Letzter Tag in Island
Nach dem Godafoss sind wir zum Camping Moedrudalur, und gestern mit einem Zwischenstopp am Urridavatn weiter nach Seydisfjoerdur. Am Abend haben wir noch den wirklich schönen Ort...

Veröffentlicht: 16.09.2026
















Die Idee nach Island zu reisen kam meinem Mann, Eric und mir, Susanne, schon vor sieben Jahren. Dann kam Corona und dann unsere Tochter… also planten wir sechs Jahre später diese besondere Reise. Mit zwei kleinen Kindern (Nala 6 und Leo 2Jahre) im Wohnmobil. Neun Tage, acht volle Tage, hauptsächlich Richtung Süden.
8.9. Ankunft Flughafen Keflavik - Seljalandsfoss - Vìk Camping
Wir sind früh morgens von Frankfurt aus gestartet. Der Flug war wirklich unkompliziert, da die Kids im Flieger was gucken konnten, wobei wir auch diverse Spiele mit hatten. So verging die Zeit quasi wie im Flug!
Am Flughafen in Keflavik angekommen mussten wir eine std warten bis wir zu unserem Wohnmobil gebracht wurden. Dort haben wir nochmal eine weitere std gewartet bis alles geklärt war und uns das Wohnmobil erklärt wurde. Alles in allem lief auch das unkompliziert ab.
Tipp: Videos und Bilder vorher vom Wohnmobil machen!!
Leo ist am Flughafen eingeschlafen und Nala war sehr müde. Wir haben am Flughafen in der Sonne - das Wetter ist super!!!, getanzt 🥰
Die Wartezeit haben beide einfach wirklich lieb gemeistert! Klar, waren sie ungeduldig, aber wer wartet schon gerne… ich auch nicht 😅
Los ging es zum Supermarkt! Kurzer Einkauf, das nötigste haben wir! Weiter geht’s mit guter Laune Musik und sehr müden Kindern in unserem „neuen zu Hause“ für die nächsten acht Tage Richtung Vík!
Leo gab Eric das Kommando beim losfahren „Papa, gib alles!“
Die Landschaft ist besonders.
Da das Wetter heute super ist, werden wir einen Stop beim Wasserfall Seljalandsfoss machen.
Dort sind wir direkt zum Wasserfall gelaufen. Bei strahlendem Sonnenschein haben wir ihn mit Regenbogen betrachtet! Gewaltig! Wir sind hinter dem Wasserfall hergelaufen und haben an der Seite davon getanzt und sind komplett geduscht worden. Aber die Kids hatten unglaublichen Spaß und das hat sich sehr gelohnt!
Danach sind wir nach Vìk auf den Campingplatz gefahren und haben uns eingerichtet. Eric hat Bolognese gemacht und der lange Tag (drei std weniger Schlaf und zwei std Zeitverschiebung) ging mit schnellem einschlafen zu Ende.
Übrigens: das Wetter war so toll, dass selbst die Isländer gesagt haben, dass sie das so selten erlebt haben!
9.9. Tag der Wasserfälle - Gljúfrabúi - Skógafoss und Reynisfjara Black Beach - zweite Nacht Vìk Camping
Zum Glück haben wir die Kids dabei und der Tag fängt früh an. Wegen Zeitverschiebung war Leo dann endgültig um 5:45 schon wach, sodass wir dann alle um 6:30 in den Tag gestartet sind. Das Wetter war leider nicht mehr so schön, aber denke passend zu Island!
Nach einem Frühstück bin ich durch Vìk gejoggt und die Kids haben auf dem Campingplatz eine Runde geschaukelt bis ich wieder kam und geduscht habe.
Vìk ist eine sehr schöne kleine Stadt 😍
Danach sind wir los Richtung zweiten Wasserfall Gljúfrabúi! Man geht wie durch eine Schlucht bis man ihn sieht! Herausfordernd, weil man über die Steine balancieren musste. Eric mit Leo auf dem Arm und ich mit Nala an der Hand. Rutscht man ab, steht man im Wasser und hat evtl nasse Füße! Aber es ging alles gut und auch dieser Wasserfall war einfach gigantisch!
Danach sind wir weiter zum Wasserfall Skógafoss gefahren. Nachdem Nalas Laune nicht mehr ganz so gut war hat sie sich doch noch entschlossen mit uns ganz nach vorne zu gehen und direkt vor dem Wasserfall zu stehen! Das war schon sehr gigantisch, laut und wenn ein Schwall runter kam wurde man durchaus wieder nass, aber vor allem war so ein extremer Wind, dass man aufpassen musste nicht umzufallen! Vor allem die Kinder! Aber die hatten wieder so ein Spaß und von Angst keine Spur! Sie sind beide so mutig! Leo mit seinen zwei Jahren machte alles so toll mit!
Wie schnell bei Nala die Stimmung von „ich hab keine Lust mehr, mir ist es alles zu laut, zu nass und zu kalt“ zu „ das war so toll, wie nass ich bin und der Wind hat mich fast umgepustet..“ wissen wir ja!
Danach sind wir weiter zum Reynisfjara black beach. Wie die Wellen an die Basaltsäulen preschen ist auch sehr imposant!
Ein Tanz unter den Säulen durfte nicht fehlen! Die Kids haben viele verschiedenen Steine entdeckt. Da wir ihnen gesagt haben die Steine gehören den Elfen, dürfen sie sich nur ein oder zwei besondere mitnehmen.
Dann ging es zurück nach Vìk, wo wir den Camper geparkt haben und erstmal was essen gegangen sind.
Nach Burger, Pommes und Chicken Nuggets sind wir gestärkt noch in die Lava Show in Vìk gegangen. Dort haben wir einiges über die Vulkane von Island gehört und live eine Lava Show angeschaut. Leo wurde immer müder, aber er hat durchgehalten, sogar mit der Schutzbrille die man aufziehen musste! Nala natürlich auch. Auch wenn alles auf Englisch war, haben sie interessiert zugehört und durchgehalten!
Sie war ziemlich teuer für die ca 45 Minuten und ich denke ohne Kinder hätten wir sie uns nicht angeschaut. Aber tatsächlich im Nachgang haben die Kids davon viel erzählt. Also hat es sich dafür schon gelohnt!
Wir fragen jeden Abend was ihnen an dem Tag am besten gefallen hat und es kommen oft ganz andere Sachen, als wir gesagt hätten. Unter anderem kam an diesem Tag die Lava Show.
Danach hatten wir einen kurzen Spaziergang, mit Regen, zu unserem Wohnmobil. Dort gab es noch Milchreis, was sich Nala als Nachtisch gewünscht hat und dann ging’s ins Bett!
10.9. Ziel Diamon Beach Jökulsárlón, Skaftafell Camping
Wir starteten etwas später in den Tag (6:15). Leider hatte es schon die ganze Nacht ziemlich stark geregnet.
Nach dem Frühstück ging es los Richtung Jökulsarlon. Ca 2 std Fahrt. Auf dem Weg hielten wir an einem kleinen Wasserfall an und haben uns kurz die Beine vertreten. Noch immer regnete es. Leo fragte oft wohin wir jetzt fahren und ob wir nach Hause fahren… Aber er ist dann auch zufrieden wenn wir ihm sagen wohin wir fahren und was wir als Nächstes machen und jedenfalls weint er nicht oder sagt er möchte nach Hause.
In Jökulsárlón angekommen, machten wir uns erstmal eine Suppe. Danach sind wir zur Gletscherlagune wo die Riesen Gletscher im Wasser schwimmen, gelaufen. Als wir hingefahren sind, habe ich durch die Berge schon welche kurz gesehen und hab mich fast erschrocken wie riesig sie sind und kurz aufgeschrien, sodass alle anderen mich mit großen Augen angeschaut haben. Aber es war so unfassbar, so hatte ich mir es einfach nicht vorgestellt 😅
Diese Eisberge sind einfach gigantisch! Auch Robben haben wir gesehen! Nala und Leo haben sich gleich mit ihnen „unterhalten“ indem sie versucht haben sie nachzumachen!
Anschließend sind wir einen Parkplatz weiter zum Diamond Beach gefahren. Nur kurz ins Auto, ohne umziehen, da die Fahrt keine fünf Minuten gedauert hat. Am Diamond Beach werden die kleinen Eisschollen vom Gletscher angespült. Sie liegen wie kleine Diamanten am Strand. Die Kinder hatten ihren Spaß! Sie probierten wie das Eis schmeckt und leckten an dem ein oder anderen Stück. Chinesen fotografierten das…!
Ein Tanz mit den Diamanten am schwarzen Strand musste sein!
Wieder im Wohnmobil machten wir uns auf dem Weg zu unserem nächsten Campingplatz nach Skaftafell.
Dort angekommen gab es noch ein Stück Kuchen und Cookie am Campingplatz, dann eine Dusche, Abendessen, Uno gespielt und dann ab ins Bett. In der Nacht hat es ständig geschüttet.
11.9. Gletscher Svínafellsjökull - Crêpe in Vìk - Fahrt nach Skjól
Wieder früh wach war der Himmel wieder klarer, die Sonne kam teilweise raus. Also machten wir uns früh auf zum Gletscher Svínafellsjökull. Kulisse des Filmes Game of Thrones (davon hatten wir schon einige durch...) . Da wir recht früh waren, waren wir fast alleine dort. Schon von weitem sieht es einfach unglaublich aus. Aber wenn man immer näher kommt und davor steht, ist es mit Worten nicht zu beschreiben. Auch auf Bildern kommt es nicht so rüber. Diese Gewalten der Natur… vor dem Gletscher schwimmen Eisbrocken. Vor 20 Jahren ging der Gletscher bis fast an die Straße, heute hat man einen kurzen Fußweg bis man angekommen ist.
Außerdem liegen dort überall Teppich Fetzen. Wenn dort ein Film gedreht wurde, mussten sie die Fahrzeuge mit dem Equipment an den Fuß des Gletschers bringen und legten dafür Teppich aus. Leider ließen sie den Teppich danach einfach liegen und nahmen ihn nicht mehr mit. Sie gehen immer mehr unter das Geröll und als wir da waren, war dort ein Park Ranger, der die Teppich Fetzen aus dem Geröll geschnitten hat um alles wieder natürlich zu bekommen. Traurig wie die Natur für ein Blockbuster egal wird…
Danach sind wir weiter wieder zurück Richtung Vìk gefahren. Auf dem Weg kurz tanken, kleiner Snack und Kaffee. Vor uns liegen fast zwei std Fahrt. In Vìk waren wir kurz das nötigste einkaufen, Postkarten schreiben und abschicken. Dann haben wir uns noch einen Crêpes an einem kleinen aber bekannten Foodtruck geholt. Schlappe 30€ für zwei Crêpes. Einen mit Schinken und Käse und einen mit Banane, Nutella und Keksen. Waren aber schon ziemlich lecker!
So machten wir uns satt auf den Weg Richtung Skjól. Nochmal zweieinhalb std Fahrt!
Zwischendurch hat es so geschüttet und im nächsten Moment wieder Sonnenschein! Typisch isländisch halt!
Der neue Campingplatz ist aktuell mehr Baustelle. Außer einem Toiletten Container und eine Rezeption die gleichermaßen ein Restaurant ist, welches aber sehr schön und gemütlich aussieht, gab es hier (noch nichts). Auch kein warmes Wasser und keine duschen. Bekommen wir aber hin. Ich fand aber der Stellplatz war schön. Man hatte Blick auf die weite Ferne. Außerdem liegt er neben einem Reiterhof, der sehr klein ist, aber total schön! Die Kids konnten sich erstmal die Beine vertreten auf dem Platz bis Eric alles geklärt und geparkt hat. Danach sind wir Richtung Pferde. Die Stallbetreiber waren sehr nett. Wir durften uns die Isländer anschauen und streicheln. Nala freut sich jetzt noch mehr auf unseren Ritt übermorgen! Außerdem habe ich das erste Mal gesehen, wie ein Hund die Pferde auf die Koppel getrieben hat.
Im Wohnmobil noch spielen, was essen und die Kinder ins Bett bringen. Eric und ich spielen noch Uno und schauen ob wir evtl. diese Nacht Chance auf Nordlichter haben.
Wir haben noch Serie geschaut und ich hab versucht wach zu bleiben und immer wieder rausgeschaut. Allerdings sind mir die Augen zugefallen. Plötzlich hat Nala geträumt und uns geweckt. Als ich zu ihr bin, hat Eric aus dem Fenster geschaut und tatsächlich Nordlichter gesehen. Nala und ich haben sofort aus dem Dachfenster vom Wohnwagen geschaut und sie auch gesehen! Sie waren atemberaubend! Grün leuchteten sie in den Himmel. Als wir uns angezogen haben und rausgegangen sind, waren sie schon wieder weniger strahlend. Es waren wenige Minuten dazwischen. So toll sie zu sehen! Auch für Nala ein Erlebnis. Wir wollen den nächsten Abend auch wieder versuchen länger wach zu bleiben. Ich brauchte tatsächlich noch ein wenig um einzuschlafen. Diese Reise und Eindrücke erfüllt mich so voller Glück, dass ich schon einige Male weinen musste. Mit diesem Gefühl bin ich eingeschlafen.
12.9. Gullfoss - Geysir & Strokkur - Þingvellir - Secret Lagoon - zweite Nacht Skjól Camping
Heute startete der Tag etwas später.. gegen 7:00 sind wir aufgestanden. Das Wetter - herlich! Keine Wolke am Himmel, aber ziemlich kalt und es hatte nachts gefroren.
Nach dem Frühstück ging es los Richtung Gullfoss. Da wir oft so früh sind, haben wir Glück, dass kaum Betrieb ist. Der Wasserfall ist gigantisch mit der Schlucht dabei. Mit der Sonne und blauen Himmel einfach einmalig! Von dort haben wir meinen Neffen angerufen und ihm zum Geburtstag gratuliert und direkt mit ihm, meiner Schwester, Nichte und anderem Neffen unser Erlebnis geteilt!
Weiter ging es Richtung Geysir & Strokkur. Die Kids wurden schon etwas müde und vor allem Nala kurz motzig. Das änderte sich schlagartig, als wir vor dem Strokkur standen und dieser plötzlich ausbrach und wir alle uns erschraken. Nach 8-10 Minuten warten waren wir nicht weniger erschrocken als er erneut ausbrach. Da man wirklich gar nicht erkennen kann, wann er ausbricht oder er es irgendwie ankündigt. Dieser „spuckt“ 25-30 Meter hoch. Ein paar Meter weiter ist der Geysir. Dieser bricht unbestimmt, nur bei Erdbeben aus. Und auch dann nur vielleicht! Aber wenn er ausbricht, dann an die ca 80 Meter hoch. Außer diesen beiden gibt es nur noch in Amerika einen der ca 150 Meter hoch ausbricht. Schon sehr beeindruckend. Nach Fotos und Videos und einem kleinen Snack sind wir Richtung Þingvellir - Nationalpark gefahren.
Der Þingvellir - Nationalpark ist eine berühmte UNESCO - Weltkulturerbestätte, an der die eurasische und die nordamerikanische Kontinentalplatte aufeinandertreffen.
In der Spalte kann man bis zu 120 Meter tief tauchen. Das Wasser ist glasklar und wir schauen den vielen Tauchern zu. Diese Weite der Natur ist wirklich toll anzuschauen! Nach einem einstündigen Spaziergang machten wir uns auf zur Secret Lagoon. Dort haben wir vorreserviert. Es war, wie überall, kein Andrang an Menschen. Wobei sie die Anzahl an Leuten begrenzen, sodass es nie überfüllt ist. Eine std gebucht, mit den Kids hat eine halbe std gereicht. Aber es war super angenehm… für mich, da mir Wärme, oder in dem Fall heiß, nichts ausmachen. Eric und Nala war es teilweise zu warm. Leo und ich fanden es angenehm. Da die Sonne noch geschienen hat, war es richtig schön.
Perfekt zum Abendessen fuhren wir zum Campingplatz zurück, wo wir dann essen gegangen sind.
Die Kids sind noch eine Runde auf dem Hüpfkissen gesprungen bevor es Pizza für Leo und mich gab, für Nala eine Lamm(!)suppe und für Eric ein Fisch - Kartoffelauflauf!
So sind sie auch nach drei Runden UNO schnell eingeschlafen.
13.9. Reykjavík - Reittour - Reykjavík Camping
Der Tag startete um 5:00 für mich, da mich Nala weckte weil es ihr nicht gut ging. Temperatur und Bauchschmerzen. Eigentlich hatten wir um 10:00 die Reittour bei Ishestar bei Reykjavík gebucht. Deshalb war der Plan schon um 7:00 loszufahren. Natürlich hätte Leo heute länger geschlafen...
Wir sind auch relativ pünktlich losgefahren. Nala weiterhin Temperatur und auf dem Weg gebrochen. Uns gingen mehrere Möglichkeiten und Überlegungen durch den Kopf wie wir was umplanen können. Sie hat sich am meisten auf das reiten gefreut. Allerdings bis 10:00 zwei std reiten, ging in diesem Zustand nicht.
Bis jetzt war die Planung wirklich top und es hat alles geklappt! Aber Krankheit kann man nicht planen und das wichtigste war erstmal dass es ihr besser ging. Deshalb, ändern können wir gerade nichts. Ruhe behalten, Leo auf Trapp halten und Nala Ruhe gönnen!
So fuhren wir auf den Hof und Eric konnte mit der sehr netten Frau sprechen und wir konnten es uns bisschen offen halten. 10:00 war gestrichen und wir planten erstmal um 13:00 die eine std Tour. Wobei sie gesagt hat, wenn sie reiten kann, würde sie ihr das schon empfehlen zwei std mit Trab und Tölt. Also wenn es ihr besser gehen sollte, könnten wir entweder 13:00 eine std oder 14:00 zwei std.
Nala hatte sich auch erstmal schlafen gelegt und wir hoffen dass es ihr besser geht. Sollte es gar nicht gehen, könnte ich alleine um 14:00 die zwei std Tour machen.
Also hieß es warten und hoffen 🙏
Gegen 12:00 ging es ihr zunehmend besser und sie selbst wollte die lange Tour um 14:00! Für Eric und Leo hieß das noch längere Wartezeit. Aber das Wetter war eh nicht besonders, sodass die zwei es sich im Wohnmobil gemütlich machten und Nala und ich konnten reiten.
Ich selbst saß auch das erste Mal auf einem Isländer und es ist schon was anderes, aber hat schon Spaß gemacht. Zwei std waren wir glaube schon unterwegs und im Endeffekt hätte ich auch eine noch fortgeschrittenere Tour buchen können, da es für Nala überhaupt kein Problem war! Auch von der Zeit her, hat sie es super gemacht!
Etwas durchgefroren fuhren wir dann endlich auf den Campingplatz. Eigentlich war heute Nachmittag Reykjavík geplant, aber das werden wir nicht mehr machen. Ausruhen, Film gucken, essen und dann ins Bett.
In der Nacht hat Nala noch einmal Fieber bekommen. Aber nach einer Tablette, ist sie schnell wieder eingeschlafen und das Fieber ist nicht mehr gestiegen.
14.9. Reykjavík - Stadt - Whale watching - zweite Nacht Reykjavík Camping
Nachdem wir bis 7 Uhr geschlafen haben, haben wir kein Stress gemacht. Nala war fieberfrei und es ging ihr deutlich besser. Die Kids haben erstmal gefrühstückt und ich bin joggen gegangen. Das Wetter war wieder super! Sonne, blauer Himmel und gefühlt nicht sehr kalt. Eine Runde um den Campingplatz, am Zoo und botanischen Garten vorbei, war es eine schöne 3km Runde.
Danach duschen, Kids angezogen, fertig gemacht und dann sind wir mit dem Bus 15min nach Reykjavík reingefahren. Dort haben wir uns die Stadt angeschaut und die Kids haben sich ein Wal Kuscheltier als Souvenir mit nach Hause nehmen dürfen (endlich laut Nala!)
Reykjavík hat eine schöne kleine Innenstadt. Die Kirche hat eine besonderer Architektur, wobei uns die bunten 🌈 Häuser und Straßen in den kleinen Gassen besonders gefallen haben! In einem besonderen Kaffee, das Café Babalú haben wir ein erstes bzw. zweites Frühstück eingenommen. Dort habe ich das erste Mal einen leckeren(!) Latte Macchiato getrunken!
Dann stand Whale watching an. Da es einige Zeit dauerte bis wir draußen waren, waren die Kids tatsächlich schon etwas ungeduldig. Leo wurde müde und Nala schlecht. Wir hatten Reisetabletten dabei und da Eric auch nicht gut oben am Deck sein konnte ist er mit den Kids ganz runter, wo es nicht so schaukelte. Von dort konnte man die Wale auch sehen.
Leo hat auch welche gesehen und mit Nala bin ich nochmal an Deck, wo sie zum Glück auch einen gesehen hat. Es brauchte Geduld…
Ich hab viel draußen gestanden und konnte einige sehen. Auch wirklich imposante Tiere!
Dann ist auch sie wieder runter und die Reisetablette hat gewirkt und sie wurde müde. Beide sind dann auch eingeschlafen bis wir wieder am Hafen waren.
Unser Fazit mit den Kindern: die große hatte nicht so viel Geduld draußen zu schauen. Leo war eigentlich noch zu klein, aber man konnte sich gut drin aufhalten und trotzdem was sehen! Die Tour haben wir mit Elding Whale Watching gebucht und war für Kinder gut machbar! Alleine hätten wir wahrscheinlich eine Tour mit einem kleineren Boot gebucht!
Dann ging es mit dem Bus wieder zurück auf den Campingplatz.
Dort angekommen haben wir schon einige Sachen zusammen gepackt und verstaut. Eric hat Nudeln gekocht und nach dem Essen haben wir Uno gespielt. Vorm schlafen gehen, haben wir Nala noch mal Fieber gemessen und leider hatte sie wieder Fieber. Diesmal 39,5. Das höchste bisher. Über den Tag hatte sie lediglich etwas über Kopfschmerzen geklagt aber war dabei fieberfrei. Wir hatten doch mal den Mann meiner Mama, er ist Kinderarzt, angerufen, aber er hatte uns bestätigt, dass wir nichts anderes hätten machen können, als wir schon gemacht haben. Zum schlafen hat sie eine Schmerztablette bekommen und wir hofften es geht bald wieder weg!
Fazit von Reykjavík:
Wir haben festgestellt, das ländliche gefällt uns einfach am besten. Klar, schaut man sich die Stadt an, Aber es ist einfach zu laut, hektisch, voll.. das krasse Gegenteil zu dem was wir die Tage davor erlebt haben. Mich persönlich stresst es schon wieder und freue mich wenn wir morgen wieder ein einen (hoffentlich) ruhigeren Ort fahren.
In zwei Tagen fliegen wir wieder nach Hause und eigentlich könnten wir noch eine Zeit lang hier bleiben. Ich persönlich habe auch Angst wieder zu schnell in dieses Rad von Alltag reinzukommen… hier kann ich so gut atmen, diese Natur so genießen und ich hätte nie gedacht dass mir dieser Camper zum Leben reicht!
Nala hat gesagt sie möchte auf Island einziehen! Ihr Zimmer zusammenräumen, alles ins Flugzeug und dann hier in ein Haus!
Wir haben ihr alle zugestimmt!!
15.9. letzter Tag Abfahrt Richtung Reykjanes - Halbinsel - Bridge Between Continents - Gunnuhver - Sandgerði - Campingplatz Grindavík
Nala hatte durchgeschlafen, morgens noch etwas Temperatur, aber relativ fit! Wir starteten vor 9:00 Richtung Reykjanes. Raus aus Reykjavik atmen wir wieder auf, weil wir wieder die Lava Felder sehen - wieder Natur 😍
Das Wetter ist super! Sonne und blauer Himmel! So kann der letzte Tag beginnen!
Als erstes fuhren wir zur Bridge Between Continens. Es ist eine Brücke, die die nordamerikanische und die eurasische tektonische Platte miteinander verbindet.
Dasselbe haben wir schon im Þingvellir - Nationalpark gesehen. Hier konnte man unter der Brücke stehen, im Nationalpark floss Wasser durch.
Weiter ging es Richtung Gunnuhver. Fast angekommen stank es schon im Auto so übel nach Schwefel ..🤢
Als wir ausstiegen, war es nicht besser. Wir sind einmal zum Gunnuhver gelaufen. Es kam so viel Rauch aus dem Boden, dass man die blubbernden Schlammtöpfe nicht sehen konnte. Dafür einfach richtig viel Dampf. Nala sagte, er verdeckt die Sonne wie Wolken, so viel kam da raus. Dort hielten wir uns nicht lange auf.
Danach ging es auch direkt weiter Richtung Sandgerði. Auf der Fahrt kamen mir wieder einmal die Tränen, weil ich, Eric stimmte mir zu, gar nicht nach Hause möchte.
In Sandgerði haben wir einen Supermarkt aufgesucht, noch Snacks für die Fahrt/Flug morgen geholt und endlich ein Eis für die Kids.
Dann sind wir noch an den Hafen und haben uns die Beine etwas vertreten. Ein kleiner Fischerhafen, andem wir unser letztes Bild machten und einen letzten Tanz vor den Booten.
Mit dem Herz voller schöner Momente fuhren wir zu unserem letzten Campingplatz nach Grindavík!
Auf der Fahrt fuhren wir über relativ neu gebauten Straßen, weil die "alten" überschüttet waren von Lava. Es wird auch gewarnt, dass man vorher checken soll ob Richtung Grindavík die Straßen frei sind. Das sah schon verrückt aus, wie die eigentliche Straße halb mit Lava voll lag!
Der Platz war wieder super schön! Direkt mit einem Spielplatz, konnten die Kinder sich frei bewegen und wir in der Sonne sitzen!
Lediglich das Wasser schmeckte, jedenfalls gefühlt, nach Schwefel... vielleicht lag es da aber einfach in der Luft.
Wir hatten gehofft, dass Island uns noch zum letzten Abend/zur letzten Nacht Nordlichter 🌟schickt, da das Wetter tagsüber super war!
Aber leider war das Gegenteil der Fall. Es schüttete und stürmte die letzte Nacht und somit fuhren wir auch schon früher als geplant und ganz langsam und vorsichtig Richtung Flughafen.
Am letzten Abend haben wir uns alle erzählt was wir am schönsten fanden:
Eric: den Gletscher Svinafellsjökull
Susanne: die Wasserfälle, vor allem Gullfoss und das Städtchen Vìk
Leo: kann es nicht richtig sagen, aber die Wasserfälle hat er in Erinnerung und oft sagt er die Lava Show
Nala (sie hat uns am meisten berührt): die Wasserfälle, den Gletscher, reiten und dass wir alle so lange zusammen waren ❤️
Allgemeines zu unserer Reise:
Camping:
Must haves und was war überflüssig:
Finanzen:
Mein Fazit dieser Reise:
Im Vorfeld haben viele zu mir gesagt, das wird doch anstrengend, vor allem mit den Kindern... im Wohnwagen....
Als allererstes haben wir uns selbst keinen Stress gemacht! Wir haben uns gesagt, ja, es wird manchmal stressig sein oder die Kinder werden anstrengend sein, wie zu Hause auch, aber wir versuchen uns nicht aus der Ruhe zu bringen, da wir daran in dem Moment nichts ändern können. Leichter gesagt! Es waren auch Momente dabei, wo sie nicht gehört haben, gemotzt haben und keine Lust mehr hatten. Aber auch das gehört dazu. Sie sind noch klein und haben diese Reise einfach so toll mitgemacht. Wir haben sie immer versucht von dem zu begeistern, von dem wir begeistert waren. Haben ihnen Geschichten über Island erzählt und sie auch meistens mitgerissen! Die Sachen, die greifbar für sie waren, wie die riesigen Wasserfälle, wo sie einfach darunter getanzt haben und nass werden durften, die Robben an der Gletscherlagune oder die Eiskristalle am Diamond Beach, dort waren sie begeistert. Das waren nur wenige Sachen von dem was wir erlebt haben.
Die Zeit mit meiner Familie, wird mir keiner mehr nehmen! Meinen Kindern die Welt zeigen... Diese Reise hat mir einmal mehr gezeigt, dass ich Ihnen noch so viel mehr zeigen möchte! Mir sind auf dieser Reise so oft die Tränen gekommen. Miestens wenn ich als Beifahrer rausgeschaut habe und mir durch den Kopf gegangen ist, was ich wieder neues erleben durfte!
Das Herz ist voll mit so wunderschönen Momenten, einzigartigen Naturerlebnissen und eine Reise, die uns als Familie keiner mehr nimmt!
DANKE Island für diese unglaublich tolle Erfahrung die wir machen durften ❤️
