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Sydney, Byron Bay, Surfers, Noosa, Fraser Island, Agnes Water, Mackay

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Nach Jervis Bay ging es zurück nach Sydney. Von dort aus hatten wir eine 14-stündige Fahrt mit dem Fernbus bis nach Byron Bay. Dort hatten wir definitiv die älterste Zimmermitbewohnerin während unserer Reise. Eine Ü60 Jährige Kanadierin, die jedes Jahr für einige Monate nach Australien zum Surfen reist. Warum sie sich ausgerechnet ein Partyhostel ausgesucht hat, hat uns schon etwas verwundert ;-). Während unserem Aufenthalt in Byron Bay haben wir auch eine Tagestour in den Ort Nimbin unternommen. EIn kunterbunter Bus mit einem lustigen älteren Fahrer mit Zwierbelbart hat uns dorthin gebracht. Das 450 Einwohner Dorf ist wohl der bekannteste Ort Australiens, wo ganz offensichtlich auf der Straße Cannabis angeboten wird. Allerdings hatte ich mir es durch Erzählungen anderer Backpacker krasser vorgestellt. Wir wurden eigentlich nur von zwei Leuten angesprochen, ob wir was kaufen möchten. In Nimbin leben viele Aussteiger und Menschen die den alternativen Lebensstil pflegen. Selbst manche Kinder haben Rastalocken getragen.

Nach Byron Bay ging es nach Surfers Paradise. Unser Doppelzimmer in einem Hostel war sehr "interessant". Es glich eher einer Kammer, die sich in einem 12 Bettdorm befand. Weiter ging es für weitere zwei Nächte nach Noosa. Das liegt an der Sunshine Coast und ist ein beliebter Urlaubsort, wo viele Wohlhabende leben. Es gibt in Noosa viele verschiedene Wanderwege durch den Nationalpark und an der Küste entlang. Unsere nächste Station war dann Rainbow Beach. Ein kleines Örtchen, von wo aus die meisten Touren nach Fraser Island starten. Nachdem das Hostel wohl sehr ausgelastet war, wurden wir für eine Nacht vor unserer Tour ausquartiert und mussten mit unserem Gepäck durch das halbe Dorf laufen. Schließlich waren wir aber positiv von der Unterkunft überrascht. Es handelte sich dabei um ein Ferienhaus, das wir uns mit vier weiteren Personen geteilt hatten. Am nächsten Tag mussten wir mit Sack und Pack zurück ins Hostel. Von dort aus startete unsere Tour. Morgens mussten wir noch einen langweiligen Film über die Sicherheitsvorkehrungen für Fraser Island ansehen. Danach war es endlich soweit. Unser Hauptgepäck haben wir im Hostel gelassen und nur mit einem Tagesrucksack ausgestattet, ging es auf die 3-tägige Tour. Mit insgesamt vier 4WD Autos ging es zuerst zur Fähre in Rainbow Beach. Wir hatten mit unserem Fahrer wirklich Glück. Wir waren mit 9 weiteren Mädels im Auto des Tourguides. In den drei anderen Autos saßen Tourteilnehmer selbst am Steuer. Obwohl für die Fahrer das Mindestalter 21 ist und sie eine genaue Einweisung bekommen, gibt es bestimmt aber die ein oder anderen übermütigen Fahrer. Die Wege auf Fraser Island gehen durch ungeteerte Waldwege, über den Strand und durch Wasser, wo man definitiv kontrolliert und konzentriert fahren sollte.

Nach der 15 minütigen Fahrt mit der Fähre, wo Delfine direkt neben dem Schiff geschwommen sind, haben wir Fraser Island erreicht. Nachdem die Wetteraussichten für die nächsten Tage nicht so gut waren, hat unser Tourguide beschlossen, als erstes den faszinierenden leuchtend blauen See „Lake McKenzie“ anzusteuern. Direkt als wir den schneeweißen Sand betreten haben, hat es richtig zum Schütten angefangen. Bibbernd vor Kälte, haben wir schnell unsere Kleidung ausgezogen, in der Hoffnung, das der See etwas Wärmer ist. Nachdem kurzen Platzregen hat sich die Sonne wieder blicken lassen und wir konnten diesen wunderschönen See noch mehr genießen. Das Wassergehalt und der Sand sind so besonders, das man diese als eine Haarkur verwenden kann. Das zweite Highlight für mich war der „Lake Wabby“, ein grüner See, der umgeben von riesigen Sanddünen wie eine Oase ist. Am Abend sind wir in unserem Camp angekommen. Wir haben unsere zwei Personen Zelte bezogen, hatten Dinner und Dani und ich sind dann sehr früh zurück ins Zelt, um schlafen zu gehen. Dem Großteil unserer Gruppe ging es nur darum viel zu saufen und Trinkspiele zu spielen und dafür waren wir wohl wirklich nicht hier. Die Nacht über hat es dann nur geregnet. Über unseren Zelten war noch ein Plane, es wurde daher nicht Nass in unserem Zelt. Der zweite Tag auf der Insel war ärgerlich, da es immer wieder geregnet hat und es einfach zu kalt war und man nur frierend ins Wasser gehen konnte. Bei den Champagne Pools, die sich bei Rockformationen am Meer befinden, sind wir gar nicht erst ins Wasser. Im Süßwasserbach „Eli Creek“ haben wir uns alle überwunden und sind trotz Kälte und Regen durch den Bach gelaufen bzw. manche sind mit Schwimmreifen durchgeschwommen. Ebenfalls sind wir an diesem Tag zum Indian Head, einem Lookout, dem man nur erreicht nachdem man über Steine und Felse geklettert ist. Von dort aus soll man mit etwas Glück Haie erspähen können, bei uns blieb es jedoch nur bei einem Rochen. Das Baden im Meer ist auf Fraser Island übrigens aufgrund der starken Strömung, aber auch wegen den Haien sehr gefährlich. Auch am letzten Tag, hat sich die Sonne nicht allzu oft gezeigt. Wir sind nur noch zu einem Schiffswrack gefahren und noch einmal zum Eli Creek, um dort mal ohne Regen baden zu können. Es war aber bewölkt und recht frisch, sodass die meisten sowieso nicht mehr ins Wasser sind. Kurzum kann man sagen, das wir die 3-tägige Tour auch locker in einer Tagestour hätten machen können. Aber das wussten wir ja leider vorher nicht. Dafür haben wir aber mal das Backpacker-Volk von der australischen Ostküste etwas genauer kennen gelernt, vielleicht auch etwas zu genau. Generell kann man glaube ich fast sagen, das die Backpacker aus 45% Deutsche, 45% Engländer und 10% aus anderen Nationen bestehen. Unter den Deutschen befinden sich vorwiegend 18 bis 20-jährige, die gleich nach dem Abi in die große weite Welt aufgebrochen sind und oftmals auch noch entsprechend grün hinter den Ohren sind. Den meisten geht es eigentlich nur ums saufen, kiffen und Party machen. Die Engländer sind zwar häufig schon über 20, allerdings brauch ich wahrscheinlich nicht groß erwähnen, dass das englische Volk dem Alkohol nicht gerade abgeneigt. Dank des Alkoholkonsums verlieren einige sämtliche Hemmungen und jeglichen Anstand. Auf Fraser Island wurden Zärtlichkeiten so laut ausgetauscht, das die halbe Tourgruppe nachts davon wach wurde, aber auch ein nächtliches Schäferstündchen im Tourauto (ausgerechnet in dem Dani und ich waren), gehörte dazu. Bis früh in die Morgenstunden wurde gesoffen und gefeiert. Und auch am Vormittag hielten die ersten schon wieder (oder immer noch) eine Bierdose in der Hand. Nochmal ein großes „Puh“, dass wir nicht diese Jungs als Fahrer hatten, wo der ein oder andere garantiert nicht ganz nüchtern während der Fahrt war. Zurück in Rainbow Beach haben wir abends direkt die Flucht vor dieser Partymeute ergriffen. Eigentlich hatten wir noch eine Hostelnacht gebucht gehabt. Diese haben wir verfallen lassen und sind direkt weiter mit dem Bus nach Agnes Water. Dort sind wir um Mitternacht im völligem Nirgendwo angekommen. Die „Bushaltestelle“ ist mitten in der Pampa, keine Häuser, kein Licht, sondern einfach nur ein kleiner Schotterplatz. Wir mussten uns daher für $20 pro Person einen Shuttle buchen, der uns vom Nirgendwo in die Zivilisation (also in unser Hostel) gebracht hat. Das Hostel war fantastisch! Das „Backpackers@1770“ ist ein gechilltes Hostel und im balinesischem Stil angehaucht. Der Besitzer ist ein junger Australier und ein typischer $1 Reisender, wie sein Vater. Sprich, wenn er selbst reisen geht, gibt er nicht mehr als $1 pro Tag aus. Die meisten Gäste und Mitarbeiter waren wie typische Aussteiger gekleidet, d.h. Rasterhaare und Hippiekleidung. Die ersten beiden Tage hatten wir viel Pech mit dem Wetter. Agnes Water ist nur ein kleiner Ort, wo man nicht viel machen kann. Wir wollten dort einfach am Strand entspannen und surfen. Das konnten wir dann ab dem dritten Tag endlich machen. Uns hat es im Hostel letztendlich so gut gefallen, das wir verlängert haben und fast eine Woche dort verbracht haben. Bei unserer Abreise mussten wir bis 23:30 Uhr auf den Shuttlebus warten, der uns dann wieder zu der merkwürdigen Busstation brachte. Bis dahin haben wir draußen auf einer Couch geschillt. Wir sind dann nur kurz ums Eck, um unser Gepäck schon mal nach vorne zu holen. Als wir nach wenigen Minuten zurück gekommen sind, war wie von Geisterhand meine Wolldecke verschwunden. Zum Glück waren aber noch unsere Taschen und mein Tablet da, die bei der Wolldecke lagen. Wir haben kurzzeitig schon an unserem Verstand gezweifelt, weil wir alleine dort saßen und so gut wie kein Hostelgast mehr da war. Wie die Decke verschwinden konnte, ist uns nach wie vor aber ein Rätsel.

Über Nacht sind wir bis nach Mackay gefahren, wo wir morgens um 7 Uhr angekommen sind. Als wir unser Zimmer betreten haben, hat es uns fast rückwärts wieder rausgehauen. Es hat so unglaublich gestunken, man hat es kaum ausgehalten. Es gab auch kein Fenster, sodass wir keine Möglichkeit zum Lüften hatten, obwohl das wahrscheinlich auch nicht viel gebracht hatte. Wir haben erst versucht es da drinnen auszuhalten, aber es war unmöglich. Nach einer kleinen Diskussion mit dem Besitzer, haben wir das Zimmer dann wechseln dürfen. In Mackay waren wir nur für eine Nacht und konnten leider nicht sehr viel machen. Es war ein Sonntag, am Muttertag und unglaublicherweise sind da keine Busse gefahren. Somit war es unmöglich zum Strand oder dem botanischen Garten zu kommen. Wir haben also nur an der Lagune (das sind quasi kostenlose Freibäder in Australien, mitten in der Stadt) entspannt.  

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