Sturmhöhe
Islands Nationalmaskottchen ist ohne Frage der Papageientaucher, in Englisch: Puffin! Die putzigen Vögel sind allgegenwärtig und die Souvenirgeschäfte sind vollgestopft mit...


Veröffentlicht: 31.08.2025























Wie an einer Perlenkette reihten sich die Besichtigungspunkte an der Straße aneinander: Wasserfälle, Raststätten und Treffpunkte für geführte Touren ins Hochland. Die großzügigen Parkplätze reichten kaum aus, um das Gewusel an Campern, Mietwagen und Reisebussen zu ordnen. Die Tourismusindustrie hatte sich in den vergangenen Jahren zu einem bedeutendem Wirtschaftszweig auf der Insel entwickelt. Im Reiseführer stand, dass jedes Jahr etwa 2,2 Mio. Besucher nach Island reisten.
Wir begannen den Tag mit Besuchen der Wasserfälle Skogafoss - laut Tourismus-Marketing der schönste Wasserfall Islands - und Seljalandsfoss - hier führte ein Weg durch eine Grotte hinter dem Sturzbach. Der Andrang war enorm. Eine Karawane bunter Wetterjacken, Regencapes und Ponchos zog vom Parkplatz zu den Sehenswürdigkeiten, zuckte die Kameras und zurück zum Parkplatz.
Während im Norden des Landes vorwiegend deutsche Touristen unsere Wege kreuzten, waren im Südwesten viele Reisegruppen aus den USA und Asien unterwegs. Besonders beliebt bei Reiseagenturen war der sog. Goldene Kreis (engl.: Golden Circle). Diese Route führte zu Sehenswürdigkeiten rund um Reykjavik und bot sich auch für Kreuzfahrtschiffe und deren Tagesausflüge an.
Nachmittags standen drei Reisepunkte entlang des Goldenen Kreises auf unserem Programm: ein Ausflug zu den Geysiren, der Vulkankrater Kerið und der Nationalpark Thingvellir. Dort gab es wieder einen Crashkurs in Geologie und Vulkanismus. Schließlich lag Island dort, wo die eurasische und die amerikanische Kontinentalplatte auseinander drifteten (bis zu 2 cm pro Jahr). Daraus folgten Erdbeben und Vulkanismus ebenso wie heiße Quellen und Geothermie. Rund um Reykjavik dampften entlang der Hügel Geothermiekraftwerke, während die Berge im Osten vom ewigen Eis bedeckt waren.
Am Mittwochmorgen dann der Abschied, nach einer Woche Rundreise trennte ich mich von meiner kleinen Reisegruppe. Ein großes Dankeschön geht an Timo für die Organisation des Roadtrips und an die ganze Familie für die beste Gesellschaft! Nach einem letzten gemeinsamen Frühstück in Selfoss stieg ich in den Bus nach Reykjavik.
