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Mit Baguette in Laos - Vientiane

Veröffentlicht: 27.01.2018

Es ist Dienstag und damit sind wir schon 3 Wochen unterwegs. Die Zeit vergeht wie im Flug!

Vientiane ist stark französisch geprägt und als wir morgens in dem vom Lonely Planet (Danke, liebe Saulgauer, für diesen Reiseführer!) empfohlenen französischen Café saßen, mussten wir uns bemühen uns nicht mit „Merci“ beim Kellner zu bedanken. Dort gab es die besten Croissants seit langem und auch fast annähernd so gutes Baguette wie in Paris.

Per Fahrrad wollten wir dann Vientiane erkunden. Also rauf auf die Rostlauben und los ging’s! Vorbei am Präsidentenpalast, Tempeln und weiteren „Sehenswürdigkeiten“, dem Besten was Vientiane zu bieten hat (was nicht sonderlich viel ist...). Am imposantesten ist tatsächlich der Triumphbogen, von dem man eine ganz schöne Aussicht hat. Ansonsten ist Vientiane, die Hauptstadt von Laos, nicht gerade für eine Sightseeingtour interessant. Abseits der eigentlich vorgeschlagenen Tour befindet sich das COPE Besucherzentrum. COPE ist eine international geförderte Institution, die u.a. dem Teil der laotischen Bevölkerung, der es sich nicht leisten kann, Prothesen und andere Orthopädietechnik zur Verfügung stellt. In diesem Museum konnte man viel über die Bomben, die während der Indochinakriege über Laos abgeworfen wurden und deren, auch heute noch aktuellen, gravierenden Folgen lernen. Laos ist das meist bombardierte Land der Welt, wobei ca. 80 Millionen dieser „Bombies“ nicht explodierten, immer noch irgendwo verborgen sind und jederzeit hochgehen können. Meistens trifft es Bauern bei der Feldarbeit oder Kinder, die Bomben finden und damit spielen... Es wurden viele Einzelschicksale dargestellt und wie die Organisation den Menschen helfen konnte, für manche aber auch zu spät kam. Das war wirklich sehr bewegend und für uns Physiotherapeuten auch gut nachzuvollziehen. Total spannend!

Abends trafen wir uns noch mit Riana und Georgi, die inzwischen auch in Vientiane angekommen waren, um etwas zu Essen.

In der Nacht bekam Carsten nun, nachdem es Tina wieder gut ging, Durchfall und entschied sich den nächsten Tag im Bett zu verbringen.

Nachdem Carsten bestens von Tina mit Medikamenten und ausreichend Wasser und Brot versorgt worden war, beschlossen Georgi und Tina zum ca. 24km außerhalb gelegenen Buddha-Park zu fahren. Und dafür einen Local-Bus zu nehmen... der kann für diese Strecke schon mal 90 (!!!) Minuten brauchen... aber bei guter Unterhaltung und für umgerechnet 60 Cent pro Fahrt kann man es aushalten. Dort angekommen war der Park, der uns nur durch den Mekong von Thailand trennte, nicht ganz so groß wie gedacht, aber dennoch sehr schön! Hier kann man einmal andere Buddha Figuren sehen und in den Höllenschlund klettern, wo man später von oben eine schöne Sicht über den Park hat. Nach einer erneut seeehr langen Rückfahrt trafen wir uns mit Carsten und Riana schließlich im Hotel um danach auf den Nachtmarkt zu gehen.

Dort gab es wieder mal allerlei günstigen Krimskrams und Klamotten, für die in unseren Backpacks aber (noch) kein Platz ist.

Hinter dem Nachtmarkt an der Riverside hörten wir laute Musik und sahen hunderte Arme durch die Luft fliegen. Also wir natürlich dort hin und einfach mal schauen was los ist. Im Flutlicht gab es auf einem großen Platz Open Air Aerobic/Zumba for free! Ein Trainer stand vorne auf einem Podest und unten konnte in der Menge mitmachen wer wollte - ein riesen Spaß! Natürlich haben die Mädels direkt mitgemacht ;)

Dann hieß es nach dem Abendessen in einem laotischen Restaurant leider mal wieder Abschied nehmen... diesmal von Riana, die noch länger in Vientiane bleibt um von dort aus nach Australien zu fliegen. Sie hatte uns bis dahin durch ganz Laos begleitet. See you in Teneriffa, Riana! :*

Am Donnerstag reisten wir nach einem guten Frühstück in unserem französischen Lieblingscafé (Le Banneton) mit Georgi weiter nach Thakhek, von wo aus wir einen mehrtägigen Motorrad-Loop fahren wollen. Was wir dort alles erleben könnt ihr im nächsten Beitrag erfahren :)

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