich bei einer kleinen Kapelle hinter einer Hecke und unter riesiger Linde beim Friedhof auf der Wiese (fern ist das Rauschen der Straßen zu hören), nachts leuchten die Sterne über mir so hell und schön und später der halbe Mond; früh ist alles nass von Tau. Störend ist allenfalls, dass es einen Hund in der Nähe gibt, der bellt und bellt und bellt, gefühlt "stundenlang"; da ist das Blöcken der Lämmer nach den Mutterschafen auf der Weide neben meinem Schlafplatz eine liebliche Melodie dagegen. Wenn dann die Vögel zwitschern und der Horizont zu leuchten beginnt, ist es zwar noch sehr früh, aber es ist so wunderschön, inmitten des erwachenden Tages zu sein! Und in der Früh sind die Berge auch noch klar zu sehen, dunkelblau und in markanten Formen - ehe sie später im Laufe des Tages wieder in Dunst und noch später in Wolken und Regen "untergehen"...

Im Frühlicht ist das Wandern so schön! Im Gegenlicht der tiefstehenden Morgensonne leuchten hohe Gräser silbern und rote Mohnblüten strahlen wie von innen heraus neben den Getreideähren. Selbst halbzerfallene Mauern oder Gehöfte werden "gnädig" ausgeleuchtet und wirken einfach nur schön. Welche Mühe man sich mit dieser "Ähren-Mauertechnik" doch einst machte! Gehe lange an einer hohen solchen Mauer entlang, die jetzt zerfällt (durch ein Loch sehe ich dahinter nichts als hohe Brennesseln) und vielleicht einmal zu einem Kloster oder Schloss gehörte? "Nur durch das Morgentor des Schönen dringst du in der Erkenntnis Land." schrieb einst Schiller - ich denke viel nach über "das Morgentor", die Schönheit und die Erkenntnis, während rings um mich diese frühe Stille herrscht, ich zwei Feldhasen beim Spiel auf der Wiese beobachte und später einen Fuchs, der gemächlich übers Feld spaziert, als er mich entdeckt ebenso stocksteif stehen bleibt wie ich und mich lange mustert, ehe er sich wegdreht und im Wald verschwindet...

Im Laufe des Tages wird es gewitterdunkel und regnet dann (ich kann über eine Stunde im Rathaus eines kleinen Ortes den stärksten Regen abwarten) - zum Glück komme ich kurzfristig in Le Grand Lemps privat bei einem älteren Paar unter. Es gibt entlang des Weges immer wieder Menschen - oft selbst ehemalige Pilger - die Pilger privat in ihr Haus aufnehmen, ohne eine Herberge zu betreiben. Die beiden hier (weit über siebzig), wanderten selbst nie, wie die Gastgeberin entschieden auf meine Frage versichert, aber, so meint sie, sie hätten in den vergangenen 25 Jahren sicherlich mehr als 5000 Pilger beherbergt, das gelte für sie beide ja wohl, als seien sie selbst nach Santiago gepilgert! Ich schlafe in einem Kinderzimmer voller Spielsachen: die beiden haben 17 Enkelkinder, die sie immer wieder besuchen! Außer mir sind noch zwei deutsche Pilgerinnen da; es gibt ein feines Abendessen und vor allem ist es trocken! - es regnet fast die ganze Nacht...

Am nächsten Tag ist alles nass: hohes Gras und daher gleich auch die Schuhe wieder..., die steilen, steinigen Wege sind mühsam zu gehen, wenn alles nass und rutschig ist. Die Maronenbäume mit ihren hellgrünen "Blühfäden" leuchten überall zwischen den dunklen Nadelbäumen; die Linden blühen und duften betäubend süß... Die Bergsicht verschwindet leider schon bald wieder hinter dunklen Gewitterwolken - den größten Teil des Tages zögere ich in jedem Ort, bei jeder Unterstellmöglichkeit, ehe ich dann doch weitergehe, darauf hoffend, dass es noch nicht gleich oder einfach nicht hier, wo ich gerade bin, regnen und gewittern wird... Es sind so schöne Wege durch die dünn besiedelte Landschaft; mal Blicke auf türkiesgrüne Seen, die Getreideäcker, je nach Sorte, noch grün oder schon goldgelb, all die Blumen! Da am Himmel immer noch alles dunkel bewölkt ist, breite ich meinen Schlafsack neben einem "Lavoir", einer ehemaligen Waschstelle, unter dem Vordach neben einem kleinen Sträßle aus (in der Nähe von Romagnieu). Drei Kinder mit ihrem Vater kommen auf Fahrrädern vorbei, sind neugierig: ob ich hier schlafen will? Ja. Wenig später kommen die Kinder wieder: im Auto mit ihrer Mutter, die mich bittet, mit zu kommen und ihr Gast zu sein, die Kinder hätten so aufgeregt von mir erzählt... So übernachte ich also nur wenig entfernt im Gästezimmer einer jungen, herzlichen Familie - und auch wenn die Kinder (zwei Jungs, 6 und 8 jährig, und ihre 4 jährige Schwester) kein Englisch und ich kein Französisch spreche, verstehen wir uns doch sehr gut!

Morgens sehe ich dann erst, welch fantastischen Bergblick meine Gastgeber haben (am Vortag waren die Berge regenwolkenverschluckt). Ich bekomme noch lecker Rührei, die Eier von eigenen Hühnern, dann begleiten mich die beiden Büble mit ihren Rädern noch ein Stückchen - sie haben hier immer mittwochs schulfrei.

Oh nein!!! hier verschwand nun offensichtlich - warum auch immer?! - der Rest des Berichts... Werde ihn später neu schreiben, aber nun den unvollständigen Eintrag trotzdem erstmal "veröffentlichen", damit nicht noch mehr verloren gehen kann... ...

...versuche nun, in einer Kapelle sitzend (draußen ist es einfach zu heiß!), nochmal zu erzählen, was ich bereits aufgeschrieben hatte...

Zunächst war die Geschichte mit der Familie, die mich für die Nacht einlud, noch nicht zu Ende: Ich ließ dort tatsächlich den Beutel mit meinem zweiten Hemd liegen! Ohne dies zu ahnen, wanderte ich durch die schöne Landschaft bergauf (meistens) und bergab, verlor irgendwann den markierten Weg und schaffte es aber, zerkratzt von Brombeerranken, auf einem sehr schmalen Pfad anders durch den Wald und wieder an eine Sträßchen zu gelangen, zu dem der eigentliche GR65 ein Stück versetzt verlief. An die Straße kommend, sah ich bereits von weitem, dass an einem Schild etwas hängt - und erkenne näherkommend meinen Beutel, da erst erfahrend, dass ich ihn gar nicht im Rucksack trage! Froh nehme ich ihn mit, dankbar für das Bemühen meiner Gastgeberin, mir das Liegengebliebene wieder zukommen zu lassen. Zugleich denke ich viel über "Fehler" nach, über "falsche Pfade" und "Umwege" - wäre ich nämlich durchgehend auf dem rotweiß markierten Weg gegangen, wäre ich gar nicht an diesem Schild vorbeigekommen. Und: hätte sie nicht den Fehler gemacht, den Beutel gar nicht an den "richtigen Weg" zu hängen, sondern an einer Straße 200 m versetzt dazu, hätte ich ihn nicht gefunden! So passten, zumindest an diesem Tag, alle Fehler genau zusammen und ergaben das Richtige!...

Wandern auf den hellen Kalkhöhen des Jura, immer wieder umwerfende Blicke ins Tal auf die Schleifen der türkiesgrünen Rhone, auf "Wiesen und Matten", Felder und Ortschaften. Hinunter nach Yenne steige ich dann wieder steil ab und schlafe dort direkt am Flussufer, die Sterne leuchten durch die Äste der Esche über mir und sehr früh breitet sich Morgenrot und -gelb zart und dann heftig über dem Wasser aus, während leichter Frühnebel aufsteigt - all das kann ich einfach vom Schlafsack aus genießen. Wieder auf gut 800 m hoch und in Chanaz erneut zur Rhone zurück. Dieser hübsche, alte Ort ist sehr touristisch. Danach geht es lange Zeit am Ufer entlang, ermüdend, eintönig und staubig-heiß, die grüne Wasserfläche oft durch Uferböschungsbewuchs verdeckt; dann ein Erdrutsch am Uferweg und eine lange Umleitung zwischen Pappelanpflanzungen und auf Fahrradwegen. Ich schlafe in einer Vogelbeobachtungsplattform, die so zugewuchert ist, dass gar kein Wasser mehr zu sehen ist von dort aus - zu hören ist allerdings noch jede Menge: Es ist immer wieder erstaunlich, wie viel lauten Krach Wasservögel gerade auch nachts machen!..

Wo Rhone und "Le Fier" zusammenkommen, ist heute alles friedlich, ruhig (Natur, Vögel, Schilf, Wasser, Wanderparkplatz...); eine Tafel (leider nur französisch) erinnert jedoch daran, dass genau hier im zweiten Weltkrieg irgendwelche Kämpfe stattfanden! Meist ist mir bewusst, oder wird es z.B. durch solch einen Hinweis wieder, dass unter und hinter der Oberfläche, die wir heute wahrnehmen, so viel andere Geschichte und Geschichten liegen / noch vorhanden sind, und das nicht nur aus der kurzen Zeit, seit wir Menschen da sind!..

Hier verabschiede ich mich zunächst vom Wasser (spiele kurz mit dem Gedanken, auf dem Rhoneradweg bis Genf zu gehen, entscheide mich dann aber doch weiterhin für den Wanderweg), um erst direkt am Genfersee wieder auf die Rhone zu treffen. Noch aber erfreue ich mich an steilen, kleinen, einsamen Wegen und Pfaden. Die letzte Nacht in Frankreich schlafe ich wieder auf einem Picknicktisch unter fantastischem Sternenhimmel und vor allem in vollkommener Stille. Am Samstag komme ich durch den alten Ort Charly, wo es neben der Kirche eine kleine kommunale Herberge in einem alt-verwinkelten Haus gibt, immer offen, so dass jeder dort eine Pause machen kann (ich koche mir einen Tee) - wer übernachtet, soll 20,- Euro in den Briefkasten werfen. Schön, dass es solche Orte gibt! Über den Mont Sion (großes Kreuz in einem Steinkreis auf einer Hochfläche voll Thymianteppichen) und Saint-Blaise auf über 850m Höhe; mittags sehe ich irgendwann erstmals den Genfersee in der Ferne leuchten, davor den Brei aus Hochhäusern und Stadt - puh! will ich da wirklich hin??! Schließlich gelange ich an die schweizer Grenze (im Flüsschen Arande). Gleich im ersten Ort hinter der Grenze, Charrot, weisen mich hilfreiche Einheimische darauf hin, dass ich "falsch" laufe, entschuldigen sich allerdings, als deutlich wird, woher ich komme und wohin ich gehe... Sie meinen, hier im Grenzgebiet seien oft Wanderer etwas verwirrt und gingen in die Irre. Sie wünschen mir jedenfalls alles Gute für den weiteren Weg in der Schweiz! Das freut mich, denn am Wanderweg hatten nur Schilder gestanden mit Willkommen in Frankreich und Auf Wiedersehen in der Schweiz - in meine Richtung gab es keine Begrüßung...

Ich kann im Genfer Vorort Grand Lancy bei einem älteren Herrn übernachten, welcher 2018 mit drei Freunden von hier aus nach Santiago pilgerte und mich in einem kleinen, sehr heißen Raum (34°C tagsüber) unterm Dach unterbringt. Ich bin zwar froh, in der Stadt ein Zimmer zu haben, gleichzeitig könnte der Unterschied zur stillen Nacht am Wald kaum größer sein: die ganze Nacht tönt der Verkehr und der Lärm der Großstadt herein.

Sonntagmorgens wandere ich dann über die Rhone (sehr beeindruckend, wie unter der Brücke Arve und Rhone so verschiedenfarbig zusammenfließen - einige Meter eine klare Farbgrenze einhaltend) und an ihr entlang vollends in die Altstadt Genfs. Mit dem wohltönenden Läuten der Glocken komme ich um zehn Uhr an die Kathedrale: sowohl hier als dann auch in Lausanne sind dies keine katholischen, sondern "reformierte", evangelische Kirchen. Ich besuche das Reformationsmuseum, steige in die kühlen unterirdischen Ausgrabungs"räume" unter der heutigen Kathedrale hinab und (erst um zwölf Uhr, nach Ende des Gottesdienstes möglich) die vielen Stufen auf die Türme der Kathedrale hinauf - wunderschöne Ausblicke auf Altstadtdächer, See und Berge, sowie natürlich die 140m hohe Fontäne im Hafenbereich, eines der Wahrzeichen der Stadt! Genf bereitet sich auf die Demonstrationen gegen das G7-Treffen vor: nachmittags und abends werden in der Stadt Zusammentreffen zwischen randalierenden Demonstranten und Polizei eskalieren. Vormittags ist nur bereits überall viel Polizei zu sehen, Absperrbänder und entlang ganzer Straßenzüge sind gespenstisch alle (Schau)fenster und Glasfronten mit dicken Holzplatten ausgefüllt. So genau, wie das überall passt, werden diese Schutzvorrichtungen nicht zum ersten Mal angebracht! Der Hafenbereich ist bereits abgesperrt, der Ticketschalter für die Schiffe geschlossen. Ich beschloss inzwischen, die Uferwanderung bis Lausanne per Schiff abzukürzen; ich habe keine Lust, bei Temperaturen weit über 30°C so gut wie ausschließlich auf Teer und durch Ortschaften und Weinberge entlang des mondänen Seeufers zu gehen. Die Polizisten meinen, heute führe kein Schiff mehr, auf der Internetseite des Bootsunternehmens ist die Fahrt für Sonntag um 13:25 ab Genf aber noch aufgeführt - und dann fährt das weiße Schiff tatsächlich heran. Gemeinsam mit zwei weiteren Menschen, die aufs Schiff wollen, tauchen wir unter den rotweißen Plastikbändern durch und werden gewarnt, dass heute keine Rückfahrt nach Genf mehr stattfinden werde! Es fühlt sich an wie "gerade noch rechtzeitig weg von hier!"...

Eine mehr als dreieinhalbstündige Fahrt über den See - von einem ans andere Ufer kreuzend: blauglitzerndes Wasser, zackige Berge, schweizer Fahne am Heck, das Ufer mit Weinbergen und malerischen kleinen Orten, Burgen, Villen... vorüberziehend. Ich verlasse das Schiff in St-Sulpice, um noch einige Kilometer nach Lausanne laufen zu können. In der Schweiz ist nun natürlich alles nochmal viel teurer: ein Kaffee oder Tee z.B. kostet hierzulande mal eben 4,50 Schweizer Franken; eine Kugel Eis am Seeufer kostet 4,-sfr! und trotzdem bilden sich lange Schlangen vor den Eisständen und Getränkekiosken. Es ist ein Sonntagabend wie im Hochsommer und "alle Welt" badet, grillt, sonnt sich am Ufer... Ich treffe mich abends zum Essen mit einem meiner Brüder, der beruflich gerade ganz in der Nähe ist, was wir zum Glück noch rechtzeitig feststellen, um ganz spontan-kurzfristig einen gemeinsamen Abend zu verbringen, ehe er gegen 23 Uhr mit dem Leihwagen in sein Hotel zurückfährt und ich mich mit meinem Schlafsack auf einem ebenen Fleckchen eunrichte, etwas verdeckt zwischen zwei Tennisplätzen...

Am Montag dann Lausanne: alles steil in dieser Stadt; Treppen und Stiegen, Aufzüge und Brücken und vom Platz vor der Kathedrale und natürlich auch von deren Turm herab einen weiten Blick über Dächer und See. Die Kathedrale wird zur Zeit renoviert: rechts neben dem Eingangsportal sind die Mauern (wieder) glatt, links sind die Sandsteinquader (alles weiches Molasse-Gestein der Gletschermoränen hier ringsum) noch so verwittert, dass alles richtig wellig aussieht... Heraus über die Stadt führt der Wanderweg zum Glück die ganze Zeit durch Wald, Freizeitgelände von Sauvabelin, Bachschluchten, über Treppen und an Tiergehegen vorbei, später durch den großen Naturparkwald Jorat. Auf fast 300m Höhe steht der 35m hohe Holzturm von Sauvabelin - hätte ich das vorher gewusst, hätte ich mir den Kathedralenturm gespart! Trotzdem steige ich auch hier die vielen spiralenförmig angeordneten Stufen hinauf und genieße die Ausblicke von oben weit über den Bäumen... Kurz hinter dem schmucken Örtchen Montpreveyres steht eine kleine Kapelle am Friedhof und Waldrand; im alten zugehörigen Pfarrhaus wurden wohl schon viele Jahre bis zu vier Pilger in einem kleinen Raum beherbergt - seit einigen Wochen erst gibt es eine größere, helle Herberge in der zugehörigen Scheune. Ein junger Österreicher ist noch da, und die beiden Hospitaleros kommen aus Bern, sprechen also auch Deutsch - dies ist seit Monaten die erste Runde, das erste gemeinsame Abendessen, Fragen und Erzählen einfach und unkompliziert ausschließlich in meiner eigenen Sprache...

Die Tage sind heiß und schwül - beim Wandern läuft mir der Schweiß nur so übers Gesicht. Leider sind es oft auch Wege ohne Schatten und Wald durch duftende Heuwiesen und blühende Felder - fast war ich froh, dass vorgestern gegen Mittag dunkle Regenwolken aufzogen! Es nieselte zwar gegen Abend nur leicht und kurz, aber immerhin. Ich schlief in einer hübschen kleinen Kapelle auf dem Boden vor dem Altarraum. Mit dem zweisprachigen Fribourg/Freiburg an der Saane habe ich nun die Deutschschweiz ereicht.

Auf einen Blick

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Dauer
10 Tage
Wetter
Sommer · 34°C
Begleitung
Allein
AbenteuerlichAbseits der PfadeEntspannend
  • Nächtliches Schlafen bei einer kleinen Kapelle hinter einer Hecke und unter einer Linde
  • Privatunterkunft bei einem älteren Paar in Le Grand Lemps
  • Übernachtung bei einer jungen Familie nahe Romagnieu
  • Bergblicke, Seen und das Rhonetal auf dem Weg in Richtung Schweiz
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Antworten (1)

vor etwa 2 Monaten
Hallo, liebe Dorothea, wie schön, dass du jetzt schon die Schweiz durchquert. Ich hoffe du hältst der extremen Hitze stand. Dein Bericht und die Fotos wecken, aber diesmal von vor Kurzem. Wir waren auch in der Herberge Monpreveyres, und haben die letzte Nacht in der alten kleinen 4 Bett Herberge geschlafen, die dann geschlossen wurde. Zum Abschied gab es dann einen Apéro unter der 300jährigen Linde. Und die neue Herberge durften wir auch anschauen. Es war auf für uns dort eine ganz besondere Aufnahme. Wann wirst du am Bodensee sein? Herzliche Grüße und vielleicht bis bald Almut

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