Huaraz, Peru
Huaraz

Veröffentlicht: 11.09.2016
Von dem wunderschön in den Bergen gelegenen Huaraz verabschieden wir uns und nehmen einen Nachtbus nach Lima. Ca. 8 Stunden sitzen wir im Bus- voll angenehm! In Lima angekommen geht es gleich weitere 3 Stunden in den Bus nach Pisco! Hier kommt der berühmte Pisco sour her. Das national Getränk bestehend aus einem starken Schnaps (ein bisschen wie Grappa), Limettensaft, Zucker und einem Eiklar. Natürlich kommt noch Eis dazu und das ganze wird im Mixer gescheit durchgerührt, sodass es eine Schaumkrone bekommt. Schmeckt echt lecker dieses Gesöff.
In Pisco trinken wir am Markt mal einen Kaffee und einen frische Fruchtsaft. Dann gehts weiter nach Paracas. Vorbei an einer Ölraffenerie und dem Geruch nach zu urteilen einer Tierfutterfabrik, es stinkt erbärmlich.
In Paracas angekommen, gehen wir intuitiwv zum günstigsten Hostal im Ort, backpackers buen samaritha nennt sich unser zuhause für die nächsten Tage. Wir treffen ziemlich lustige Argentinier mit denen Getrunken, gescherzt und gelacht wird!
Paracas ist nicht unser Lieblingsort...es ist ein bisschen wie eine Geisterstadt, die extra nur für Touristen gemacht ist aber gut. Wir bleiben hier 3 Nächte.
Der erste Tag führt uns nach Pisco. Wir gehen unserer Lieblingsbeschäftigung nach, auf dem Markt schauen und etwas essen das wir nicht kennen. Heute lernen wir so causa kennen, hmm lecker ein Kartoffelpüree-artiges mit Hühnerfleisch und Mayonessalat gefülltes Kuchenähliches essen! Heute wird auch ein bisschen geshoppt, es gibt neue zapatitos für Irli und neue zapatos für mich! Wie nice :-)
Am zweiten Tag enscheiden wir uns eine tour zu den Ballestas Islands zu machen, der Grund warum so viele Touristen hier her kommen. Dafür stehen wir schon um sieben auf. Ein Bus bleibt vor der Tür stehen, in diesen steigen wir ein, fahren ca. 2 Minuten und schon befinden wir uns zwischen gefühlten 1000 Menschen, die genau dasselbe vor haben wie wir! Was haben wir uns da nur eingebrockt. Eine touritour. Aber gut wir steigen in ein Motorboot und ziehen uns die orangen saftyjackets mit der aufschrift, ballestasexpedition an hehe da müssen wir gleich lachen.
Auf dem Weg zu den Inseln fahren wir an einem (vl von den Aliens gemachten) rießen Kaktus vorbei, es ist ein ca. 60 cm tiefes Bild im Sand und niemand weiß wo das herkommt, ist aber wohl schon länger da!
Die Ballestas islands sind dann doch beeindruckend. Wir sehen Millionen von verschiedenen Vögeln, Pelikane, Pinguine (die kommen nur hier in Peru und in Chile vor, ziemlich winzig, schwarz und weiß). Auf den Felsen rund um die Insel chillen auch ganz viele Seelöwen, welche wir zum ersten Mal lebender in freier Wildbahn sehen. Im großen und ganzen ist die tour schon cool auch wenn wir uns nicht ganz so wohl fühlen. Iris: warum haben wir nicht einfach einen Fischer gefragt ob er uns mit raus aufs Meer nimmt? Naja nach zwei Stunden ist der Spaß vorbei und wir machen uns ein leckeres Frühstück im hostal. Danach entscheiden wir uns zu Fuß in den national Park zu spazieren. Nach ca einer halben Stunde gehen, auf der Hauptstraße in der prallen Hitze, neben den Dünen, strecken wir bei einem der wenigen vorbeifahrenden Autos den Finger raus und das Auto bleibt auch gleich stehen. Wir steigen zu zwei netten jungen Herren ein, die uns natürlich fragen wo wir hinwollen....hmmm so sicher sind wir uns da auch nicht, wir sagen mal playa roja, der rote Strand! Die Männer erklären uns, dass sie gerade auf dem Weg zur Arbeit sind und wir gerne mitkommen können. Wir antworten mit unsrer Lieblingsphrase:porque no(warum nicht). Einige Minuten später sitzen wir auf einem Motorboot und fahren mit zwei Bosses einer kleinen Muschelfarm aufs Meer. Die Männer fahren jeden Tag zu ihren zwei Booten auf denen ihre crew Muscheln "erntet" und checken ob alles in Ordnung ist. What a adventure, wir essen Muschel die direkt vom Meer kommen (grauslich), aber frischer gehts nicht. Wir freuen uns total, dass uns sowas passiert ist und werden von den Männern zurück in den Ort gebracht. Da trinken wir mal einen kaffee und noch einen Piscosour, weils so gut ist! Der typ in der bar ist echt lustig, als er uns nach unseren Namen fragt kommt wieder unser Wahnsinns Spruch zum einsatz: somos acroiris y primavera sin acro y sin prima, darauf antwortet der Herr yo soy sotero sin novia hehe die beste Antwort bis jetzt ;-)
Am nächsten Morgen gehts weiter nach Huacachina
