Tejas, Pisco und die Nazca Linien (08.03.2022)
Über die mysteriösen Nazca Linien auf in die weiße Stadt…


Veröffentlicht: 10.03.2022
Elf Stunden Busfahren sind eine lange Zeit und der Weg nach Arequipa ist auf gewissen Abschnitten auch nicht der ruhigste aufgrund der Straßenverhältnisse. Trotz der Umstände hatten wir durch den gut ausgestatteten Bus doch einige Stunden Schlaf und kamen schließlich um 10:30 Ortszeit in der zweitgrößten Stadt Perus am Busbahnhof an. Nachdem wir unser Gepäck hatten ging es mit einem kleinen Shuttle der von PeruHop organisiert wurde durch die verrückten Straßen ins historische Zentrum der Stadt, wo auch unser Hotel liegt. Wir checken dieses mal für fünf Nächte im Hotel Casa Andina (https://www.casa-andina.com/es/destinos/arequipa/hoteles/casa-andina-select-arequipa) ein, da wir von der Stadt aus auch die Basis für einige Ausflüge setzen.
Nach über 24 Stunden durchgehend auf Achse (Check Out am Vortag um 09:45 in Huacachina) und davon über 13 Stunden im Bus ist das Bedürfnis nach Dusche und umziehen schon groß. Leider mussten wir uns noch bis 14:00 gedulden da das Zimmer noch nicht fertig war und so nutzten wir die Zeit um noch etwas durch die Stadt zu bummeln und mal Kontakt ins schöne Österreich herzustellen. Der erste Eindruck der Stadt bestätigt das Feedback einiger Reisender mit denen wir schon über Arequipa gesprochen hatten. Gerade das Stadtzentrum ist, durch die schönen aus der Kolonialzeit stammenden Bauten, hübsch und gepflegt. Wir landen für Lunch in einem schicken Bobo Schuppen der eine bunte und ansprechende Auswahl aus peruanisch-italienischer Küche bietet (https://13monjas.com/). Auch wenn sie kein Coke Zero hatten (zu kommerziell - haha kommt mir aus Wien 1070 bekannt vor) war das Essen sonst spitze. So kann es kulinarisch gerne weitergehen die nächsten Tage.
Für Nachmittag haben wir uns bei einer Free Walking Tour dazu gesellt. Die rund 2,5 Stunden Tour durch die Stadt mit einem sehr stolzen Einheimischen (man hatte uns schon in Lima vorgewarnt, dass die Locals hier quasi die Tiroler von Peru sind) gab ein rundes erstes Bild von Geschichte, Wirtschaft, Essen und Menschen. Arequipa ist mit seinen etwas mehr als 1 Million Einwohner die #2 Stadt Perus und wirtschaftlich sehr stark. Das Stadtzentrum, in dem wir uns aufhielten, gehört seit dem Jahr 2000 zum Unesco Weltkulturerbe und bietet einen bunten Mix aus Handel und Gastronomie. Der Name Arequipa lässt sich darauf zurückführen, dass sehr viele weiße Europäer und v.a. Spanier die Stadt besiedelten und den Einheimischen verboten in der Innenstadt zu leben.
Die Stadt liegt auf über 2300 Meter Seehöhe, was sich bemerkbar machen kann im körperlichen Befinden, wir merkten es relativ bald an leichter Müdigkeit und schwereren Stiegen steigen als sonst ;-).. Umringt ist die Stadt von einer Vielzahl von Vulkanen, von denen fünf auch aktiv sind. An schönen Tagen (heute leider nicht da bewölkt) sieht man u.a. Vulkan Misti (5822m) und Chachani (6075m). Das Mikroklima ist durch den Pazifik Einfluss gemäßigt mit wenigen Regentagen im Jahr (rund 18), wovon aber im März im Schnitt fünf anfallen. Damit hätten wir mit heute schon einen erlebt, juhu.
Nach der Tour spazierten wir noch etwas herum, beschlossen dann aber wetter- und müdigkeitsbedingt das Hotel fürs Schreiben am Blog, Planung der nächsten Tage und relaxen aufzusuchen. Kathi fand für uns zum krönenden Abschluss des Tages noch bei einer lokalen Fast Food Institution würdiges Soul Food - große Empfehlung an der Stelle (https://lalucha.com.pe/). Die nächsten Tage bleiben actionreich, so viel kann verraten werden.
Die täglichen Zwei:
Erkenntnis: Im Zuge der Walking Tour schauten wir auch einen Sprung bei einem Produzenten für verschiedene kameliden Wollen vorbei. Kamelide sind u.a. Lamas, Alpakas (wo wir eines live beim “Toilettengang” beobachten durften), Guanako und Vikunja. Dabei durften wir auch die verschiedenen Wollen berühren und einiges über die Qualitäten erfahren. Das Vikunja Wolle dabei so exorbitant teuer ist und Kaschmir klar in den Schatten stellt zumindest für uns neu. So kostet z.B. ein Pullover mit Vikunjawolle rund 3500 €. Der große Teil des heutigen Bestandes dieser Tier lebt im Hochland von Peru und Bolivien. Mehr zu den diversen Qualitäten und Hintergrund zu den Tieren: https://www.edlerzwirn.com/vikunjawolle/#:~:text=Preise%20der%20Vikunjawolle&text=Der%20Preis%20f%C3%BCr%20das%20Rohmaterial,der%20edelste%20Zwirn%20der%20Welt.
Glücksmoment: Duschen im Hotel, mag trivial sein, heute war es aber das absolute Highlight nach den langen Stunden auf Achse..
