TH auf Reisen

Tabea und Tim unterwegs zu neuen Abenteuern

Wie Paris - nur in Südamerika

Nachdem wir in Encarnación etwas Pech mit dem Wetter hatten und es recht viel geregnet hat, offenbarte der paraguayische Wetterbericht für die nächsten Tage ein anderes “Problem”: Tagsüber mindestens 37 Grad und keine Aussicht auf ein Wölkchen und damit verbundenen Schatten. Da Paraguay nun auch nicht für seine Museen- und sonstigen Touristenhighlights bekannt ist, haben wir uns kurzfristig zur Flucht entschlossen. Deswegen ging es am Tag nach unserem Karneval-Abenteuer mal wieder in Richtung Busbahnhof und auf eine unserer längsten Reisen: 15 Stunden bis nach Buenos Aires. 

Ein weiterer Grund für den erneuten Abstecher nach Argentinien waren die vielen begeisterten Reisenden, die uns von Buenos Aires vorgeschwärmt haben. Verbunden mit dem Großstadtflair, das wir auch schon etwas vermissen, hatten wir also genug Argumente zusammen für unseren kleinen 4-Tages Ausflug. Und wir sollten auch nicht enttäuscht werden. Buenos Aires hat uns beiden sehr gut gefallen und wir verstehen jetzt auch, wieso es als das Paris Südamerikas bezeichnet wird. Neben schöner Architektur, die uns an Städte in Frankreich und Italien erinnert haben, gibt es mehrere Viertel, die zum Spazieren und Café trinken einladen. Kaffee trinken ist ein gutes Stichwort - hier sind wir als Liebhaber auch endlich mal wieder auf unsere Kosten gekommen. Nach viel Nescafé in den letzten Tagen und Wochen gab es endlich mal wieder eine große Auswahl an netten Cafés und gutem Essen.

Von den großen Touristischen Highlights wird uns insbesondere der Cemeterio Recoleta, ein Friedhof für die bekannten und wohlhabenden Familien der Stadt, im Gedächtnis bleiben. Mit uns bekannten Friedhöfen hat dieser allerdings nicht viel zu tun, da es keine normalen Gräber gibt, sondern mehr oder weniger große und schön gestaltete Familiengruften. In diesen finden die einzelnen Familienmitglieder aus mehreren Jahrhunderten ihre letzte Ruhe. 

Neben den historischen Orten in der Stadt ist auf dem Gelände des ehemaligen Frachthafens ein kleines eigenes modernes Viertel entstanden, das uns etwas an Miami Beach erinnert - über Brücken geht es vom sonstigen Teil der Stadt auf diese vorgelagerte “Insel” mit vielen modernen Hochhäusern. Hier ließ sich aber auch wieder einmal der große Gegensatz zwischen Arm und Reich beobachten, der uns immer wieder gerade in Argentinien und Paraguay aufgefallen ist. Die Promenade mit den modernen Häusern und Hotels endet plötzlich und direkt daran schließen sich Straßen mit heruntergekommenen Wellblechhütten an. Das regt einen immer wieder zum Nachdenken an und wir haben zumindest das Gefühl, dass das Problem der Schere zwischen Arm und Reich und die immer kleiner werdende Mittelschicht hier noch viel größer ist als in Europa. 

Nach unserem kurzen Aufenthalt geht es aber für uns nun wieder in den Bus, die nächsten 19 Stunden Busfahrt warten und wir machen uns wieder auf den Weg zurück. Wir sind uns aber sicher - Buenos Aires wird uns wiedersehen. Nicht mehr auf dieser Reise, aber wir möchten gern nochmal wiederkommen und die Stadt weiter erkunden.

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